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#1

Evangelium nach Matthäus 5,1-12a. mit; Die Gemeinschaft der Heiligen

in Neues Testament 01.11.2014 16:42
von blasius (gelöscht)
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Evangelium nach Matthäus 5,1-12a.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah,
die ihm folgten, stieg er auf einen Berg.

Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.

Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.


Kommentar zum heutigen Evangelium

II. Vatikanisches Konzil

Dogmatische Konstitution “Lumen Gentium/Licht der Völker” über die Kirche, §49

Die Gemeinschaft der Heiligen


Bis also der Herr kommt in seiner Majestät und alle Engel mit ihm (vgl. Mt 25,31) und nach der Vernichtung des Todes ihm alles unterworfen sein wird (vgl. 1 Kor 15,26-27), pilgern die einen von seinen Jüngern auf Erden, die andern sind aus diesem Leben geschieden und werden gereinigt, wieder andere sind verherrlicht und schauen "klar den dreieinen Gott selbst, wie er ist". Wir alle jedoch haben, wenn auch in verschiedenem Grad und auf verschiedene Weise, Gemeinschaft in derselben Gottes- und Nächstenliebe und singen unserem Gott denselben Lobgesang der Herrlichkeit. Alle nämlich, die Christus zugehören und seinen Geist haben, wachsen zu der einen Kirche zusammen und sind in ihm miteinander verbunden (vgl. Eph 4,16).

Die Einheit der Erdenpilger mit den Brüdern, die im Frieden Christi entschlafen sind, hört keineswegs auf, wird vielmehr nach dem beständigen Glauben der Kirche gestärkt durch die Mitteilung geistlicher Güter. Dadurch nämlich, daß die Seligen inniger mit Christus vereint sind, festigen sie die ganze Kirche stärker in der Heiligkeit, erhöhen die Würde des Gottesdienstes, den sie auf Erden Gott darbringt, und tragen auf vielfältige Weise zum weiteren Aufbau der Kirche bei (vgl. 1 Kor 12,12-27). Denn in die Heimat aufgenommen und dem Herrn gegenwärtig (vgl. 2 Kor 5,8), hören sie nicht auf, durch ihn, mit ihm und in ihm beim Vater für uns Fürbitte einzulegen, indem sie die Verdienste darbringen, die sie durch den einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Christus Jesus (vgl, 1 Tim 2,5), auf Erden erworben haben, zur Zeit, da sie in allem dem Herrn dienten und für seinen Leib, die Kirche, in ihrem Fleisch ergänzten, was an den Leiden Christi noch fehlt (vgl. Kol 1,24). Durch ihre brüderliche Sorge also findet unsere Schwachheit reichste Hilfe.


http://evangeliumtagfuertag.org/main.php...aldate=20141101


zuletzt bearbeitet 01.11.2014 16:42 | nach oben springen

#2

RE: Evangelium nach Matthäus 5,1-12a. ALLERHEILIGEN

in Neues Testament 01.11.2015 10:55
von Blasius • 2.497 Beiträge

ALLERHEILIGEN

Evangelium nach Matthäus (5,1-12a)

Gedanken zum Fest


Wer will schon ein Heiliger sein? Wer will schon in den Augen der anderen „heilig“ scheinen? Denn mit „Heilig-Sein“ verknüpft man: Über den „normalen“ Menschen erhoben, abgehoben sein, immer mit einem Heiligenschein. Deswegen auch irgendwie weltfremd. Man hat die großen, berühmten Heiligen so hoch auf ein Podest gehoben, dass an ihnen fast nichts Menschliches mehr übrig geblieben ist. Wer will also schon so ein Heiliger sein? Aber warum feiern wir dann das Fest „Allerheiligen“?

Hier ist etwas falsch gelaufen. Man hat Heilig-Sein mit „moralisch-vollkommen“, Fehlerlos-Sein gleichgesetzt. Aber alle großen Heiligen hatten auch ihre klein-menschlichen Seiten, sogar gröbere Charakterfehler, wodurch sie im Umgang mit ihren Mitmenschen oft nicht einfach waren.

Und überlegen wir einmal, warum der Apostel Paulus in seinen Briefen seine Christen einfach „Heilige“ nennt, obwohl er sie in demselben Brief streng zurechtweist, weil sie sich in der Gemeinde falsch verhalten. Trotzdem sagt er: „Ihr Heiligen“! Er versteht also das „Heilig-Sein“ anders als viele es heutzutage verstehen.
Was ist also gemeint mit „Heilig-Sein“? Heilig (sakral) steht gegenüber „weltlich“ (profan). Heilig ist, was oder wer zum Bereich Gottes gehört, zum Reich Gottes und nicht zu einer Welt, in der Gott nicht vorkommt.

Zu Gott, zum Reich Gottes, gehören Menschen, die sich das Denken und Handeln von Jesus zu eigen machen. Menschen, die ihren Alltag bewusst als Gläubige gestalten. Menschen, die ganz bewusst zu Gott und zu Jesus gehören wollen, die ihr Leben mit Gott und mit Jesus leben. Menschen, die immer wieder versuchen ihre Beziehung zu Gott und zu Jesus zu vertiefen und intensiver zu machen und so immer mehr zu ihm gehören, immer „heiliger“ werden - aber sich trotzdem dessen bewusst bleiben, dass sie nur Menschen sind mit Unvollkommenheiten und Fehlern, immer nur unterwegs zu Gott und zu Jesus.
Gott, er allein, wird einmal ihre tiefste Sehnsucht erfüllen. Das ist ihre große Vision, die aber schon jetzt beginnt, Wirklichkeit zu werden.

Im heutigen Evangelium, am Anfang seiner Bergpredigt, gratuliert Jesus solchen Menschen: Selig, glücklich seid ihr, denn ihr gehört jetzt schon zum Reich Gottes. Und welche Menschen preist Jesus glücklich? Es sind
- Menschen, die in ihrem Leben anerkennen, wie arm sie vor Gott sind, wie wenig Referenzen sie Gott vorlegen können und deswegen alles von ihm erwarten

- Menschen, die keine Gewalt anwenden
- Menschen, die sich anderer in Not erbarmen und anderen gegenüber barmherzig sind
- Menschen, die ein offenes, ehrliches Herz haben ohne Hintergedanken
- Menschen, die Frieden bewirken
- Menschen, die - weil sie im Sinne Gottes leben - Nachteile erfahren, verleumdet, ja sogar verfolgt werden.

All diese Menschen, die sich also der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen (worüber wir am vergangenen Sonntag geredet haben) verschrieben haben. Sie sind glücklich, weil sie zu einem gelingenden Leben gefunden haben, zu Gott und zu seinem Reich gehören, also „Heilige“ sind.

Am Fest Allerheiligen denken wir an all diese Menschen, die so eine Lebensweise versucht haben und es immer noch versuchen. Dieses Fest lädt uns ein, es selbst immer wieder zu versuchen, trotz der Rückschläge und Misserfolge. Es geht um ein Leben in guter Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen, hier und jetzt, mitten in dieser Welt, so wie sie ist.

http://www.pfarre-heiligeskreuz.net/Pred...heiligenht.html


zuletzt bearbeitet 01.11.2015 10:56 | nach oben springen

#3

RE: Evangelium nach Matthäus 5,1-12a. ALLERHEILIGEN

in Neues Testament 01.11.2015 19:58
von Blasius • 2.497 Beiträge

ZU:



ALLERHEILIGEN

Evangelium nach Matthäus (5,1-12a)

Gedanken zum Fest


Es geht um ein Leben in guter Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen, hier und jetzt, mitten in dieser Welt, so wie sie ist.


313 ,,Wir wissen, daß Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder:



Die hl. Katharina von Siena sagt deshalb ,,zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen": ,,Mies geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel" (dial. 4,138).



Der hl. Thomas Morus tröstet kurz vor seinem Martyrium seine Tochter: ,,Es kann nichts geschehen, was Gott nicht will. Was immer er aber will, so schlimm es auch scheinen mag, es ist für uns dennoch wahrhaft das Beste" (Brief).



Und Juliana von Norwich sagt: ,,Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, daß ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muß, daß alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. ... Und du wirst sehen, daß alles, alles gut sein wird" (rev. 32).



314 Wir glauben fest, daß Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist. Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluß, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott ,,von Angesicht zu Angesicht" schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe [Vgl. Gen 2,2.] führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1G.HTM

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#4

RE: Evangelium nach Matthäus 5,1-12a. ALLERHEILIGEN

in Neues Testament 01.11.2015 20:12
von Blasius • 2.497 Beiträge

314 Wir glauben fest, daß Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist.

Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluß, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott ,,von Angesicht zu Angesicht" schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe [Vgl. Gen 2,2.] führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.



1.Korinther 13,12


1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

3 Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

8 Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.

9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;

10 wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.

11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.

12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

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#5

RE: Evangelium nach Matthäus 5,1-12a. ALLERHEILIGEN

in Neues Testament 01.11.2015 20:13
von Blasius • 2.497 Beiträge

Gottesliebe - Selbstliebe - Nächstenliebe - Feindesliebe


Gottesliebe

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
Bibel, Altes Testament, Deuteronomium 6,5

Die Liebe hat zwei Arme; der eine umfasst Gott, der andere den Nächsten.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianerinnen, Bischof von Genf, Heiliger

Lasst uns Gott lieben, aber mit der Kraft unserer Arme und im Schweiße unseres Angesichts.
Vinzenz von Paul (1581-1660), französischer katholischer Ordensstifter, Heiliger, Gründer der Caritas

Mein Bruder, die Gottesliebe ist eine schwere Liebe. Sie verlangt die totale Selbsthingabe.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Gott ist für mich schon deswegen unentbehrlich, weil er das einzige Wesen ist, das man ewig lieben kann.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Weil sie nichts lieben, meinen sie Gott zu lieben.
Charles Pierre Péguy (1873-1914), französischer Dramatiker

Selbstliebe

Wenn also alle Menschen ein Recht auf dich haben, dann sei auch du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig du selbst nichts von dir haben? Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit, nur nicht dir selber? Bist du dir etwa selbst ein Fremder? Bist du nicht jedem fremd, wenn du dir selber fremd bist? Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wie kann der gut sein? Denke also daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht, Tu das immer. Ich sage nicht: Tu das oft. Aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Hast du dich selbst lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst. Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst, so hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Vergess nicht, dich selbst zu lieben.
Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Dass ohne Liebe zu sich selbst auch die Nächstenliebe unmöglich ist, dass der Selbsthass genau dasselbe ist und am Ende genau dieselbe grausige Isoliertheit und Verzweiflung erzeugt wie der grelle Egoismus.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter


Nächstenliebe


Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.
Bibel, Altes Testament, Leviticus 19,18

Liebet einander, wie ich euch geliebt habe!
Neues Testament, Johannes 13, 34

Wir müssen unseren Nächsten lieben, entweder weil er gut ist oder damit er gut werde.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Jeder leistet von dem, was er hat. Der eine hat Geld, er gebe den Armen, ein anderer hat die Gabe des Rates, er sei den Nächsten ein guter Führer. Schwerlich lässt sich jemand finden, der nichts hat, womit er andern helfen könnte. Das letzte, nicht geringste, liegt im Spruch des Apostels: "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Unruhestifter zurechtweisen, Kleinmütige trösten, sich der Schwachen annehmen, Gegner widerlegen, sich vor Nachstellern hüten, Ungebildete lehren, Träge wachrütteln, Händelsucher zurückhalten, Eingebildeten den rechten Platz anweisen, Streitende besänftigen, Armen helfen, Unterdrückte befreien, Gute ermutigen, Böse ertragen und - ach - alle lieben.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Nichts kann einen so zum Nachfolger Christi machen wie die Sorge um den Nächsten.
Johannes Chrysostomus (344-407),

Du, der du Gott nicht siehst, sollst durch die Liebe zum Mitmenschen dazu kommen, dass du ihn siehst. Wenn du deinen Bruder, den du vor Augen hast, nicht liebst, dann kannst du Gott, den du nicht siehst, nicht lieben.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Selig der Bruder, der seinen kranken Nächsten, der ihm nicht nützen kann, ebenso liebt, wie in gesunden Tagen, da dieser fähig war, ihm Gegendienste zu leisten.
Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Heiliger, Gründer des Franziskanerordens

Wer seinem Nächsten zu Hilfe kommt in seinem Leid, sei es geistlich oder weltlich, dieser Mensch hat mehr getan als derjenige, der von Köln bis Rom bei jedem Meilenstein ein Münster errichtet.
Albert der Große (1200-1280), deutscher Naturforscher, Philosoph und Theologe

Die Nächsten lieben und mit den anderen in Frieden leben: ein sicheres Zeichen dafür, dass man auf dem rechten Weg ist.
Angela Merici (1474-1540), italienische Ordensgründerin, Stifterin und erste Äbtissin der Ursulinen

Wer an seinem Nächsten vorübergeht, der geht auch an Gott vorüber.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Mit der Liebe zu Gott steigert sich die Liebe zum Nächsten. Beide entspringen der selben Qualität.
Johannes vom Kreuz (1542-1591), spanischer Mystiker, Karmeliterpater und Kirchenvater

Die Nächstenliebe ist immer mit der Gerechtigkeit verbunden.
Vinzenz von Paul (1581-1660), französischer katholischer Ordensstifter, Heiliger, Gründer der Caritas

Wenn wir den Armen und Kranken dienen, dienen wir Jesus. Wir dürfen nicht aufhören, unseren Nächsten zu helfen, denn in ihnen dienen wir Jesus.
Rosa von Lima (1586-1617), peruanische Dominikaner-Terziarin, Heilige

Die erste Frage soll nicht sein: Was kann ich von meinem Nächsten erwarten? sondern: Was kann der Nächste von mir erwarten?
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Unser Verhältnis zu Gott ist ein neues Leben im 'Dasein-für-andere'. Nicht die unendlichen, unerreichbaren Aufgaben, sondern der jeweils erreichbare Nächste ist Gott in Menschengestalt.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Keiner von uns ist einzig für sich auf der Welt, er ist auch für alle anderen da.
Gregor von Nazianz (um 320-390), Patriarch von Konstantinopel, kapadokischer Bischof und Kirchenlehrer

Handelt auch in diesen unchristlichen Zeiten nach dem strengen Gebot Jesu Christi: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Bernhard Lichtenberg (1875-1943), deutscher katholischer Priester, seit 1938 Dompropst der Hedwigskathedrale in Berlin; hielt seit der Reichspogromnacht täglich öffentlich Fürbitte für die verfolgten Juden

Unser Nächster ist nicht nur der Mensch. Unsere Nächsten sind alle Wesen. Deshalb glaube ich, dass der Begriff der Ehrfurcht vor dem Leben unseren Gedanken der Humanität mehr Tiefe, mehr Größe und mehr Wirksamkeit verleiht. Die Probleme sind nur durch Gesinnung zu lösen!
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Das sicherste Zeichen für das Vorhandensein der Gottesliebe ist die deutlich erkennbare Nächstenliebe.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ, heilig gesprochen

Die Nächstenliebe liegt nicht in schönen Worten. Sie fordert Taten und Opfer. Sie fordert ein Stück von uns selbst.
Werenfried van Straaten (1913-2003), katholischer Prämonstratenser, Begründer des Hilfswerks Kirche in Not

Die göttliche schenkende Liebe befähigt einen Menschen, die zu lieben, die natürlicherweise nicht liebenswert sind.
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Liebe zum Nächsten ist der Schlüssel zur Lösung der Probleme unserer Welt.
Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Es ist leicht, weit entfernte Menschen zu lieben. Es ist aber nicht immer leicht, diejenigen zu lieben, die gleich neben uns wohnen.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordenschwesterin unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Nächstenliebe ist die einzig mögliche Realpolitik.
Friedtjof Nansen (1861-1930), norwegischer Polar- und Meeresforscher, Friedensnobelpreis 1922, Namensgeber des Nansenpasses für Staatenlose

Feindesliebe

Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen; ist er durstig, gib ihm zu trinken.
Bibel, Altes Testament, Sprüche 25,21

Liebet eure Feinde; tut Gutes denen, die euch hassen; segnet die, welche euch fluchen; bittet für die, welche beleidigen!
Bibel, Neues Testament, Lukas 6,27-28

Man soll die Feinde lieben, nicht weil sie schon Brüder sind, sondern damit sie Brüder werden.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Liebe ist die einzige Kraft, die einen Feind in einen Freund verwandelt.
Martin Luther King (1929-1968), amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

http://www.dreifaltigkeit-altdorf.de/got...eindesliebe.htm


zuletzt bearbeitet 01.11.2015 20:26 | nach oben springen


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