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  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,



    Johannes 1,14

    Der Prolog


    14 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt
    und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
    voll Gnade und Wahrheit.

    15 Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe:
    Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.

    16 Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.

    17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit
    kamen durch Jesus Christus.

    18 Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
    er hat Kunde gebracht.

    Jesaja 7:14

    14 Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.



    Etwa 800 Jahre vor SEINER Geburt weissagte der Prophet Jesaja:

    Jes 48,17-19


    So spricht der Herr, dein Erlöser, /

    der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, /

    der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, /

    den du gehen sollst.

    Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! /

    Dein Glück wäre wie ein Strom /

    und dein Heil wie die Wogen des Meeres.

    Deine Nachkommen wären (zahlreich) wie der Sand /

    und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. /

    Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.


    ----------------------------------- Eine gesegnete, besinnliche und


    ---------------------------------------------------- liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Ergänzung zu:
    Benedikt XVI., Papst von 2005-2013
    Generalaudienz vom 14.06.06 (© Libreria Editrice Vaticana)

    Hl. Andreas, Apostel der griechischen Welt


    Johannes 12,23-24

    Die Stunde der Entscheidung

    20 Unter den Pilgern, die beim Fest Gott anbeten wollten, gab es auch einige Griechen. 21 Diese traten an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und baten ihn: Herr, wir möchten Jesus sehen. 22 Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus.

    23 Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.

    24 Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.


    25 Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. 26 Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. 27 Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. 28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. 29 Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. 30 Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. 31 Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. 32 Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. 33 Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde. 34 Die Menge jedoch hielt ihm entgegen: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus bis in Ewigkeit bleiben wird. Wie kannst du sagen, der Menschensohn müsse erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? 35 Da sagte Jesus zu ihnen: Nur noch kurze Zeit ist das Licht bei euch. Geht euren Weg, solange ihr das Licht habt, damit euch nicht die Finsternis überrascht! Wer in der Finsternis geht, weiß nicht, wohin er gerät. 36 Solange ihr das Licht bei euch habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichts werdet! Dies sagte Jesus. Und er ging fort und verbarg sich vor ihnen.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Benedikt XVI., Papst von 2005-2013
    Generalaudienz vom 14.06.06 (© Libreria Editrice Vaticana)

    Hl. Andreas, Apostel der griechischen Welt


    Die erste Eigenschaft, die bei Andreas [dem Bruder des Simon Petrus] auffällt, ist der Name: Es ist kein hebräischer Name, wie man es sich eigentlich erwarten würde, sondern ein griechischer Name; das ist ein nicht unbedeutendes Zeichen einer gewissen kulturellen Aufgeschlossenheit seiner Familie [...] Zum Paschafest [kurz vor der Passion] waren – so berichtet Johannes – auch einige Griechen, wahrscheinlich Proselyten oder Gottesfürchtige, in die Heilige Stadt gekommen, um am Paschafest den Gott Israels anzubeten. Andreas und Philippus, die beiden Apostel mit griechischen Namen, fungieren als Dolmetscher und Vermittler dieser kleinen Gruppe von Griechen bei Jesus. Die Antwort des Herrn auf ihre Frage erscheint – wie so oft im Johannesevangelium – rätselhaft, aber gerade so erweist sich ihr Bedeutungsreichtum. Jesus sagt den beiden Jüngern und durch sie der griechischen Welt: »Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht« (Joh 12,23–24). Was bedeuten diese Worte in diesem Zusammenhang? Jesus will sagen: Ja, die Begegnung zwischen mir und den Griechen wird stattfinden, aber nicht als einfaches kurzes Gespräch zwischen mir und einigen Menschen, die vor allem von der Neugier getrieben sind. Mit meinem Tod, der mit dem Fallen eines Weizenkorns in die Erde vergleichbar ist, wird die Stunde meiner Verherrlichung kommen. Von meinem Tod am Kreuz wird große Fruchtbarkeit ausgehen: Das »tote Weizenkorn« – Symbol für mich als den Gekreuzigten – wird in der Auferstehung zum Brot des Lebens für die Welt werden; es wird Licht für die Völker und Kulturen sein [...] Mit anderen Worten, Jesus prophezeit die Kirche der Griechen, die Kirche der Heiden, die Kirche der Welt als Frucht seines Pascha.

    Sehr alte Überlieferungen sehen in Andreas, der den Griechen dieses Wort übermittelt hat, nicht nur den Dolmetscher einiger Griechen bei der eben erwähnten Begegnung mit Jesus, sondern sie betrachten ihn als Apostel der Griechen in den Jahren, die auf die Pfingstereignisse folgten; sie lassen uns wissen, daß er für den Rest seines Lebens Verkünder und Sprachrohr Jesu für die griechische Welt war. Petrus, sein Bruder, gelangte von Jerusalem über Antiochia nach Rom, um hier seine universale Sendung auszuüben; Andreas hingegen war der Apostel der griechischen Welt: So erscheinen sie im Leben und im Tod als wirkliche Brüder – und das kommt symbolisch zum Ausdruck in der besonderen Beziehung der Bischofssitze von Rom und Konstantinopel, die wirklich Schwesterkirchen sind.

    ©Evangelizo.org 2001-2017

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Altes Testament

    Psalm 133,1

    Lob geschwisterlicher Eintracht auf dem Zion


    1 Ein Wallfahrtslied.

    Von David.

    Siehe, wie gut und wie schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.


    2 Es ist wie köstliches Salböl auf dem Haupt, das hinabfließt auf den Bart, den Bart des Aaron, das hinabfließt auf den Saum seines Gewandes.1

    3 Es ist wie der Tau des Hermon, der niederfällt auf die Berge des Zion. Denn dorthin hat der HERR den Segen entboten, Leben bis in die Ewigkeit.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Thema von Blasius im Forum Kirchenväter / Kirchen...

    Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

    "Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
    Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen."


    „[...] falsche Zeugen standen gegen mich auf und wüten!“ (Ps 27(26),12) [...] Der Psalmist wehrt sich gegen seine Gegner, die ihn verfolgen und bedrängen; er kann nicht mehr, er ist in großer Not, doch er bleibt standhaft; er bleibt zuversichtlich, denn Gott stützt ihn, Gott hilft ihm, Gott leitet ihn, Gott zeigt ihm den Weg.

    Er ist gleichzeitig von großer Freude bewegt über das, was er staunend erkannt und besungen hat und ist doch von Kummer überwältigt über das, was er erleiden musste, doch am Ende atmet er auf und ruft laut: „Ich aber bin gewiss, zu schauen die Güte des HERRN im Land der Lebenden!“

    Wie sanft ist doch die Güte des Herrn, wie unsterblich, unvergleichlich, ewig, unveränderlich! Und wann werde ich dich erblicken, o Güte meines Herrn? „Ich aber bin gewiss, zu schauen“, aber nicht hier auf Erden, sondern „im Land der Lebenden“. Der Herr wird mich aus dem Land der Sterblichen herausführen, er, der doch um meinetwillen dieses Land der Toten aufgesucht hat, um aus der Hand der Sterblichen zu sterben [...]

    Lasst uns auch auf die Stimme unseres Herrn hören, der uns aus der Höhe herab belehrt und tröstet, hören wir auf die Stimme dessen, der unser Vater und Mutter zugleich ist (vgl. Vers 10). Denn er hat unser Klagen gehört, er hat unsere Seufzer bemerkt, er hat das Verlangen unseres Herzens erkannt. „Eines erbitten wir vom HERRN“ (vgl. Vers 4).

    Dank der Fürsprache Jesu Christi, hat er gnädig unser Flehen, unsere einzige Bitte erhört. Und wenn wir ans Ende unserer irdischen Pilgerschaft gelangen, und sollte der Weg auch sehr lang sein, wird er uns nicht das Versprochene verweigern. Er rät uns: „Hoffe auf den HERRN“. Der dieses Versprechen gab, ist allmächtig, ist wahrhaftig, und er ist treu. „Hoffe auf den HERRN, sei stark und fest sei dein Herz!“ (Vers 14). Lass dich also nicht verwirren.

    ©Evangelizo.org 2001-2017

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
    2. Vortrag zum Psalm 26

    „Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.

    Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen“


    „[...] falsche Zeugen standen gegen mich auf und wüten!“ (Ps 27(26),12) [...] Der Psalmist wehrt sich gegen seine Gegner, die ihn verfolgen und bedrängen; er kann nicht mehr, er ist in großer Not, doch er bleibt standhaft; er bleibt zuversichtlich, denn Gott stützt ihn, Gott hilft ihm, Gott leitet ihn, Gott zeigt ihm den Weg.

    Er ist gleichzeitig von großer Freude bewegt über das, was er staunend erkannt und besungen hat und ist doch von Kummer überwältigt über das, was er erleiden musste, doch am Ende atmet er auf und ruft laut: „Ich aber bin gewiss, zu schauen die Güte des HERRN im Land der Lebenden!“

    Wie sanft ist doch die Güte des Herrn, wie unsterblich, unvergleichlich, ewig, unveränderlich! Und wann werde ich dich erblicken, o Güte meines Herrn? „Ich aber bin gewiss, zu schauen“, aber nicht hier auf Erden, sondern „im Land der Lebenden“. Der Herr wird mich aus dem Land der Sterblichen herausführen, er, der doch um meinetwillen dieses Land der Toten aufgesucht hat, um aus der Hand der Sterblichen zu sterben [...]

    Lasst uns auch auf die Stimme unseres Herrn hören, der uns aus der Höhe herab belehrt und tröstet, hören wir auf die Stimme dessen, der unser Vater und Mutter zugleich ist (vgl. Vers 10). Denn er hat unser Klagen gehört, er hat unsere Seufzer bemerkt, er hat das Verlangen unseres Herzens erkannt. „Eines erbitten wir vom HERRN“ (vgl. Vers 4).

    Dank der Fürsprache Jesu Christi, hat er gnädig unser Flehen, unsere einzige Bitte erhört. Und wenn wir ans Ende unserer irdischen Pilgerschaft gelangen, und sollte der Weg auch sehr lang sein, wird er uns nicht das Versprochene verweigern. Er rät uns: „Hoffe auf den HERRN“. Der dieses Versprechen gab, ist allmächtig, ist wahrhaftig, und er ist treu. „Hoffe auf den HERRN, sei stark und fest sei dein Herz!“ (Vers 14). Lass dich also nicht verwirren.

    ©Evangelizo.org 2001-2017

    Liebe Grüße, Blasius

  • Esoterik: Einfallstor der DämonenDatum29.11.2017 10:03
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    "Der alte und neue @Silesius"

    Dazu aus:


    Nachsynodales Apostolisches Schreiben
    Reconciliatio et paenitentia
    von Papst Johannes Paul II.

    Vom Bruder, der verloren war…

    »Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht«, so erzählt Jesus bei der Darstellung der dramatischen Geschichte dieses jungen Mannes: der leichtsinnige Weggang aus seinem Vaterhaus, die Vergeudung all seines Besitzes in einem ausschweifenden Lebenswandel ohne Sinn, die dunklen Tage der Fremde und des Hungers, aber mehr noch die Tage der verlorenen Würde, der Erniedrigung und Beschämung und schließlich die Sehnsucht nach dem Vaterhaus, der Mut zur Heimkehr, der Empfang durch den Vater. Dieser hatte den Sohn keineswegs vergessen; im Gegenteil, er hatte ihm unverändert Liebe und Achtung bewahrt. So hatte er immer auf ihn gewartet, und so umarmt er ihn jetzt, während er zum großen Fest für denjenigen auffordert, der tot war und wieder lebt, der verloren war und wiedergefunden wurde.

    Der Mensch - ein jeder Mensch - ist ein solcher verlorener Sohn: betört von der Versuchung, sich vom Vater zu trennen, um ein unabhängiges Leben zu führen; dieser Versuchung verfallen; enttäuscht von der Leere, die ihn wie ein Blendwerk verzaubert hatte; allein, entehrt, ausgenutzt, als er sich eine Welt ganz für sich allein zu schaffen versucht; auch in der Tiefe seines Elendes noch immer gequält von der Sehnsucht, zur Gemeinschaft mit dem Vater zurückzukehren. Wie der Vater im Gleichnis erspäht Gott den heimkehrenden Sohn, er umarmt ihn bei seiner Ankunft und lässt die Tafel herrichten für das Festmahl ihrer neuen Begegnung, mit dem der Vater und die Brüder die Wiederversöhnung feiern.

    Was an diesem Gleichnis am meisten beeindruckt, ist die festliche und liebevolle Aufnahme, die der Vater dem heimkehrenden Sohn bereitet: ein Zeichen der Barmherzigkeit Gottes, der immer bereit ist zu verzeihen. Sagen wir es gleich: Die Versöhnung ist in erster Linie ein Geschenk des himmlischen Vaters

    … zum Bruder, der zu Hause geblieben war

    6. Das Gleichnis lässt aber auch den älteren Bruder auftreten, der seinen Platz beim Festmahl verschmäht. Er wirft dem jüngeren Bruder dessen lockeres Treiben vor und dem Vater den Empfang, den dieser dem verlorenen Sohn vorbehalten habe, während es ihm selbst, immer beherrscht und fleißig und treu zum Vater und zum Hause stehend, niemals erlaubt worden sei - wie er sagt -, mit seinen Freunden ein Fest zu feiern. Ein Zeichen, dass er die Güte des Vaters nicht versteht. Solange dieser Bruder, von sich selbst und seinen Verdiensten allzu sehr überzeugt, eifersüchtig und verächtlich, voller Bitterkeit und Zorn, sich nicht bekehrt und mit dem Vater und dem Bruder versöhnt, ist dieses Mahl noch nicht ganz das Fest der Begegnung und des Sichwiederfindens.
    Der Mensch - ein jeder Mensch - ist auch ein solcher älterer Bruder. Egoismus macht ihn eifersüchtig, lässt sein Herz hart werden, verblendet und verschließt ihn gegenüber den anderen und vor Gott. Die Güte und Barmherzigkeit des Vaters reizen und ärgern ihn; das Glück des heimgekehrten Bruders schmeckt ihm bitter.[21] Auch in dieser Hinsicht hat der Mensch es nötig, sich zu bekehren, um sich auszusöhnen.

    Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist vor allem die wunderbare Geschichte der großen Liebe Gottes, des Vaters, der dem zu ihm heimgekehrten Sohn das Geschenk einer vollständigen Versöhnung anbietet. Weil es aber in der Gestalt des älteren Bruders ebenso an den Egoismus erinnert, der die Brüder untereinander entzweit, wird es auch zur Geschichte der Menschheitsfamilie. Es kennzeichnet unsere Lage und gibt den zu gehenden Weg an. Der verlorene Sohn in seiner Sehnsucht nach Umkehr, nach Heimkehr in die Arme des Vaters und nach Vergebung stellt all jene dar, die im Grund ihres Herzens die Sehnsucht nach einer Aussöhnung auf allen Ebenen und ohne Vorbehalt verspüren und mit innerer Sicherheit sehen, dass diese nur dann möglich ist, wenn sie sich von jener ersten, grundlegenden Aussöhnung herleitet, die den Menschen aus der Gottferne zur kindhaften Freundschaft mit Gott bringt, um dessen unendliche Barmherzigkeit er weiß.

    Wenn es jedoch mit dem Blick auf den anderen Sohn gelesen wird, beschreibt das Gleichnis die Lage der Menschheitsfamilie, die von ihren Egoismen zerrissen ist; es beleuchtet die Schwierigkeiten, der Sehnsucht und dem Heimweh nach einer gemeinsamen, versöhnten und geeinten Familie zu entsprechen, und erinnert so an die Notwendigkeit einer tiefen Änderung der Herzen verbunden mit der Wiederentdeckung der Barmherzigkeit des Vaters und der Überwindung von Unverständnis und Feindseligkeit unter Brüdern.

    Im Licht dieses unerschöpflichen Gleichnisses von der Barmherzigkeit, die die Sünde tilgt, versteht die Kirche, in dem sie den darin enthaltenen Anruf aufnimmt, ihre Sendung, auf den Spuren des Herrn für die Bekehrung der Herzen und die Versöhnung der Menschen mit Gott und untereinander zu wirken, zwei Bereiche, die eng miteinander verbunden sind.

    Auszug aus:

    http://www.kathpedia.com/index.php?title...entia_(Wortlaut)

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Predigten

    Predigt über den Teufel als Versucher

    Sie hat ihren Lebensunterhalt gegeben


    Es gibt fünf Wege der Bekehrung: zunächst die Reue über unsere eigenen Sünden, dann die dem Nächsten gewährte Vergebung seiner Schulden, der dritte besteht im Gebet, der vierte im Almosen geben, der fünfte in der Demut. Bleib also nicht untätig, sondern schlage täglich alle diese Wege ein; es sind gangbare Wege und du kannst dich nicht mit deinem Elend rausreden.

    Denn selbst wenn du in der allergrößten Not leben würdest, kannst du deinen Zorn ablegen, inständig beten und deine Sünden bereuen; dem steht deine Armut überhaupt nicht entgegen. Und selbst wenn es auf diesem Bekehrungsweg darum geht, auch unseren Reichtum herzugeben, dann wird uns selbst die Armut nicht davon abhalten. Wir sehen dies an der Witwe, die ihre zwei Münzen einwarf.

    Derart also sollen wir unsere Wunden verarzten; wenden wir also diese Heilmittel an. Dann können wir uns, wenn wir zur wahren Heiligkeit zurückgekehrt sind, beherzt dem heiligen Altar nähern und voller Glorie dem König der Herrlichkeit entgegengehen. Mögen wir gnadenhaft die ewigen Güter erfahren, die Barmherzigkeit und die Güte unseres Herrn Jesus Christus.

    Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia
    und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

    ©Evangelizo.org 2001-2017

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

    Predigt über den Teufel als Versucher

    Sie hat ihren Lebensunterhalt gegeben


    Es gibt fünf Wege der Bekehrung: zunächst die Reue über unsere eigenen Sünden, dann die dem Nächsten gewährte Vergebung seiner Schulden, der dritte besteht im Gebet, der vierte im Almosen geben, der fünfte in der Demut. Bleib also nicht untätig, sondern schlage täglich alle diese Wege ein; es sind gangbare Wege und du kannst dich nicht mit deinem Elend rausreden.

    Denn selbst wenn du in der allergrößten Not leben würdest, kannst du deinen Zorn ablegen, inständig beten und deine Sünden bereuen; dem steht deine Armut überhaupt nicht entgegen. Und selbst wenn es auf diesem Bekehrungsweg darum geht, auch unseren Reichtum herzugeben, dann wird uns selbst die Armut nicht davon abhalten. Wir sehen dies an der Witwe, die ihre zwei Münzen einwarf.

    Derart also sollen wir unsere Wunden verarzten; wenden wir also diese Heilmittel an. Dann können wir uns, wenn wir zur wahren Heiligkeit zurückgekehrt sind, beherzt dem heiligen Altar nähern und voller Glorie dem König der Herrlichkeit entgegengehen. Mögen wir gnadenhaft die ewigen Güter erfahren, die Barmherzigkeit und die Güte unseres Herrn Jesus Christus.

    ©Evangelizo.org 2001-2017

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Hochfest Christkönig - letzter Sonntag im Jahreskreis


    II. Vatikanisches Konzil
    Konstitution über die Kirche « Lumen gentium », § 13 (www.vatican.va)

    König und Herr

    Zum neuen Gottesvolk werden alle Menschen gerufen. Darum muss dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich das Ziel des Willens Gottes erfüllen, der das Menschengeschlecht am Anfang als eines gegründet und beschlossen hat, seine Kinder aus der Zerstreuung wieder zur Einheit zu versammeln (vgl. Joh 11,52). Dazu sandte nämlich Gott seinen Sohn, den er zum Erben des Alls gemacht hat (vgl. Hebr 1,2), dass er Lehrer, König und Priester aller sei, das Haupt des neuen und allumfassenden Volkes der Söhne Gottes. Dazu sandte Gott schließlich den Geist seines Sohnes, den Herrn und Lebensspender, der für die ganze Kirche und die Gläubigen einzeln und insgesamt der Urgrund der Vereinigung und Einheit in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet ist (vgl. Apg 2,42).


    In allen Völkern der Erde wohnt also dieses eine Gottesvolk, da es aus ihnen allen seine Bürger nimmt, Bürger eines Reiches freilich nicht irdischer, sondern himmlischer Natur. Alle über den Erdkreis hin verstreuten Gläubigen stehen mit den übrigen im Heiligen Geiste in Gemeinschaft, und so weiß „der, welcher zu Rom wohnt, dass die Inder seine Glieder sind“. Da aber das Reich Christi nicht von dieser Welt ist (vgl. Joh 18,36), so entzieht die Kirche oder das Gottesvolk mit der Verwirklichung dieses Reiches nichts dem zeitlichen Wohl irgendeines Volkes. Vielmehr fördert und übernimmt es Anlagen, Fähigkeiten und Sitten der Völker, soweit sie gut sind. Bei dieser Übernahme reinigt, kräftigt und hebt es sie aber auch.

    Sie ist dessen eingedenk, dass sie mit jenem König sammeln muss, dem die Völker zum Erbe gegeben sind (vgl. Ps 2) und in dessen Stadt sie Gaben und Geschenke herbeibringen (vgl. Ps 71(72),10; Jes 60,4–7; Offb 21,24). Diese Eigenschaft der Weltweite, die das Gottesvolk auszeichnet, ist Gabe des Herrn selbst. In ihr strebt die katholische Kirche mit Tatkraft und Stetigkeit danach, die ganze Menschheit mit all ihren Gütern unter dem einen Haupt Christus zusammenzufassen in der Einheit seines Geistes.

    ©Evangelizo.org 2001-2017

    Ergänzung:

    Hochfest Christkönig

    Das Wort vom „Königtum Christi“ spricht für den heutigen Menschen nur ungenügend die gemeinte Wirklichkeit aus. Gemeint ist der absolute Vorrang Christi, des ewigen Sohnes, in der ganzen Schöpfung. Alles wurde durch ihn geschaffen, er ist die Kraft, die in allem wirkt, das Herz und die Mitte der geschaffenen Wirklichkeit. Für den Menschen ist dieses Königtum Christi nicht eine Art Naturgesetz; es ist vielmehr, durch die Menschwerdung, das Sterben und die Auferstehung Jesu hindurch, die Offenbarung des Königtums Gottes, seiner rettenden und fordernden Hinwendung zum Menschen und seiner Welt.

    Wie eine Rangordnung der Werte, so gibt es eine Rangordnung der Wahrheiten: von der unfruchtbaren Wahrheit des Geschwätzes bis zur bewegenden, umstürzenden Wahrheit der großen Rede. Und jenseits aller Rangordnungen gibt es die Wahrheit, die mehr ist als die Summe aller Wahrheiten. Sie ist größer als wir, wir können nur an ihr teilhaben, indem wir in sie eintreten; sie ist der Raum der größeren Wirklichkeit, sie macht uns frei. Es ist die Wahrheit Gottes, die Helle seiner Heiligkeit, die Macht seiner Treue. Die Wahrheit ist sichtbar erschienen: das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

    Wir hören „König“ und denken an Macht und Glanz auf der einen, gehorsame Unterwerfung auf der anderen Seite. In dieser Sprache wird auch im Alten Testament das Königtum Gottes dargestellt. Durch Jesus Christus haben wir gelernt, zwischen Bild und gemeinter Wirklichkeit zu unterscheiden. Er ist ein König, der misshandelt und ans Kreuz geschlagen wird, damals und immer. Er ist König nicht trotzdem, sondern gerade durch das Kreuz: durch seine Opferhingabe für die Vielen. Durch ihn haben wir die Versöhnung, die Freiheit, den Frieden.

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Eregänzung zu:

    Hl. Pacianus von Barcelona (?-um 390), Bischof
    Homilie über die Taufe, 6; PL 13

    „Das Leben ist Christus“ (vgl. Phil 1,21)

    Wir werden nicht mehr sterben. Selbst wenn unsere Körper zerfallen, werden wir in Christus leben, so wie er es selbst gesagt hat: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25).

    Johannes 11,25

    Die Auferweckung des Lazarus

    1 Ein Mann war krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Marta. 2 Maria war jene, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren abgetrocknet hatte; deren Bruder Lazarus war krank. 3 Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. 4 Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. 5 Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lazarus. 6 Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. 7 Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. 8 Die Jünger sagten zu ihm: Rabbi, eben noch suchten dich die Juden zu steinigen und du gehst wieder dorthin? 9 Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; 10 wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. 11 So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. 12 Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden. 13 Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf. 14 Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben. 15 Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen. 16 Da sagte Thomas, genannt Didymus, zu den anderen Jüngern: Lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben!1 17 Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. 18 Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. 19 Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. 20 Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. 21 Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. 22 Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. 23 Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 24 Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.

    25 Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
    wird leben, auch wenn er stirbt,


    26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? 27 Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. 28 Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und lässt dich rufen. 29 Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm. 30 Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte. 31 Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen. 32 Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. 33 Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert. 34 Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh! 35 Da weinte Jesus. 36 Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! 37 Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb? 38 Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. 39 Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. 40 Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. 43 Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! 45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn. 46 Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was er getan hatte.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Thema von Blasius im Forum Neues Testament

    Paulus, Verkünder der Frohen Botschaft

    Philipper 1,21-23

    12 Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder und Schwestern, dass alles, was mir zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat. 13 Denn im ganzen Prätorium und bei allen Übrigen ist offenbar geworden, dass ich meine Fesseln um Christi willen trage,2 14 und die meisten der Brüder sind durch meine Gefangenschaft zuversichtlich geworden im Glauben an den Herrn und wagen umso kühner, das Wort furchtlos zu sagen. 15 Einige verkünden Christus zwar aus Neid und Streitsucht, andere aber in guter Absicht. 16 Die einen verkünden Christus aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin, 17 die andern aus Streitsucht, nicht in redlicher Gesinnung; womit sie meinen Fesseln weitere Bedrängnis hinzufügen möchten. 18 Aber was liegt daran? Auf jede Weise, ob vorgetäuscht oder in Wahrheit, wird Christus verkündet und darüber freue ich mich. Doch ich werde mich auch weiterhin freuen; 19 denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Jesu Christi. 20 Denn ich erwarte und hoffe, dass ich in keiner Hinsicht beschämt werde, dass vielmehr Christus in aller Öffentlichkeit - wie immer, so auch jetzt - verherrlicht werden wird in meinem Leibe, ob ich lebe oder sterbe.

    21 Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn.

    22 Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbares Wirken. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht.

    23 Bedrängt werde ich von beiden Seiten: Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wie viel besser wäre das!

    24 Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. 25 Im Vertrauen darauf weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen verbleiben werde, um euch im Glauben zu fördern und zu erfreuen, 26 damit ihr euch in Christus Jesus umso mehr meiner rühmen könnt, wenn ich wieder zu euch komme.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Hl. Pacianus von Barcelona (?-um 390), Bischof
    Homilie über die Taufe, 6; PL 13

    „Das Leben ist Christus“ (vgl. Phil 1,21)

    Wir werden nicht mehr sterben. Selbst wenn unsere Körper zerfallen, werden wir in Christus leben, so wie er es selbst gesagt hat: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25). Dessen können wir gewiss sein; der Herr bezeugt es, dass Abraham, Isaak, Jakob und alle Heiligen Gottes leben. Gerade über sie sagte er: „Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.“ Und der Apostel Paulus sagt von sich: „Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn“ (Phil 1,21‒23) [...]

    Das ist es also, lieber Brüder, was wir glauben und „wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“ (1 Kor 15,19). Das Leben auf dieser Erde ist, für wilde oder zahme Tiere und Vögel, wie ihr selbst seht, mal länger oder mal kürzer wie das unsrige. Doch nur dem Menschen gebührt das, was ihm Christus durch den Hl. Geist gegeben hat, nämlich das ewige Leben, doch unter der Voraussetzung, dass wir die Sünde meiden. Denn der Tod ist die Folge von Sünde und er wird durch die Tugend vermieden; das Leben wird von der Sünde bedroht und von der Tugend beschützt. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm 6,23).

    ©Evangelizo.org 2001-2017

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher

    Hl. Lazarus

    von den Toten Auferweckter, Freund Jesu


    * in Betanien, heute al-Eizariya in Palästina
    † im 1. Jahrhundert in Jerusalem in Israel (?)

    Lazarus war der Bruder von Maria und Marta. Mit ihm und seinen Schwestern war Jesus befreundet. Als Jesus die Erkrankung des Lazarus gemeldet wurde, wartete er zunächst ab ("Diese Krankheit wird nicht zum Tode führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes", Joh 11, 4) und machte sich erst auf den Weg nach Betanien, nachdem Lazarus schon gestorben war (Joh 11, 14-15). Als Jesus ankam, lag Lazarus schon vier Tage im Grab. Vor dem Grab und beim Anblick der weinenden Geschwister und anderer Trauernder weinte auch Jesus (Joh 11, 33-359, und die Menschen sagten: "Seht, wie lieb er ihn hatte" (Joh 11, 36). Nach einem Gebet zu seinem Vater weckte Jesus seinen Freund Lazarus von den Toten auf (Joh 11, 39-44), und viele "kamen zum Glauben an ihn" (Joh 11,45). Einige Zeit nach seiner Auferweckung nahm Lazarus am Festmahl im Haus von Simon dem Aussätzigen teil, und viele Leute kamen, um den Geretteten zu sehen (Joh 12, 1 - 3).

    In Bethanien ist ein Lazarus-Grab schon im 4. Jahrhundert bezeugt: an dieser Stelle habe er die vier Tage bis zu seiner Auferweckung gelegen. Am Samstag vor Palmsonntag findet jährlich eine Prozession von Jerusalem nach Bethanien statt; auch in Frankreich, Spanien und Italien wurde sein Fest früher am Palmsonntag begangen. Lazarus ist schon in den frühesten Darstellungen der Katakombenmalerei und auf den frühchristlichen Sarkophagen als Symbol für die den Tod überwindende Kraft besonders häufig dargestellt. Reliquien verehrte man in Autun, in Marseille habe man im 9. Jahrhundert Reliquien gefunden.

    Der im Gleichnis Jesu "Vom reichen Mann und dem armen Lazarus" (Lk 16, 19-31) genannte als Beispiel dienende Arme mit Namen Lazarus ist mit dem oben genannten Lazarus nicht zu verwechseln.

    Der im Gleichnis Jesu "Vom reichen Mann und dem armen Lazarus" (Lk 16, 19-31)
    genannte als Beispiel dienende Arme mit Namen Lazarus ist mit dem oben
    genannten Lazarus nicht zu verwechseln.


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Neues Testament

    Lukas 16,19-31

    Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus

    19 Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. 20 Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. 21 Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. 22 Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. 23 In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lazarus in seinem Schoß. 24 Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lazarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. 25 Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lazarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual. 26 Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. 27 Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! 28 Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. 29 Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. 30 Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. 31 Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Thema von Blasius im Forum Das Fegefeuer...

    Katechismus der Katholischen Kirche


    III Die abschließende Läuterung - das Purgatorium




    1030 Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.



    1031 Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten, die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist, Purgatorium [Fegefeuer]. Sie hat die Glaubenslehre in bezug auf das Purgatorium vor allem auf den Konzilien von Florenz [Vgl. DS 1304] und Trient [Vgl. DS 1820; 1580] formuliert. Im Anschluß an gewisse Schrifttexte [Vgl. z.B. 1 Kor 3,15, 1 Petr 1,7] spricht die Überlieferung der Kirche von einem Läuterungsfeuer:



    „Man muß glauben, daß es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, daß, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm ‚weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‘ vergeben wird (Mt 12,32). Aus diesem Ausspruch geht hervor, daß einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können" (Gregor d. Gr., dial. 4,39).



    1032 Diese Lehre stützt sich auch auf die Praxis, für die Verstorbenen zu beten, von der schon die Heilige Schrift spricht: „Darum veranstaltete [Judas der Makkabäer] das Sühnopfer für die Verstorbenen, damit sie von der Sünde befreit werden" (2 Makk 12,45). Schon seit frühester Zeit hat die Kirche das Andenken an die Verstorbenen in Ehren gehalten und für sie Fürbitten und insbesondere das eucharistische Opfer [Vgl. DS 856] dargebracht, damit sie geläutert werden und zur beseligenden Gottesschau gelangen können. Die Kirche empfiehlt auch Almosen, Ablässe und Bußwerke zugunsten der Verstorbenen.



    „Bringen wir ihnen Hilfe und halten wir ein Gedächtnis an sie. Wenn doch die Söhne Ijobs durch das von ihrem Vater dargebrachte Opfer geläutert wurden [Vgl. Ijoh 1,5], wie sollten wir dann daran zweifeln, daß unsere Opfergaben für die Toten ihnen Trost bringen? Zögern wir nicht, den Verstorbenen Hilfe zu bringen und unsere Gebete für sie aufzuopfern" (Johannes Chrysostomus, horn. in 1 Cor. 41,5).

    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2T.HTM

  • Thema von Blasius im Forum Die Hölle...

    Katechismus der Katholischen Kirche


    IV Die Hölle



    1033 Wir können nicht mit Gott vereint werden, wenn wir uns nicht freiwillig dazu entscheiden, ihn zu lieben. Wir können aber Gott nicht lieben, wenn wir uns gegen ihn, gegen unseren Nächsten oder gegen uns selbst schwer versündigen: „Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder, und ihr wißt: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt" (1 Joh 3,14-15). Unser Herr macht uns darauf aufmerksam, daß wir von ihm getrennt werden, wenn wir es unterlassen, uns der schweren Nöte der Armen und Geringen, die seine Brüder und Schwestern sind, anzunehmen [Vgl. Mt 25,31-46]. In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluß für immer von ihm getrennt zu bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen nennt man „Hölle".



    1034 Jesus spricht öfters von der „Gehenna" des „unauslöschlichen Feuers" [Vgl. Mt 5,22. 29; 13, 42. 50; Mk 9,43-48], die für jene bestimmt ist, die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten können [Vgl. Mt 10,28]. Jesus kündigt in ernsten Worten an, daß er „seine Engel aussenden" wird, die „alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und ... in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt" (Mt 13,41-42), und daß er das Verdammungsurteil sprechen wird: „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!" (Mt 25,41).



    1035 Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer" [Vgl. DS 76; 409; 411; 801; 858; 1002; 1351; 1575; SPF 12]. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.



    1036 Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufr uf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn" (Mt 7,13-14).



    „Da wir weder Tag noch Stunde wissen, müssen wir auf die Ermahnung des Herrn hin standhaft wachen, damit wir, wenn unser einmaliger irdischer Lebenslauf erfüllt ist, mit ihm zur Hochzeit einzutreten und den Gesegneten zugezählt zu werden verdienen und uns nicht wie bösen und faulen Knechten geheißen wird, ins ewige Feuer zu weichen, in die Finsternis draußen, wo ‚Heulen und Zähneknirschen sein wird" (LG 48).



    1037 Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen [Vgl. DS 397; 1567]; nur eine freiwillige Abkehr von Gott (eine Todsünde), in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu. Bei der Eucharistiefeier und in den täglichen Gebeten ihrer Gläubigen erfleht die Kirche das Erbarmen Gottes, der „nicht will, daß jemand zugrunde geht, sondern daß alle sich bekehren" (2 Petr 3,9):



    „Nimm gnädig an, o Gott, dieses Opfer deiner Diener und deiner ganzen Gemeinde; ordne unsere Tage in deinem Frieden, rette uns vor dem ewigen Verderben und nimm uns auf in die Schar deiner Erwählten"
    (MR, Römisches Hochgebet 88).

    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2U.HTM

  • Thema von Blasius im Forum Die Schöpfung...

    Katechismus der Katholischen Kirche


    Absatz 5 HIMMEL UND ERDE


    (Franz von Assisi, Sonnengesang)

    Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen,
    vornehmlich durch die Herrin, die Schwester Sonne,
    die uns den Tag heraufführt und uns erhellt durch ihr Licht.

    Schön ist sie und strahlend mit großem Glanz:

    sie bietet uns ein Gleichnis von dir, du Höchster

    Gelobt seist du, mein Herr, durch die Schwester,
    das Wasser, das gar sehr nützlich und demütig ist, kostbar und keusch ...

    Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester,
    die Mutter Erde, die uns trägt und nährtund mancherlei Früchte hervorbringt
    und vielfarbene Blumen und Kräuter Lobet und preiset meinen Herrn,
    sagt ihm Dank und dienet ihm in großer Ergebung.


    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1H.HTM

  • Thema von Blasius im Forum Die Schöpfung...

    Katechismus der Katholischen Kirche

    Absatz 5 HIMMEL UND ERDE

    II Die sichtbare Welt


    337 Gott selbst hat die sichtbare Welt mit all ihrem Reichtum, ihrer Vielfalt, ihrer Ordnung erschaffen. Die Schrift stellt das Schöpfungswerk sinnbildlich als eine Reihe von sechs göttlichen ,,Arbeitstagen" dar, die mit der ,,Ruhe" des siebten Tages abschließen [Vgl. Gen 1,1-2,4.]. Die Heilige Schrift lehrt in bezug auf die Schöpfung Wahrheiten, die Gott um unseres Heiles willen geoffenbart hat [Vgl. DV 11.] und die ,,das innerste Wesen der ganzen Schöpfung, ihren Wert und ihre Hinordnung auf das Lob Gottes anerkennen" lassen (LG 36).

    338 Es gibt nichts, was nicht dem Schöpfer sein Dasein verdankt. Die Welt begann, als sie durch das Wort Gottes aus dem Nichts geschaffen wurde. Alle existierenden Wesen, die ganze Natur, die ganze Menschheitsgeschichte wurzeln in diesem Urereignis; durch diese ,,Genesis" ist die Welt gebildet worden und hat die Zeit begonnen [Vgl. Augustinus, Gen. Man. 1,2,4.].

    339 Jedes Geschöpf besitzt seine eigene Güte und Vollkommenheit. Von jedem Werk der ,,sechs Tage" heißt es: ,,Und Gott sah, daß es gut war". ,,Aufgrund ihres Geschaffenseins selbst nämlich werden alle Dinge mit einer eigenen Beständigkeit, Wahrheit, Gutheit sowie mit eigenen Gesetzen und [einer eigenen] Ordnung ausgestattet" (GS 36,2). Die unterschiedlichen Geschöpfe widerspiegeln in ihrem gottgewollten Eigensein, jedes auf seine Art, einen Strahl der unendlichen Weisheit und Güte Gottes. Deswegen muß der Mensch die gute Natur eines jeden Geschöpfes achten und sich hüten, die Dinge gegen ihre Ordnung zu gebrauchen. Andernfalls wird der Schöpfer mißachtet und es entstehen für die Menschen und ihre Umwelt verheerende Folgen.

    340 Die gegenseitige Abhängigkeit der Geschöpfe ist gottgewollt. Die Sonne und der Mond, die Zeder und die Feldblume, der Adler und der Sperling -all die unzähligen Verschiedenheiten und Ungleichheiten besagen, daß kein Geschöpf sich selbst genügt, daß die Geschöpfe nur in Abhängigkeit voneinander existieren, um sich im Dienst aneinander gegenseitig zu ergänzen.

    341 Die Schönheit des Universums: Ordnung und Harmonie der erschaffenen Welt ergeben sich aus der Verschiedenheit der Seinsformen und der Beziehungen unter diesen. Der Mensch entdeckt sie nach und nach als Naturgesetze. Sie rufen die Bewunderung der Wissenschaftler hervor. Die Schönheit der Schöpfung widerspiegelt die unendliche Schönheit des Schöpfers. Sie soll Ehrfurcht wecken und den Menschen dazu anregen, seinen Verstand und seinen Willen dem Schöpfer unterzuordnen.

    342 Die Rangordnung der Geschöpft wird durch die Abfolge der ,,sechs Tage" zum Ausdruck gebracht, die vom weniger Vollkommenen zum Vollkommeneren fortschreitet. Gott liebt alle seine Geschöpfe [Vgl. Ps 145,9.], nimmt sich eines jeden an, selbst der Sperlinge. Und doch sagt Jesus: ,,Ihr seid mehr wert als viele Spatzen" (Lk 12,7) und: ,,Ein Mensch ist viel mehr wert als ein Schaf" (Mt 12,12).

    343 Der Mensch ist der Gipfel des Schöpfungswerkes. Der inspirierte Bericht bringt dies dadurch zum Ausdruck, daß er die Erschaffung des Menschen von der der anderen Geschöpfe deutlich abhebt [Vgl. Gen 1,26.].

    344 Zwischen allen Geschöpfen besteht eine Solidarität, denn sie alle haben den gleichen Schöpfer, und sie alle sind auf seine Herrlichkeit hingeordnet.

    Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, vornehmlich durch die Herrin, die Schwester Sonne, die uns den Tag heraufführt und uns erhellt durch ihr Licht. Schön ist sie und strahlend mit großem Glanz:

    sie bietet uns ein Gleichnis von dir, du Höchster

    Gelobt seist du, mein Herr, durch die Schwester, das Wasser, das gar sehr nützlich und demütig ist, kostbar und keusch ...

    Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, die Mutter Erde, die uns trägt und nährt

    und mancherlei Früchte hervorbringt und vielfarbene Blumen und Kräuter

    Lobet und preiset meinen Herrn, sagt ihm Dank und dienet ihm in großer Ergebung.

    (Franz von Assisi, Sonnengesang)


    345 Der Sabbat - der Abschluß der ,,sechs Tage". Die Heilige Schrift sagt:

    ,,Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte" - so ,,wurden Himmel und Erde vollendet" - ,,und er ruhte am siebten Tag ... Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig" (Gen 2,1-3). Diese inspirierten Worte sind sehr aufschlußreich:

    346 In der Schöpfung hat Gott eine Grundlage und Gesetze gelegt, die bestehen bleiben [Vgl. Hebr 4,3-4.]. Der Glaubende kann sich auf sie verlassen; sie sind ihm Zeichen und Gewähr der unerschütterlichen Treue, mit der Gott an seinem Bund festhält [Vgl. Jer 31,35-37; 33,19-26.]. Der Mensch muß sich seinerseits treu an diese Grundlage halten und die Gesetze, die Gott in die Schöpfung eingeschrieben hat, achten.

    347 Die Schöpfung geschah im Hinblick auf den Sabbat und somit auf die Verehrung und Anbetung Gottes. Der Gottesdienst ist in die Schöpfungsordnung eingeschrieben [Vgl. Gen 1,14.]. ,,Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden", sagt die Regel des hl. Benedikt, die uns so auf die richtige Ordnung der menschlichen Anliegen hinweist.

    348 Der Sabbat bildet im Gesetz Israels die Mitte. Die Gebote halten heißt der Weisheit und dem Willen Gottes entsprechen, die in seinem Schöpfungswerk zum Ausdruck kommen.

    349 Der achte Tag Für uns aber ist ein neuer Tag angebrochen: der Tag der Auferstehung Christi. Der siebte Tag vollendet die erste Schöpfung. Am achten Tag beginnt die Neuschöpfung. So gipfelt das Schöpfungswerk im noch größeren Werk der Erlösung. Die erste Schöpfung findet ihren Sinn und Höhepunkt in der Neuschöpfung in Christus, welche die erste an Glanz übertrifft [Vgl. MR, Osternacht 24: Gebet nach der ersten Lesung.].

    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1H.HTM

  • Thema von Blasius im Forum Die Schöpfung...

    Kolosser 1,16

    Christus, der Erstgeborene und Erlöser des Alls


    15 Er ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.2

    16 Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden,
    das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten;
    alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen.

    17 Er ist vor aller Schöpfung und in ihm hat alles Bestand.

    18 Er ist das Haupt, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung,
    der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang.

    19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen,

    20 um durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen.
    Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen,
    der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

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