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  • Tages-Gebete Datum21.11.2022 05:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 21. November


    Allerseligste Jungfrau Maria, mit welch herrlicher Andacht hast du dich heute dem lieben Gott ganz und gar aufgeopfert. Und mit welch großer Herrlichkeit an Leib und Seele wird dir Gott dies Opfer belohnt haben. Daran erinnere ich dich, Maria, und bitte dich, erwirb mir die Gnade, dass auch ich mich meinem lieben Gott von ganzem Herzen aufopfere. Weil ich aber dies nicht recht tun kann, so bitte ich dich, du wollest ihn an meiner statt mein Herz aufopfern, damit er es mit seiner Liebe entzünde und mit seiner Gnade erfülle. Erwirb mir auch, o heilige Jungfrau, die Gnade, deinem strengen Leben im Tempel im Fasten, Beten und Abtöten nach Möglichkeit nachzufolgen und alle Tage meines Lebens in der Gottseligkeit zuzubringen. Amen.



    Verse zur Aufopferung Mariä von Johannes Angelus Silesius


    Du edle Lilie, wo find`t man deinesgleichen?

    Wann man wird alle Ort im Paradies durchstreichen.

    Du glänzest, wie der Schnee, wenn ihn zur Winterszeit

    Der Himmel mit dem Gold der Sonne überstreut.



    Vor dir muss Sonne, Mond und jeder Stern erbleichen,

    Dein Anseh`n, deine Pracht ist schöner, als das Kleid

    Des Königs Salomon in seiner Herrlichkeit.



    Dir muss der klare Blitz der Seraphimen weichen.

    Dein edler Wohlgeruch erquickt die ganze Welt,

    Dich preist, was unserm Gott dem Herrn zu Fuße fällt.



    In dir erblicket man die Schönheit der Jungfrauen;

    Der Märtyrer Bestand, ja aller Tugend Zier,

    Und aller Blumen Wohlgeruch erquickt mich hier

    O möcht ich ewig Gott also, wie du, anschauen.



    Weiteres Andenken an die seligste Jungfrau



    Zu Paris wurde im Jahr 1671 das Kloster der geistlichen Jungfrauen, die der Regel des heiligen Benedikt folgen, unter dem Titel Mariä Opferung erbaut, unter welchem Titel auch zu Metz das Klöster der Cölestiner erbaut ist. Das Fest selbst aber wurde zu Venedig in der Kirche des heiligen Grabes sehr feierlich gehalten.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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  • Von Krankheiten der Seele


    O höre, Jesus, milder Arzt, mein Flehen.

    Sieh, meine Seele stirbt. O sprich ein Wort,

    Und lass ein Wunder, Herr, an mir geschehen.

    Denn ohne dich schläft sie im Tode fort.

    1. Eine nachlässige Seele versinkt allmählich in ein solches Siechtum, dass die besten geistigen Speisen, sogar das himmlische Manna, sie anekeln, und dass sie, gleich den Israeliten, nach den Zwiebeln Ägyptens giert. Wie die körperlich Siechen verschmäht sie alle Arzneien und betrachtet sie als unnütz. Dadurch aber versinkt sie in eine Schwäche, in der die geringste Anstrengung ihr als unüberwindliche Arbeit erscheint. Die leichtesten Tugenden scheinen ihr unüberwindliche Berge, das sanfte Joch des Herrn eine unerträgliche Last. Diese Schwäche auch reißt sie zur Einwilligung in die meisten Versuchungen hin, wenn diese auch nicht zu den heftigsten gehören. Wie schwer ist der Stand einer solchen Seele. Ist es nicht etwa der deinige?



    2. Die Wirkung des körperlichen als des geistigen Siechtums ist eine Niedergeschlagenheit und tiefe Schwermut. Beim geistigen Siechtum entspringt diese Schwermut den geheimen Vorwürfen des Gewissens, da eine sieche Seele das Gute unterlässt, - so wie der Beschwernis, mit der sie gewisse Pflichten erfüllt, die sie, ungeachtet ihrer Trägheit, erfüllen muss, - und dem Überdruss des Herzens, das ohne Trost schmachtet, weil sie wegen ihrer beständigen Untreue des himmlischen Trostes unwürdig ist, ihr Stand aber und die Rügen ihres Gewissens den irdischen Trost ihr verwehren. Die letzte Folge dieses Siechtums aber ist die Verzweiflung an ihrer Heilung, da sie zu ohnmächtig ist, sich zu überwinden, weshalb auch alle Arzneien fruchtlos bleiben.



    3. Dies schwere Übel kann nur durch ein Wunder geheilt werden. Darum, christliche Seele, die du in diesem Siechtum schmachtest, rufe eifrig zu Jesus, ja gehe mit Jairus, dem betrübten Vater, zu ihm, wirf dich gleich ihm zu seinen Füßen, bete ihn in lebendigem Glauben an, und sprich mit Vertrauen auf ihn: Herr, meine Seele ist tot, doch lege ihr deine Hand auf, und sie wird leben. Sprich ein Wort, und sie wird gesund. Denn ein barmherziger Arzt ist der göttliche Heiland, der kein gedemütigtes und zerknirschtes Herz verschmäht. Bete mit dem Psalmisten zum Herrn: "Erbarme dich meiner, Herr, denn ich bin krank. Wende dich, Herr, und errette meine Seele. Hilf mir um deiner Barmherzigkeit willen."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum18.11.2022 07:27
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der Gelegenheit


    Herr, leite weise mich in allen Dingen,

    Und lehre mich das Gute gut vollbringen,

    Mit Klugheit meiden alle argen Schlingen,

    Und deinen Lobgesang mit Freuden singen.



    1. Die Tugend wird in der Gelegenheit geübt, die Sünde wird in der Gelegenheit begangen. Suchen also müssen wir die Gelegenheit, die Demut, die Nächstenliebe, die Geduld, und überhaupt jene Tugenden zu üben, die unsere Eigenliebe abtöten, - meiden dagegen die Gelegenheiten, die unseren Sinnen schmeicheln, unser Herz verweichlichen und unsere Unschuld gefährden. Unser großer Fehler aber ist, dass wir gerade das Umgekehrte tun: den Gelegenheiten ausweichen, die wir suchen sollen, und die suchen, die wir auf alle Weise meiden sollen. Wir möchten gern geduldig sein, ohne zu leiden, demütig sein, ohne erniedrigt zu werden, liebevoll sein, ohne die Nächstenliebe anders als im Herzen zu üben. Dies aber sind Tugenden in der Einbildung.



    2. Täusche dich nicht selbst! Die Tugend ist eine Kraft, die in der Gelegenheit die Probe besteht. Wie aber bestehst du sie? Stark bist du, doch nur in deiner Betkammer, da fasst du die kräftigsten Vorsätze. Kommt es jedoch zur Ausführung, dann bist du schwach und verzagt, und kannst den leichtesten Spott, die mindeste Verachtung nicht ertragen. Wäre es also nicht besser, ich würde jede Gelegenheit vermeiden? Weichst du der Gelegenheit zum Guten aus: wann wirst du dann je Tugenden üben? Wann wirst du dich selbst überwinden? Wann wirst du deine Zunge und die Aufwallungen deines Herzens bezähmen? Wann die Verdienste für den Himmel gewinnen? "Gib dem Weisen Gelegenheit," spricht die Schrift, "so wird er an Weisheit zunehmen!" (Sprichwörter 9,9)



    3. Nicht diese Gelegenheiten sind es, die du meiden sollst, sondern die, wo auch eine geprüfte Tugend Gefahr läuft. Du sagst, diese und jene Gesellschaften brächten dir keine Gefahr. Wurdest du etwa darin nie zur Sünde versucht? Kehrtest du mit ganz reiner Einbildung und ebenso keuschem Herzen daraus zurück? Lernt man nicht in solchen Gelegenheiten die Welt und ihre Torheiten lieben? Erkaltet darin nicht die Liebe und Frömmigkeit? Epheser 5,15a: "Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt.", denn voll der Schlingen ist die Welt. Gott bestraft die Vermessenheit durch Demütigung, darum sei auf deiner Hut, und fürchte dich selbst als deinen größten Feind! Matthäus 26,41a: "Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Der Beiname des heiligen Gregor deutet darauf hin, dass wir es hier mit einer echten Legende zu tun haben. Gregor ist allerdings eine geschichtliche Person, er lebte im 3. Jahrhundert, war von Geburt kein Christ, bekehrte sich als junger Mann zum Christentum, wurde Priester und später der erste Bischof in seiner Heimatstadt Neu-Cäsarea am Schwarzen Meer. Bischof Gregor war ein gelehrter Mann, der auch Bücher geschrieben hat, die noch vorhanden sind und aus denen hervorgeht, dass er klug und ernst war und genau den Glauben besaß, der nach den Worten von Jesus Christus Berge versetzen kann.



    Mit einem versetzten Berg beginnt denn auch die eigentliche Legende des Heiligen. Die Geschichte ereignete sich folgendermaßen. Gregor wurde, wie erwähnt, der erste Bischof in seiner Vaterstadt. Als er das hohe Amt antrat und seine Christen zählte, stellte es sich heraus, dass es ganze siebzehn waren. Selten hat ein Bischof eine solch kleine Herde zu hüten gehabt, aber was klein ist, kann wachsen, und so ging es auch mit dem Senfkörnlein der jungen Christengemeinde in Neu-Cäsarea. Durch die Wohltätigkeit, die Liebenswürdigkeit und die Predigt des Bischofs nahm die Zahl der Gläubigen schnell zu, und bald ergab sich die Notwendigkeit, eine größere Kirche zu errichten, die Raum für alle bot.



    Man begann also mit dem Bau. Und während man baute, vervielfältigten sich die Bekehrungen derart schnell, dass das neue Gotteshaus, wenn man so weiterbaute, bei der Fertigstellung bereits wieder zu klein gewesen wäre. Notgedrungen musste man daher den Bau noch während des Baues erweitern. Das war leicht gesagt, aber schwer zu bewerkstelligen, denn ein angrenzender Berg stoppte alle Vergrößerungspläne. Da war wirklich guter Rat teuer.



    Bischof Gregor überlegte mit dem Baumeister und sprach mit den Maurern, aber alle erklärten ihm nur, dass man entweder auf den Erweiterungsbau verzichten oder den Berg verschieben müsse. Weil letzteres nach menschlichem Ermessen undenkbar war, lächelten die Handwerker spöttisch, als sie diese unmögliche Möglichkeit erwähnten. Der Bischof lächelte nicht, vielmehr kam ihm plötzlich der Gedanke an die Worte von Jesus Christus in den Sinn, von denen das Evangelium berichtet. Es heißt da:



    Habt Glauben an Gott! Wahrhaft, ich sage euch, wer zu diesem Berg sagt: „Heb dich hinweg und stürz dich ins Meer!“ und wer dabei in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass alles, was er sagt, geschehen werde, dem wird es in Erfüllung gehen. Darum sage ich euch: Bei allem, was ihr auch im Gebet erflehen möget, glaubt nur, dass ihr es erhaltet, so wird es euch zuteilwerden.



    An diese Worte dachte Bischof Gregor in seinen Bausorgen, und gleich war es ihm klar, dass gebetet werden musste. Da betete er, betete aber nicht so oberflächlich, sondern betete, wie Heilige beten, ohne Unterlass und mit einem Vertrauen, das noch fester war als Felsgestein. Er betete, in seinem Zimmer auf den Knien liegend, die ganze Nacht hindurch und erinnerte Jesus Christus an sein Wort, dass ein vertrauensvolles Gebet Berge versetzen könne. Erst als der Morgen graute, erhob sich der stürmische Beter, feierte in der gleichen Meinung die heilige Messe und legte sich anschließend nieder, um nach der durchwachten Nacht ein Stündchen zu ruhen.



    Kaum jedoch lag Gregor im ersten Schlaf, da wurde er plötzlich geweckt. Es klopfte einer draußen an der Zimmertür so heftig und laut, dass man meinen konnte, es donnere, und eine Stimme – es war die Stimme des Baumeisters – rief: „Herr Bischof, komm, komm schnell! Es hat sich etwas Seltsames zugetragen! Herr Bischof, komm, komm schnell!“



    Gregor aber beeilte sich gar nicht, denn was geschehen war, wusste er bereits. Als er mit dem Baumeister den Bauplatz erreichte, sah er, dass sein Gebet Wirklichkeit geworden war. Der Berg hatte sich zurückgeschoben und sogar noch mehr Platz freigegeben, als eigentlich nötig war. Die Maurer lächelten nicht mehr spöttisch, und alle Leute aus der Stadt waren gekommen, und auf das Wunder hin bekehrten sich bis auf siebzehn, die nicht Christen werden wollten. So mussten die Pläne noch einmal vergrößert werden, und es stellte sich heraus, dass der Berg so weit zurückgegangen war, wie es der zweimal vergrößerte Bauplan verlangte.



    Noch andere Wunder von ähnlicher Art wirkte Bischof Gregor in Menge. Daher heißt er auch Wundertäter. Das schönste Wunder jedoch, das er vollbrachte, war das Wunder von dem versetzten Berg.

    https://www.heiligen-legende.de/gregor-d...eucäsarea/

  • Tages-Gebete Datum17.11.2022 09:16
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 17. November

    Demütigste Jungfrau! Du ragst zwar, wie eine Palme über die Gesträuche, über alle deines Geschlechtes durch den Vorzug, den Gott dir gegeben hat, und dennoch nanntest du dich die Magd des Herrn. Dein Beispiele gebe auch uns Liebe zur Demut ein und erfülle uns mit Abscheu vor aller Selbsterhebung, vor allem Stolz. Wie viel Ursache haben wir, demütig zu sein, da unsere Schwachheit und Sündhaftigkeit uns beständig vor Augen schwebt. Bitte Gott für uns, o Maria, dass er uns Gnade zu einer ihm wohlgefälligen Demut verleihen möge. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Grego
    r



    O Gott, der Du dem heiligen Gregor die Wundergabe verliehen hast, gib uns die Gnade, nach dem Licht des Glaubens zu leben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Als der heilige Gregor vor Antritt in seinem Bistum Gott um Erleuchtung mit eifrigem durch die Nacht fortgesetzten Gebet bat, erschien ihm die seligste Jungfrau in einer ganz herrlichen Gestalt und der heilige Johannes Evangelist in der ehrwürdigen Gestalt eines Alten, dem die seligste Jungfrau auftrug, die Geheimnisse der Wahrheit dem Gregor zu erklären. Er hörte also:

    "Es ist nur ein Gott, der Vater des lebendigen Wortes, der in sich bestehenden Weisheit, der Macht und des ewigen Ebenbildes; ein Vollkommener, der den Vollkommenen geboren hat; ein Vater des eingeborenen Sohnes. Es ist ein Herr, der Einige aus dem Einigen, Gott aus Gott, der Ausdruck und das Ebenbild der Gottheit, das kräftige Wort; die Weisheit, die alles, was gemacht worden ist, vollkommen begreift; die Kraft und die Macht, die alle Geschöpfe hervorgebracht hat; der wahre Sohn des wahren Vaters; der Unsichtbare dessen, der unsichtbar ist; der Unverwesliche dessen, der keiner Verwesung unterworfen ist; der Unsterbliche dessen, der vom Tod nichts weiß, der Ewige des Ewigen. Und ein heiliger Geist, der aus Gott ausgeht, und der durch den Sohn den Menschen erschienen ist; ein Bildnis des Sohnes, ein Vollkommenes des Vollkommenen; das Leben, der Ursprung des Lebens, die heilige Brunnquelle, die Heiligkeit und der Urheber der Heiligmachung. Durch ihn wird der Vater bekannt gemacht, der über Alles und in Allem ist; und Gott der Sohn, der auch überall ist. Dieses ist die vollkommene Dreifaltigkeit, die nicht zerteilt, sondern Eins in der Glorie, in der Ewigkeit, in der Herrschaft ist."

    Dieses Glaubensbekenntnis wurde in hohen Ehren gehalten, und war nach Zeugnis des heiligen Gregor von Nissa zu seiner Zeit in der Kirche zu Neu-Cäsarea in der Handschrift des wundertätigen heiligen Gregor noch zu lesen. Welch ein herrliches Denkmal vom alten Glauben!



    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“




    Liebe Leserinnen und Leser,


    "Gebt dem Kaiser was des Kaisers,

    und Gott was Gottes ist."




    Du sprichst, Herr, und ein Lichtstrahl ist dein Wort.

    Beschämt gehn seine argen Feinde fort;

    Doch horchen alle Völker, - denn der Frieden

    Wird nur durch dein Gesetz der Welt beschieden.



    1. Selten löste der Herr die arglistigen Fragen seiner Widersacher, ohne dabei zugleich ein Geheimnis oder eine Sittenlehre auszusprechen. Also ist auch obiger Ausspruch des Herrn ein Grundsatz der Religion und ein Gebot des christlichen Gesetzes. Darum spricht der Apostel Petrus: "Unterwerft euch um des Herrn willen jeder menschlichen Ordnung: dem Kaiser, weil er über allen steht, den Statthaltern, weil sie von ihm entsandt sind." (1. Petrus 2,13a) "Jeder", fügt der Weltapostel bei, "leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen." (Römer 13,1-2) Sehen wir nicht, sogar in unseren Tagen, welche Verheerungen, welche Staatsumwälzungen, welche Gräuel, welches Blutvergießen, welches unaussprechliche Elend der Ungehorsam gegen dieses heilige Sittengebot nach sich zieht.



    2. Folgerte aber der Herr, es sei dem Cäsar der Tribut zu geben, weil die Zinsmünze mit Cäsars Bild geprägt war, so zeigte er dadurch uns deutlich, dass wir uns Gott geben sollen, weil das Bild Gottes uns eingeprägt ist. Ihm verdanken wir Dasein und Leben. Opfern müssen wir ihm daher unser ganzes Wesen, unseren Leib und unsere Seele. Wir opfern ihm aber den Leib, "wenn unsere Glieder, die einst der Missetat dienten, nun der Gerechtigkeit zur Heiligung dienen;" wenn wir unsere Kräfte und Fähigkeiten zu seinem Dienst verwenden, und unsere Glückseligkeit nicht in fleischlichen Lüsten, noch in verweslichen Gütern dieser Welt, sondern in ihm suchen. Denn dies ist ein reines, Gott wohlgefälliges Opfer: "sich vor jeder Befleckung durch die Welt zu bewahren." (Jakobus 1,27b)



    3. Ganz vorzüglich aber sind wir verpflichtet, den edelsten Teil unser selbst, unsere Seele, ihm zu opfern. Dies aber geschieht durch innerlichen und äußerlichen Gottesdienst, durch Unterwerfung unseres Geistes zum Glauben an seine göttlichen Offenbarungen, durch eine Liebe, die ihn über alles liebt, durch Reinheit des Gewissens und ein Leben nach seinem heiligen Gesetz. Wie haben wir diese Pflicht bis jetzt erfüllt? Haben wir Gott das Leben geweiht, das wir von ihm empfingen? Haben wir seine Gaben zu seiner Ehre verwendet? Säumen wir nicht, diesen Ehrenzins ihm zu bezahlen, der ihm gebührt. Psalm 29,2a: "Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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    LEOPOLD III.
    Markgraf, Klostergründer
    Namensdeutung: kühn aus dem Volk (althochdt.)
    Namenstage: Leopold, Léopold, Luitpold, Lavoslav, weibl.: Leopoldine
    Gedenktag: 15. November
    Lebensdaten: geboren um 1075 in Melk, gestorben am 15. November 1136 bei Klosterneuburg

    Lebensgeschichte: Leopold aus dem Geschlecht der Babenberger (Luitpoldinger) kam auf der Burg Melk zur Welt und wuchs im niederösterreichischen Gars am Kamp auf. 1095, mit etwa 20 Jahren, folgte er seinem gleichnamigen Vater als Graf des östlichen Grenzgebiets (Mark) des römisch-deutschen Reiches nach und war damit Vasall Kaiser Heinrichs VI. Gleichwohl machte er durch die Selbstbezeichnung als „Princeps Terrae – Fürst des Landes“ seinen Anspruch auf Eigenherrschaft in „Ostarrîchi“ deutlich und nutzte eine erste Heirat zur Ausweitung seines Einflussbereichs.

    1105 führte er die traditionelle familiäre Parteinahme für den Papst im Investiturstreit zu ihrem Höhepunkt und ließ den Kaiser als Lehensherrn zugunsten des künftigen Regenten im Stich. Vom neuen Kaiser Heinrich V. mit dessen Schwester Agnes, der Witwe des Staufers Friedrich I. von Schwaben, als Ehefrau belohnt, stieg Leopolds Ansehen und Macht, die er nach außen durch die Mitwirkung an kaiserlichen Feldzügen gegen Böhmen, Polen und Ungarn zu festigen suchte. Nach innen baute er unter anderem die Städte Wien und Krems aus und schuf unter den kritischen Augen der zuständigen Passauer Bischöfe eine effiziente kirchliche Organisation zur Unterstützung seines Herrschaftsanspruchs. Bis 1125 war seine Bedeutung so groß, dass er als Kandidat für die Wahl zum römisch-deutschen König gehandelt wurde.

    Um 1113 verlegte Leopold seine Residenz in die Klosterneuburger Pfalz und legte dort am 12. Juni 1114 den Grundstein zur Stiftskirche. Der Legende nach gründete der Markgraf das Stift an der Stelle, wo er den weggewehten Hochzeitsschleier seiner Frau wiederfand. 1133 übergab Leopold das Stift den Augustiner-Chorherren. Im selben Jahr gründete er auf Anregung seines Sohnes Bischof Otto von Freising, des bedeutendsten Geschichtsschreibers des hohen Mittelalters, mit dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald das erste Zisterzienserkloster in der Markgrafschaft, und 1136 das Benediktinerkloster Klein-Mariazell im Wienerwald.

    Am 15. November 1136 verstarb er an den Folgen eines Jagdunfalls.

    Verehrung/Brauchtum: Von den nachfolgenden Habsburgern zur „himmlischen“ Legitimation ihres Herrschaftsanspruchs betrieben, erfolgte 1485 die feierliche Erhebung des Landesstifters Leopold zur Ehre der Altäre. Neben der Hauptreliquie im Stift Klosterneuburg werden Reliquien im Wiener Stephansdom, in der Annakapelle der Stiftskirche von Heiligenkreuz sowie im ehemaligen Kloster Klein-Mariazell verehrt.

    1663 wurde Leopold zum Landespatron von Niederösterreich ernannt. Dort und in Wien ist deswegen am 15. November schulfrei. Der Leopolditag in Klosterneuburg ist mit einem vielbesuchten Volksfest mit Jahrmarkt verbunden, auf dem das „Fasslrutschen“ über ein vier Meter hohes Fass die größte Attraktion ist.

    Darstellung: als Herzog mit österreichischem Wappen und Kirchenmodell

    Patron: von Nieder- und Oberösterreich und ganz Österreich, von Wien


    https://bistum-augsburg.de/Heilige-des-T...ige/LEOPOLD-III

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Von ihrem fünften Lebensjahr an besuchte Lucia, die später in den Orden der Dominikanerinnen eintrat, oftmals eine Kirche des heiligen Augustin. Es war in dieser Kirche eine Marmorstatue, die die heilige Jungfrau mit ihrem göttlichen Sohn auf den Armen darstellte, und vor der sie jeden Tag den Rosenkranz und sieben Mal den Englischen Gruß betete.



    Eines Tages, da ihre Inbrunst größer war als gewöhnlich, bat sie die heilige Jungfrau ganz demütig und treuherzig, ihr doch das Jesuskindlein zu geben. Die unschuldige Bitte Lucias war Marien so angenehm, dass sie es ihr gab. Das fromme Kind nahm es in seine Arme, herzte es, und nahm es mit sich nach Hause, wo es drei Tage blieb, und Lucias Seele mit unaussprechlichem Trost erfüllte; worauf es in die Kirche auf den Armen seiner Mutter zurückkehrte. Als das junge Mädchen erfuhr, dass man sie einem Mailänder Edelmann zur Ehe versprochen habe, empfand sie darüber ein so großes Leid, dass sie ohnmächtig wurde. Aber die Mutter Gottes erschien ihr und sagte, sie solle nur in diese Verbindung einwilligen, sie selbst wolle die Wächterin ihrer jungfräulichen Reinheit sein. Sie führte mit dem Grafen Pietro di Alessio eine dreijährige rein geistliche Ehe. Barfuß, aber so, dass niemand es wahrnehmen konnte, pflegte sie jeden Samstag eine Meile von der Stadt ein Bild der heiligen Jungfrau zu besuchen. Durch die frommen Übungen erwarb sie sich die Gunstbezeigungen der Himmelskönigin, die schließlich wollte, dass sie die Braut ihres göttlichen Sohnes im Orden des heiligen Dominikus werden sollte. Und stets beehrte sie sie mit besonderen Beweisen ihres Wohlwollens. Lucia empfing im Jahre 1496 die Stigmata in Viterbo, die Wundmale unseres Herrn Jesus Christus. Sie war Gründerin und Oberin der Klöster S. Domenico von Viterbo und S. Caterina von Siena in der Stadt Ferrara.



    Am 26. Mai 1935, 391 Jahre nach ihrem Tod, wurden ihre Gebeine feierlich in ihre Heimatstadt Narni zurückgeholt. Lucia ist in Viterbo, Narni und Ferrara immer noch berühmt und hochverehrt für ihre Reinheit des Geistes und für den Glauben, den sie gelebt hat.



    Ein besonders wichtiges Dokument ihres persönlichen und mystischen Lebens, ist die Autobiographie der seligen Lucia, die acht Monate vor ihrem Tod im Jahr 1544 verfasst wurde und als verloren galt. Sie wurde vor kurzem in Bologna unter dem Titel „Das dominikanische Leben der seligen Lucia da Narni“ wiederentdeckt.


    https://www.heiligen-legende.de/lucia-broccadelli/



  • Von der Heuchelei


    Die schwarze Heuchelei flieht scheu das Licht,

    Denn Satans falsche Bosheit ist ihr eigen;

    Doch wehe, wenn der Herr sie im Gericht

    In ihrer nackten Schändlichkeit wird zeigen.



    1. Der Heuchler betrachtet die Frömmigkeit als einen schönen Schleier, die Bosheit und Verdorbenheit seines Herzens zu bedecken, um dadurch die Menschen, ja Gott selbst zu täuschen. Darum auch zürnte unser Herr keinem Sünder so schwer, als den Heuchlern, die er ein getünchtes Grabmal, ein Natterngezücht nannte. Oft aber lässt Gottes Vorsehung es zu, dass schon in diesem Leben dem Heuchler die Larve herabgerissen wird, und er vor den Augen aller in seiner ganzen Hässlichkeit erscheinen muss. Gibt man sich so viel Mühe, seine Ausschweifungen vor dieser Welt zu verbergen: wie weit mehr sollte man sich bemühen, sie durch wahre Buße vor jener Welt zu verbergen, wo aller Gedanken offenbar werden, und die Heuchelei mit ewiger Schande bedeckt wird.



    2. Mit Recht verabscheuen wir dieses hässliche Laster. Wie oft aber verfallen wir selbst in dieses Laster hinein, geben uns den Anschein, besser zu sein als wir sind, und verbergen unsere Fehler unter dem Schleier der Sittsamkeit. Wie viele guten Werke auch tun wir aus Eitelkeit, oder aus anderen unreinen Absichten. Ja wie oft treten wir sogar vor den Herrn, nennen ihn unseren Gott, unseren Erlöser, unser Vorbild. Kann er uns nicht antworten: Ihr Heuchler, wenn ich euer Gott, euer Erlöser, euer Vorbild bin, wo ist dann eure Liebe, eure Ehrfurcht, euer Gehorsam, eure Nachfolge? Müssen wir aber bei so gerechten Vorwürfen nicht verstummen?



    3. Ja mehr noch. Wie oft bitten wir ihn um Gnaden, um Demut, um Keuschheit, um die Gaben der innerlichen Sammlung und Andacht. Kann er uns nicht mit Wahrheit sagen: "Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Warum bittet ihr mich um Gnaden, die es euch nicht ernst ist, zu erlangen, da ihr alles Mögliche tut, dass ich sie euch nicht verleihe, oder - wenn ich sie euch verleihe, - ihre Wirkungen zu vereiteln?" Kehren wir in unser Inneres ein, erkennen wir unsere Schuld, klagen wir uns der Schuld vor dem Herrn an, und bitten wir ihn ganz im Ernst und dringend um die Gnade an, uns zu bessern. Lukas 6,46: "Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?"

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Diese drei Märtyrer starben für den Glauben im Bezirk von Agde, unter den Kaisern Diokletian und Maximian. Tiberius war noch sehr jung, und man sagt, sein eigener Vater sei sein Verfolger geworden. Mit einem anderen Christen namens Modestus ins Gefängnis geworfen, erduldeten beide bitteren Hunger und schreckliche Peinigungen. Und da weder Versprechen noch Drohungen sie erschüttern konnten, wurden sie enthauptet. Eine Frau, Florentia mit Namen, die sich beim Anblick ihrer unerschütterlichen Standhaftigkeit bekehrt hatte, teilte ihre Kämpfe und ihre Kronen. Der Ort ihres Märtyrertodes, den man Cesseron oder Cessarion nannte, liegt zwischen Agde und Pezenas, ungefähr drei Meilen von Beziers. Im 8. Jahrhundert wurde ihnen zu Ehren ein Kloster daselbst erbaut, das sich als regulierte Benediktinerabtei bis zur französischen Staatsumwälzung erhielt. Die Namen der drei heiligen Märtyrer stehen am heutigen Tag in den Martyrologien von Ado und Usuard, so wie auch im römischen.

    https://www.heiligen-legende.de/florentina-von-gallien/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,



    Von der Barmherzigkeit


    Barmherzigkeit, dich liebt mein Herz,

    Denn du bist Gottes Siegel;

    Du linderst mild des Armen Schmerz

    Und sperrst der Hölle Riegel.

    Du gingst von Jesu Herzen aus,

    Und kehrest reich ins Vaterhaus.



    1. Keine Tugend macht uns Gott so ähnlich, als die Barmherzigkeit. Darum ermahnt sein eingeborener Sohn uns zu dieser Lieblingstugend seines Herzens durch die Worte: "Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!" (Lukas 6,36) So wohlgefällig ist diese Tugend vor den Augen unseres Gottes, dass er durch den Mund des Propheten spricht: "Barmherzigkeit will ich, nicht Schlachtopfer." (Hosea 6,6a); und durch einen anderen Seher: "Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade. Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken." (Psalm 145, 8-9) Was anderes auch war das ganze Leben Jesu, als ein beständiger Akt der Barmherzigkeit.



    2. Durch wie viele Beispiele, Ermahnungen, liebevolle und erschreckende Parabeln auch drängt er uns zu dieser so göttlichen Tugend. Sogar mit der ewigen Verdammnis bedroht er diejenigen, die sie nicht üben. "Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben . . . usw." (Matthäus 25) Darum auch war Barmherzigkeit die Tugend aller Auserwählten. Alle wahrhaft frommen und gottseligen Menschen waren überaus mildherzig. Viele spendeten den Armen mit großer Liebe. Andere scheuten keine Arbeit, keine Schwierigkeit, kein Opfer, dem bedrängten Nächsten zu helfen oder seine Not zu lindern. Noch andere verkauften sogar ihre liebste Habe, Armen, Kranken oder Leidenden dadurch beizustehen. Welche großen Schätze hinterlegten sich diese liebreichen Seelen im Himmel. Wie wohlgefällig wurden sie dadurch dem göttlichen Vaterherzen. Wahrlich, kluge Kaufleute waren sie, die dem ewigen König auf reiche Zinsen borgten.



    3. Wie sicher wirst du auf deinem Totenbett sein, wenn du in deinem Leben Barmherzigkeit geübt hast. Schrecklich ist diese Stunde für den Unbarmherzigen, "denn das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jakobus 2,13) Hast du aber den Geist Jesu, den Geist der Barmherzigkeit, dann erfreue dich in jener Stunde. Er selbst nämlich spricht: "Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden." (Matthäus 5,7) Bist du also mildherzig und liebreich, dann wirst du einen mildherzigen und liebreichen Richter an ihm finden. Matthäus 7,2: "Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der Barmherzigkeit


    Barmherzigkeit, dich liebt mein Herz,

    Denn du bist Gottes Siegel;

    Du linderst mild des Armen Schmerz

    Und sperrst der Hölle Riegel.

    Du gingst von Jesu Herzen aus,

    Und kehrest reich ins Vaterhaus.



    1. Keine Tugend macht uns Gott so ähnlich, als die Barmherzigkeit. Darum ermahnt sein eingeborener Sohn uns zu dieser Lieblingstugend seines Herzens durch die Worte: "Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!" (Lukas 6,36) So wohlgefällig ist diese Tugend vor den Augen unseres Gottes, dass er durch den Mund des Propheten spricht: "Barmherzigkeit will ich, nicht Schlachtopfer." (Hosea 6,6a); und durch einen anderen Seher: "Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade. Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken." (Psalm 145, 8-9) Was anderes auch war das ganze Leben Jesu, als ein beständiger Akt der Barmherzigkeit.



    2. Durch wie viele Beispiele, Ermahnungen, liebevolle und erschreckende Parabeln auch drängt er uns zu dieser so göttlichen Tugend. Sogar mit der ewigen Verdammnis bedroht er diejenigen, die sie nicht üben. "Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben . . . usw." (Matthäus 25) Darum auch war Barmherzigkeit die Tugend aller Auserwählten. Alle wahrhaft frommen und gottseligen Menschen waren überaus mildherzig. Viele spendeten den Armen mit großer Liebe. Andere scheuten keine Arbeit, keine Schwierigkeit, kein Opfer, dem bedrängten Nächsten zu helfen oder seine Not zu lindern. Noch andere verkauften sogar ihre liebste Habe, Armen, Kranken oder Leidenden dadurch beizustehen. Welche großen Schätze hinterlegten sich diese liebreichen Seelen im Himmel. Wie wohlgefällig wurden sie dadurch dem göttlichen Vaterherzen. Wahrlich, kluge Kaufleute waren sie, die dem ewigen König auf reiche Zinsen borgten.



    3. Wie sicher wirst du auf deinem Totenbett sein, wenn du in deinem Leben Barmherzigkeit geübt hast. Schrecklich ist diese Stunde für den Unbarmherzigen, "denn das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jakobus 2,13) Hast du aber den Geist Jesu, den Geist der Barmherzigkeit, dann erfreue dich in jener Stunde. Er selbst nämlich spricht: "Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden." (Matthäus 5,7) Bist du also mildherzig und liebreich, dann wirst du einen mildherzigen und liebreichen Richter an ihm finden. Matthäus 7,2: "Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.

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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Dass wir nicht unser eigen sind



    Bin, Gott, ich dein schon durch das Schöpfungsrecht,

    Da du mir Sein und Atem hast gegeben,

    So bin ich zweifach dein als ew`ger Knecht,

    Da mich dein Sohn erkaufte durch sein Leben.

    So nimm denn, Herr, mein ganzes Wesen hin.

    Dir diene alles, was ich durch dich bin.



    1. "Wisst ihr nicht," spricht der Apostel, "dass ihr nicht euer seid? Denn ihr seid um großen Preis erkauft." Wahrlich um großen Preis, um den unendlichen Preis seines Blutes erkaufte uns der Sohn Gottes selbst von der Knechtschaft des ewigen Todes los, zu dem die göttliche Gerechtigkeit uns verurteilt hatte. Du also betrachte dich als ein wahres Eigentum deines Herrn, wie du es denn auch in Wahrheit bist. Denn nicht dein sind diese Augen, nicht dein diese Ohren, nicht dein diese Zunge, nicht dein diese Glieder, sondern sie gehören dem, der sie erkauft hat, und darum dürfen sie auch nur zu seinem Dienst gebraucht werden.



    2. Mehr jedoch als selbst dies unendliche Lösegeld verpflichtet dich seine unendliche Liebe, sein eigen zu sein. Denn bedurfte er etwa deiner, dass er umso teuren Preis dich erkaufte? Wäre er ohne dich weniger selig, weniger glorreich gewesen? Um deiner selbst willen erkaufte er dich, von ewiger Pein dich zu erlösen. Welchen Nutzen auch hättest du ihm je gewähren können? Ja er fragte dich auch nicht, ob du ihm dienen würdest, wenn er dich erlöst, sondern zuerst erlöste er dich, und erst nachdem er die Freiheit durch sein Blut dir erworben, bittet er dich und spricht durch den Propheten Jeremia: "Kehre zurück zu mir, dieweil ich dich erlöst habe." Wer vermag es noch, einer so großmütigen Liebe zu widerstehen?



    3. Mehr denn alle Furcht vor der Hölle sollte diese unendliche Liebe dich aneifern, deine Seele rein zu bewahren, und wachsam zu sein, dass du dieses Kleinod nicht verlierst, damit du es ihm als sein Eigentum getreu übergeben kannst. Ja, wenn eine mühsame Arbeit für seine Ehre zu tun, oder irgend ein Leiden um seinetwillen zu dulden ist, so ermahne deine unwilligen oder ermüdeten Glieder, zu bedenken, wem sie gehören. Ebenso sprich auch zu deinen Augen und Ohren und zu deiner Zunge, wenn sie murren, unter der Zucht zu stehen, und nicht zu sehen, zu hören, noch zu sprechen, was sich nicht geziemt, 1. Korinther 6,19-20: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!"

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  • Vom Reich GottesDatum07.11.2022 08:31
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes






    Die Stunde der Rechenschaft



    Es zittert, Herr, das Mark in den Gebeinen,

    Kommt jene ernste Stunde mir zu Sinn,

    Wo ich vor dir, dem Richter, muss erscheinen,

    Da - übst du Strenge - ich verloren bin.



    1. Viele leben nun so, als hätten sie sich selbst erschaffen, und wollen keinen Herrn über sich erkennen. Aber es kommt eine Stunde, eine unendlich bittere Stunde, wo der allerhöchste König der Schöpfung, ob sie wollen oder nicht, sie zur Rechenschaft berufen wird. Auch für uns ist diese Stunde bereits im Anzug, darum bereiten wir uns zu dieser Rechenschaft vor. Wozu verwendeten wir unseren Leib, unsere Seele, unseren Verstand, unsere Fähigkeiten, unser Vermögen, unseren Einfluss? Wozu die Zeit, die Gnade Gottes, die Mittel des Heils, die Sakramente der Erlösung? Was werden wir Gott, unserem allerhöchsten König, antworten, wenn er Rechenschaft über seine Gaben von uns verlangt?



    2. Beherzigen wir diese Stunde ernsthaft, denn schrecklich ist die Todesstunde, wenn das schlafende Gewissen erst dann erwacht. Weit größer und entsetzlicher als je in unserem Leben werden dann unsere Sünden uns erscheinen, Sünden, die wir begehen wollten, Sünden, die wir wirklich begingen, Sünden der Jugend, Sünden des höheren Alters, Sünden, die wir im Verborgenen, Sünden, die wir öffentlich begingen, Sünden, die wir vor uns selbst geheim hielten, und deren wir uns nie gehörig in der Beicht anklagten, persönliche Sünden, und Sünden, wozu wir andere verleiteten. O wie wird der Anblick dieser unermesslichen Schulden uns erschüttern, die wir nun so gleichgültig betrachten.



    3. Wehe dem Toren, der da wartet, seine Rechnungen zu ordnen, bis diese letzte und schreckliche Stunde erscheint. Eilen wir also zu tun, was jener Knecht, der außer Stande war, die zehntausend Talente zu bezahlen; werfen wir uns zu den Füßen unseres himmlischen Königs und seiner Diener nieder, in Tränen um die Vergebung unserer Schuld zu bitten, und verwenden wir unser ganzes übriges Leben darauf, sie abzutragen. Denn wie groß, wie schwer, wie zahlreich auch unsere Sünden nun sind, wird Gottes unendliche Güte sie uns erlassen, wenn wir uns vor ihm demütigen und uns wahrhaft zu ihm bekehren. Jesus Sirach 5,7+8: "Zögere nicht, dich zu ihm zu bekehren, verschiebe es nicht Tag um Tag! Denn sein Zorn bricht plötzlich aus, zur Zeit der Vergeltung wirst du dahingerafft! Vertrau nicht auf trügerische Schätze; sie nützen nichts am Tage des Zorns."

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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der Größe der heiligen Gottesliebe




    O meine Seele, lieben wir den Herrn,

    Denn seine Liebe nur versüßt das Leben.

    Wer ihn nicht liebt, irrt von der Freude fern;

    Denn was kann ihm die arme Erde geben,

    Das nicht wie Rauch verschwände in der Zeit?

    Doch seine Liebe bleibt in Ewigkeit.



    1. "Hervorbringen werden sie, Herr, das Andenken an deine überschwängliche Liebe!" So groß ist die Liebe unseres Gottes, wenn sie dem Herzen sich kund gibt, dass darüber dem Menschen alle Freuden der Erde verleiden. Dies sehen wir an den Sündern, die sich aufrichtig bekehrten, und die wegen dieser Liebe und Freundlichkeit des Herrn, der sie nicht als ein strenger Richter bestrafte, sondern als ein milder Vater liebreich aufnahm, ihm mit Freuden alles opfern, was sie früher für die einzige Glückseligkeit gehalten hatten. So groß ist der Trost in ihrem Herzen, dass sie alle Lockungen, die zur Sünde sie zurückführen wollten, mit Abscheu von sich weisen, und gegen die Liebe ihres Gottes mit dem Apostel alles andere gleich dem Gassenkot verachten.



    2. Unaussprechlich ist der Friede, den diese freundliche Liebe Gottes in ihre Herzen ergießt, und den Salomo ein beständiges Freudenmahl nennt. Ihre Leidenschaften schweigen, oder regen sie sich auch zuweilen, so werden sie doch bald besänftigt. Die innerliche Salbung dieser Liebe versüßt ihnen jedes Leiden, jedes Werk der Buße. Sie genießen im Umgang mit ihrem Gott, zumal aber bei seinem himmlischen Tisch, eine selige Freude, die sie über diese Erde erhebt, und mit Vertrauen sehen sie die Stunde ihrer Auflösung nahen. Sie sind zwar nicht ohne Furcht, doch ist ihre Furcht eine kindliche Furcht, die nicht sowohl der Strafe gedenkt, als den Gegenstand ihrer ewigen Liebe zu beleidigen fürchtet.



    3. Dies ist der Unterschied zwischen den Kindern der Welt und den Kindern Gottes, dass jene in ihren Leiden klagen und einer trostlosen Verzweiflung sich überlassen, diese aber in den Trübsalen dieses Lebens Gott loben, dessen Hand sie ihnen sendet, und ihn durch ihre Geduld verherrlichen. Denn der Weg der Auserwählten ist der Weg des Kreuzes. Aber die Liebe erleichtert ihnen jedes Kreuz: sie hilft ihnen es zu tragen. Und ob auch die Natur darüber murre, umfangen sie es dennoch friedlich. Öffnen wir dieser göttlichen Liebe unser Herz, und sie wird uns bald in himmlische Menschen umwandeln. Psalm 34,9a: "Kostet und seht, wie gütig der Herr ist."

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  • Tages-Gebete Datum05.11.2022 07:15
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 5. November


    Ich bitte dich, gutherzigste Jungfrau, lass nicht zu, dass das Blut deines göttlichen Sohnes an mir verloren ist. Erlange mir, dass es meine Seele von allen Flecken der Sünde reinigt, damit ich würdig werde, aus seinen heiligen Wunden Schutz, Trost, Hilfe und Stärke gegen alle Gefahren des Leibes und der Seele im Leben und im Tod zu empfangen. Amen.



    Zu Gott auf die Fürsprache des heiligen Lätus



    O Gott, verleihe uns auf die Fürbitte des heiligen Lätus ein reines Herz, damit wir würdig werden, Dich ewig im Himmel zu schauen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Am heutigen Tag wird im römischen Martyrologium das Gedächtnis der heiligen Elisabeth, der Mutter des heiligen Johannes des Täufers, angeführt, die die seligste Jungfrau aus Antrieb des Heiligen Geistes besucht, und von ihr den Lobspruch gehört hat: "Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes."

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Lätus wurde in der französischen Landschaft Berry geboren und hütete in der Jugend die Herden seines Vaters. In der Folge verließ er diese Beschäftigung und trat im Drang nach höherer Vollkommenheit der Mönchsgemeinde von St. Mesmin bei Orleans bei. Hier knüpfte er mit dem heiligen Avitus, der am 17. Juni verehrt wird, enge Freundschaft und zog sich mit ihm in die Einöde von Sologne zurück. Als Avitus später wieder in sein Kloster heimkehrte, wählte Lätus den Forst Inatoire zu seinem Aufenthaltsort. Man setzt seinen Tod in das Jahr 534. Mit der Zeit baute man eine Kapelle auf seinem Grab, und es bildete sich hier allgemach ein beträchtliches Dorf, das des Heiligen Namen führt. Seine Reliquien kamen in die Stiftskirche von Pluviers im Bistum Orleans.


    https://www.heiligen-legende.de/lätus-von-orleans/




  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,




    Von den Fortschritten in der Vollkommenheit



    Lass dich Kampf und Arbeit nicht verdrießen,

    Denn sie blühen dir als reiche Saat;

    Dort wirst du im Jubel sie genießen.

    Fasse Mut, denn sieh, das Ende naht.



    1. "Wer gerecht ist," spricht der Herr, "der werde noch gerechter, und wer heilig ist, noch heiliger!" Warum dringt der Herr so sehr auf unsere Zunahme an Gerechtigkeit und Heiligkeit? Weil unsere Zeit, Verdienste für die Ewigkeit zu erwerben, sehr kurz ist, "denn", fügt er bei; "ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht." Er liebt uns, und hat das herzlichste Verlangen, unsere himmlischen Belohnungen zu vermehren. Und diese Liebe drängt ihn, uns zu immer größerem Eifer zu ermahnen, damit er uns eine umso glorreichere Krone erteilen kann. Soll dies Verlangen unseres Herrn uns nicht zu dem lebendigsten Verlangen nach unserer Vollkommenheit anregen?



    2. So lange wir leben, können und sollen wir unablässig an Gerechtigkeit und Heiligkeit zunehmen, ja es soll dies unsere einzige Beschäftigung und das Ziel aller unserer Werke sein, denn dazu wurde das Leben uns geschenkt. Niemand denke, er habe die Vollkommenheit erreicht. Denn dürfen wir auch dankbar erkennen, dass wir durch Gottes Gnade nun von manchen Sünden und schweren Fehlern frei sind, so verschwinden doch alle unsere Tugenden wie nichts, wenn wir sie mit den heldenmütigen Aufopferungen großer Heiligen vergleichen. Vergessen wir doch niemals, dass jede Minute eine Ewigkeit auf ihren Flügeln trägt, und dass wir, wenn wir sie verlieren, eine Stufe in der Glorie verlieren.



    3. Die Demut der Heiligen war keine Heuchelei, sie verkannten das Gute nicht in sich, aber sie gaben Gott die Ehre dafür und sprachen mit dem Apostel: "Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!" (1. Korinther 15,10a) Indessen war ihre Liebe, ihr Verlangen, Gott immer wohlgefälliger zu werden, und noch mehr für seine Ehre zu tun, so groß, ihr Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit so verzehrend, dass sie alles, was sie getan und gelitten hatten, als nichts betrachteten, und mit demselben Apostel sprachen: "Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist." (Philipper 3,13b) An diese Dinge denke und tue alles, was deine Hand zu tun vermag.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Von der himmlischen Freude


    Nach dem hohen Vaterlande

    Seufzet, hier verbannt, mein Herz.

    Wann zerfallen meine Bande?

    Wann, ach, weicht der Sehnsucht Schmerz?

    Wann verschlingt der Sieg den Streit

    In dem Reich der Seligkeit.



    1. O glückseliges Vaterland in den Höhen, himmlisches Jerusalem, wie glüht mein Herz nach dir. Psalm 87,3: "Herrliches sagt man von dir, du Stadt unseres Gottes." Wann, o wann wird der Tag erscheinen, wo ich unter deine glückseligen Bürger aufgenommen werde, die im lieblichsten Einklang die göttliche Dreieinigkeit loben Tag und Nacht, und, trunken aus dem Strom der göttlichen Wonnen, von Freude zu Freude schweben. Unverwelklich blüht dort ihre Seligkeit in der Fülle unendlicher Liebe. Dort glänzen alle wie die Sonne in ihres Vaters Reich, und singen ewige Triumphgesänge. Dort schauen sie unentwegt die glorreiche Gottheit, lieben sie und werden gleich geliebten Kindern von ihr geliebt und umfangen.



    2. O Seligkeit, die hoch über allen sterblichen Worten steht. Dort wechseln nicht alternde Tage mit dunklen Nächten, denn dort herrscht der Tag der Ewigkeit, und Gott selbst ist das Licht, das die wunderbare Himmelsburg durch seine Glorie erleuchtet. Dort sind alle in Gott entzückt, und unendlich mehr lieben sie ihn, als ihre eigene Seligkeit. Dort herrscht kein Neid, wo alle groß, alle Kinder Gottes sind, denn das Maß aller ist erfüllt, und die in minderer Glorie glänzen, erfreuen sich der größeren Herrlichkeit ihrer glückseligen Brüder und Schwestern. Die ersten Himmelsfürsten aber sind mit ihnen durch die schönste Liebe verschwistert und tragen Gewänder der himmlischen Glorie.



    3. O unendliche, unerschaffene Schönheit meines Gottes. Selig, die in deinem Licht wohnen und deine Herrlichkeit schauen. Selig die liebeflammenden Chöre der heiligen Engel, die zahllosen Scharen der heiligen Patriarchen, Propheten, Apostel, Blutzeugen, Bekenner, Jungfrauen und Büßer. Selig alle, die in diese himmlische Heimat aufgenommen werden, und in schöner Vertraulichkeit mit diesen heiligen Bürgern der ewigen Stadt Sion leben, wo alle in einem Geist dich, den König der Unsterblichkeit, preisen, mit deinem eingeborenen Sohn, der diese Seligkeit durch sein Blut ihnen erworben hat, und dem Heiligen Geist, dessen Gnade sie geheiligt und des Himmels würdig gebildet hat. Psalm 42,3: "Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?"


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  • Vom Reich GottesDatum03.11.2022 08:06
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Gottes Vaterherz


    Aus deinem Herzen strömt, o Gott, die Liebe,

    Die dein Geschöpf zu deinem Bilde schmückt;

    Und unbesiegbar sind des Herzens Triebe,

    Das wahrhaft liebt und liebend selbst beglückt.

    1. Gewaltig ist die Liebe guter Eltern für ihre Kinder. Sie scheuen keine Sorgen, keine Anstrengungen, ihr Glück zu fördern. Erkranken aber diese geliebten Kinder, dann ist die ganze Familie ängstlich beschäftigt. Kein Geld wird gespart, keine Nachtwache, kein Opfer gescheut. Also sandte auch jener Fürst, dessen Sohn erkrankt war, nicht seine Leute: er selbst kam zu Jesus, um ihn um die Heilung seines Sohnes zu bitten. Aber liebe Eltern, warum diese Angst? Warum diese Sorgen? Was verliert ihr denn, wenn dieses Kind stirbt? Oder was gewinnt ihr, wenn es am Leben bleibt? Ach, du kennst die Liebe nicht, würden sie dem so Fragenden antworten, uns selbst lieben wir in unserem Kind, und wir selbst sterben gleichsam mit ihm.



    2. Erkennst du hier das Bild des himmlischen Vaters? Nur einen Funken seiner Liebe legte er in das Herz der Eltern, und wie unüberwindlich wirkt er in ihnen. Was ist aber dieser geringe Funke gegen die unermessliche Liebe des göttlichen Vaterherzens. Denn der Herr selbst spricht in Jesaja 49,15: "Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde, ich vergesse dich nicht." Nichts zwar verliert er, wenn wir verloren gehen, und nichts gewinnt er, wenn wir selig werden, aber sein Wesen ist die Liebe, er liebt uns als seine Geschöpfe, er liebt sein eigenes Bild in uns.



    3. Gute Eltern versuchen ihre Kinder durch Güte und Strenge zu bessern, sie verstoßen sie nicht, auch nach vielen Fehlern. Nur wenn sie nach allen Ermahnungen, Wohltaten und Strafen sich also gegen die Eltern empören, dass sie ihnen nach dem Leben stellen, schließen sie sie mit Schmerz vom Vaterhaus aus. So tut es auch unser himmlischer Vater, der seine unendliche Güte gleichsam erschöpft, und schließt nur jene Verstockten vom Himmel aus, die da wünschten, dass kein Gott wäre, und bis an ihr Ende in dem hartnäckigen Trotz gegen ihn verharren. "Sag zu ihnen: So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn -, ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt." (Ezechiel 33,11a)

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