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Evangelium nach Lukas 13,22-30. mit: „Im Reich Gottes zu Tisch sitzen“

in Neues Testament 29.10.2014 08:05
von blasius (gelöscht)
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Evangelium nach Lukas 13,22-30.


In jener Zeit zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte.

Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen:
Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.

Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt, dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft: Herr, mach uns auf! Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid.
Dann werdet ihr sagen: Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt.

Er aber wird erwidern: Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!

Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, dass Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen.

Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.

Kommentar zum heutigen Evangelium

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin

Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap.39

„Im Reich Gottes zu Tisch sitzen“


[Wenn der Sünder erkennt, dass er schuldig geworden ist], lässt die Gnade Gottes eine so tiefe Zerknirschung in ihm aufkommen, so großes Mitleiden mit Gott und echten Durst nach ihm, dass der Sünder, plötzlich von Sünde und Last befreit, wieder aufgerichtet wird … Zerknirschung reinigt uns, Mitleiden macht uns zurecht und wahrer Durst nach Gott lässt uns würdig werden. Das sind, so wie ich es verstehe, die drei Wege, wie alle Seelen in den Himmel kommen, also Menschen, die auf Erden gesündigt haben und gerettet werden. Denn jede sündige Seele muss auf diesen drei Wegen geheilt werden. Auch wenn die Seele geheilt ist, bleiben ihre Wunden vor Gott bestehen, nicht mehr als Wunden, sondern als Siegeszeichen. Besteht unsere irdische Strafe in Leiden und Buße, so werden wir im Himmel mit wohlwollender Liebe unseres Herrn belohnt … Er betrachtet die Sünde derer, die ihn lieben, zwar als Anlass zu Trauer und Leid, aber, weil er uns liebt, nicht als etwas Verdammenswertes. Die Belohnung, die wir erhalten werden, ist nicht geringfügig, sondern bedeutend, ehrenvoll, ruhmreich; und so wird die Schande in Ehre und Freude verwandelt.

Unser Herr will in seinem Wohlwollen nämlich nicht, dass seine Knechte, weil sie so oft und erbärmlich gefallen sind, verzweifeln. Unser Fallen hindert ihn nicht daran, uns zu lieben … Er will, dass wir wissen: Er ist in Liebe das Fundament unseres ganzen Lebens, mehr noch: Als unser ewiger Beschützer verteidigt er uns mit Macht gegen alle Feinde, die wütend über uns herfallen. Wir haben ihn beileibe sehr nötig, da wir uns durch unser Fallen häufig ihrem Einfluss aussetzen.

http://evangeliumtagfuertag.org/main.php...aldate=20140618

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