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Als die Liebe am Kreuz aufgerichtet wurde, …wurde sie zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen
Als die Liebe am Kreuz aufgerichtet wurde, …wurde sie zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen
in
Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi
12.04.2020 20:49
von Blasius • 5.028 Beiträge

Wahre Liebe ist eine Größe, die sich immer
und vorbehaltlos verschenken kann ohne abzunehmen.
Sie ist lebendige Gabe.
Sie erwartet nicht einmal Gegenliebe.
Sie liebt.
Und indem sie liebt, vermehrt sie sich.
Es gibt keinen größeren Reichtum als die Liebe. Sie steht über allem.
Als sie am Kreuz aufgerichtet wurde, wurde die Liebe zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen, das Gott sichtbar für die ganze Schöpfung zum herrlichsten Bild seiner Liebe erkor.
Erhebt eure Augen zu diesem Zeichen. Wie kein anderes ragt es von der Erde in den Himmel und verbindet beide in ihrem Mittelpunkt, in ihrem Herzen.
Diese Herz, es breitet seine Arme weit hin über die gesamte Schöpfung und schließt alles Lebendige zusammen im allumfassenden Pulsschlag göttlicher Liebe.
Werdet nicht müde, Tag für Tag meiner Liebe entgegen zu streben.
Breitet auch ihr eure Arme und weitet euer Herz und folgt mir nach in froher Hingabe und in gläubigem Vertrauen.
Quelle: Durch seine Wunden seid ihr Geheilt!
Gebete und Betrachtungen zur Verehrung der heiligen Wunden Jesu – Verlagsdruckerei Josef Kral, 93326 Abensberg
Benno Hofschulte
Liebe Grüße, Blasius
RE: Als die Liebe am Kreuz aufgerichtet wurde, …wurde sie zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen
in
Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi
07.03.2024 21:20
von Blasius • 5.028 Beiträge

Das Geheimnis des Kreuzes
O Lebensbaum, wie strahlst du wunderbar.
Bei deinem Anblick muss die Hölle weichen.
Schutz bist, o Gottes Kraft, du in Gefahr.
Und glänzest als der höchsten Liebe Zeichen.
1. Betrachte das abgrundtiefe Geheimnis des heiligen Kreuzes, der glorreichen Siegesfahne unseres himmlischen Feldherrn, und erwäge die Worte des Apostels: "Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft." (1. Korinther 1,18) Als Torheit betrachteten es die Heiden, dass Menschen als ihren Gott einen Menschen anbeteten, den sein Volk gekreuzigt hatte, und wie viele Gottlose selbst unter den getauften Heiden schütteln noch jetzt gleich jenen hohen Priestern und Pharisäern den Kopf über den Gekreuzigten, rufen Pfui! über ihn, und spotten über dieses ewig anzubetende Geheimnis, das den Himmel erschloss, die Hölle überwand, die Abgötterei stürzte und die Menschheit vom Fluch der ewigen Verdammnis erlöste.
2. Unendlich war die Beleidigung, die das freche Geschöpf im schnödesten Undank der unendlichen Majestät Gottes, seines Schöpfers angetan hatte. Dies ist das Geheimnis unseres Glaubens. Aber auch die Vernunft zeigt uns durch den Widerspruch in unserem eigenen Herzen, durch alle Hospitäler, Tollhäuser und Grabstätten, die schwere Strafe, unter der das sündige Geschlecht seufzt: dass es in die Schuld des ersten Übertreters verflochten war; da Gott, die ewige Liebe, nimmermehr Strafen verhängt, wo keine Schuld vorangeht. Volle Genugtuung aber musste der ewigen Gerechtigkeit werden, oder das sündige Geschöpf fiel rettungslos einer unendlichen Strafe anheim.
3. Kein sterblicher Sünder, ja kein Geschöpf überhaupt konnte diese unendliche Schuld bezahlen, weil die Verdienste aller Geschöpfe begrenzt sind, eine Schuld aber gegen die unendliche Majestät unendlich ist. Überdies musste ein Mensch sie bezahlen, weil der Mensch Gott beleidigt hatte, und zwar ein Mensch, der unendliche Verdienste hatte. Wo aber war er zu finden? Sieh, da ließ die unendliche Majestät in unbegreiflicher Liebe sich herab, selbst Mensch zu werden, und wog als Gottmensch durch unendliche Verdienste die Schuld seiner Brüder und Schwestern auf. O Kraft Gottes, o Geheimnis, in dem die unendliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wunderbar sich vereinigen, wodurch die Schuldner des ewigen Todes befreit, und Gott auf unendliche Weise verherrlicht wird. Die Kirche betet: "Wir beten dich an, o Jesus, und lobpreisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst."
https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/
RE: Als die Liebe am Kreuz aufgerichtet wurde, …wurde sie zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen
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Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi
06.08.2026 08:49
von Blasius • 5.028 Beiträge

hl. Hermann "Judäus"
6. August
Das Fest der Verklärung Christi
Es tut dem Herzen wohl, dass wir mit der Kirche wieder einmal ein Fest des Herrn feiern, denn wie schön auch die Legenden der Heiligen sind, unvergleichlich erhabener ist alles, was um den Heiland spielt. Verklärung Christi nennt sich das heutige Fest, und da soll denn alles so geschildert werden, wie sich die Begebenheit im Leben Jesu zugetragen hat.
Den Berg Tabor findet man auf der Landkarte am Schluss der Biblischen Geschichte im Süden von Galiläa. Nach drei Seiten liegt er frei in der Ebene. Es ist ein schöner Berg, spitzkantig wie eine Pyramide und mit abgeflachtem Dach. In etwa einer Stunde kann man ihn gut ersteigen, und eines Tages gegen Abend lud der Heiland Petrus, Jakobus und Johannes ein, mit ihm auf die Höhe des Tabor zu gehen, um dort zu beten.
Da sehen wir den lieben Heiland mit den drei Jüngern unter freundlichen Gesprächen den Berg Tabor hinaufsteigen. Der Weg führte im Zickzack durch einen Eichenwald. Ab und zu sah man seitwärts im Gebüsch ein Reh oder einen Hirsch. Rebhühner gab es in Menge. Die Vögel in den Bäumen hielten gerade ihr Abendkonzert; es war ein Zwitschern, Tirilieren, Singen, Pfeifen, Jubilieren ohne Ende. Schön war es, und als Jesus mit den drei Begleitern die Bergkuppe erreichte, bot sich ihrem staunenden Blick eine wunderbare Aussicht rundum auf den See Genezareth und auf das Jordantal und im Westen bis ans Meer. Eben ging die Sonne unter und legte einen Goldmantel von Licht über das ganze Land. Dann kam schnell die Dämmerung, und kurz danach senkte sich die Nacht hernieder.
In dieser Stunde sprach der Heiland von seinem bevorstehenden Leiden und Sterben und sagte den drei Jüngern, bald würde ein Tag anbrechen, da weder Gestalt noch Schönheit an ihm sei und er wie ein Wurm zertreten am Wege liege. Damit sie, die Apostel, aber auch dann nicht im Glauben an seine Gottheit wankend würden, sollten sie in dieser Nacht seine Herrlichkeit sehen. Vorerst jedoch müssten sie mit ihm beten.
Alle warfen sich auf die Knie, und jeder betete für sich. Weil sich aber das Gebet Jesu wie gewöhnlich lange hinzog und die Jünger müde waren, beteten diese sich schnell in den Schlaf. Wie lange sie geschlafen hatten, wussten sie nachher nicht mehr, aber plötzlich erwachten sie, und da sahen sie den Meister von Licht umflossen vor sich in der Luft schweben. Sein Antlitz glänzte wie die Sonne, seine Kleider wurden schimmernd, wie sie kein Walker auf der Erde bleichen kann, und es erschienen Mose und Elia, die mit Jesus redeten. Da nahm Petrus das Wort und sagte zu Jesus: „Rabbi, wie schön ist es doch, dass wir hier sind! Lasst uns hier drei Hütten bauen, dir eine, dem Mose eine und dem Elia eine.“ Er wusste aber nicht, was er sprach, sie waren vor Schrecken außer sich. Doch da kam eine Wolke, die ihren Schatten auf sie warf, und eine Stimme aus der Wolke sprach: „Das ist mein vielgeliebter Sohn, auf diesen sollt ihr hören!“ Rasch schauten sie umher, sie sahen aber niemand mehr bei sich als Jesus ganz allein. Während sie dann vom Berg niederstiegen, befahl ihnen Jesus, niemand zu erzählen von dem, was sie gesehen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden wäre.
Auf diese Weise vollzog sich die Verklärung Jesu, und wenn die Kirche heute festlich und froh daran erinnert, so will sie dadurch denjenigen, die an Jesus glauben, Mut machen für die Stunden bitterer Leiden, die keinem Christen in der Nachfolge Christi erspart bleiben; denn wie Jesus vor und noch viel mehr nach seinem Leiden und Sterben verklärt wurde, so werden auch alle, die in Vereinigung mit ihm in Geduld durch Kreuz und Leid schreiten, dereinst in die ewige Verklärung eingehen.
Teilnahme Mariä an Christi Verklärung
Den Vorgang des biblischen Ereignisses der Verklärung Christi und wie Maria hieran teilgenommen hat, erzählen glaubhafte Überlieferungen in folgender Weise:
Die Jünger, die beabsichtigten, den Tabor zu besteigen, schlugen einen Pfad ein, der sich den Berg hinaufwand, gingen langsam und brauchten zwei Stunden, um auf den Gipfel zu gelangen, weil Jesus öfter mit ihnen an den Stellen und Höhlen Halt machte, wo früher Propheten gelebt hatten, und ihnen darüber verschiedene Erklärungen gab. Denn schon von den ältesten Zeiten her galt der Tabor als heiliger Berg, auf dem die Gottheit ihren Sitz aufgeschlagen hatte.
Der Gipfel des Tabor ist mit Eichenbäumen, Waldsträuchern und hohem Gras bewachsen und bildet eine eirunde Ebene, deren Ausdehnung ungefähr eine halbe Stunde beträgt. Antiochus der Große ließ auf dem Gipfel des Berges eine Verschanzung anlegen, wovon die Wälle und Mauern noch lange erhalten blieben. Diesen freien geräumigen Platz, der von einem mit grünen Rasen und dicht belaubten Bäumen besetzten Wall umgeben war, hatte Jesus mit seinen Jüngern nun erreicht. Der Boden war mit Blumen und wohlriechenden Kräutern bedeckt, die weithin ihre lieblichen Düfte verbreiteten. Ein in den Felsen gehauener Wasserbehälter enthielt kristallklares Wasser im Überfluss.
An diesem Ort angekommen, wuschen die Apostel sich und Jesus die Füße und erfrischten sich. Hierauf ging der Erlöser mit ihnen in eine Grotte, die der Angsthöhle im Ölgarten ähnlich war. Jesus unterrichtete sie hier über das Gebet, das auf den Knien und mit erhobenen Händen verrichtet wird, und empfahl ihnen, diesen Gebrauch zu beobachten. Auch legte er ihnen wiederholt das Vaterunser aus.
Während sie so durch all das gefesselt waren, was die Person und die Sprache ihres guten Meisters Übermenschliches an sich hatte, bemerkten sie nicht, dass die Sonne bereits untergegangen war, und der Tag sich neigte. Denn plötzlich verklärte sich der Erlöser vor ihnen während seines Gebetes. Sein Angesicht wurde glänzend wie die Sonne, und sein Gewand weiß wie der Schnee. Der himmlische Vater war es, der Jesus göttlich umbildete und verherrlichte, indem er ihm die Gestalt des Knechtes abnahm und die des Sohnes anzog. So erschien denn Jesus den Jüngern in derselben Gestalt, wie er später dem Stephanus und Paulus erschien, wie er jetzt im Himmel thront, und wie er einst kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten. Allein dem irdischen Auge der Jünger erschien diese Herrlichkeit nur im blendenden Glanz des Sonnenlichtes, vor allem war es sein Angesicht, im milderen Schimmer strahlten wohl die Hände, Füße und der übrige Leib immer schwächer, aber noch so mächtig, dass seine Kleider wie vom Licht getränkt glänzend weiß wurden.
Gegen Mitternacht erschienen drei leuchtende Gestalten bei Jesus im Licht. Es waren Mose, Elia und Malachias. Die beiden ersten waren keine abgelebten Greise wie zu der Zeit, wo sie die Erde verließen, sondern von blühender Jugend in der Gestalt, wie sie wohl im Jenseits lebten und der Ankunft Christi entgegenwarten. Mose, größer und majestätischer als Elia, hatte über der Stirn etwas, wie zwei Lichtstrahlen und trug ein langes weißes Gewand. Man erkannte in ihm den festen Mann, den strengen Gesetzgeber.
Im Augenblick der Szene, die wir soeben beschrieben haben, erwachten Petrus und seine Begleiter aus ihrer Entzückung und erblickten Jesus mit Mose und Elia. Da ergriff Petrus das Wort und sprach zum Herrn: „Meister, hier ist gut sein; lass uns drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.“ Er verstand darunter Orte der Ruhe in der ewigen Glorie, Wohnungen der Seligen, denn in seiner Entzückung wusste er nicht, was er sagte. Als sie in den Zustand des gewöhnlichen Wachens zurückgekommen waren, senkte sich eine lichthelle Wolke über sie herab. Zugleich öffnete sich der Himmel über Jesus, Gott der Vater erschien in der Wolke, oder vielmehr: Gott verhüllte seine Erscheinung durch die Wolke. Er erschien der verklärten Menschheit Christi, dem Mose und Elia so, wie ihn die Engel und Heiligen im Himmel sehen. Den Jüngern aber verbarg er sein Angesicht, denn kein Sterblicher sieht Gott und lebt. Die Wolke war den Dreien das Zeichen, dass Gott zugegen war, er, den Christus, Mose und Elia wirklich schauten. Ein Strom von Licht ergoss sich auf Jesus, und eine liebliche Stimme verkündigte den Aposteln die Worte: „Dies ist mein vielgeliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe; ihn hört!“ Da die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus aber trat zu ihnen, berührte sie aus großer Liebe und Fürsorge, zugleich aber, um ihnen Kraft und Mut zu schenken, und sprach dann: „Steht auf und fürchtet euch nicht!“ Als sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Es war ungefähr drei Uhr morgens, der Himmel fing an sich zu erhellen, und Tauwolken schwebten unter ihnen über dem Tal.
Zur besagten Zeit, wo Engel die Seelen des Mose und Elia auf den Tabor brachten, wurde, wie einer frommen Heiligen geoffenbart worden war, auch Maria von den Engeln dahingeführt, um der Verklärung ihres Sohnes beizuwohnen, und dadurch für die künftigen Schmerzen gestärkt zu werden. Während der ganzen Zeit der Verklärung genoss Maria zugleich die Anschauung Gottes. Indes die Apostel geblendet und von der Himmelsstimme erschreckt auf die Erde niedergesunken waren, blieb Maria unbewegt stehen und sah ohne Schrecken die Glorie, die sich vor ihr auftat, an. Sie hatte Christi Leib zwar schon öfter verklärt gesehen, aber diesmal zeigte er sich ihr mit neuen Umständen und größeren Wirkungen, indem sie durch den Anblick ganz erneut, entzückt und vergöttlicht wurde. Sie erblickte nicht nur die Wesenheit mit unaussprechlichem Glanz umgeben, die der Sohn Gottes von ihrem eigenen Blut ausgeliehen hatte, sondern sie hörte auch die Stimme des Vaters, der den für seinen Eingeborenen erklärte, der zugleich ihr Sprössling war. Nachdem die Verklärung vorüber war, wurde Maria von den Engeln wieder in ihr Haus nach Nazareth zurückgetragen.
Die Apostel waren sehr ernst gestimmt und fast schüchtern, und während sie beim Aufgang der Morgenröte den nordwestlichen Abhang des Berges hinabgingen, sagte Jesus zu ihnen: „Sprecht mit niemand davon, was ihr soeben gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten aufersteht.“ Sie bewahrten das Geheimnis und sprachen mit niemand von dem, was sie gesehen hatten.
https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/
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