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Die Gestalt der Heiligen Jungfrau und Märtyrerin Katharina von Alexandrien weist den Weg zum Advent hin:

in Unsere Fürsprecher 24.11.2021 10:02
von Blasius • 3.776 Beiträge

Eine Heilige weist den Weg zum Advent


"St. Kathrein stellt den Tanz ein" oder "Die Heilige Kathrein schließt Geige und Bass ein", sagt der Volksmund und meint damit, dass eine Zeit für den Tanz und laute Festlichkeiten naht. In vielen katholischen Regionen waren früher sogar Hochzeiten im Advent untersagt.

In der Filialkirche St. Leonhard findet man an der linken Seite des barocken Hochaltares eine Darstellung der Heiligen Katharina mit Krone, Palmzweig und einem zerbrochenen Rad. - Foto: Hammer
Katharina von Alexandrien ist eine der bekanntesten Heiligen. Das Bildnis der königlichen Jungfrau mit der Krone auf dem Haupt, die ein zerbrochenes Rad in den Händen hält, findet man in sehr vielen kirchlichen Bauwerken.
Im Bauernleben galt der Katharinentag zugleich als Winteranfang, denn es heißt: "St. Kathrein lässt den Winter rein." Am Katharinentag mussten früher alle Räder ruhen, also auch das Spinnrad, das Mühlrad und die Wagenräder.
Über das Leben der Heiligen Katharina lässt sich geschichtlich nichts nachweisen. Glaubwürdige Belege über ihre historische Existenz fehlen. Der Legende nach war die Heilige Katharina eine geweihte Jungfrau, die sich Christus versprochen hatte. Sie soll die schöne und gebildete Tochter des heidnischen Königs Costus und dessen Frau Sabrinelle aus Zypern gewesen sein. Sie wollte nur einen König zum Manne haben, der reicher und schöner, klüger und mächtiger als sie selber war. Als sie schon viele Freier fortgeschickt hatte, führte sie ihre Mutter eines Tages zu einem Eremiten und fragte ihn um Rat.
Der Einsiedler wies sie auf Jesus Christus als den richtigen und einzigen Bräutigam hin. Er erzählte ihr die frohe Botschaft vom Menschensohn, der Gott selbst sei und allen Königen der Erde gebiete. Katharina war überglücklich und ließ sich mit ihrer Mutter taufen. Im Traum sah sie den Heiland, der sie seine Braut nannte und ihre Hand mit einem Ring schmückte. Darauf verschenkte sie all ihr Hab und Gut an die Armen. Sie entsagte ihrem Stolz und lebte inmitten der Christengemeinde wie eine gottgeweihte Jungfrau.
Als der damalige römische Kaiser Maxentius Christen zum Märtyrertod verurteilte, trat Katharina ihm entgegen und fragte ihn, weshalb nicht er zum Christentum übertrete, statt von den Christen Götzenopfer zu verlangen. In einer öffentlichen Diskussion, zu der der Kaiser seine 50 besten Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte, mussten sich diese allesamt den klugen Argumenten für das Christentum geschlagen geben. Katharina hatte sie zum Christentum bekehrt und sie ließen sich taufen.
Weil sie nicht vermocht hatten Katharina vom christlichen Glauben abzubringen, ließ sie der Kaiser alle auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Katharina wurde daraufhin grausam gegeißelt und am zwölften Tage ohne Nahrung in einem finsteren Verlies eingesperrt. Dort erhielt sie jedoch durch Engel, die ihre Narben salbten, göttlichen Beistand in ihrem Martyrium. Eine weiße Taube brachte ihr Nahrung. Sie sollte gerädert werden, doch das Rad zersprang. Darauf befahl Kaiser Maxentius, die immer wieder gerettete Katharina mit dem Schwert zu enthaupten.
Der Legende nach wurde der Leichnam von Engeln auf den Berg Sinai getragen. Der spätere Kaiser Justinian lies an der Stelle, wo später Reliquien der Märtyrerin gefunden worden waren, im sechsten Jahrhundert das berühmte Katharinenkloster errichten.
Katharina ist eine volkstümliche Heilige, die im religiösen Glauben einst als die mächtigste Fürbitterin unter den 14 Nothelfern angesehen wurde. Sie wird angerufen bei Leiden der Zunge und bei schwerer Sprache, bei Migräne und Kopfschmerzen. Sie ist die Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen. Als Nothelferin ist sie Schutzpatronin der Juristen, Gelehrten, Notare, Lehrer und Schüler, aber auch der Buchdrucker, Wagner, Müller, Friseure und Fuhrleute. Sie ist die Patronin vieler Universitäten, so auch der Bayerischen Landesuniversität Ingolstadt und der Katholischen Universität Eichstätt. Mit den Märtyrerinnen und Nothelfern Margareta und Barbara zählt sie zu den drei heiligen Madl. Der Volksmund sagt: "Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, sind die drei heiligen Madl". ‹ŒHans Hammer


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