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  • Vom Reich GottesDatum17.10.2022 14:15
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Über Krankheiten


    Du heilest, Herr, durch Schmerzen unsre Wunden,

    Und lässest durch die Krankheit uns gesunden:

    Damit wir rein, durch Buße in der Zeit,

    Nicht büßen müssen in der Ewigkeit.



    1. Wenn unser barmherziger Erlöser körperlich Kranken die Gesundheit verlieh, begleitete er sie gewöhnlich mit Worten, die eine Arznei für unsere Seelen sind. So zeigte er durch die Verzeihung der Sünden, die er dem Gichtbrüchigen verlieh, dass die menschlichen Krankheiten ihren Ursprung in der Sünde haben, und dass wir vor allen Dingen um die Befreiung von unseren Sünden bitten sollen. Eben darum auch sprach er zu dem anderen Gichtbrüchigen, den er beim Schwemmteich heilte: "Sieh, du bist nun gesund geworden, sündige hinfort nicht mehr, damit dir nichts Schlimmeres widerfährt!" Deutlich sehen wir hier, dass diese Krankheit seiner Sünden wegen ihm widerfahren war. Darum sollen wir die Krankheiten, die Gott uns zusendet, im Geist der Buße annehmen und zur Versöhnung der göttlichen Gerechtigkeit mit Geduld und Ergebung ertragen.



    2. Gott sendet zwar seinen Auserwählten zuweilen Krankheiten zu, wie er ihnen andere Trübsale zusendet, nicht um sie zu strafen, als sie dadurch wie das Gold im Feuer zu läutern und die Verdienste ihrer Geduld zu vermehren. Meist aber sucht er die Menschen ihrer Sünden wegen mit Krankheiten heim. Dies bezeugt die Schrift, die spricht: "Wer da sündigt vor dem Angesicht seines Schöpfers, der wird dem Arzt in die Hände fallen!" und an anderer Stelle: "Gott redet, um dem Menschen seine Seele vor dem Grab zu retten, sein Leben davor, in den Todesschacht hinabzusteigen. Er wird gemahnt durch Schmerz auf seinem Lager, und ständig ist Kampf in seinen Gliedern." (Ijob 33,18+19)



    3. Sprechen wir also, wenn eine Krankheit über uns kommt, und Schmerzen uns bedrängen: Herr, ein Sünder bin ich, ein großer Schuldner deiner göttlichen Gerechtigkeit. Nichts auch ist billiger, als dass du die Sünde bestrafst. Doch dank dir, denn du bestrafst mich als ein milder Vater durch Trübsale dieses Lebens, und schlägst, damit du heilst. So nimm denn meine Schmerzen barmherzig als ein Sühnopfer auf, und verleihe mir deine Gnade, damit sie durch meine Geduld verdienstlich und dir wohlgefällig werden. Ijob 6,10: "Das wäre noch ein Trost für mich; ich hüpfte auf im Leid, mit dem er mich nicht schont. Denn ich habe die Worte des Heiligen nicht verleugnet."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Leben und Wirken


    Margareta Maria wurde am 22. Juli 1647 auf Schloss Lautecourd in Burgund geboren. Ihr Vater Claude Alacoque war von vornehmer Herkunft und hatte das Amt eines königlichen Richters und Notars inne, ihre Mutter Philiberte Lamyn stammte hingegen aus einer Bauernfamilie. Das Ehepaar hatte neben ihrer Tochter noch vier Söhne. Als Margareta acht Jahre alt war, starb ihr Vater. Ihre Mutter versuchte, sich alleine mit den Kindern durchzuschlagen. Von der Familie ihres Mannes bekam sie kaum Unterstützung. Um ihrer Tochter eine gute Erziehung zukommen zu lassen, schickte die Mutter sie in das Internat der Klarissinnen von Charolles. Die klösterliche Erziehung tat dem Mädchen gut und die schon in ihrem Elternhaus grundgelegte Frömmigkeit blühte weiter auf. Bereits im Alter von neun Jahren durfte sie die Erste Heilige Kommunion empfangen, was in der damaligen Zeit eine Besonderheit war.
    Margareta hatte eine besondere Liebe zur Gottesmutter, weshalb sie später auch den Namen "Maria" als zweiten Namen annahm. Bereits als Kind war sie begeistert vom Klosterleben und widmete sich lieber dem Gebet als dem Spiel mit anderen Kindern. Nachdem sie zwei Jahre in Charolles gelebt hatte, erkrankte sie schwer an Kinderlähmung und musste zu ihrer Mutter zurück. Vier Jahre lang war sie nun ans Bett gefesselt. Dann tat sie ein Gelübde, dass sie in ein Kloster eintreten werde, falls sie wieder gesund würde. Bald nach diesem Gelübde konnte sie tatsächlich das Bett verlassen und war geheilt.
    Ihre Verwandten aber glaubten nicht an ihre Heilung sondern warfen ihr vor, die Krankheit nur vorgetäuscht zu haben, um nicht arbeiten zu müssen. Zudem drängten sie Margareta, nachdem sie 16 Jahre alt geworden war, zur Heirat. Sie war tatsächlich eine schöne junge Frau und es fehlte nicht an Verehrern. Trotz ihres Gelübdes und der unerwarteten Heilung dachte selbst die Mutter nicht mehr daran, Margareta in ein Kloster gehen zu lassen. Eine Zeit lang wandte sich Margareta selbst von ihrer Berufung ab und begab sich in Gesellschaft. Doch eines Tages erschien ihr Jesus, seine Liebe traf sie mitten ins Herz und fortan drängte sie ihre Mutter und ihre Verwandten, dass sie ihr erlauben sollen, ins Kloster zu gehen.
    Ihre Mutter wollte sie zunächst zu den Ursulinen nach Macon schicken, doch Jesus zeigte ihr einen anderen Weg. Es sollte ein Kloster der Heimsuchung Mariens sein, jenes Ordens, den Franz von Sales zusammen mit der heiligen Johanna Franziska von Chantal im Jahr 1610 gegründet hatte. Als Margareta Maria im Jahr 1671 endlich im Kloster dieses Ordens in Paray-le-Monial um Aufnahme bitten durfte, wusste sie, dass dies der Ort war, an dem Jesus sie haben wollte.
    Im Orden der Heimsuchung kannte man bereits die Herz Jesu-Verehrung. So heißt es über diesen Orden:

    Die Hauptaufgaben dieser Ordensfrauen sind, die beiden Lieblingstugenden des heiligsten Herzens Jesu, die Sanftmut und die Demut nachzuahmen. Das sind die Grundsterne ihres Ordens, deshalb verdienen sie das Vorrecht, Töchter des heiligsten Herzens Jesu zu sein.
    Bereits in den Jahren zuvor hatte Jesus sich Margareta Maria in Visionen gezeigt, er hat ihr sein Leiden geoffenbart und seine Liebe zu den Menschen. Jesus hat Margareta Maria aufgefordert, Anteil an diesem Leiden zu nehmen und sich ihm ganz zu schenken. Im Kloster wird er sie noch tiefer in die Gemeinschaft mit sich und seinem Leiden führen. Sie wird zu seinem Werkzeug, um die Bedeutung der Verehrung des Herzens Jesu einer großen Zahl von Gläubigen bekannt zu machen.

    Die Zeit, in der Margareta Maria Alacoque lebte, war von vielen Gegensätzen geprägt. Der Protestantismus hatte sich als eigenständige Form des christlichen Glaubens gegenüber der katholischen Kirche etabliert (Westfälischer Friede 1648, anglikanische Kirche in England). In Frankreich weitete der "Sonnenkönig" Ludwig XIV. (1638-1715) seine Macht als absolutistischer Herrscher aus. Zwar hielt er, anders als das englische Königshaus, am katholischen Glauben fest, strebte aber danach, für die Kirche Frankreichs eine größtmögliche Unabhängigkeit von Rom zu schaffen. 1683 standen die Türken vor Wien und es kostete viel Kraft, das christliche Abendland vor der Bedrohung durch den Islam zu retten.
    Angesichts dieser Zeitumstände kam es innerhalb der katholischen Kirche zu vielen Aufbrüchen der Erneuerung, neue Orden entstanden, die sich besonders der Seelsorge und der Vertiefung des Glaubens unter den Menschen annahmen. Eine neue Innerlichkeit entstand, die den Glauben tiefer in die Herzen der Menschen bringen wollte. Die Mission bekam wieder neue Bedeutung, sei es im Zuge der Gegenreformation unter den Protestanten oder der Mission unter den von Europa neu und tiefer entdeckten Völkern des Westes (Amerika) und Ostens (Jesuitenmission in China).
    Die Herz Jesu-Verehrung ist so in einer Zeit entstanden, die besonders dieser Offenbarung des Glaubens bedurfte. Das, was durch die Herz Jesu-Frömmigkeit neue Bedeutung gewann, war zwar schon immer Inhalt des Glaubens. Die Offenbarung von Gottes Liebe und Barmherzigkeit kennzeichnen das Leben von Jesus Christus, das uns die Evangelien schildern. Aber doch ist die Botschaft der innigen Verbindung zwischen dem göttlichen Herzen und dem menschlichen Herzen, die Weihe des eigenen Herzens, ja ganzer Völker an das Herz Jesu etwas Neues, durch das der Glaube vertieft und erneuert wurde.

    Betrachten wir die einzelnen Schritte, in denen Jesus Christus Margareta Maria in sein Geheimnis des göttlichen Herzens einführte und wie dieses Geheimnis schließlich in der gesamten Kirche verbreitet wurde.
    Den 25. August 1671, den Tag ihrer Einkleidung, sah Margareta Maria als Tag ihrer Verlobung an. Nachdem sie am 6. November 1672 die feierlichen Gelübde abgelegt hatte, ritzte sie sich einen Finger auf und schrieb mit ihrem Blut:

    Ich ... erkläre, dass ich mich meinem Gott ganz hingeben will, um alles zu tun, was er von mir verlangt, und mich ganz seinem göttlichen Wohlgefallen überlasse. Ich verlange für mich nichts, als Eifer für seine Ehre und seine reine Liebe, der ich mich für immer hingebe. ... Alles von Gott, nichts von mir; alles für Gott, nichts für mich.
    Im Kloster übte sie den Dienst einer Gehilfin der Krankenschwester aus. Eine schwere Prüfung und Anlass für den Spott ihrer Mitschwestern war, dass es ihr oft geschah, dass sie trotz aller Gewissenhaftigkeit Dinge zu Boden fallen ließ. Sie sah darin eine Anfeindung des Teufels, der sie an der Erfüllung ihrer Tätigkeit hindern wollte, und war für sie Ansporn, Jesus Christus noch tiefer zu verehren und dem leidenden Herrn immer ähnlicher zu werden. Eines Tages stellte Jesus sie in einer Vision vor die Wahl zwischen einem höchst glücklichen Leben voll Trost, Friede und Gesundheit, voll Achtung und Zuneigung von Seiten ihrer Mitmenschen oder aber einem Leben voll Widerspruch und Schmähung, in Leiden des Körpers, Ängsten und Versuchungen der Seele. Margareta Maria erwiderte:

    Du genügst mir, Herr, ich will nur dich, wähle du für mich. Gib mir, was am meisten zu deiner Ehre gereicht.
    Im Jahr 1673 begannen die Visionen vom Herzen Jesu. Als sie am 27. Dezember 1673 nach der heiligen Kommunion vor dem Tabernakel betete, erschien ihr das göttliche Herz Jesu auf einem Flammenthron, Strahlen gingen nach allen Seiten von ihm aus wie von der Sonne und die Wunde der Lanze war sichtbar. Es war von einer Dornenkrone umgeben und auf dem Herzen stand das Kreuz. Jesus sprach zu ihr:

    Mein göttliches Herz ist so voll von Liebe zu den Menschen und besonders zu dir, dass ihre Flammen hervorbrechen, um sie durch dich den Menschen zu offenbaren, und sie zu bereichern mit den Schätzen, welche du siehst, und die überreiche aber notwendige Gnaden enthalten, um die Menschen zu retten vor dem Abgrund des Verderbens. Dich, Unwürdige und Unwissende, habe ich auserwählt zur Erfüllung meiner Absichten, damit deutlich wird, dass alles ganz mein Werk ist. Deshalb gib mir dein Herz!
    Von da an war Margareta Maria "Schülerin des Herzens Jesu". Ihre Mission war es, dass das Bild des Herzens Jesu und mit ihm seine Verehrung weite Verbreitung finden sollten. Alles, was sie tat, tat sie jedoch nie ohne Erlaubnis ihrer Oberin, die ebenso wie ihre Mitschwestern oft Unverständnis für die besonderen Andachtsformen zeigte, von denen Margareta Maria sagte, dass Jesus sie dazu aufgefordert habe. So wurde ihr beispielsweise die Heilige Stunde im Gedenken an Jesu Todesangst am Ölberg, von der Jesus wollte, dass sie jeden ersten Donnerstag im Monat von 23 Uhr bis Mitternacht als Vorbereitung auf den folgenden Herz Jesu-Freitag abgehalten wird, zunächst verboten. Später durfte sie diese Andacht dann ausüben und sie ist unter den Verehrern des Herzens Jesu noch bis heute verbreitet.
    Durch Ablehnung und Kritik wollte die Oberin prüfen, ob Margareta Maria wirklich im Gehorsam und nicht aus Eigensinn handelt. Margareta Maria hielt sich stets an das Gebot des Gehorsams. Jeweils am ersten Freitag jeden Monats hatte sie nun eine Vision des Herzens Jesu. In P. Claudius de la Colombiere, Rektor der Jesuiten in Paray-le-Monial, fand sie einen begnadeten Beichtvater und Seeelenführer und Mitstreiter bei der Verbreitung der Verehrung des göttlichen Herzens Jesu. Am 19. Juni 1675, in der Woche nach Fronleichnam, erschien ihr Jesus wieder, wie so oft, als sie vor dem Tabernakel kniete. Er entblößte sein Herz und sagte:

    Sieh hier das Herz, das die Menschen so sehr liebt, dass es nichts gespart hat, um sich zu opfern, und zu erschöpfen in Liebesbeweisen; und als Dank empfange ich von den meisten Menschen nur Kälte, Unehrerbietigkeit, Verachtung und Sakrilegien in diesem Sakrament der Liebe. Was mich aber am meisten schmerzt, ist, dass Herzen, die mir besonders geweiht sind, mir auf diese Weise begegnen. Darum verlange ich von dir, dass der erste Freitag nach der Fronleichnamsoktav ein besonderer Festtag zur Verehrung meines Herzens werde; dass man an dem Tage sich dem heiligen Tisch nahe, und einen Ehrenersatz leiste, zur Sühnung all der Beleidigungen, welche meinem Herzen, seit es auf den Altären weilt, zugefügt wurden, und ich verspreche dir, dass mein Herz diejenigen im reichsten Maße den Einfluss seiner Liebe fühlen lassen wird, die es verehren, und die dafür sorgen, dass es auch von andern verehrt werde.

    https://www.praedica.de/Heilige-Feste/10...ta_Alacoque.htm

  • Tages-Gebete Datum16.10.2022 09:02
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 16. Oktober



    Herrliche, würdigste Frau! Du bist nach dem Wort der Schrift: "der Ruhm Jerusalems, die Freude Israels, die Ehre unseres Volkes." Fürwahr, auf dich ist jedes Christenherz stolz. Dich preisen die Engel, dir eifern die Frommen, die Heiligen nach. Dich krönt der Herr mit Herrlichkeit und Hoheit. O dass ein schwacher Strahl deines Glanzes auch auf uns fiele, unsere Blöße deckte, unsere Nacht erhellte. Erbitte uns doch die Gnade, dass wir deinem Ruhm nachstreben, nicht ihn bloß anstaunen: dass wir in deine ehrenreichen Fußstapfen treten und uns immer begnügen, nur deine Hoheit zu bewundern. Ja setze uns so in Stand, unser Heil kräftig zu wirken, um einst an deiner Freude ewig teilnehmen zu können. Amen.


    .

  • Vom Reich GottesDatum16.10.2022 07:34
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Jesus ein Pilger in der menschlichen Natur



    Dass wir im Glanz der Gottheit nicht vergingen,

    Nahmst, Herr, du unser sterbliches Gewand;

    Und alle, die als Mittler dich empfingen,

    Führt deine Huld ins hohe Vaterland.



    1. Wenn wir die wunderbare Pilgerschaft unseres Herrn in der menschlichen Natur betrachten, dann muss unser Herz von wehmütiger Liebe und Dankbarkeit durchdrungen werden. Denn eine beständige Gewalt litt seine heiligste Menschheit. Angeboren war die Glückseligkeit seiner heiligsten Seele, wegen ihrer persönlichen Vereinigung mit der Gottheit, und ihrer Natur nach hätte diese Glückseligkeit auf seinen heiligsten Leib sich übertragen sollen. Gewaltsam aber wurde das Recht auf diese Glorie seinem heiligsten Leib entzogen, damit er auf solche Weise den Leiden der Sterblichkeit sich unterwerfen könnte. Ebenso litt auch seine heiligste Seele Gewalt, da ihre Glückseligkeit einen ihr entsprechenden, von allen Schmerzen freien und glückseligen Leib erforderte.



    2. Wer beherzigt diese unermessliche Liebe? Denn freiwillig und aus Liebe unterwarf sich Jesus diesem beständigen Zwang zur Verherrlichung seines himmlischen Vaters, und zu unserem Heil. Die Liebe zu uns Sündern beraubte ihn seiner Glückseligkeit, damit er mit unserer Armseligkeit sich beladen könnte. Die Liebe machte ihn sterblich, die Unsterblichkeit uns mitzuteilen, sie machte ihn arm, uns in den Besitz unsterblichen Reichtums zu versetzen, sie bewog ihn, Knechtsgestalt anzunehmen, uns zu ewiger Herrlichkeit zu erhöhen. Wie mächtig fordert diese Liebe uns auf, dass auch wir um seinetwillen uns Gewalt antun, ihm Liebe mit Liebe zu vergelten.



    3. Nur einmal hob der Herr diesen Zwang auf eine kurze Stunde bei seiner heiligen Verklärung, seinen auserwählten Jüngern eine Probe der künftigen Seligkeit zu zeigen, und auch da besprach er sich mit Mose und Elia über seinen nahen Kreuzestod zu Jerusalem. So groß aber war diese Herrlichkeit, dass die beiden Apostel Petrus und Johannes keine Worte finden, sie auszusprechen. Sein ganzes übriges Leben hindurch aber ertrug er diesen gewaltsamen Zustand, wiewohl seine heiligste Seele immer der glorreichen Anschauung seiner Gottheit genoss. Also vereinigte er die höchste Glückseligkeit und das bitterste Leiden. Verleihe uns, gütigster Jesus, dass auch wir bei beständiger Abtötung der Sinne immerwährende Freude des Geistes erfahren. "Er erniedrigte sich, und wurde gehorsam bis zum Tod am Kreuz." (Philipper 2,8)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/


    BILD: Grundsatzrede Jesu – bei Matthäus Bergpredigt, bei Lukas Feldrede. Fresko von Fra Angelico (1387 bis 1455), um 1440. Kloster San Marco, Florenz. (Foto: Kloster San Marco, Florenz)

  • Vom Reich GottesDatum15.10.2022 08:23
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Die heilige Theresia




    Wie glänzest hehr du in des Himmels Sitze,

    Theresia, die du das Kreuz erkoren,

    Und lobest Gott an deiner Kinder Spitze,

    Die du in Schmerz und Liebe ihm geboren.



    1. Die heilige Theresia brannte von heiliger Liebe zu ihrem göttlichen Geliebten. Ihre Liebe aber war tätig gleich dem Feuer, das niemals spricht: Es ist genug! Schon in ihrer Kindheit trieb diese heilige Flamme sie an, die Marter zu suchen, in späteren Jahren aber das Gelübde abzulegen, alle ihre Werke mit möglichster Vollkommenheit zu tun. Diese feurige Liebe nahm bis an das Ende ihres Lebens fortwährend an Stärke und Innigkeit zu. Sie erweckte in ihr ein unersättliches Verlangen nach Leiden. Ohne Unterlass krank, peinigte sie ihren unschuldigen Körper noch mit schweren Bußwerken, ja ihr Wahlspruch war: "Entweder leiden oder sterben." - Wann wirst du einmal anfangen, Gott wahrhaft, standhaft und eifrig zu lieben?



    2. Großes tat die heilige Theresia für Gott. Großes auch litt sie für ihn. Gott, die Menschen und die bösen Geister prüften ihre Liebe und übten ihre Geduld, Gott durch innerliche Trostlosigkeit, die Menschen durch Verfolgungen, die bösen Geister durch wütende Versuchungen. Zwar erhob Gott, nachdem sie durch ihre standhafte Treue seiner sich würdig bewiesen hatte, sie zu den höchsten Entzückungen, und offenbarte ihr viele verborgene Geheimnisse seiner Weisheit, aber wie viele Leiden erweckten ihr diese Offenbarungen, wie schwere Widersprüche ertrug sie von ihren geistigen Führern. Dennoch aber unterwarf sie sich ihrem Urteil, denn mit Recht hielt sie alle Heiligkeit für falsch, die ihrem eigenen Sinn nicht entsagt.



    3. Endlich war diese seraphische Jungfrau eine glückselige Mutter zahlloser Kinder. Sie stiftete einen Orden für Klostermänner und für Klosterfrauen. Aber wie überaus schwer war ihr die Geburt so vieler Kinder Gottes. Große und strenge Verfolgungen musste sie deshalb, und zwar sogar von solchen erdulden, die ihre heilige Absicht hätten fördern sollen. - Lerne die innerlichen Trockenheiten des Herzens ertragen, da Gott immer großmütig die Seelen belohnt, die in diesen strengen Prüfungen ihm getreu sind. Lerne Gott zuliebe vieles leiden, wenn du Großes für ihn tun willst, da das Samenkorn, wenn es nicht erstirbt, keine Frucht bringt. Hohelied 2,2: "Wie eine Lilie unter Dornen, also ist meine Freundin unter den Töchtern!"

  • Tages-Gebete Datum14.10.2022 19:45
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 15. Oktober



    Heilige Theresia, erbitte uns bei Gott den Geist wahrhaftiger Demut, in dem wir nichts von uns denken, als dass wir arme Sünder sind, die der Barmherzigkeit Gottes allezeit bedürfen. Amen.



    Zu Jesus Christus auf die Fürbitte der heiligen Theresia




    O Herr Jesus Christus, der Du aus Liebe zu uns die empfindlichsten Schmerzen und den schmählichsten Tod gelitten hast, gib uns auf die Fürbitte der heiligen Theresia die Gnade, die Leiden aus Deiner Vaterhand willig anzunehmen und sie mit Geduld zu ertragen, damit wir, wie wir jetzt an Deinen Leiden teilnehmen, auch Mitgenossen Deiner Herrlichkeit werden, der Du lebst und regierst, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Die heilige Theresia erkannte in einer Offenbarung, dass sie ihre vollkommene Bekehrung der Fürbitte der seligsten Jungfrau und des heiligen Joseph zu verdanken habe, weswegen sie der Andacht zur Himmelskönigin ganz besonders ergeben war.

    Zu Brüssel hat Papst Innozenz II. am heutigen Tag im Jahr 1131 das große Spital zur Ehre der seligsten Jungfrau eingeweiht. Diese Einweihung wurde jährlich mit großer Feierlichkeit bei großem Zulauf des Volkes daselbst begangen.



  • 15.10. Teresa von Avila
    Teresa wurde am 28. März 1515 in Avila in Spanien geboren. Ihre Eltern gehörten dem niederen Adel an. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend im Kreis einer großen Geschwisterschar. "Wir waren drei Schwestern und neun Brüder", schreibt sie. Die Mutter starb, als Teresa 13 Jahre alt war. Als ihre ältere Schwester, die die Mutterrolle übernommen hatte, heiratet, bringt der Vater die 16-jährige zur weiteren Erziehung in das Kloster der Augustinerinnen in Avila. Nach einigen Monaten musste Teresa das Kloster aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen, doch ist damit das Thema Kloster in ihrem Leben keineswegs abgeschlossen.

    Schon mit sechs Jahren war Teresa fasziniert vom Begriff "Ewigkeit", in ihrer Zeit bei den Augustinerinnen hatte sie wertvolle geistliche Impulse erhalten. Im Jahr 1535, Teresa ist nun 21 Jahre alt, verlässt sie heimlich das Elternhaus und tritt nun gegen den Willen ihres Vaters in das Kloster der Karmelitinnen in Avila ein. Nach einigen Monaten wird Teresa wieder schwer krank, ihre Mitschwestern meinen sogar, sie sei gestorben. Drei Jahre lang ist sie wie gelähmt und auf Pflege angewiesen.

    Erst im Jahr 1542 geht es ihr gesundheitlich besser, sie fällt nun jedoch in eine tiefe religiöse Krise und hält sich für unwürdig, Christus zu begegnen. Doch sie bleibt im Kloster. Erst in der Fastenzeit im Jahr 1554, nach mehr als 18 Jahren im Kloster, entdeckt Teresa beim Anblick eines Bildes, das Jesus von Wunden bedeckt zeigt, ihre wahre Berufung: Braut und Gefährtin des armen und demütigen Christus zu sein.

    Teresa von Avila
    Mein Gott, wie klar hat es sich gezeigt, dass du mich mehr liebst, als ich mich selbst.

    Beten ist nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammen kommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher sind, dass er uns liebt.
    Diese Worte werden nun für Teresa erfahrbare Wirklichkeit. Sie lebt fortan in tiefer Verbundenheit mit Gott im Gebet, in einem Gebet, das sich Gott rückhaltlos als sein Eigentum und Werkzeug zur Verfügung stellt. Ihre spirituellen Erfahrungen werden weiter vertieft durch die sogenannte Höllenvision im Jahr 1560, in der sie die Hölle nach den damaligen Vorstellungen beschreibt, deren Kern aber eine tiefe Erfahrung des Erbarmens ist, das Gott den Menschen umsonst schenkten.

    Teresa von Avila
    Wie schnell sind wir bereit, Gott zu beleidigen, und wie viel schneller ist Gott bereit, uns zu verzeihen.

    Obwohl ich dich verließ, hast du mich nicht verlassen. Stets hast du mir deine Hand gereicht und mich, wenn ich gefallen war, wieder erhoben. Oft wollte ich diese Hand nicht ergreifen und deine Stimme nicht hören, die mich immer aufs neue rief.
    Aus dieser tiefen Erfahrung heraus, von Gott geliebt zu sein, und in inniger Verbindung mit Gott, geht Teresa nun ihren eigenen Weg. Sie tut das, was Christus ihr zeigt, um seinen Willen auf Erden zu erfüllen.

    Christus hat niemanden auf Erden außer euch, keine Hände außer die euren, keine Füße außer die euren. Deine Augen sind es, durch die Christi Erbarmen auf diese Welt blicken will. Deine Füße sind es, mit denen Er umhergehen will, um Gutes zu tun. Deine Hände sind es, mit denen Er die Menschen jetzt segnen will.
    Mit Hilfe des Bischofs von Avila erhält sie von Papst Pius IV. die Erlaubnis, in ein Kloster zu gründen, in dem die ursprüngliche Regel des Karmel befolgt werden soll. Es entsteht die Gemeinschaft der "Unbeschuhten Karmelitinnen". Bald folgen weitere Gründungen für Schwestern, und in Zusammenarbeit mit Johannes vom Kreuz auch ein männlicher Zweig des Teresianischen Karmel, dessen Kennzeichen ein geschwisterlicher Lebensstil, Einübung in die Selbstentsagung und die Pflege einer intensiven Freundschaft mit Gott sind.

    Teresa von Avila
    Folgende Worte trug Teresa immer bei sich:

    Nichts soll dich ängstigen.

    Nichts dich erschrecken.

    Alles vergeht.

    Gott bleibt derselbe.

    Geduld erreicht alles.

    Wer Gott besitzt,

    dem kann nichts fehlen.

    Gott allein genügt.
    Teresa von Avila
    Ich bin ein Weib und obendrein kein gutes.
    So lautet ein bekannter Ausspruch der heiligen Teresa von Avila. Sie, die eine der größten Mystikerinnen der katholischen Kirche ist und als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben wurde, ist zugleich eine Heilige, die durch ihre Menschlichkeit dem christlichen Nachfolgeweg eine befreiende Ausrichtung gibt. Ihre Mitschwestern sagten von ihr: "Gepriesen sei Gott, der uns eine Heilige sehen ließ, die wir alle nachahmen können. Sie spricht, schläft und isst wie wir, und ihre Art ist nicht umständlich; sie braucht nicht ständig fromm zu sein." Ihren Mitschwestern sagt Teresa:

    Bedenkt, dass der Herr auch in der Küche inmitten der Töpfe euch nahe ist.
    Doch dies kann durchaus zu Komplikationen führen nämlich dann, wenn Teresa gerade - wie eine kleine Anekdote erzählt - bei der Küchenarbeit eine Vision hat. Voller Schreck rief da eine ihrer Mitschwestern: "O Gott, musst Du denn die Madre gerade jetzt besuchen; sie wird noch das wenige Öl, das uns bleibt, ins Feuer schütten."
    Teresa besitzt die Gabe, zwischen Sein und Schein zu unterscheiden. Immer wieder führt sie ihren Mitmenschen vor Augen, dass ein großer Unterschied besteht zwischen dem, was sie vorgeben zu sein und dem, was sie wirklich sind und wie viel ihnen an der Vollkommenheit, die sie zu besitzen meinen, noch fehlt.

    Teresa von Avila
    Solange jemand allein lebt, kann er sich leicht für heilig halten. erst in der Gemeinschaft wird er spüren, ob er wirklich demütig und geduldig ist.

    Es ist notwendig, dass eure Grundlage aus mehr besteht als Gebet und Kontemplation. Wenn ihr nicht nach Tugenden strebt und sie nicht auch praktiziert, dann werdet ihr immer Zwerge bleiben. Seid also erfüllt mit Gebet, nicht um geistige Tröstungen zu suchen, sondern um der Stärke des Dienens willen. Maria und Martha müssen sich vereinigen.

    Wenn dich an einem anderen etwas stört, so übe an dir selbst das gute Gegenteil. Denn Beispiel wirkt mehr als Worte.

    Bemüht euch, gegen alle möglichst freundlich zu sein. Dieser Rat ist besonders wichtig für Schwestern; je heiliger sie sind, desto liebenswürdiger werden sie mit ihren Mitschwestern sein.

    Gott, schütze uns vor den sauertöpfigen Heiligen!
    Wir können uns gut vorstellen, welche Personen Teresa damit vor Augen hat. Es gibt immer wieder Menschen, die sich ob ihrer "Heiligkeit" für etwas Besseres halten und auf die anderen herabschauen. Wer wirklich nach Heiligkeit strebt, braucht dies nicht immer vor anderen auszubreiten, im Gegenteil, er wird demütig und tritt selbst hinter die anderen zurück. Teresa sagt:

    Teresa von Avila
    Ich überlegte mir einmal, warum unser Herr so sehr die Demut liebte. Da kam ganz unvermittelt die Einsicht: weil Gott die höchste Wahrheit ist, die Demut aber nichts anderes als in Wahrheit wandeln.
    Wer wirklich etwas "ist", braucht sich nicht selbst darzustellen, wer aber nur vorgibt, etwas zu sein, muss immer wieder den Schein aufpolieren, damit sein Schwindel nicht entdeckt wird.

    Teresa von Avila wurde 1970 von Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin erhoben. Ihre Schriften sind voll Charme und feinem Humor sowie sprühender Freude. Dies entsprang ihrer großen inneren Freiheit, die ihr durch ihre völlige Hingabe an Gott eigen war. Jesus Christus war das Zentrum ihres Lebens, die Quelle all dessen, was Teresa war und tat. Immer wieder kommt bei ihr diese Hingabe an Gott, die allein den Menschen befreit und die mit dieser Hingabe verbundene Liebe zu Gott und allen Menschen zum Ausdruck. Ihren Mitschwestern gibt sie den Rat:

    Es kommt nicht darauf an, viel zu denken, sondern viel zu lieben. Darum tut das, was in euch am meisten die Liebe weckt.

    Liebe erweckt wieder Liebe.
    Durch ihre Klostergründungen wurde sie zur geistigen Mutter vieler Ordensschwestern - bis heute. Als sie auf der Rückreise von ihrer letzten Klostergründung am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes stirbt, ist sie die "madre" einer neuen Ordensfamilie, deren Wurzeln weit in die Geschichte zurückreichen.
    Ihr Gedenktag ist der 15. Oktober. Da ihr Todestag, der 4. Oktober, schon für den heiligen Franziskus reserviert war, wählte man den darauf folgenden Tag. Da aber genau in ihrem Todesjahr die Zeitrechnung vom ungenauen julianischen auf den gregorianischen Kalender umgestellt wurde, wobei zehn Tage übersprungen wurden, folgte auf dem 4. der 15. Oktober.

    https://www.praedica.de/Heilige-Feste/1015_Teresa_Avila.htm

  • Tages-Gebete Datum14.10.2022 08:31
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 14. Oktober



    Königin des Himmels, erhoben über alle Chöre der Engel und seligen Geister. Wann werde ich, von diesem Jammertal erlöst, mich gerettet zu deinen Füßen sehen? Dort im himmlischen Saal, wo das ewige Mahl gehalten wird und die Cherubim den Schöpfer preisen? Wie sehne ich mich nach diesem Tag, an dem bei dir, in deiner seligen Nähe, für mich die Ewigkeit beginnt. Wenn ich in den Himmel komme, dann, meine liebste Mutter, werde ich dich in noch höherem Grad und durch die ganze Ewigkeit hin lieben und loben und durch unendliche Lobpreisungen alles das ersetzen, was ich jetzt vielleicht zu wenig dich ehre. O Maria, hilf mir meine Seele zu retten, damit meine Hoffnung nicht zu Schanden werde. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Herr Jesus Christus, Du bist die Auferstehung und das Leben. Verleihe uns, dass wir an die künftige Auferstehung fest glauben und denken, und erhalte uns dadurch in einer heilsamen Furcht Deines Gerichts, der Du lebst und regierst, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Vom heiligen Papst Kallistus wurde berichtet, dass er die Kirche der heiligsten Maria in Travestère, als die erste zu Rom dem öffentlichen Dienst Gottes und Verehrung der seligsten Jungfrau gewidmete Kirche, erbaut habe. Der gelehrte Moretti beweist in seiner Abhandlung über diese Kirche, dass sie an dem Ort steht, wo zur Zeit der Geburt Jesu Christi eine wunderbare Ölquelle, die bis in die Tiber lief, entsprungen ist.

    An eben diesem Tag im Jahr 1685 wurde auch das durch viele erfolgte Wunderbegebenheiten zu Köln berühmte Bildnis der Mutter Gottes vom Friede

  • Vom Reich GottesDatum14.10.2022 08:07
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von den zwei Naturen in Christus


    Preis, Jesus, dir, der du vom Himmel kamst,

    Und aus Maria unsre Menschheit nahmst:

    Als Mensch uns mit dem Vater zu versöhnen,

    Als Gott uns mit Erbarmungen zu krönen.



    1. Betrachten wir die Person Jesu Christi, so sehen wir in ihm eine Heiligkeit und Allmacht, die eines Gottmenschen vollkommen würdig ist. Die glorreichen Wunder, die er zum Beweis seiner Gottheit wirkte, erforderten Gottes ganze Allmacht. Von dieser Art waren: Blindgeborenen Augen zu erschaffen, wenige Brote aus nichts zu vermehren, Tote, und zumal einen viertägigen Toten, zu erwecken, Aussätzige durch ein bloßes Wort zu reinigen. Diese und zahllose andere Wunder tat Jesus vor allem Volk, sprach sich dabei als Gott, und zwar als einen Gott mit seinem Vater aus, und ließ sich als solchen anbeten. Nimmermehr aber konnte, wofern er nicht Gott war, Gott seine Allmacht ihm mitteilen, ein falsches Zeugnis zu bestätigen.



    2. War Jesus nicht Gott, so war er (was ewig fern sei) der verbrecherischste aller Betrüger, da er für Gott sich ausgab, und göttliche Ehre forderte, - ein Betrüger jedoch, dessen Absichten Gott mit seiner ganzen Allmacht förderte, und durch beinahe zwei Jahrtausende beständig fördert. War er ein bloßer Mensch, so war er ein unauflösliches Rätsel. Er war der demütigste und stolzeste aller Menschen zugleich, der Unterwürfigste und der größte Rebell. Er gehorchte Gott in tiefster Ehrfurcht, opferte ihm Ehre und Leben, und empörte sich zugleich dergestalt wider ihn, dass er selbst auf dem Thron Gottes sich erheben und als Gott herrschen wollte. Wer wird dies je begreifen?



    3. Ist aber Jesus ein Gottmensch, dann lösen sich alle scheinbaren Widersprüche seines Charakters wunderbar. Dann konnte er in Wahrheit sagen, "er sei dem Vater gleich, er sei früher denn Abraham; was der Vater tut, das tut auf gleiche Weise auch der Sohn, damit alle den Sohn ehren;" - und begreiflich wird dann auch seine tiefe Demut, sein Eifer für die Ehre seines Vaters, seine Aufopferung bis zum Kreuzestod, ihm zu gehorchen. Es glänzt in ihm die Gottheit in ihrer vollen Würde, und die Demut in der höchsten menschlichen Vollkommenheit. Also, liebevollster Erlöser, beten wir dich als den Sohn Gottes und der Jungfrau an. "Ich bin vom Himmel herabgekommen." (Johannes 6,38)

  • Vom Reich GottesDatum13.10.2022 08:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Jesus, Gottes und Davids Sohn


    Es zeigten, Herr, die Seher dich in Klarheit,

    Du aber führtest selbst zum Sieg die Wahrheit;

    Die Feinde deines Reiches sind vernichtet,

    Und ewig steht dein Herrscherthron errichtet.



    1. Viele verfängliche Fragen hatten die Pharisäer dem Herrn über verschiedene Gegenstände gestellt, er aber hatte sie mit einer Weisheit gelöst, dass sie, ob auch seine größten Feinde, darüber erstaunten. Hierauf aber stellte er selbst eine Frage an sie, und sprach: "Was wisst ihr von Christus? Wessen Sohn ist er?" Sie antworteten: "Davids!" Darüber waren alle einig. Allein David, der ihn seinen Sohn genannt hatte, nannte ihn auch, und zwar im Heiligen Geist, seinen Herrn. Wie also war er Davids Sohn, und zugleich sein Herr? Diese Frage wusste die Synagoge nicht zu lösen. Wir aber kennen diese Lösung. Beten wir Jesus in heiliger Freude an, der unsere Natur in die Einheit seiner Gottheit aufnahm.



    2. Oft hatte Jesus sich den Sohn Gottes genannt, und immer waren die Juden darüber wütend, wenn er auch seine Gottheit durch allmächtige Wunder bewies. Ja sie hatten nach seinem Ausspruch: "Ich und der Vater sind eins." Steine aufgehoben, und ihm ins Gesicht gesagt: "Wir steinigen dich um der Gotteslästerung willen, weil du dich selbst zu Gott machst, da du doch ein Mensch bist!" (Johannes 10,22-39) Durch die Anführung des 110. Psalms, worin, wie sie selbst bekannten, David im Heiligen Geist gesprochen hatte, bewies ihnen Jesus, dass die Person des Heiligen Geistes nicht gegen die Einheit Gottes streite, und dass also auch seine Sohnschaft dieser göttlichen Einheit nicht widerspreche. Aber ihre Blindheit war unheilbar.





    3. Der göttliche Erlöser führte diesen Psalm an, der ihnen sehr geläufig war, sie zum Nachdenken über seinen Inhalt zu wecken, und ihnen die Augen zu öffnen. Denn ausgesprochen war in diesem Psalm, dass Gott selbst den Messias aus seiner Wesenheit erzeugt hatte, dass er ein ewiger Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedechs sei, dass er das Zepter seiner Herrschaft von Sion aussenden, zur Rechten Gottes sitzen, und zugleich mitten unter ihnen, seinen Feinden, herrschen und sie zerschmettern würde. Wie wunderbar wurde diese Weissagung erfüllt, die so lange vor der zeitlichen Geburt des Messias in den Büchern der Juden aufgezeichnet stand. Offenbarung 19,16: "Er ist der König der Könige, und der Herr der Herrscher."

  • Tages-Gebete Datum12.10.2022 11:09
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebete am 12. Oktober




    Auf dich, meine Gebieterin, habe ich gehofft, ich werde in Ewigkeit nicht zuschanden werden. Auf dich habe ich alle meine Hoffnung gesetzt: ich hoffe deswegen zuversichtlich, dass ich nicht verlorengehen werde, sondern dass ich selig im Himmel die ganze Ewigkeit hindurch dich lieben und loben werde. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Maximilian



    Wir bitten Dich, o Herr, gib uns auf die Fürbitte des heiligen Maximilian guten Willen und Kraft, uns und andere im wahren Glauben zu befestigen, damit Dein Reich immer mehr verbreitet, und die Zahl der Seligen vergrößert werde, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Papst Gregor XIII. hat an diesem Tag im Jahr 1576 die Bruderschaft von Confalon gutgeheißen und mit Ablässen begnadet. Einige römische Patrizier hatten sie im Jahr 1264 errichtet. Und der heilige Bonaventura hat den Mitgliedern vorgeschrieben, die Krone der seligsten Jungfrau täglich zu beten, das ist, fünfmal das Vaterunser und den Englischen Gruß mit beigesetztem Ehre sei dem Vater etc. und wieder siebenmal das Vaterunser und den Englischen Gruß für die Armen Seelen mit dem Zusatz: Herr, gib ihnen die ewige Ruhe etc.

  • Vom Reich GottesDatum12.10.2022 11:03
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Regeln der Nächstenliebe



    Du liebtest, Herr, uns Sünder bis zum Tod,

    Und ließest uns dein heiliges Gebot,

    Dass auch wir selbst die Brüder lieben lernen,

    Uns nicht von deiner Liebe zu entfernen.



    1. Lieben sollen wir den Nächsten wie uns selbst. Dies ist ein göttliches Gebot. Sehr empfindlich sind wir gegen unsre geringsten Übel. Lieben wir aber den Nächsten wie uns selbst, so werden wir allerdings auch gefühlvoll für seine geringsten Übel sein, oder vielmehr werden sie uns immer groß erscheinen. So zärtlich auch ist unsere Liebe zu uns selbst, dass wir alle unsere Fehler verbergen, oder sie doch als gering ansehen. Mit diesen Augen aber sollen wir auch die Fehler unserer Brüder und Schwestern betrachten. Können wir sie nicht entschuldigen, so entschuldigen wir wenigstens ihre Absicht, und ist auch dies nicht möglich, so haben wir Mitleid mit ihren Schwächen und schweigen wir. Dies soll unser Verhalten sein. Sieh also, wie fern du von der wahren Nächstenliebe bist.



    2. Lieben sollen wir den Nächsten, wie wir wollen, dass er uns liebe. Blicke in diesen Spiegel. Möchtest du, dass man dich mit Härte behandelt? Möchtest du, dass man verächtlich mit dir spricht? Möchtest du, dass man mit herrischem Ton dir Befehle erteilt? Möchtest du, dass man dich aus Bosheit verleumdet, dich verspottet, dich lächerlich macht, deine geringsten Fehler übertreibt, deine unschuldigen Handlungen vergiftet, gar keine Nachsicht mit deinen Schwächen hat? Möchtest du nicht vielmehr, dass man gerade umgekehrt gegen dich handelt? Warum denn begegnest du andern nicht selbst, wie du willst, dass man dir begegnet?



    3. Lieben sollen wir den Nächsten, wie Christus uns geliebt hat. Wie aber liebte uns der Herr? Ohne all unser Verdienst. Was auch hätte er je an uns lieben können? Auch liebte er uns ohne allen Eigennutz. Denn was konnte er von uns armen und elenden Sündern erwarten? Und dennoch liebte er uns so sehr, dass er Gut und Blut, Ruhe, Ehre und Leben für uns hingab. So liebte uns Jesus. Dies ist das Beispiel, dass er uns zur Regel aufstellte. Dies ist sein neues Gebot, an dessen Erfüllung er seine Jünger erkennt. Herr, mit Schmerz bekenne ich, dass ich bisher dein Liebesgebot nicht erfüllte, doch gelobe ich dir, es künftig mit deiner Gnade getreu zu erfüllen. 1. Johannes 3,14b: "Wer nicht liebt, der bleibt im Tod."


    https://www.marianisches.de/marienfeste/...der-säule/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Von Rom, der damaligen Weltbeherrscherin, drang das Licht der christlichen Religion in alle Lande, die dem Zepter der römischen Kaiser unterworfen waren, denn unter den römischen Beamten und Soldaten in den eroberten Ländern befanden sich schon viele Christen, die voll Glaubenseifer auch manche Eingeborene der Kirche Jesu Christi zuführten. Auch in den Donauländern sehen wir schon in den ersten christlichen Jahrhunderten einige Christengemeinden aufblühen, und da konnte es nicht fehlen, dass zur Zeit der blutigen Verfolgungen unter den römischen Cäsaren Christenblut vergossen wurde.



    Als der erste Bekenner des christlichen Namens in Österreich, der den heiligen Glauben mit seinem Blut besiegelte, erscheint der heilige Bischof Maximilian. Er war geboren zu Celeia in Noricum, dem heutigen Cilly in Untersteiermark, von frommen und reichbegüterten Eltern. Im Alter von sieben Jahren übergaben ihn seine Eltern dem gelehrten und gottseligen Priester Aranius, der die ausgezeichneten Geistes- und Herzensgaben des Jungen sorgfältig ausbildete und ihn mit besonderer Liebe zur Demut, Sanftmut, Keuschheit und Verachtung der irdischen Güter und Freuden erfüllte. Im Alter von neunzehn Jahren gelangte er durch den Tod seiner Eltern in den Besitz eines ansehnlichen Vermögens. Einzig auf die treue Nachfolge Christi und das Heil seiner Seele bedacht, verteilte er das ganze Vermögen unter die Armen und schenkte allen Sklaven die Freiheit.



    Arm um Christi willen, reich an Tugenden, lebte Maximilian zu Laureacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, still und zurückgezogen und gewann durch Wort und Beispiel viele Seelen für das Reich Gottes. Nach dem Tod des Bischofs von Lorch wählten Geistlichkeit und Volk den herzensguten, sittenreinen und wissensreichen Maximilian einstimmig im Jahr 257 zu ihrem Oberhirten. Er weigerte sich in seiner Demut, ein Amt zu übernehmen, das selbst Engelschultern zu schwer ist. Als er aber dem unaufhörlichen Drängen des Volkes nicht länger widerstehen konnte, willigte er ein, machte aber erst eine Reise nach Rom, um vom Papst Sixtus II. die Bestätigung und den apostolischen Segen einzuholen. Der Heilige Vater empfing ihn mit viel Liebe, weihte ihn zum Bischof, und mahnte ihn, sich der verfolgten Christen in Noricum und Pannonien anzunehmen.



    Mit dem Segen des Heiligen Vaters kehrte Bischof Maximilian heim, zeigte sich als lebendiges Vorbild aller Christentugenden, zog im ganzen Land predigend umher, sammelte die zerstreuten Schäflein der Herde Christi, stürzte die Götzenbilder, pflanzte das Kreuz auf, verdrängte überall das Heidentum mit der Waffe des göttlichen Wortes und taufte die heilsbegierigen Heiden. Auf seinen apostolischen Reisen drang er bis nach Bayern und baute in der Gegend von Freising zu Ehren der Himmelskönigin Maria ein Kirchlein. Deshalb wird er beim oberbayerischen Volk noch immer als besonderer Patron verehrt.



    Eine lange Reihe von Jahren hatte Maximilian unermüdlich für die Ausbreitung und Befestigung des Christentums gearbeitet, als er sich angetrieben fühlte, auch in seiner Vaterstadt Cilly dem noch immer nicht völlig ausgerotteten Götzendienst entgegenzuarbeiten. Um jene Zeit aber hatte der römische Kaiser Numerian eine grausame Verfolgung gegen die Christen begonnen. Sein Statthalter in Noricum, Evilasius, ein willfähriges Werkzeug des tyrannischen Kaisers, ließ den strengen Befehl ergehen, dass an einem bestimmten Tag bei dem ersten Schall der Posaune alle Einwohner von Cilly ohne Unterschied des Standes im Tempel des Kriegsgottes Mars sich einfinden und opfern sollten. Mit inniger Betrübnis sah Maximilian, dass sogar mehrere Christen aus Menschenfurcht dem Aufruf des Tyrannen Folge leisteten und dem Götzen opferten. Da entbrannte er in gerechtem Zorn, und nachdem er für sich und die Gläubigen Stärke von Gott erfleht hatte, predigte er auf öffentlichem Markt mit würdevollem Freimut gegen die Torheiten des heidnischen Götzendienstes, beschwor die Christen zur Treue und Standhaftigkeit im Glauben und versprach ihnen dafür die Himmelskrone. Evilasius geriet über die Kühnheit des Bischofs in unbändige Wut und ließ ihn von seinen Schergen in den Marstempel führen. Hier drückte Maximilian seinen Abscheu vor den heidnischen Torheiten noch entschiedener aus und warf dem Statthalter seine Ungerechtigkeit und Grausamkeit vor. Da schleppten ihn die Schergen des ergrimmten Evilasius zur Stadt hinaus und schlugen ihm das Haupt ab am 12. Oktober 288.



    Während der Nacht trugen die Christen den Leichnam auf den gemeinsamen Kirchhof, von wo ihn der heilige Bischof Rupert nach Lorch bringen ließ. Als wegen der häufigen Einfälle der Avaren der Bischofssitz von Lorch nach Passau verlegt wurde, brachte man die Gebeine des heiligen Maximilian nach Passau, wo sie noch heute ruhen und verehrt werden. In Cilly zeigt man noch den Platz, wo des Märtyrers Blut floss, und einen Brunnen, der an seinem Todestag wunderbarerweise dem Erdboden entsprang.


    Liebe Grüße, Blasius



  • Maria - Pilar - Unsere Liebe Frau von der Säule

    Gedenktag katholisch: 12. Oktober

    Hochfest in Aragón, im Bistum Barbastro-Monzón, im Bistum Huesca und bei der Guardia Civil im spanischen Militärerzbistum

    Fest in Spanien

    Fest im Erzbistum Saragossa, gebotener Gedenktag im Bistum Jaca: 2. Januar

    Biographie: => Maria

    Das Fest des Heiligtums Unsere Liebe Frau von der Säule - Pilar, Säule - ist ein Marienfest, es wird in Saragossa gefeiert und gilt seit 1872 für die gesamte Kirche.

    Die Legende berichte, dass Maria im Jahr 40 Jakobus erschien, als der bei seiner Missionsarbeit in Spanien fast keinen Erfolg hatte. Am Ufer des Flusses Ebro an der Stelle der heutigen Basilika del Pilar in Saragossa flehte er im Gebet um Unterstützung, worauf ihm Maria erschien und ihm und seinen Gefährten Mut zusprach; sie versprach, sich in besonderer Weise um Spanien zu kümmern und ihm eine Säule hinterließ als Symbol des aufrechten Glaubens der Menschen in Spanien; hierfür bat sie um Errichtung einer Kirche, aus der die heutige Basilika wuchs.


    An der Mariensäule in Saragossa sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben. Im 17. Jahrhundert fand der Bettler Miguel Pellicer aus Calanda aufgrund eines amputierten Beins keine Arbeit; dann betete er unaufhörlich vor der Mariensäule, bis sein Bein auf wundersame Weise wieder hergestellt war. In der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 bombardierte die republikanische Regierung im Kampf gegen die Faschisten Francos 1936 Saragossa und auch die Marienkirche, aber die in der Nähe des Gotteshauses abgeworfenen Bomben explodierten alle nicht.

    Papst Calixtus III. empfahl im 15. Jahrhundert ausdrücklich Pilgerfahrten zur Mariensäule nach Saragossa. Die vatikanische Ritenkongregation bestätigte 1723 die Authentizität der Erscheinung vor Jakobus. 1730 erlaubte Papst Clemens XII., dass das Fest Unsere Liebe Frau auf der Säule im Spanischen Kolonialreich gefeiert wird. Der Festtag fällt zusammen mit dem spanischen Nationalfeiertag.

    Patronin der spanischsprachigen Welt

    „Pilar” im Marienlexikon


    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria-Pilar.html

    Liebe Grüße, Blasius

    @Katholik28
    liebe Grüße, Blasius




  • 11. Oktober - Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria

    Maternitatis B. M. V.

    Aus der Predigt des hl. Papstes Leo

    Die königliche Jungfrau aus Davids Geschlecht wird auserkoren; sie soll eine heilige Frucht in ihrem heiligen Schoße tragen, sie darf das göttlich-menschliche Kind zuerst im Geiste, dann im Fleische aufnehmen. Und damit sie in Unkenntnis über den göttlichen Ratschluß nicht erschrecke über die Wunderdinge, die an ihr geschehen sollen, darum erfährt sie im Gespräch mit einem Engel was der Heilige Geist in ihr wirken soll. Und sie fürchtet keine Verletzung ihrer Jungfräulichkeit, wenn sie jetzt Gottesmutter werden soll. Warum sollte sie auch an der ungewohnten Art ihrer Empfängnis Zweifel haben, da ihr doch versichert wird, daß sie durch die Kraft des Allerhöchsten gewirkt wird? Ihr Glaube wird auch noch gestärkt durch die Bezeugung eines schon gewirkten Wunders. Elisabeth wird unerwartet Fruchtbarkeit geschenkt. So kann also kein Zweifel mehr bestehen; wenn er einer Unfruchtbaren die Empfängnis verliehen hat, kann er sie auch einer Jungfrau schenken. Das Wort also, der Sohn Gottes, der im Anfang bei Gott war, durch den alles gemacht ist, ohne den nichts gemacht ist, wurde Mensch, um uns Menschen vom ewigen Tode zu erretten.

    Unser Herr Jesus Christus kam in dieses Erdental; er stieg vom Himmelsthron herab, ohne die Herrlichkeit beim Vater zu verlassen. Auf eine ganz neue Art, durch eine ganz eigenartige Geburt erhielt er das menschliche Leben. Auf eine ganz neue Art: Denn unsichtbar seinem Wesen nach, ward er sichtbar in unsrer Natur; er, der Unfaßbare, wollte erfaßt werden; er, der schon vor aller Zeit war, begann in der Zeit zu leben. Durch eine ganz neue Geburt erhielt er das Leben: Von einer Jungfrau wurde er empfangen, von einer Jungfrau geboren, ohne fleischliche Begierde von seiten des Vaters, ohne Verletzung der Jungfräulichkeit der Mutter. Eine solche Geburt ziemte sich für den kommenden Erlöser des Menschengeschlechtes; er mußte die Natur und das Wesen der Menschen besitzen, ohne die Befleckungen des menschlichen Fleisches zu kennen. Ungleich war sein Ursprung, doch gleich seine Natur. Mit menschlicher Art und Gewohnheit hat es nichts zu tun, was wir glauben, vielmehr liegt es in Gottes Macht begründet, daß die Jungfrau empfing, die Jungfrau gebar und daß sie dennoch Jungfrau blieb.

    Aus den Akten des Papstes Pius XI.

    Als im Jahre 1931 unter Zustimmung des ganzen katholischen Erdkreises feierlich das 1500 jährige Jubiläum begangen wurde, seitdem auf dem Konzil von Ephesus die seligste Jungfrau Maria, von der Christus geboren wurde, gegenüber der Irrlehre des Nestorius von den Vätern unter Führung des Papstes Cölestin als Mutter Gottes verkündet wurde, beschloß Papst Pius XI., die Erinnerung an dieses glückliche Ereignis durch ein Zeichen seiner Güte für ewige Zeiten festzuhalten. In Rom bestand schon ein herrliches Denkmal zur Erinnerung an die Konzilsentscheidung zu Ephesus, der Triumphbogen in der Basilika St. Maria Maggiore auf dem Esquilin; von seinem Vorgänger Sixtus III. war dieser mit einem wundervollen Mosaikbild geschmückt worden, hatte jedoch durch die Ungunst der Zeit etwas gelitten. Diesen ließ nun zugleich mit dem Querschiff der Kirche Pius XI. in seiner Freigebigkeit wieder glücklich Herrichten. Ferner schilderte er in einer Enzyklika die hohe Bedeutung des allgemeinen Konzils von Ephesus und legte darin mit liebevollen, ausführlichen Worten den unsagbar erhabenen Vorzug der Gottesmutterwürde der seligen Jungfrau Maria dar. So konnte sich also diese hohe, geheimnisvolle Lehre immer tiefer den Herzen der Gläubigen einprägen. Zugleich stellte er die Gottesmutter Maria, die Hochgebenedeite unter allen Frauen, sowie die Familie von Nazareth als das edelste Vorbild für die Erhabenheit und Heiligkeit einer reinen Ehe und für die gottgefällige Erziehung der Jugend hin. Und damit auch in der Liturgie ein bleibendes Denkmal sei, verordnete er schließlich, daß das Fest der seligen Jungfrau Maria jedes Jahr am 11. Oktober als Duplex 2. Klasse mit eigener Messe und eigenem Stundengebet von der ganzen Kirche gefeiert werden sollte.

    Kirchengebet

    O Gott, Du wolltest, daß Dein Wort auf die Botschaft des Engels hin im Schoße der seligen Jungfrau Maria Fleisch annehme; so gewähre denn unsre Bittte und laß durch ihre Fürsprache bei Dir uns Hilfe finden, die wir sie geläubig als wahre Gottesmutter bekennen. Durch Ihn, unsern Herrn.

    Quellen: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962


    QUELLE: DISTRIKT ÖSTERREICH

  • Tages-Gebete Datum11.10.2022 06:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 11. Oktober


    Gütigste Jungfrau! Von dir gilt das Wort der Heiligen Schrift: "Gesegnet bist du vom Herrn, o Tochter, denn deine frühere Barmherzigkeit wird durch die folgende übertroffen." Ja - mild und gütig im Leben - bist du jetzt reich an Erbarmen, jetzt, da du zur Seite deines göttlichen Sohnes im Himmel thronst. Erbarme dich auch meiner, des verlassensten, hilflosesten deiner Kinder und Schützlinge. Stehe mir bei in den mancherlei Nöten des Lebens, die gleich Wassern mich umdrängen. Mein schwaches Schifflein schwankt, meine Hoffnung schwindet. O rette, fache den Funken des Vertrauens neu an und erbarme dich jetzt mehr über mich, als du es je getan hast. Lass mich die ganze Kraft deines Erbarmens, deiner mächtigen, alles übertreffenden Fürbitte empfinden - besonders in der Stunde meines Todes. Amen.


    .

  • Vom Reich GottesDatum11.10.2022 06:14
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von Gottes Ehre und Verherrlichung


    Die Schöpfung steht, o Gott, zu deiner Ehre.

    Dein Lob verkünden aller Wesen Heere;

    Sie alle ehren dich auf ihre Weise.

    O gib mir, dass auch ich dich würdig preise.



    1. In der ganzen Schöpfung hat nur eins Wert, und auf dieses eine muss alles sich beziehen, dies aber ist Gottes Ehre. Denn die Ehre ist Gottes einziges Gut, darum auch gibt es nichts Größeres, als diese Ehre ihm zu erwirken. Dass ich Staub und Asche Gottes unendliche Majestät verherrlichen kann, dies ist der höchste Adel meines Wesens. Selbst die glorreichsten Cherubim und Seraphim haben kein erhabeneres Ziel. Eine unsterbliche Seele, die anderes sucht, erniedrigt sich selbst. So sehr eifert Gott für seine Ehre, dass er durch Jesaja (42,8) spricht: "Ich überlasse die Ehre, die mir gebührt, keinem andern, meinen Ruhm nicht den Götzen." Suchen wir diese Ehre, und halten wir es für unseren höchsten Ruhm, alles, sogar unser Leben, für Gottes Ehre zu opfern.



    2. Diese Ehre suchte Jesus, unser göttliches Vorbild, durch alle Werke seiner heiligsten Menschheit, durch sein Leiden und seinen Tod. Dies war das erhabene Ziel, für das er sich opferte, und ähnlich werden wir ihm nur insofern, als wir hierin ihm nachahmen. Ja alle unsere Werke sind auch nur insofern verdienstlich, als wir Gottes Ehre dadurch suchen. Was nicht in dieser Absicht geschieht, ist für die Ewigkeit verloren. Was gegen sie geschieht, ist schwere Schuld. Bieten wir nun unsere ganze Kraft auf, Gottes Ehre zu fördern, um die Zeit zu ersetzen, wo wir ihn durch unsere Sünden verunehrten.



    3. Gott zu verherrlichen ist die Beschäftigung aller Chöre der seligen Engel und aller zahllosen Scharen der heiligen Himmelsbürger in alle Ewigkeit. Ohne Unterlass singen sie den Lobgesang: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Heerscharen! Alleluja! Heil, Ehre und Herrlichkeit sei unserem Gott, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit!" In dieser Verherrlichung besteht zugleich ihre Seligkeit. So beginnen wir denn schon in diesem Leben, was wir im Himmel ewig tun werden, und loben wir Gott nun nach Maßgabe unserer Sterblichkeit, bis wir in jene glückseligen Lobgesänge einstimmen. 1. Timotheus 1,17: "Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum09.10.2022 18:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Ermahnung zur Liebe Gottes



    Die Liebe, die in Gott, dem Schöpfer, ruht,

    Sie ist der Seele Geist und höchstes Leben;

    Sie schwillt das Herz mit reiner Himmelsglut,

    Und jubelt, selbst wenn alle andern beben.



    1. Psalm 85,9a: "Ich will hören, was Gott redet": Gleich wie der Hirsch nach den Wasserquellen, so solltest du in lebendigem Durst nach mir, dem Urquell deiner Glückseligkeit, erglühen, und weder Rast noch Ruhe finden, bis deine Sehnsucht gestillt wird. Ohne Unterlass sollte dies sehnliche Verlangen in dir zunehmen, denn kein Ziel setzt sich die wahre Liebe, niemals wird sie satt, und sie wächst umso schneller, als diese Pilgerschaft ihrem Ende näher kommt. Alle Gedanken und Begierden des Herzens reißt sie an sich, und findet keinen Trost, keine Freude, keinen Frieden, außer in mir, ihrem Ursprung und ewigen Ziel.



    2. Nicht müßig ist meine Liebe in der Seele. Unermüdlich ist sie, für meine Ehre zu wirken. Ist es ihr aber nicht gestattet zu tun, was sie verlangt, so wirkt sie doch dem Willen nach, und überaus wohlgefällig ist dieser Wille vor meinen Augen, da ich nicht so sehr auf die Menge der Werke, als auf die Größe der Liebe sehe. Was auch soll mir die Spreu ohne die Frucht? Ich sehe nicht auf äußerliche Werke ohne Liebe, wohl aber auf die Liebe, auch wenn sie ohne Werke ist, wenn nämlich solche aus Krankheit, aus Gehorsam, oder aus einem andern rechtmäßigen Hindernis unterblieben. Wer mich allein in allen Dingen sucht, und nur durch mein Wohlgefallen satt wird, der wirkt das größte Werk der Liebe.



    3. Eine solche Seele erfährt den Trost meiner Liebe, der alle Freuden und Lieblichkeiten der Welt unendlich übertrifft. O dass doch die Menschen, die ich zu meiner Liebe erschaffen habe, so weit von ihrer Glückseligkeit irren, und von der Liebe zu den Geschöpfen sich bestricken lassen, wodurch sie nicht gesättigt, sondern verunreinigt, geängstigt, und zeitlich und ewig unglückselig werden. Was ist je in den Geschöpfen Erfreuliches, das nicht in unendlicher Fülle in mir wäre? Nacht und Bitterkeit ist alles außer mir. Meine Liebe sei dein größter Schatz, dann wird dein Herz schon hier auf Erden im Himmel sein. Johannes 15,9b-10a: "Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben."

    .

  • Tages-Gebete Datum08.10.2022 07:45
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 8. Oktober




    Meine liebste Mutter Maria, du hattest Recht, da du sagtest, dass alle deine Freude in Gott sei: Mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland, denn hier auf Erden hast du kein anderes Gut als Gott gewünscht und geliebt. Ziehe mich zu dir, o meine Königin, und hilf, dass ich der Welt absterbe. Ziehe mich zu dir, damit ich nur den liebe, der allein geliebt zu werden verdient. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Pelagia




    O Gott, reiche uns auf die Fürbitte der heiligen Büßerin Pelagia Deine Hand, damit wir von dem Fall in die Sünde aufstehen, und als reuevolle Büßer zu Dir zurückkehren, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Heute wurde im Jahr 451 unter Papst Leo I. das vierte allgemeine Konzil zu Chalcedon eröffnet, in dem der herrliche Titel der Mutter Gottes ist von neuem bestätigt worden. Das Konzil wurde von 630 Bischöfen in Beisein der päpstlichen Legaten und selbst des Kaisers Marzianus gehalten, und im selben die Worte: "Freue dich, Jungfrau Maria, du allein hast alle Ketzereien in der ganzen Welt vernichtet!" gebraucht und laut gesungen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher





    Die heilige Pelagia, eine Büßerin, in Antiochia in Syrien geboren, hatte vom gütigen Schöpfer eine ungewöhnliche Leibesschönheit und einen reich ausgestatteten Geist zum Wiegengeschenk erhalten. Schmählich aber missbrauchte sie diese Gaben, frönte der Weltlust, verlor sich in Eitelkeit und Genusssucht und wurde Schauspielerin und ein dienstbares Werkzeug der Unzucht. Nun geschah es, dass im Jahr 426 der Patriarch Maximian zu Antiochia eine Synode von Bischöfen versammelte, unter denen sich auch der heilige Nonnus von Heliopolis befand. Er predigte eines Tages im Vorhof der Kirche St. Julian den Gläubigen, und während er sprach, ritt Pelagia von Gold und Edelsteinen funkelnd auf einem Maultier vorüber. Große Störung trat dadurch ein, und Nonnus musste sogar seine Rede eine Weile unterbrechen. Bei dieser Pause seufzte er im Innersten des Herzens, dass der Herr nach seiner unendlichen Güte auch an dieser Frau Barmherzigkeit üben möge. Am anderen Morgen fühlte Pelagia einen unwiderstehlichen Drang, in die Kirche zu gehen, deren Schwelle sie schon lange nicht mehr betreten hatte. Nonnus predigte abermals über das schreckliche Gericht, das Gott über die unbußfertigen Sünder halten wird. Pelagia fühlte sich tief erschüttert, und nach beendigten Gottesdienst setzte sie sich hin und schrieb einen Brief an den Heiligen, in dem sie ihn nachdrücklich um Unterricht in der Lehre des Heils und um die Zulassung zur Taufe bat. Bisher war sie nur unter den Katechumenen eingeschrieben. Nonnus wollte in dieser Sache nicht für sich allein entscheiden, sondern trug der Reumütigen auf, nächsten Tages in die Versammlung der Bischöfe zu kommen. Wirklich erschien sie, bekannte auf den Knien liegend öffentlich ihre Sünden und wiederholte dann die Bitte um Erteilung des Sakramentes der Wiedergeburt. Nonnus, hierdurch von der Wahrheit ihrer Zerknirschung überzeugt, unterwies und taufte sie, worauf er sie der Obsorge einer frommen Witwe übergab. Pelagia schnitt sich die Haare ab, warf allen Schmuck beiseite, teilte ihr Gut unter die Armen aus und züchtigte ihren Leib mit Fasten und Geißeln. Schließlich hüllte sie sich in einen Bußsack, wallte nach Jerusalem, bezog am Ölberg eine Höhle und lebte da, fortwährend über ihre Sünden weinend und das bittere Leiden Jesu betrachtend, viele Jahre, bis sie um 457 der Tod von ihren Reuequalen erlöste.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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