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#1

Neues Vatikanjahrbuch: Papst nicht mehr "Stellvertreter Christi"?

in Kirchenväter / Kirchenlehrer 09.04.2020 08:44
von Blasius • 3.020 Beiträge



Neues Vatikanjahrbuch: Papst nicht mehr "Stellvertreter Christi"?

Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Handelt es sich es nur um eine andere Typographie oder um eine Selbstentmachtung?

Anders als in früheren Ausgaben des Päpstlichen Jahrbuchs sind
die verschiedenen Titel des Papstes in der jetzt veröffentlichten Ausgabe
für 2020 nicht mehr über dem Namen des Amtsinhabers, Jorge Mario Bergoglio, aufgeführt.

Stattdessen stehen sie auf der entsprechenden Seite unten,
mit einem Strich abgegrenzt und kursiv überschrieben:

"Titoli storici" - "historische Titel".

Als da sind:
"Stellvertreter Jesu Christi, Nachfolger des Fürsten der Apostel, Pontifex maximus
der universalen Kirche, Primas von Italien, Erzbischof und Metropolit der Provinz Rom,
Souverän des Staates der Vatikanstadt, Diener der Diener Gottes".

Auf der Seite davor steht:

"Franziskus, Bischof von Rom".

AUSZUG ENDE WEGEN COPYRIGHT - WEITERLESEN IN:
https://www.kath.net/news/71233

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS,
Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 09.04.2020 08:47 | nach oben springen

#2

RE: Neues Vatikanjahrbuch: Papst nicht mehr "Stellvertreter Christi"?

in Kirchenväter / Kirchenlehrer 13.04.2020 14:28
von Blasius • 3.020 Beiträge

DIE HÄRESIE DER HÄRESIEN




Franziskus sagt es wieder: Die Vielfalt der Religionen „ist ein menschlicher Reichtum“
(Rom) Im Zuge der Vereidigung der neuen Schweizer Gardisten empfing Papst Franziskus die Gardeangehörigen samt ihren Familien. Dabei wiederholte er einen Irrtum, den er angeblich korrigiert haben soll.

Der 6. Mai 1527 ist der Heldentag der Päpstlichen Schweizer Garde. An diesem Tag fielen 147 Gardisten bei der Verteidigung des Papstes im Kampf gegen die Deutschen Landsknechte und andere Söldner, die Rom angriffen und plünderten. Die Vereidigung der traditionsreichen Truppe ist ein farbenprächtiges Schauspiel, das weltweites Interesse findet. In die Garde können nur Schweizer Bürger katholischen Glaubens eintreten, die in der Schweiz bereits ihren Wehrdienst geleistet haben. Die Gardisten sind keine Armee der Kirche oder des Vatikans, sondern eine Leibwache. Ihr Auftrag ist es, den Papst mit ihrem Leben zu verteidigen.

Rund um den Vereidigungstag empfängt der Papst traditionell die Gardisten und ihre Familien in Audienz. 2019 geschah dies am vergangenen Samstag, den 4. Mai. In seiner Rede an die Schweizer pries der Papst erneut die „Häresie der Häresien“, indem er die „Vielfalt der Religionen“ als „menschlichen Reichtum“ bezeichnete.

Franziskus sagte:

„Ihr habt aber auch die Gelegenheit, gesunde Freundschaften aufzubauen und Euch im Respekt für die Besonderheiten und die Ideen anderer zu üben, indem Ihr lernt, im anderen einen Bruder und einen Gefährten zu erkennen, mit dem ihr in Ruhe ein Stück des Weges teilen könnt. Das wir Euch helfen, in der Gesellschaft mit der richtigen Haltung zu leben, indem ihr die kulturelle, religiöse und soziale Vielfalt als menschlichen Reichtum und nicht als Bedrohung erkennt. Das ist besonders wichtig in einer Welt, die große Volks- und Menschenbewegungen erlebt wie noch nie, die auf der Suche nach Sicherheit und einem würdigen Leben sind.“

Schleifspuren des religiösen Relativismus
Es ist nicht das erste Mal, daß Franziskus die „religiöse Vielfalt“ lobt. Den Auftakt machten am 1. Oktober 2013 ein sich seither vielfach wiederholender Angriff gegen „Proselytenmacherei“, womit in Wirklichkeit der Missionsauftrag der Kirche untergraben wird. Seinem atheistischen Freund Eugenio Scalfari versicherte er, ihn „nicht bekehren“ zu wollen.
Im Vatikan herrscht unter Franziskus ein Wettlauf darum, wer den Missionsauftrag mehr einschränkt. Kardinal Kurt Koch erklärte im Mai 2016, die Kirche habe „die Mission, die Menschen aller nicht-christlichen Religionen außer dem Judentum zu bekehren“. Keine Judenmission? Davon sagte Jesus nichts, im Gegenteil, da er selbst alle Apostel aus dem Kreis der Juden erwählte. Kurz darauf ruderte Vatikansprecher Lombardi (im Auftrag von Papst Franziskus?) auch bei der Muslimmission zurück. Keine Judenmission? Keine Muslimmission?
Ein besonders eklatantes Beispiel war das synkretistische „Video vom Papst“ im Januar 2016, wo Christen, Juden, Muslime und Buddhisten auf eine Stufe gestellt und als „Kinder Gottes“ angesprochen wurden. Jesus Christus war neben Menorah, muslimischer Gebetskette und Buddha nur mehr einer unter verschiedenen Wegen „zu Gott“ und „zur Liebe“.
Wenige Monate später bezeichnete Franziskus am 24. April 2016, beim Earth Day der Fokolarbewegung, daß es „nicht wichtig“ sei, zu welcher Religion ein Mensch gehöre.
In Abu Dhabi unterzeichnete er am 4. Februar 2019 mit dem Großimam al-Azhar ein Dokument über die „menschliche Brüderlichkeit“, das religiösen Relativismus atmet und deshalb die Freimaurer vor Begeisterung öffentlich jubeln ließ. Franziskus ließ das von ihm unterzeichnete Dokument allen katholischen Universitäten und Bildungseinrichtungen zukommen, damit sie es im Sinne einer Richtlinienvorgabe studieren.
Am vergangenen Wochenende besuchte Franziskus Bulgarien und Nordmazedonien, wo er in Variationen sagte, die Schönheit dieser Länder sei der „religiösen Vielfalt“ geschuldet.
Ein solches Verhalten erstaunt aus dem Mund des Papstes, der berufen ist, bis an die Enden der Erde die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkünden.

Die umstrittenste Stelle des Dokuments von Abu Dhabi lautet:

„Der Pluralismus und die Verschiedenheit der Religion, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache entsprechen dem weisen, göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.“

Der österreichische Philosoph Josef Seifert sprach am 8. März von der „Häresie der Häresien“, denn:

Die Häresie der Häresien
„Wie kann Gott Religionen wollen, die die Gottheit Christi und seine Auferstehung leugnen?“

Mit der Erklärung von Abu Dhabi werde, so der Philosoph, nicht nur das Christentum als wahre Religion verworfen, sondern bedeute „das Ende des Christentums“. Mit der Erklärung habe Franziskus den Relativismus auf die Spitze getrieben.

Bischof Athanasius Schneider, einer der mutigsten Bischöfe unserer Zeit, sagte in einer Klarstellung zum Dokument:

„Die Vielfalt der Religionen ist nicht gottgewollt. Die christliche Religion ist die einzig gültige Religion und der einzige von Gott gewollte Glaube“.

Bischof Schneider sprach Franziskus beim Ad-limina-Besuch der kasachischen Bischöfe am 1. März direkt auf die skandalöse Passage im Abu-Dhabi-Dokument an. So direkt konfrontiert, räumte Franziskus ein, daß der Satz „in einem direkten Vergleich“ mißverständlich sein könnte. Da Schneider die Antwort des Papstes publik machte, schrieben einige Medien, der Papst habe sich „korrigiert“. Inzwischen steht fest, daß Franziskus es gar nicht ernst meinte, denn er wiederholte dieselbe Aussage, zuletzt mehrfach in den vergangenen Tagen. Zuerst in Rom, dann in Bulgarien und Nordmazedonien.

Die kontinuierlichen, seit Jahren andauernden Wiederholungen bestätigen, daß es sich nicht um „eine Eintagsfliege“ handelt, sondern um einen konstitutiven Teil im Denken von Papst Franziskus. Dieses Denken wurde in der Neuzeit von den Freimaurern entwickelt und faktisch nur von ihnen vertreten. Eine beklemmende Tatsache, denn was will uns das sagen? Wird die dahinterstehende Grundtendenz zu Ende gedacht, scheint man unweigerlich auf die Idee einer Eine-Welt-Religion oder Welteinheitsreligion zu stoßen. Was also will Papst Franziskus damit bezwecken?

Franziskus sprach am 4. Mai zu den Schweizern von „einer Welt, die große Volks- und Menschenbewegungen erlebt wie noch nie“. Kritiker werfen dem Kirchenoberhaupt aber vor, kein neutraler Sachwalter der „heutigen Herausforderungen“ zu sein, sondern selbst einer der maßgeblichsten Förderer und Propagandisten der „großen Volks- und Menschenbewegungen wie noch nie“ zu sein. Alles spricht dafür, daß Papst Franziskus weltweit auch der einflußreichste Förderer und Verfechter des religiösen Relativismus ist. Da ihm nicht unterstellt werden kann, die Religionen auslöschen zu wollen, bleibt als plausible Annahme kaum mehr als die schockierende Vorstellung einer Welteinheitsreligion, deren Sprecher Franziskus oder ein Nachfolger sein könnte. Diese Annahme deckt sich mit den politischen Globalisierungsbestrebungen.

Prof. Seifert forderte Franziskus bereits Anfang März auf, die Erklärung von Abu Dhabi umgehend zu widerrufen, weil sie „die Summe aller Häresien enthält“:

Quelle: katholisches.info Bild: Vatican.va (Screenshot)

http://corjesu.info/wordpress/?p=9075

WEITERE INFO:
http://www.kath.net/news/70548


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 13.04.2020 14:45 | nach oben springen


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