Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

Foren Suche

Suchoptionen anzeigen
X


  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,



    Am Fest Allerheiligen


    O seht herab vom hohen Himmelssaal,

    Wo selig eure Jubelhymnen klingen,

    Ihr Himmelsbürger, in dies Tränental,

    Wo, ach, wir arme noch in Schmerzen ringen;

    Und bittet, dass Gott unser Flehn erhöre,

    Und bald durch uns ergänze eure Chöre.



    1. Es besteht zwischen der triumphierenden und der streitenden Kirche eine wahre, lebendige und innige Gemeinschaft, denn alle Glieder der einen heiligen Kirche sind durch das Erlösungsblut Jesu Christi miteinander verschwistert. Wir zwar leben noch im Glauben, sie aber in der Anschauung. Doch sind alle, die hienieden in Gottes Gnade leben, "Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes". (Epheser 2,19) Versichert uns aber die ewige Wahrheit, dass mehr Freude im Himmel ist über einen Sünder, der da Buße tut, als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen (Lukas 15,7), so sehen wir daraus klar, dass die glückseligen Himmelsbürger die Gerechten genau von den Sündern unterscheiden.



    2. Diese Freude der Heiligen an der Bekehrung der Sünder entspringt ihrer feurigen Liebe und der lebendigen Sehnsucht, dass die unendlich liebevolle Majestät Gottes von einer immer größeren Anzahl Anbeter verherrlicht wird. Daher auch nehmen sie den innigsten Anteil an ihren Brüdern und Schwestern, die noch in diesem Tal des Kampfes sind. Sie kennen unsere Schwächen und die Versuchungen, denen wir beständig ausgesetzt sind, und bringen die Bitten, die wir an sie richten, vor Gottes Thron. Wie auch sollten sie, die im irdischen Leben sogar für ihre Feinde beteten, nun, wo ihre Nächstenliebe vollkommen ist, nicht für diejenigen bitten, die sie verehren und anrufen?



    3. Gott aber erhört die Fürbitten seiner Heiligen für uns. Psalm 145,18-19: "Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen. Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er, er hört ihr Schreien und rettet sie." Auch spricht der Sohn Gottes: "Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren" (Johannes 12,26b), diese Ehre aber besteht darin, dass er ihre Bitten erhört. So rufen wir denn diese glorreichen Himmelsfürsten oftmals an, und sprechen wir: Selige Bewohner des himmlischen Jerusalems, bittet für uns beim Thron des Allmächtigen, der euch als seine Kinder liebt, damit wir, wie ihr, die Welt und uns selbst überwinden, im Glauben leben und sterben, und einst Gefährten eurer Seligkeit werden. So heißt es in Davids Psalm: "Deine Freunde, mein Gott, sind mir überaus hoch geehrt; ihre Herrschaft wurde überaus mächtig gekräftigt."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum31.10.2022 09:43
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete






    Von der Wirksamkeit des Gebetes



    Verschmähe, Herr, nicht mein Gebet,

    Das in Bedrängnis zu dir fleht;

    Denn niemand rettet in der Not,

    Als du, o Herr, Gott Sabaoth.



    1. Willst du Gottes Gnade erlangen und bewahren, so liebe das Gebet und lass es deine beständige Übung sein. Gott gab es uns als das allgemeine Mittel gegen alle unsere Übel, und es fordert weder einen erhabenen Geist, noch große Wissenschaft. Ein ehrerbietiges und eifriges Gebet findet immer eine liebevolle Aufnahme. Auch steht der Zutritt zum himmlischen König dir frei zu jeder Zeit. Er ist keine stolze und unzugängliche Majestät. Keine Wache verwehrt dir den Eintritt in seinen Palast. Er ist bereit, uns anzuhören, so oft wir wollen, und niemand, der mit andächtigem und zerknirschtem Herzen zu ihm kommt, geht leer von dem Thron seiner Barmherzigkeit aus.



    2. Wie oft nimmst du, statt zu dem Vater des Erbarmens zu beten, deine Zuflucht zu Menschen und klagst ihnen deine Not! Darfst du dich aber wundern, wenn du ohne Hilfe, ja oft mit bitteren Worten abgewiesen wirst? Gott hat die Herzen der Menschen in seiner Hand, und sie werden dir auch nur insofern helfen, als er sie dazu anregt. Warum also nimmst du deine Zuflucht nicht sogleich zu ihm? Hast du nicht seine untrügliche Verheißung, dass du erhalten wirst, um was du im Glauben bittest? Glaubst du etwa dieser Verheißung nicht? Oder achtest du Gottes Wohltaten so gering, dass du nicht einmal darum bittest?



    3. Betrachte den Fürsten, der zu Jesus kam, ihn zu bitten, dass er seinen Sohn gesund macht. Statt ihn zu erhören, gab der Herr ihm einen Verweis. Aber der betrübte Vater wurde dadurch nicht irre an der Güte Jesu. Er bat noch dringender, und erhielt endlich zu seiner großen Freude die Frucht seines Gebetes. Also prüft Gott zuweilen den Glauben und die Beharrlichkeit seiner Diener, immer aber erhört er ihr andächtiges, dringendes und beharrliches Gebet, und zögert zuweilen nur darum mit der Erhörung, damit sie dann seine Gaben umso höher achten. Denn ausdrücklich ist die Verheißung unseres Herrn: "Ich sage euch: Alles, um was ihr bettet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr es empfangen werdet, dann wird es euch zuteil." (Markus 11,24)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum31.10.2022 09:37
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Über den Glauben des Halbchristen

    Erwecke, Herr, in mir den Glauben;
    Es leuchte mir sein heil`ges Licht,
    Mich zu belehren und zu stärken,
    Dass einst ich mit gerechten Werken
    Vor dir erscheine beim Gericht.

    1. "Wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet!" spricht der Herr. (Johannes 3,18) Prüfen wir uns also mit Sorgfalt, diesem schweren Strafgericht zu entkommen. Haben wir den Glauben, das heißt, einen festen, lebendigen, werktätigen Glauben? Jakobus 2,19: "Du glaubst: Es gibt nur den einen Gott. Damit hast du recht; das glauben auch die Dämonen, und sie zittern." spricht der Apostel. Glauben wir, dass wir mit Jesus leiden müssen, wenn wir mit ihm herrschen wollen? Betrachten wir alle Dinge nach dem Urteil dieses Glaubens? Würde, wer wahrhaft glaubte, was wir zu glauben verpflichtet sind, leben, wie wir leben?

    2. Wie viele leben in den Tag hinein, lassen die Wahrheiten des Glaubens dahin gestellt sein, und führen ein heidnisches Leben. Gehören nicht auch wir zu dieser Anzahl von Menschen? Wie kann man je an die unendliche Majestät eines Gottes glauben, und ihm nicht dienen, an seine unendliche Gerechtigkeit, und ihn nicht fürchten? Wie kann man glauben, dass, was vor den Augen der Menschen groß ist, ein Gräuel in seinen Augen ist, und mit aller Gier nach dieser Größe verlangen? Glauben, dass wir uns selbst verleugnen, unser Kreuz tragen, Buße wirken und uns Gewalt antun müssen, wenn wir selig werden wollen, und alle diese Dinge gleich dem Feuer meiden? Wie können wir an die schrecklichen Strafen der Hölle glauben, und ruhig in der Sünde fortleben, ja unsere alten Sünden mit neuen vermehren?

    3. Der Glaube muss das Licht und die Richtschnur unseres Lebens sein. Immer zeigen unsere Handlungen unseren Glauben wirksamer, als unsere Worte. "Der Gerechte", spricht die Schrift, "lebt aus dem Glauben." Wir aber leben nicht nur nicht daraus, sondern wir ertöten ihn in unserem Verstand und in unserem Herzen. Stehen nicht unsere Sitten in furchtbarem Widerspruch mit unserem Glauben? Verleugnen wir den Glauben nicht unter Ungläubigen, und opfern unser Heil einer geringen Ehre, einem unbedeutenden Nutzen auf? Wehe uns, wenn wir dem Evangelium nicht glauben, und abermals Wehe uns, wenn wir als Christen glauben und als Heiden leben. 2. Petrus 2,21: "Es wäre besser für sie, den Weg der Gerechtigkeit gar nicht erkannt zu haben, als ihn erkannt zu haben und sich danach wieder von dem heiligen Gebot abzuwenden, das ihnen überliefert worden ist."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum28.10.2022 18:43
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden“,


    Zwei Botschaften stehen in diesem Vers:

    1. Fürchte dich nicht
    2. Du hast Gnade gefunden bei Gott.

    Die Angst vor Corona kann freilich Angst machen. „Nicht fürchten und Gnade bei Gott finden“ können da heute hilfreiche Botschaften sein.

    Auch Israel lebte zur Zeit Marias in einer tiefen Krise. Die Römer herrschten über das ganze Land und verlangten vom eroberten Volk überhöhte Steuern. Josef, ihr Verlobter, solidarisierte sich mit der ungewollt Schwangeren.

    „Fürchte dich nicht, Mari,; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“ Das Wort „Gnade“ bedeutet: „Gewährung von Schonung, Milde und Mitleid gegenüber einem Besiegten, einem Untergebenen“ und ich möchte hinzufügen „einem Kranken, einem Rechtlosen, einem am Rand lebenden“.„Schonung“ kommt von „schauen“. Wenn Maria , und damit bist du und ich gemeint, Gnade findet bei Gott, dann schaut Gott auf uns, ER wirft, wie ein Liebender, sein göttliches Auge auf uns. Gott findet Gefallen an uns. Auf Gott vertrauen ist der erste Schritt zur Heilung.

    Die Heilungsgeschichten des Evangeliums erzählen: „Dein Glaube, Dein Vertrauen hat Dich gerettet!“. So sagt der Engel Gabriel auch heute: „Fürchte dich nicht!“, „Vertraue auf Gott! Vertraue ins Leben!“


    https://www.kath-kirche-vorarlberg.at/pf...-gnade-gefunden



  • Von der Anziehung der Gnade


    Dein Wille, Herr, nur kann mich sicher leiten,

    Denn was, o Gott, du willst, ist gut allein.

    O lass mich nicht von deinem Wege gleiten,

    Und lehre mich, dir wohlgefällig sein.



    1. Habe immer fromme und gute Übungen zur Hand und vollbringe sie getreu und in reiner Absicht. Doch hänge ihnen nicht so an, dass du sie nicht alsbald verließest, wenn die göttliche Vorsehung entweder durch Anordnung deiner Vorgesetzten oder auf andere deutliche Weise dir kund gibt, dass sie nun anderes von dir fordert. Denn wir sollen Gott nicht nur dienen, sondern dienen sollen wir ihm, wie er selbst es will, und unseren eigenen Willen verleugnen, ja sogar Großes und Lobenswertes verlassen, um Geringes zu tun. Denn verlangt Gott dies von dir, so hört das Geringe auf gering zu sein, und wird besser denn alles, was dir groß und lobwürdig scheint.



    2. Dein ganzes Verdienst besteht in deiner Selbstverleugnung, um Gottes heiligen Willen zu tun. Er verteilt seine Gaben auf verschiedene Weise, je nach dem Wohlgefallen seiner Weisheit und dem Beruf und den natürlichen Anlagen seiner Diener. Nicht alle sollen die genannten Übungen abwarten, alle aber sollen in einem Geist der Liebe wirken. Kannst du also nicht tun, was andere tun, so kannst du doch diese Tugenden üben, und demütig, barmherzig und geduldig sein, wenn auch nicht auf dieselbe Weise wie sie. Nimmst du alles wie von Gott an, und suchst in allem nur seine Ehre, nimmermehr wird Gott es dann zulassen, dass du irre gehst, und was immer dir widerfahren mag, wird dir zu größerem Heil gereichen.



    3. Bemiss deine Vollkommenheit nicht nach dem Maß anderer, sondern richte dich nach Gottes Wohlgefallen, und sieh nicht auf die Gnade, die dieser oder jener empfing. Verlange du keine größeren Gaben, als Gott will, dass du sie haben sollst. Deine Vollkommenheit bestehe darin, so zu sein, wie es Gott wohlgefällig ist, gleichwie ob arm oder reich. Suchst du dich selbst nicht und bist immer bereit, Gottes Anordnungen zu folgen, ob sie der Natur erfreulich oder lästig sind, dann bist du auf dem geraden Weg, der zum Himmel führt. Psalm 143,10: "Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. Dein Guter Geist leite mich auf ebenem Pfad."

    new.php?thread=59&forum=36&reply=1&replyid=25995

  • Vom Reich GottesDatum28.10.2022 08:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom dreifachen Stand derjenigen,

    die Gott dienen




    O gib mir, Herr, der heil`gen Liebe Mut,

    Und deines Eifers immer rege Glut,

    Dass nimmer ich von deinem Wege weiche,

    Bis standhaft ich mein hohes Ziel erreiche.



    1. Die christliche Vollkommenheit ist gleich einem hohen Berg, auf dessen Gipfel die heilige Stadt erbaut ist, wohin alle zielen, die diesen Berg besteigen, um daselbst zur Vereinigung mit ihrem Gott zu gelangen. Unter diesen Wanderern nun werden Anfänger diejenigen genannt, die noch unten am Fuß des Berges sind; - Fortschreitende die, die bereits die Mitte des Berges erreicht haben; - Vollkommene endlich die Glückseligen, die bis an seinen Gipfel gelangt sind. Die ersten haben noch vollauf zu tun, vor Sünden sich zu hüten. Die zweiten ringen nicht mehr, Sünden zu meiden, sondern wahre Tugenden zu erlangen. Die dritten, die bereits in Tugenden geübt sind, streben nach der Vereinigung mit Gott. Erwäge nun, zu welchen aus diesen dreien du gehörst.



    2. Es müssen zwar auch die Fortschreitenden, ja sogar die Vollkommenen vor Sünden sich hüten, und auch die Anfänger müssen Fleiß anwenden, Tugenden zu erlangen und zur Vereinigung mit Gott zu gelangen. Indessen ist doch jeder dieser Stände vorzüglich mit der Arbeit beschäftigt, die ihm eigen ist, und niemand soll plötzlich von dem einen zu den andern übergehen wollen. Denn viele möchten gerne auf einmal vollkommen sein. Dies aber ist so wenig möglich, als dass der Körper eines kleinen Jungen plötzlich zu einem vollkommenen Mann erwachse. Das Kind mag weder die Speisen, noch die Arbeiten eines Mannes zu ertragen.



    3. Darum ermahnt der heilige Apostel Petrus uns sehr weise, gleich neugeborenen Kindern nach vernünftiger Milch zu verlangen, damit wir dadurch allmählich zum Heil erwachsen (1. Petrus 2), und spricht auch an einer anderen Stelle: "Wachst in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus." (2. Petrus 3) Meist ist es nur die Eigenliebe, die so gerne sich vollkommen sehen möchte, und die nicht sowohl auf ihre Schwäche, als auf ihr Verlangen sieht, weshalb sie auch gewöhnlich auf dem Weg erliegt. Darum schreite mit Gottes Gnade, demütig und behutsam, bis dir gesagt wird: "Freund, rücke weiter hinauf!" Psalm 84,8: "Die Gerechten werden von Tugend zu Tugend schreiten, bis sie den Gott der Götter schauen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum28.10.2022 08:22
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 28. Oktober



    Ich grüße dich, o Maria, die du voller Gnaden bist, der Herr ist mit dir. Ich grüße dich Grund unserer Freude. Ich grüße dich, o Tempel der Herrlichkeit, heilige Wohnstätte Himmels und der Erde. Du bist die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen. Ich grüße dich, Mutter unserer Freude, du bist wahrhaft gebenedeit, denn du allein bist unter allen Frauen würdig erfunden worden, die Mutter deines Schöpfers zu werden. Alle Völker preisen dich selig. Nimm mich, o Maria, unter deinen mütterlichen Schutz und bitte für mich, dass ich fromm lebe, heilig sterbe und selig werde. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der Apostel Simon und Judas



    O Gott, der Du uns durch Deine heiligen Apostel Simon und Judas zur Erkenntnis Deines Namens gebracht hast, verleihe uns, dass wir durch die Feier ihrer Verherrlichung im Guten immer zunehmen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag im Jahr 1633 hat der Magistrat zu Lille in Flandern zur Ehre eines in der Peterskirche bei ihnen sehr berühmten und an einem Gitter angebrachten, auf lateinisch cancellatua genannten Muttergottes-Bildes den Namen Cancellatus angenommen. Die Einwohner schreiben dem Schutz der seligsten Jungfrau in Kraft dieses Bildes viele große Wohltaten und Wunderwerke zu.

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Recht ist es, dass ganz in der Nähe des Christkönigsfestes, das bekanntlich am letzten Sonntag im Kirchenjahr gefeiert wird (früher am letzten Sonntag im Oktober), die Kirche zweier Männer gedenkt, die zu der Zahl der Heiligen Zwölf gehören, zu den Getreuesten also, die der Herr in seinem irdischen Leben besaß und die ihm bis zum letzten Blutstropfen und Atemzug gefolgt sind und von denen das Kommunionlied sagt, dass sie im ewigen Reich des Christkönigs auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten werden. Es sind die heiligen Apostel Simon und Judas Thaddäus, deren Fest deswegen am gleichen Tag begangen wird, weil die beiden nach der Überlieferung die letzten dreizehn Jahre des Lebens gemeinsam in Persien das Evangelium verkündeten und dort auch den Martertod erlitten.



    Von dem heiligen Apostel Simon weiß die Legende wenig zu berichten. Er führte den Zunamen „der Eiferer“, was darauf schließen lässt, dass er nicht zu den Halben gehörte, sondern ein ganzer Mann war, der einstand für das, was er dachte und sagte. Bis in den Tod stand er für Christus ein. Bei lebendigem Leib wurde er zersägt. Deswegen wird er auf Bildern mit einer Säge dargestellt, und die Holzfäller verehren ihn als Schutzpatron. Mit Teilen seiner Überreste ist auch Deutschland gesegnet, denn in Köln und in Goslar befinden sich Reliquien von ihm.



    Mehr wissen wir von dem zweiten Heiligen des Tages, dem heiligen Apostel Judas, der zur Unterscheidung von dem unrühmlichen Namensvetter aus Karioth den Zunamen „Thaddäus“, das will sagen „der Beherzte“, erhielt.



    Judas Thaddäus war ein Verwandter des Heilands, und zwar war er gleich doppelt verwandt, denn vom Vater her musste er zum heiligen Joseph Onkel sagen und zu Maria von der Mutter her Tante. Thaddäus war also ein Vetter des Herrn. Nach der Überlieferung soll er dem Heiland in Gestalt und Aussehen auch sehr ähnlich gewesen sein, so dass man die beiden miteinander hätte verwechseln können, wenn nicht Jesus, wie einleuchtend, vielmals schöner als Thaddäus gewesen sein muss, da er doch Gottes Sohn und Gott selbst und der Schönste unter den Menschenkindern ist.



    Der heilige Judas Thaddäus war also ein Vetter des Herrn und ein Neffe von Maria und Joseph. Welche Achtung müssen wir vor diesem Heiligen haben, der als naher Verwandter der Heiligen Familie im Haus zu Nazareth alle Tage ein- und ausging, mit dem Jesusknaben spielen und zu Maria und Joseph Tante und Onkel sagen durfte! Fast möchte man den Bauernbuben um seine Verwandtschaft beneiden. Um so froher macht uns daher die Tatsache, dass wir durch den Glauben in die Heilige Familie aufgenommen sind, denn wir heißen Kinder Gottes, der liebe Heiland ist unser Bruder, Maria unsere gute Mutter, und der heilige Joseph ist unser väterlicher Schutzpatron. So gehören wir alle zur Heiligen Familie.



    Soeben wurde beiläufig erwähnt, dass Judas Thaddäus ein Bauernjunge gewesen ist. Dass sich dem so verhält, steht zwar nicht in der Heiligen Schrift, aber es ist bekannt, dass sich später zur Zeit der zweiten römischen Christenverfolgung seine erwachsenen Enkel vor dem finsteren und tückischen Kaiser Domitian, der alle Nachkommen des Königs David umbringen ließ, ausweisen mussten, ob sie politisch einwandfrei seien. Sehr leicht konnten die schlichten Leute den geforderten Beweis erbringen, denn sie zeigten nur ihre Hände vor. Derbe, schwielige Bauernfäuste waren es, die mit Politik nichts zu tun hatten. Da schickte Domitian sie ungeschoren auf den heimatlichen Hof zurück.



    Neben den Fischern vom See Genesareth berief der Heiland in sein nächstes Gefolge also auch einen Bauern, und dass einer von den Zwölfen ein Bauer war, muss alle mit Stolz erfüllen, die dem Bauernstand angehören. Einer von den Aposteln war ihresgleichen. Überhaupt, wer ein rechter Bauer ist, der ist stolz auf seinen Stand. Der Bauer ist vom ältesten Adel. Sein Stammbaum reicht als einziger von allen Ständen bis ins Paradies zurück. Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann? Dazu ist an jedem Bauern etwas Königliches. Der Hof mit den Äckern, Wiesen und Wäldern ist sein Königreich. Dort schaltet und waltet er als freier Mann zum Nutzen und im Dienst des gesamten Volkes. Wenn einer, dann soll der Bauer stolz sein auf seinen Stand, er muss an der Scholle kleben und darf ohne zwingende Not nicht in die Stadt abwandern. Bauer, halte fest, was du hast! Bauer, bleib auf deiner Scholle!



    Der heilige Judas Thaddäus war ein Verwandter Jesu und ein Bauer, und ein Apostel wurde er, als der Heiland ihn berief, und Apostel blieb er, tatkräftig und beherzt, bis er sterbend unter den Keulenschlägen der Heiden zusammenbrach, ein aufrechter Mann, wie es viele im Bauernstand gibt. Wieviel aber der heilige Judas Thaddäus im Himmel gilt, ersieht man daraus, dass er heute Noch oft selbst in den verzweifeltsten Anliegen Hilfe zu schaffen weiß.


    https://www.heiligen-legende.de/simon-apostel/





  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Über die Hoffnung,

    zu den Auserwählten zu gehören




    Auf dir, o Herr, ruht mein Vertrauen,

    Dich einst in deinem Licht zu schauen,

    Und dich zu preisen ewiglich.

    O milder Gott, erhöre mich.



    1. Die Gerichte Gottes sind ein tiefer Abgrund. Er allein kennt diejenigen, die mit seiner Gnade zum Heil gelangen werden. Wir aber sollen, nach der Ermahnung des Apostels, unser Heil mit Furcht und Zittern wirken, da wir nicht wissen, ob wir zur Anzahl seiner Auserwählten gehören. Gottes unendliche Weisheit aber wollte dies so, damit wir in der Demut und in beständiger Wachsamkeit bleiben, ohne Unterlass zu seiner göttlichen Barmherzigkeit beten, uns rein bewahren und guten Werken mit Eifer nachgehen, die allein unsere Auserwählung sichern, auch wenn wir wüssten, dass wir zur glückseligen Anzahl der Auserwählten gehörten.



    2. Bete also die göttlichen Ratschlüsse in Demut deines Herzens an, und fürchte die göttlichen Gerichte. Aber mäßige diese Furcht durch Liebe und Vertrauen. Ist nicht dein ganzes Leben eine beständige Verkettung von Gnaden und Erbarmungen von deinem himmlischen Vater? Früh schon erleuchtete dich sein heiliges Licht und zog dich zu seiner Erkenntnis und Liebe an. Und sieh, als du später hin dich verirrt und seinen Weg verlassen hast, ging seine Gnade dir nach, bewahrte dich vor den Schrecknissen eines jähen Todes und vor gänzlicher Verstocktheit des Herzens, und ruhte nicht, bist du zu ihm zurückgekehrt bist. Wie also fürchtest du, er werde nun das Schäflein verlassen, dass er mit so großer Mühe aufsuchte, und über dessen Wiederfinden er ein Fest mit seinen Engeln feierte?



    3. Aber, sprichst du, wer weiß, ob ich aushalten werde! Denn wie viele, die Gott lange Zeit dienten, fielen am Ende ab und gingen ewig verloren. Sage mir, hast du in dir selbst die Kraft gefunden, deine sündhaften Fesseln zu brechen, oder hast du sie von Gott bekommen? Sind also diese großen Gnaden des Heils, die Gott dir verlieh, nicht ein sicheres Unterpfand, dass er auch die übrigen dir verleihen werde, selig zu vollenden? Rufe täglich mit ganzem Herzen um seine Gnade zu ihm, und er wird sie dir täglich verleihen. Nicht durch kleinmütiges Zagen, sondern durch kräftige Hoffnung und getreue Liebe wirst du zur Seligkeit gelangen. Psalm 31,2: "Herr, ich suche Zuflucht bei dir. Lass mich doch niemals scheitern; rette mich in deiner Gerechtigkeit."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum26.10.2022 08:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der geringen Anzahl der Auserwählten


    Gerecht und heilig, Herr, ist dein Gericht,

    Mild rufst du alle in dein Vaterhaus,

    Und die da kommen, führst du in dein Licht;

    Die dich nicht hören, schließen selbst sich aus.



    1. "Gott will," spricht der Apostel, "dass alle Menschen selig werden, und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen!" Der eingeborene Sohn Gottes aber versichert feierlich, "viele sind berufen, und nur wenige auserwählt". Woher dies? Erstens aus dem menschlichen Widerstand, der Gottes liebevolle Absichten vereitelt. Wenn ganze Nationen der Verkündigung der Apostel sich widersetzten, und ihren Nachfolgern noch immer sich widersetzen; - wenn ganze Völker von der Einheit der Kirche sich losrissen, und noch zur Stunde die Augen der Wahrheit verschließen; - wenn so viele Kinder selbst der katholischen Kirche das Irrgerede der Gottlosen anhören, und gegen ihre Mutter sich empören: ist dies nicht ihre eigene Schuld? Und ist Gottes Vorsehung nicht vollkommen gerechtfertigt?



    2. Die zweite Ursache ist "die Weisheit dieser Welt, die Torheit vor Gott ist". Denn was anderes rät diese törichte Weisheit, als Schädliches suchen, Vergängliches lieben, Heilsames vernachlässigen und Ewiges als nichts achten? Also verschmähten jene vom himmlischen König eingeladenen Gäste diese glänzende Auszeichnung, und gingen ihren Geschäften, ihren Unterhaltungen nach, ja sie misshandelten sogar seine Boten. Ahmen wir aber nicht ihrer Verkehrtheit nach? Ziehen wir unsere zeitlichen Vorteile nicht dem Heil unserer Seele vor? Widerstehen wir Gottes Einladungen nicht beständig, und zürnen denjenigen, die uns ermahnen, seiner Stimme Gehör zu geben, und seinen glorreichen Verheißungen durch treue Befolgung seines heiligen Gesetzes uns würdig zu machen?



    3. Die dritte Ursache ist unser toter Glaube. Wären wir von Gottes Güte und Gerechtigkeit, von der Würde unserer Seele, von der Ewigkeit der himmlischen Belohnungen durchdrungen, wahrlich, wir würden den vergänglichen Gütern dieser Zeit nimmermehr mit so großer Gier nachstreben. Denn welcher Hungernde greift je nach einem Stein, wenn er durch Brot sich erquicken kann? Oder nach einer Schlange, wenn treffliche Fische ihm vorgesetzt werden? Welcher Mensch auch würde je der Hölle zueilen, wenn er tief von dem Gedanken an den Himmel durchdrungen wäre? Irren wir nicht, und treffen wir eine gute Wahl, dann werden auch wir von Gott auserwählt werden. "Vor dem Menschen ist Leben und Tod, das Gute und das Böse; welches ihm gefällt, das wird ihm gegeben werden."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der Berufung zum Glauben




    Preis dir, o Gott, der du den Finsternissen

    Mich huldreich durch des Glaubens Licht entrissen.

    Es führe dieses Lichtes heller Schein

    Zum ewigen Vermählungsfest mich ein.



    1. Wenn ich, mein Gott, betrachte, wie tief die Welt im Argen liegt, wie viele Völker auf dem Erdkreis noch bis zur Stunde in den Finsternissen des Heidentums irren, ja wie viele selbst derjenigen, die deine Barmherzigkeit in das Licht deines Evangeliums berief, die Augen diesem göttlichen Licht vorsätzlich verschließen, um ihre höchste Glückseligkeit in den Schatten und vergänglichen Lüsten der Zeit zu suchen: dann wird mein Herz von innigster Dankbarkeit für die so große und so unverdiente Gnade des heiligen Glaubens durchdrungen, der die künftigen Güter der ewigen Glorie mir zeigt, und mich kräftigt und ermutigt, sie durch Werke der Gerechtigkeit und Geduld in den Trübsalen dieses Lebens zu verdienen.



    2. Groß fürwahr und würdig deiner göttlichen Freigebigkeit ist diese Berufung zum Glauben deines göttlichen Evangeliums, mein Gott. Welches Herz auch würde sie verschmähen, ja welches würde sie nicht in seligem Jubel annehmen, wenn es ihren unendlichen Wert betrachtet. Denn dieser Beruf ist die Einladung zu jenem himmlischen Vermählungsfest, das du, der allerhöchste König des Himmels, deinem eingeborenen Sohn, dem Bräutigam seiner Kirche, hältst, und dessen Freuden alles unendlich übersteigen, was die menschliche Einbildungskraft erreichen kann, weil alles darin himmlisch, alles göttlich, alles glorreich und ewig ist. Selig diejenigen, die indessen in diesem heiligen Beruf so wandeln, dass sie "nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes sind!" (Epheser 2,19)



    3. Preise die Erbarmungen deines Gottes, der vor so vielen Tausenden zu diesem göttlichen Vermählungsfest dich berief, und bereite dich dazu vor durch ein frommes und gerechtes Leben. Sieh, eingeladen wurdest du durch die Boten des himmlischen Königs, durch seine Kirche. So halte dich denn jederzeit bereit, denn bald werden die Pforten der Ewigkeit aufgetan werden, die in das Gemach des himmlischen Bräutigams dich einführen. Bewahre dich also in heiliger Treue, dass du mit dem Propheten sprechen kannst: "Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit." - "Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! . . . und die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen." (Matthäus 25,6+10)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der Berufung zum Glauben




    Preis dir, o Gott, der du den Finsternissen

    Mich huldreich durch des Glaubens Licht entrissen.

    Es führe dieses Lichtes heller Schein

    Zum ewigen Vermählungsfest mich ein.



    1. Wenn ich, mein Gott, betrachte, wie tief die Welt im Argen liegt, wie viele Völker auf dem Erdkreis noch bis zur Stunde in den Finsternissen des Heidentums irren, ja wie viele selbst derjenigen, die deine Barmherzigkeit in das Licht deines Evangeliums berief, die Augen diesem göttlichen Licht vorsätzlich verschließen, um ihre höchste Glückseligkeit in den Schatten und vergänglichen Lüsten der Zeit zu suchen: dann wird mein Herz von innigster Dankbarkeit für die so große und so unverdiente Gnade des heiligen Glaubens durchdrungen, der die künftigen Güter der ewigen Glorie mir zeigt, und mich kräftigt und ermutigt, sie durch Werke der Gerechtigkeit und Geduld in den Trübsalen dieses Lebens zu verdienen.



    2. Groß fürwahr und würdig deiner göttlichen Freigebigkeit ist diese Berufung zum Glauben deines göttlichen Evangeliums, mein Gott. Welches Herz auch würde sie verschmähen, ja welches würde sie nicht in seligem Jubel annehmen, wenn es ihren unendlichen Wert betrachtet. Denn dieser Beruf ist die Einladung zu jenem himmlischen Vermählungsfest, das du, der allerhöchste König des Himmels, deinem eingeborenen Sohn, dem Bräutigam seiner Kirche, hältst, und dessen Freuden alles unendlich übersteigen, was die menschliche Einbildungskraft erreichen kann, weil alles darin himmlisch, alles göttlich, alles glorreich und ewig ist. Selig diejenigen, die indessen in diesem heiligen Beruf so wandeln, dass sie "nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes sind!" (Epheser 2,19)



    3. Preise die Erbarmungen deines Gottes, der vor so vielen Tausenden zu diesem göttlichen Vermählungsfest dich berief, und bereite dich dazu vor durch ein frommes und gerechtes Leben. Sieh, eingeladen wurdest du durch die Boten des himmlischen Königs, durch seine Kirche. So halte dich denn jederzeit bereit, denn bald werden die Pforten der Ewigkeit aufgetan werden, die in das Gemach des himmlischen Bräutigams dich einführen. Bewahre dich also in heiliger Treue, dass du mit dem Propheten sprechen kannst: "Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit." - "Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! . . . und die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen." (Matthäus 25,6+10)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der Berufung zum Glauben




    Preis dir, o Gott, der du den Finsternissen

    Mich huldreich durch des Glaubens Licht entrissen.

    Es führe dieses Lichtes heller Schein

    Zum ewigen Vermählungsfest mich ein.



    1. Wenn ich, mein Gott, betrachte, wie tief die Welt im Argen liegt, wie viele Völker auf dem Erdkreis noch bis zur Stunde in den Finsternissen des Heidentums irren, ja wie viele selbst derjenigen, die deine Barmherzigkeit in das Licht deines Evangeliums berief, die Augen diesem göttlichen Licht vorsätzlich verschließen, um ihre höchste Glückseligkeit in den Schatten und vergänglichen Lüsten der Zeit zu suchen: dann wird mein Herz von innigster Dankbarkeit für die so große und so unverdiente Gnade des heiligen Glaubens durchdrungen, der die künftigen Güter der ewigen Glorie mir zeigt, und mich kräftigt und ermutigt, sie durch Werke der Gerechtigkeit und Geduld in den Trübsalen dieses Lebens zu verdienen.



    2. Groß fürwahr und würdig deiner göttlichen Freigebigkeit ist diese Berufung zum Glauben deines göttlichen Evangeliums, mein Gott. Welches Herz auch würde sie verschmähen, ja welches würde sie nicht in seligem Jubel annehmen, wenn es ihren unendlichen Wert betrachtet. Denn dieser Beruf ist die Einladung zu jenem himmlischen Vermählungsfest, das du, der allerhöchste König des Himmels, deinem eingeborenen Sohn, dem Bräutigam seiner Kirche, hältst, und dessen Freuden alles unendlich übersteigen, was die menschliche Einbildungskraft erreichen kann, weil alles darin himmlisch, alles göttlich, alles glorreich und ewig ist. Selig diejenigen, die indessen in diesem heiligen Beruf so wandeln, dass sie "nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes sind!" (Epheser 2,19)



    3. Preise die Erbarmungen deines Gottes, der vor so vielen Tausenden zu diesem göttlichen Vermählungsfest dich berief, und bereite dich dazu vor durch ein frommes und gerechtes Leben. Sieh, eingeladen wurdest du durch die Boten des himmlischen Königs, durch seine Kirche. So halte dich denn jederzeit bereit, denn bald werden die Pforten der Ewigkeit aufgetan werden, die in das Gemach des himmlischen Bräutigams dich einführen. Bewahre dich also in heiliger Treue, dass du mit dem Propheten sprechen kannst: "Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit." - "Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! . . . und die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen." (Matthäus 25,6+10)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum23.10.2022 16:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der christlichen Abtötung

    Willkommen sei mir, Tod, dein strenger Schmerz,

    Der du die Sünde von der Seele scheidest.

    Durch dich nur kommt zur Reinigkeit das Herz,

    Da du des Lasters Wurzeln ihm entschneidest.



    1. Die Abtötung ist eine Art des Todes, wie man es am Namen sieht, eines Todes jedoch, der ein Leben erteilt, das uns anregt, der Sünde und der Begierlichkeit zu ersterben, um der Liebe und der Gnade zu leben. Sie geht darauf aus, die Eigenliebe, die Trägheit, die Lust am sinnlichen Vergnügen in uns zu tilgen, damit die heilige Gottesliebe, das wahre Leben der Seele, in uns herrsche. Willst du also zum wahren Leben des Geistes, zum Leben der Gnade und der Glorie gelangen, so musst du dir selbst ersterben durch diese heilige Abtötung, ohne die keine Seele zur glückseligen Umwandlung eines geistigen Lebens gelangen kann.



    2. Diese Abtötung ist ein Entzug, eine Trennung der Seele vom fleischlichen Leben. Durch sie wird der Geist Gott, der Körper dem Geist unterworfen. Sie beschränkt sich nicht darauf, zu verwerfen was das heilige Gesetz verbietet, sie versagt sich Gott zu Liebe auch erlaubtes Vergnügen, seiner heiligsten Gerechtigkeit für die Schulden ihres vergangenen Lebens genug zu tun. Sie bewacht die Sinne, die Fenster, durch die der Tod in die Seele steigt, und scheidet die Hoffart, die Eigenliebe, die Verachtung des Nächsten, den Vorwitz und alle ungeregelten Anhänglichkeiten an Geschöpfe aus dem Herzen. Das Ziel aber, wohin alle ihre Arbeiten streben, ist, Gott in allen Dingen uns gnädig zu erhalten.



    3. Diese Abtötung ist die beständige Übung des wahren Christen, und jeden Tag ergeben sich ihm Gelegenheiten dazu. Denn haben wir auch eine Untugend überwunden, so ergibt sich dennoch bald wieder die Notwendigkeit, gegen eine andere zu kämpfen. Denn unser Herz ist ein Acker, auf dem die Natur fortwährend Unkraut hervorbringt, weshalb wir immer wachsam sein müssen, dass es nicht überhandnehme und die wenige gute Frucht ersticke, die wir durch Gottes Gnade nach mühsamer Arbeit gewonnen haben. Unsere Leidenschaften aber sind gleich einer übel gelöschten Fackel, die sogleich sich wieder entzündet, wenn sie in die Nähe des Feuers gebracht wird. Römer 8,13: "Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/ü;




  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Über die innerliche Trostlosigkeit


    Du bist, Herr, mein Licht und Leben,

    Froh nur ist mein Herz bei dir;

    Doch es will vor Angst erbeben,

    Ist dein Trost entfernt von mir.



    1. Du klagst über Dürre und Mangel an Trost bei deinem innerlichen Gebet. Kommt dies nicht vielleicht daher, weil du lau bist und zu sehr liebst, was die Sinne erfreulich anspricht? Das Feuer des innerlichen Gebets wird nur durch das Holz des Kreuzes und der Abtötung angefacht und ernährt. Vielleicht auch verlangst du mit allzu großer Gier nach diesem Trost. Gott aber versagt dir ihn, dich in der Demut zu erhalten, vor geistiger Hoffart zu bewahren, zur Erkenntnis deiner selbst dich zu führen und deine Armut und Schwäche dir zu zeigen. Auch entzieht er dir seinen Trost, deine Geduld zu üben und deine Verdienste zu vermehren.



    2. Gott will, dass du im Geist leben lernst. Er will, dass du im Glauben und in der Hoffnung stark wirst, und dass deine Liebe gereinigt werde. Er will, dass du die Gnade seiner innerlichen Heimsuchung durch ihre Entbehrung hoch achten lernst, dass du sie sorgsam bewahrst, wenn sie dir verliehen wird, und sie eifrig suchst, wenn du sie verloren hast. Er will schließlich deine Treue bewähren, und dich dahin führen, dass du ihn auch dann liebst, wenn das liebliche Licht der Gnade verschwindet, und die Finsternis des Geistes eintritt. So verzage denn nicht, und hoffe in der Nacht, dass der innerliche Tag abermals aufgehen und mit großem Trost dich erfreuen wird.



    3. Herr, ich bekenne meine Schuld vor dir. Träge, lau und zerstreut, verdiente ich den Entzug der Gnade deines Trostes. Vergib mir, Herr, meine Untreue und Nachlässigkeit in deinem heiligen Dienst. Ich erkenne, mein Gott, dass ich arm, schwach und elend bin, wenn dein Licht mich verlässt. Aber demütigen will ich mich vor dir, und die verdiente Trockenheit meines Herzens in Geduld ertragen, bis du meiner dich wieder erbarmst, und dir in fester Treue dienen, um deiner selbst willen, und nur suchen, was dir gefällt, nicht aber, was mir erfreulich ist. Psalm 51,13+14: "Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! Mach mich wieder froh mit deinem Heil; mit einem willigen Geist rüste mich aus!"



    Liebe Grüße Blasius

  • Tages-Gebete Datum21.10.2022 07:32
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete






    Gebet am 21. Oktober




    Unbefleckte Königin Maria, du lichtes Morgenrot, das immer mit der göttlichen Glorie geziert war, - du auserwählte Arche des Heils, die vor dem allgemeinen Schiffbruch bewahrt blieb, - du weiße Lilie, die zwischen den Dornen der Kinder Adams wächst, erbarme dich unser, die wir nicht nur in der Sünde geboren, sondern die wir - unsere Seele mit Sünden befleckt haben. Bitte am Thron des ewigen Erbarmens für uns, und bewirke dadurch, dass wir in Jesus Christus selig werden. Amen.



    Zu Gott




    Wir bitten Dich, o Gott, verleihe uns die Gnade, die ärgerlichen Beispiele der Welt stets zu verabscheuen, und uns nach den herrlichen Tugendbeispielen so vieler Heiligen zu richten, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Petrus Kapucci




    O Gott, der Du verkündet hast, dass Deine Gläubigen, wenn sie die letzten Dinge betrachten, niemals sündigen werden; lass uns durch die Fürbitte und nach dem Beispiel des seligen Petrus, Deines Bekenners, den zeitlichen Tod so vor Augen halten, dass wir durch stete Reue über die begangenen Sünden dem ewigen Tod entgehen, durch Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Hilarion




    Wir bitten Dich, o Gott, verleihe uns auf die Fürbitte Deines heiligen Einsiedlers Hilarion die Gnade, uns durch ein frommes Leben zum Tod vorzubereiten, und schenke uns jene brennende Liebe, durch die die Furcht vertrieben wird, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Der heilige Kaiser Heinrich hat im Jahr 1007 die Grafschaft Cambrai dem Bischof Herluinus und seinen Nachfolgern im Bistum aus Andacht zur seligsten Jungfrau, die in dieser Stadt mit besonderem Eifer verehrt wird, geschenkt.

  • Vom Reich GottesDatum21.10.2022 07:27
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom Leben aus dem Glauben


    Herr, deine Wahrheit nähre mich,

    Und stärke meiner Seele Mark:

    Dann werde ich zum Kampfe stark,

    Und preise durch mein Leben dich.



    1. "Mein Gerechter aber wird durch den Glauben leben." spricht der Herr. (Hebräer 10,38a) Es gibt zwar nicht wenige, die sich selbst für gerecht halten, die aber nicht aus dem Glauben, sondern aus der Hoffart, aus dem Eigendünkel leben, "da sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten und ihre eigene aufrichten wollten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen". (Römer 10,3) Aber nicht diese sind es, die der Herr seine Gerechten nennt. Der Glaube des wahren Gerechten ist ein lebendiger Glaube, der die Offenbarungen des Allerhöchsten in ihrem ganzen Zusammenhang dankbar umfängt; "ein Glaube, der durch die Liebe wirkt". (Galater 5,6b) Ist der Glaube nicht so beschaffen, so ist er tot. Nimmermehr aber wird ein Glaube, der selbst kein Leben in sich hat, den Gerechten so nähren, dass er davon leben kann.



    2. Ein lebendiger Glaube ist stark und siegreich. "Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube." (1. Johannes 5,4b) Er siegt "mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken." (2. Korinther 6,7b) Weder achtet er der irdischen Wohlfahrt zur Rechten, noch der Widerwärtigkeiten zur Linken, denn sein heller Blick erkennt, dass nichts zu achten sei, außer was ewig ist. Woher der Anfang der Schwäche und des Untergangs einer Seele? Aus der Schwäche ihres Glaubens. Ihr toter Glaube nährt sie nicht, er ist wie ein Brot ohne Kraft, das keine Nahrung gibt; daher die fortwährende Abnahme ihrer Kräfte. Ist nicht dieser tote Glaube die Ursache deiner Schwäche?



    3. Der Glaube ist nicht nur die gewöhnliche, er ist auch oft die einzige Speise des Gerechten. Es kommen Zeiten, wo seine Seele keine andere Nahrung, keinen Trost vom Himmel empfängt, Zeiten der Trockenheit und der Prüfung. Es ergeben sich oft Ereignisse, Siege der Gottlosen, Unterdrückung der Gerechten und Drangsale, wo die göttliche Vorsehung so gänzlich sich verbirgt, dass selbst der Gerechteste erschüttert würde, wenn er nicht vom Glauben an Gottes unendliche Weisheit und Vorsehung durchdrungen wäre. Hochwichtig also ist es, dass wir durch Betrachtung der ewigen Wahrheiten reich im Glauben werden, damit wir zur Zeit des Hungers davon leben können. Psalm 46,3: "Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, wenn Berge stürzen in die Tiefen des Meeres."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Die allerseligste J...




    Der Mensch hat vielerlei Not zu durchkosten, aber nie eine größere als die Sterbenot. Einem Lebewesen kann naturgemäß nichts mehr zuwider sein, als nicht mehr zu sein und zu wirken. Aber kein Lebewesen der großen Gottesschöpfung durchlebt diese Not so bewusst wie der Mensch. Das erhöht seine Sterbenot. Darum hatte Gottes weise Schöpferliebe ursprünglich den Tod vom Menschen abgewehrt, indem er ihm den Baum des Lebens pflanzte. Durch die Sünde ist der Tod über die Menschen gekommen, und nun folgt ihm das Gericht. All das erhöht des sündigen Menschen Sterbenot. Es ist ihm daher ein besonders starker Trost, dass Gottes Offenbarung den Gotteskindern verheißt, es werde in der neuen Welt keinen Tod mehr geben, weil Christus ihn in den ewigen Feuerpfuhl verbannen wird.



    Bis dahin muss jedoch noch gestorben werden, und selbst das erlöste Gotteskind ist davon nicht befreit. Aber für den Christen hat der Tod sein Antlitz gewendet. Ihm naht er nicht mehr als Sündenstrafe, vielmehr als die große Bewährungsstunde, in der er unmittelbar reif werden soll für unsterbliches, ewiges Leben. Vorausgesetzt, dass es ein Sterben in Christus, dem Sieger, ist. Wer angesichts des bitteren Todes aus tiefgläubigem Herzen zum Vater im Himmel spricht: „Es ist vollbracht. Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist“, der wird in gleicher Stunde mit Christus im Paradies sein.



    Aber ach, oftmals ist man alles andere gewesen denn Gotteskind. Armer, sündiger Mensch, der dem Begehren des Fleisches entsprochen hat. Dann freilich wird Sterben düster und schwer. Recht drückend kann die Sterbenot dem sterbenden Christen werden.



    Besitzen wir aber nicht eine Mutter? Sterbende Krieger haben so oft in ihrer leiblichen Not nach der Mutter gerufen, auch wenn das kühle Grab diese schon lange aufnahm. Taten sie es nicht, weil sie wussten, dass in allerletzter Not nur Mutterhände und Mutterliebe zu helfen vermag? Sollten dann sterbende Gotteskinder in leiblich-seelischer Not nicht nach der Gnadenmutter rufen wollen, nach jener himmlischen Frau, in deren unübertrefflichem Mutterherzen, das ja soviel vermag, sie besser sich gebettet und behütet wissen als in der besten irdischen Mutter Herz?



    Man versteht daraus, dass Maria dazu berufen ist, beim Sterben ihrer Gnadenkinder einen besonderen Platz einzunehmen. Nie fand es stärkeren Ausdruck als darin, dass jedem Ave, das gebetet wird, der Ruf beigegeben ist: „Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ Mutter der Sterbenden, die du einst dem siegreichen Sterben deines Sohnes beigesellt worden bist, sei auch unsere Hilfe in letzter Not!



    Kirchengebet



    Wir bitten Dich, o Herr und Gott, verleihe uns, Deinen Dienern, die Freude beständiger Gesundheit des Geistes und des Leibes und lass uns auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit reinen Jungfrau Maria von der jetzigen Trübsal befreit werden und die ewige Freude genießen. Amen.



    Zur Geschichte de Festes: Die Verehrung Mariens als „Hilfe der Sterbende“ ist biblisch begründet. Denn die Mutter Maria stand bei dem Tod ihres Kindes unter dem Kreuz und war ein stiller menschlicher Trost für den sterbenden Heiland.



    Wer könnte uns Christen, uns Glieder am mystischen Leib Christi, in unserer eigenen Todesnot besser und wirksamer beistehen, als die Mutter Jesu? In Wirklichkeit zeigt die Geschichte der Marienverehrung oft und oft die sichtbare Hilfe Mariens in der schwersten Stunde, im Scheiden von dieser Welt.



    Bekannt ist, dass am 18. November 1823 dieses Fest für ganz Sizilien erlaubt wurde. Unbekannt ist allerdings die nähere Veranlassung dazu. Von dort aus verbreitete sich dieses volkstümliche Fest besonders in Italien und Frankreich und auch in anderen Ländern, selbst bis nach Südamerika, wo es besonders in Brasilien gefeiert wird.



    („So feiert dich die Kirche“, Prof. Dr. Carl Feckes, Maria im Kranz ihrer Feste, Steyler Verlagsbuchhandlung, 1957)



    https://www.marianisches.de/marienfeste/...der-sterbenden/

  • Lehre von der TraditionDatum20.10.2022 08:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Lehre von der Tradition





    Wie gewinne ich einen Ablass beim Rosenkranzgebet?

    Dominikanerkirche Wien

    Gemäß der Ablassordnung von 1968 erhält einen Vollablass, wer den Rosenkranz in einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, in der Familie, in einer religiösen Gemeinschaft oder Gebetsgemeinschaft verrichtet unter den üblichen Bedingungen. Sonst erhält man einen Teilablass.

    · Es genügt das Beten von 5 Gesätzchen des Rosenkranzes, jedoch müssen diese ohne Unterbrechung gesprochen werden.

    · Das mündliche Gebet muss von der Betrachtung des entsprechenden Geheimnisses begleitet sein.

    · Beim gemeinsamen Gebet sollen die Geheimnisse nach örtlicher Gewohnheit erwähnt werden. Beim privaten Beten genügt die geistige Betrachtung der Geheimnisse.

    · Allgemeingültige Voraussetzungen für den Vollablass: (sakramentale Beichte innerhalb von 8 Tagen, eucharistische Kommunion, Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters; Freisein von Anhänglichkeit an jegliche Sünde.)


    QUELLE: DISTRIKT ÖSTERREICH


    https://fsspx.at/de/news-events/news/wie...ranzgebet-77299




  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,



    Maria, Wunderbare Mutter



    20. Oktober



    Wenn wir nicht mehr wissen, wie wir es ausdrücken sollen, wenn etwas uns aufs Höchste erstaunen macht, dann sagen wir: „Wunderbar!“ Darum gehört dieses Wort auch zu der alle Verstehen übersteigenden Mutterschaft Mariens. „Du wunderbare Mutter!“ lautet daher ein Anruf der Lauretanischen Litanei. Frommer Sinn hat diese Aussage noch zu übersteigern unternommen, denn es gibt seit Jahrhunderten schon ein Gnadenbild der „dreimal wunderbaren Mutter“. Viele grüßen heute die Jungfrau-Mutter mit diesem Gruß. Damit will man ein Ähnliches aussagen, wie wenn man Gott den Dreimalheiligen nennt, wenn dreimal das Kyrie erschallt, wenn dreimal das Agnus Die gebetet wird. Es soll eine unvorstellbare Steigerung ausdrücken. So wunderbar ist demnach Mariens Gottesmutterschaft, dass man es nicht richtig auszudrücken vermag, wie wunderbar sie ist.



    Nicht verwunderlich daher, wenn die Lobredner Mariens nicht mehr wussten, woher sie die Bilder und Vergleiche nehmen sollten, um die Erhabenheit einer Gottesmutterschaft zu besingen. Da lässt man alle Heiligen, ja alle reinen Geister des Himmels wie ein Nichts vor ihr verschwinden. „Nichts ist in der Welt von solcher Art wie die Gottesgebärerin Maria. Durcheilen wir in Gedanken alle Geschöpfe, und dann sagt mir, ob es etwas gibt, das der Jungfrau und Gottesgebärerin gleicht oder sie gar übertrifft. Durchstreife die Erde, schau auf das Meer, durchforsche die Luft, dring bis in die Himmel, beachte alle unsichtbaren Kräfte und schau, ob in aller Welt ähnlich Wunderbares zu finden ist“ (Proklus von Konstantinopel). „Du bist der Schmuck des Menschengeschlechtes. Du hast die Ordnungen der Engel überschritten. Du hast den Glanz der Erzengel verdunkelt. Du hast die erhabenen Sitze der Throne unter dich gebracht. Du hast die Höhe der Herrschaften heruntergeschraubt. Du bist der Herrschaft der Fürsten vorangeeilt. Du hast die Kräfte der Gewalten geschwächt. Du bist gewaltiger als alle Kräfte. Du hast den scharfen Blick der Cherubim mit deinen irdischen Augen besiegt. Du hast den Flug der Seraphim, die doch sechs Flügel haben, durch die Flügel deines Geistes überflügelt. Kurz: du hast alle Geschöpfe übertroffen“ (Sophronius von Jerusalem).



    Noch weiter als die Wirklichkeit reicht das, was der Verstand sich an Herrlichem ausdenken könnte. Aber auch das verblasst vor der Erhabenheit einer Gottesmutterschaft. „Gleichwie Gott zu begreifen und auszusprechen unmöglich ist, so übersteigt das große Geheimnis der Gottesgebärerin jeden Verstand und jede Zunge“ (Basilius von Seleucia). „Deine Erhabenheit geht über Engelverstand“ (Germanus von Konstantinopel). „Nichts Erhabeneres könnte gedacht werden als eine Gottesmutter“, erklärt der heilige Bonaventura.



    Ja, wenn es so ist, dann kann man freilich nur noch die unendliche Majestät Gottes selbst herbeirufen, um auszudrücken, wie erhaben die dreimal wunderbare Mutter ist, die „den zweiten Platz nach der Gottheit innehat“ (Ephräm). „Nichts ist Maria gleich, nichts außer Gott, der größer ist als sie“ (Anselm). Pius XI. hat es lehramtlich bestätigt: „Aus dem Geheimnis der göttlichen Mutterschaft fließt Mariens einzigartige Gnade und ihre nächst Gott höchste Würdigkeit.“



    „Wahrlich, Großes hat an mir getan der Allmächtige.“



    Kirchengebet




    Gott, in den Anordnungen Deiner Vorsehung kannst Du Dich nicht irren. Wir bitten Dich flehentlich, wende auf die Fürbitte Mariä, der seligen Jungfrau und Mutter Deines Sohnes, von uns alles Schädliche ab und gewähre uns alles Heilsame. Amen.



    Zur Geschichte des Festes:
    Von einer Ordensfrau im Dreifaltigkeitskloster vom Heiligsten Herzen in Rom wurde 1844 ein Marienbild gemalt, über dem ein himmlischer Glanz zu liegen schien. Gar bald hörte Pius IX. von mehreren Wundern, besonders von Krankenheilungen, die vor diesem Bild geschehen seien. Er selber besuchte daraufhin das Kloster und kniete betend vor diesem Bild. Dies geschah am 20. Oktober 1846. Er erlaubte dann dem Dreifaltigkeitskloster die Feier eines eigenen Festes unter dem Titel: Mater admirabilis. – 1893 wurde dem ganzen Orden der Schwestern vom Heiligsten Herzen dieses Fest gestattet und ein eigenes Messformular geschenkt. Es blieb aber dieses Marienfest nicht auf den Orden beschränkt. Auch andere Ordensgemeinschaften und Diözesen erbaten und erhielten in Rom die Erlaubnis zu dieser Festfeier.



    („So feiert dich die Kirche“, Prof. Dr. Carl Feckes, Maria im Kranz ihrer Feste, Steyler Verlagsbuchhandlung, 1957)


    https://www.marianisches.de/marienfeste/...derbare-wunder/

Inhalte des Mitglieds Blasius
Beiträge: 4490
Geschlecht: männlich
Seite 50 von 123 « Seite 1 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 123 Seite »

Besucher
0 Mitglieder und 47 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Lothar Martin
Forum Statistiken
Das Forum hat 4267 Themen und 27590 Beiträge.

Heute war 1 Mitglied Online :
Blasius



Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz