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#1

Gedanken zu: Will Gott heute noch heilen?

in Diskussionsplattform 02.04.2019 14:53
von Blasius • 3.774 Beiträge



Jesus ist in diese Welt gekommen, um uns freizukaufen von Sünde, Tod und Krankheit.
Er wurde für uns zur Sünde, damit wir das Leben hätten.
Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den,
der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Jes 53,4-5

Dies hat Jesus demonstriert, als er leiblich hier auf Erden war:
Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 53,4): »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.«
Mt 8,16-17

Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
Mt 4,23

Jesus ist heute derselbe wie damals, und er lebt auf Erden durch seinen Heiligen Geist in uns. Wir sind seine Gesandten! Durch uns will er nicht nur das Evangelium in Worten verkünden, sondern auch heilen! Er will die Menschen retten vor der Verdammnis und freisetzen aus Gefangenschaft und Krankheit!
Das Wort, das im Neuen Testament häufig mit retten oder helfen übersetzt wird, ist dasselbe griechische Wort, das auch für heilen steht.

Drei Beispiele:
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
1.Tim 2,4

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Röm 10,9

Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht mehr. Als aber Jesus das hörte, antwortete er ihm: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gesund!
Lk 8,49-50

Im Griechischen steht hier wie an vielen anderen Orten das Verb σωζω, retten, heilen, ganz machen.
Wir zweifeln nicht daran, dass Jesus uns auch heute noch zur Umkehr ruft, dass er uns retten will aus dem Einflussbereich Satans hinein in das Reich Gottes. Er ist am Kreuz gestorben für unsere Sünde, für alles, was uns trennt von Gott! Er führt uns zum Vater!

Heilt Jesus immer? – Sofort?
Wie wir oben gesehen haben, ist der Standard im Reich Gottes Gesundheit. Krankheit hat ihren Ursprung beim Teufel und der Sünde. Trotzdem finden sich Bibelstellen, wo auch Apostel nicht sofort Heilung erlebt hatten.
So musste Paulus den Trophimus krank in Milet zurücklassen (2. Tim 4,20). Als er das erste Mal nach Galatien kam und dort das Evangelium verkündete, war Paulus selbst krank (Gal 4,13-14). Sein Mitarbeiter Epaphroditus war sogar einmal todkrank, und Paulus rang und fürchtete um ihn, bevor Gott ihn in seiner Gnade heilte (Phil 2,25-27).
Zwei Blinde riefen Jesus und mussten ihm durchs Dorf folgen bis er ins Haus kam. Erst jetzt befasste er sich mit ihrem Anliegen, indem er sie fragte:

Glaubt ihr, dass ich dies tun kann?
Mt 9,28

Wieso liess er sie, blind wie sie waren, so lange hinter ihm her laufen und rufen?
Hüten wir uns davor Gott irgendwie in den Griff kriegen zu wollen. Ja – Der Standard im Reich Gottes ist Gesundheit und Heilung – und unser Jüngerauftrag ist es Menschen zu heilen! In manchen Fällen, wo wir keine Heilung sehen, können wir Ursachen (Sünde, Murren, etc.) finden. Dennoch – unsere Erkenntnis ist Stückwerk (1. Kor 13,9) – und wenn die Heilung scheinbar ausbleibt, wir nicht weiterwissen, so wollen wir uns genügen lassen mit vertrauender Treue auf IHN zu sehen denn er ist treu. ER übersteigt all unser Vorstellungsvermögen.

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

Hiob 19,25.27

Das Reich Gottes, es ist jetzt mitten unter uns – in uns durch den Heiligen Geist; und doch in seiner Fülle noch zukünftig – denn wir warten voller Sehnsucht auf den Tag, wo unser Herr Jesus in Herrlichkeit erscheint!

Gesundheit und liebe Grüße, Blasius

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#2

RE: Gedanken zu: Will Gott heute noch heilen?

in Diskussionsplattform 21.11.2022 05:11
von Blasius • 3.774 Beiträge




Von Krankheiten der Seele


O höre, Jesus, milder Arzt, mein Flehen.

Sieh, meine Seele stirbt. O sprich ein Wort,

Und lass ein Wunder, Herr, an mir geschehen.

Denn ohne dich schläft sie im Tode fort.

1. Eine nachlässige Seele versinkt allmählich in ein solches Siechtum, dass die besten geistigen Speisen, sogar das himmlische Manna, sie anekeln, und dass sie, gleich den Israeliten, nach den Zwiebeln Ägyptens giert. Wie die körperlich Siechen verschmäht sie alle Arzneien und betrachtet sie als unnütz. Dadurch aber versinkt sie in eine Schwäche, in der die geringste Anstrengung ihr als unüberwindliche Arbeit erscheint. Die leichtesten Tugenden scheinen ihr unüberwindliche Berge, das sanfte Joch des Herrn eine unerträgliche Last. Diese Schwäche auch reißt sie zur Einwilligung in die meisten Versuchungen hin, wenn diese auch nicht zu den heftigsten gehören. Wie schwer ist der Stand einer solchen Seele. Ist es nicht etwa der deinige?



2. Die Wirkung des körperlichen als des geistigen Siechtums ist eine Niedergeschlagenheit und tiefe Schwermut. Beim geistigen Siechtum entspringt diese Schwermut den geheimen Vorwürfen des Gewissens, da eine sieche Seele das Gute unterlässt, - so wie der Beschwernis, mit der sie gewisse Pflichten erfüllt, die sie, ungeachtet ihrer Trägheit, erfüllen muss, - und dem Überdruss des Herzens, das ohne Trost schmachtet, weil sie wegen ihrer beständigen Untreue des himmlischen Trostes unwürdig ist, ihr Stand aber und die Rügen ihres Gewissens den irdischen Trost ihr verwehren. Die letzte Folge dieses Siechtums aber ist die Verzweiflung an ihrer Heilung, da sie zu ohnmächtig ist, sich zu überwinden, weshalb auch alle Arzneien fruchtlos bleiben.



3. Dies schwere Übel kann nur durch ein Wunder geheilt werden. Darum, christliche Seele, die du in diesem Siechtum schmachtest, rufe eifrig zu Jesus, ja gehe mit Jairus, dem betrübten Vater, zu ihm, wirf dich gleich ihm zu seinen Füßen, bete ihn in lebendigem Glauben an, und sprich mit Vertrauen auf ihn: Herr, meine Seele ist tot, doch lege ihr deine Hand auf, und sie wird leben. Sprich ein Wort, und sie wird gesund. Denn ein barmherziger Arzt ist der göttliche Heiland, der kein gedemütigtes und zerknirschtes Herz verschmäht. Bete mit dem Psalmisten zum Herrn: "Erbarme dich meiner, Herr, denn ich bin krank. Wende dich, Herr, und errette meine Seele. Hilf mir um deiner Barmherzigkeit willen."

https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/


zuletzt bearbeitet 21.11.2022 05:17 | nach oben springen


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