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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Von Rom, der damaligen Weltbeherrscherin, drang das Licht der christlichen Religion in alle Lande, die dem Zepter der römischen Kaiser unterworfen waren, denn unter den römischen Beamten und Soldaten in den eroberten Ländern befanden sich schon viele Christen, die voll Glaubenseifer auch manche Eingeborene der Kirche Jesu Christi zuführten. Auch in den Donauländern sehen wir schon in den ersten christlichen Jahrhunderten einige Christengemeinden aufblühen, und da konnte es nicht fehlen, dass zur Zeit der blutigen Verfolgungen unter den römischen Cäsaren Christenblut vergossen wurde.



    Als der erste Bekenner des christlichen Namens in Österreich, der den heiligen Glauben mit seinem Blut besiegelte, erscheint der heilige Bischof Maximilian. Er war geboren zu Celeia in Noricum, dem heutigen Cilly in Untersteiermark, von frommen und reichbegüterten Eltern. Im Alter von sieben Jahren übergaben ihn seine Eltern dem gelehrten und gottseligen Priester Aranius, der die ausgezeichneten Geistes- und Herzensgaben des Jungen sorgfältig ausbildete und ihn mit besonderer Liebe zur Demut, Sanftmut, Keuschheit und Verachtung der irdischen Güter und Freuden erfüllte. Im Alter von neunzehn Jahren gelangte er durch den Tod seiner Eltern in den Besitz eines ansehnlichen Vermögens. Einzig auf die treue Nachfolge Christi und das Heil seiner Seele bedacht, verteilte er das ganze Vermögen unter die Armen und schenkte allen Sklaven die Freiheit.



    Arm um Christi willen, reich an Tugenden, lebte Maximilian zu Laureacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, still und zurückgezogen und gewann durch Wort und Beispiel viele Seelen für das Reich Gottes. Nach dem Tod des Bischofs von Lorch wählten Geistlichkeit und Volk den herzensguten, sittenreinen und wissensreichen Maximilian einstimmig im Jahr 257 zu ihrem Oberhirten. Er weigerte sich in seiner Demut, ein Amt zu übernehmen, das selbst Engelschultern zu schwer ist. Als er aber dem unaufhörlichen Drängen des Volkes nicht länger widerstehen konnte, willigte er ein, machte aber erst eine Reise nach Rom, um vom Papst Sixtus II. die Bestätigung und den apostolischen Segen einzuholen. Der Heilige Vater empfing ihn mit viel Liebe, weihte ihn zum Bischof, und mahnte ihn, sich der verfolgten Christen in Noricum und Pannonien anzunehmen.



    Mit dem Segen des Heiligen Vaters kehrte Bischof Maximilian heim, zeigte sich als lebendiges Vorbild aller Christentugenden, zog im ganzen Land predigend umher, sammelte die zerstreuten Schäflein der Herde Christi, stürzte die Götzenbilder, pflanzte das Kreuz auf, verdrängte überall das Heidentum mit der Waffe des göttlichen Wortes und taufte die heilsbegierigen Heiden. Auf seinen apostolischen Reisen drang er bis nach Bayern und baute in der Gegend von Freising zu Ehren der Himmelskönigin Maria ein Kirchlein. Deshalb wird er beim oberbayerischen Volk noch immer als besonderer Patron verehrt.



    Eine lange Reihe von Jahren hatte Maximilian unermüdlich für die Ausbreitung und Befestigung des Christentums gearbeitet, als er sich angetrieben fühlte, auch in seiner Vaterstadt Cilly dem noch immer nicht völlig ausgerotteten Götzendienst entgegenzuarbeiten. Um jene Zeit aber hatte der römische Kaiser Numerian eine grausame Verfolgung gegen die Christen begonnen. Sein Statthalter in Noricum, Evilasius, ein willfähriges Werkzeug des tyrannischen Kaisers, ließ den strengen Befehl ergehen, dass an einem bestimmten Tag bei dem ersten Schall der Posaune alle Einwohner von Cilly ohne Unterschied des Standes im Tempel des Kriegsgottes Mars sich einfinden und opfern sollten. Mit inniger Betrübnis sah Maximilian, dass sogar mehrere Christen aus Menschenfurcht dem Aufruf des Tyrannen Folge leisteten und dem Götzen opferten. Da entbrannte er in gerechtem Zorn, und nachdem er für sich und die Gläubigen Stärke von Gott erfleht hatte, predigte er auf öffentlichem Markt mit würdevollem Freimut gegen die Torheiten des heidnischen Götzendienstes, beschwor die Christen zur Treue und Standhaftigkeit im Glauben und versprach ihnen dafür die Himmelskrone. Evilasius geriet über die Kühnheit des Bischofs in unbändige Wut und ließ ihn von seinen Schergen in den Marstempel führen. Hier drückte Maximilian seinen Abscheu vor den heidnischen Torheiten noch entschiedener aus und warf dem Statthalter seine Ungerechtigkeit und Grausamkeit vor. Da schleppten ihn die Schergen des ergrimmten Evilasius zur Stadt hinaus und schlugen ihm das Haupt ab am 12. Oktober 288.



    Während der Nacht trugen die Christen den Leichnam auf den gemeinsamen Kirchhof, von wo ihn der heilige Bischof Rupert nach Lorch bringen ließ. Als wegen der häufigen Einfälle der Avaren der Bischofssitz von Lorch nach Passau verlegt wurde, brachte man die Gebeine des heiligen Maximilian nach Passau, wo sie noch heute ruhen und verehrt werden. In Cilly zeigt man noch den Platz, wo des Märtyrers Blut floss, und einen Brunnen, der an seinem Todestag wunderbarerweise dem Erdboden entsprang.


    Liebe Grüße, Blasius



  • Maria - Pilar - Unsere Liebe Frau von der Säule

    Gedenktag katholisch: 12. Oktober

    Hochfest in Aragón, im Bistum Barbastro-Monzón, im Bistum Huesca und bei der Guardia Civil im spanischen Militärerzbistum

    Fest in Spanien

    Fest im Erzbistum Saragossa, gebotener Gedenktag im Bistum Jaca: 2. Januar

    Biographie: => Maria

    Das Fest des Heiligtums Unsere Liebe Frau von der Säule - Pilar, Säule - ist ein Marienfest, es wird in Saragossa gefeiert und gilt seit 1872 für die gesamte Kirche.

    Die Legende berichte, dass Maria im Jahr 40 Jakobus erschien, als der bei seiner Missionsarbeit in Spanien fast keinen Erfolg hatte. Am Ufer des Flusses Ebro an der Stelle der heutigen Basilika del Pilar in Saragossa flehte er im Gebet um Unterstützung, worauf ihm Maria erschien und ihm und seinen Gefährten Mut zusprach; sie versprach, sich in besonderer Weise um Spanien zu kümmern und ihm eine Säule hinterließ als Symbol des aufrechten Glaubens der Menschen in Spanien; hierfür bat sie um Errichtung einer Kirche, aus der die heutige Basilika wuchs.


    An der Mariensäule in Saragossa sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben. Im 17. Jahrhundert fand der Bettler Miguel Pellicer aus Calanda aufgrund eines amputierten Beins keine Arbeit; dann betete er unaufhörlich vor der Mariensäule, bis sein Bein auf wundersame Weise wieder hergestellt war. In der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 bombardierte die republikanische Regierung im Kampf gegen die Faschisten Francos 1936 Saragossa und auch die Marienkirche, aber die in der Nähe des Gotteshauses abgeworfenen Bomben explodierten alle nicht.

    Papst Calixtus III. empfahl im 15. Jahrhundert ausdrücklich Pilgerfahrten zur Mariensäule nach Saragossa. Die vatikanische Ritenkongregation bestätigte 1723 die Authentizität der Erscheinung vor Jakobus. 1730 erlaubte Papst Clemens XII., dass das Fest Unsere Liebe Frau auf der Säule im Spanischen Kolonialreich gefeiert wird. Der Festtag fällt zusammen mit dem spanischen Nationalfeiertag.

    Patronin der spanischsprachigen Welt

    „Pilar” im Marienlexikon


    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria-Pilar.html

    Liebe Grüße, Blasius

    @Katholik28
    liebe Grüße, Blasius




  • 11. Oktober - Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau Maria

    Maternitatis B. M. V.

    Aus der Predigt des hl. Papstes Leo

    Die königliche Jungfrau aus Davids Geschlecht wird auserkoren; sie soll eine heilige Frucht in ihrem heiligen Schoße tragen, sie darf das göttlich-menschliche Kind zuerst im Geiste, dann im Fleische aufnehmen. Und damit sie in Unkenntnis über den göttlichen Ratschluß nicht erschrecke über die Wunderdinge, die an ihr geschehen sollen, darum erfährt sie im Gespräch mit einem Engel was der Heilige Geist in ihr wirken soll. Und sie fürchtet keine Verletzung ihrer Jungfräulichkeit, wenn sie jetzt Gottesmutter werden soll. Warum sollte sie auch an der ungewohnten Art ihrer Empfängnis Zweifel haben, da ihr doch versichert wird, daß sie durch die Kraft des Allerhöchsten gewirkt wird? Ihr Glaube wird auch noch gestärkt durch die Bezeugung eines schon gewirkten Wunders. Elisabeth wird unerwartet Fruchtbarkeit geschenkt. So kann also kein Zweifel mehr bestehen; wenn er einer Unfruchtbaren die Empfängnis verliehen hat, kann er sie auch einer Jungfrau schenken. Das Wort also, der Sohn Gottes, der im Anfang bei Gott war, durch den alles gemacht ist, ohne den nichts gemacht ist, wurde Mensch, um uns Menschen vom ewigen Tode zu erretten.

    Unser Herr Jesus Christus kam in dieses Erdental; er stieg vom Himmelsthron herab, ohne die Herrlichkeit beim Vater zu verlassen. Auf eine ganz neue Art, durch eine ganz eigenartige Geburt erhielt er das menschliche Leben. Auf eine ganz neue Art: Denn unsichtbar seinem Wesen nach, ward er sichtbar in unsrer Natur; er, der Unfaßbare, wollte erfaßt werden; er, der schon vor aller Zeit war, begann in der Zeit zu leben. Durch eine ganz neue Geburt erhielt er das Leben: Von einer Jungfrau wurde er empfangen, von einer Jungfrau geboren, ohne fleischliche Begierde von seiten des Vaters, ohne Verletzung der Jungfräulichkeit der Mutter. Eine solche Geburt ziemte sich für den kommenden Erlöser des Menschengeschlechtes; er mußte die Natur und das Wesen der Menschen besitzen, ohne die Befleckungen des menschlichen Fleisches zu kennen. Ungleich war sein Ursprung, doch gleich seine Natur. Mit menschlicher Art und Gewohnheit hat es nichts zu tun, was wir glauben, vielmehr liegt es in Gottes Macht begründet, daß die Jungfrau empfing, die Jungfrau gebar und daß sie dennoch Jungfrau blieb.

    Aus den Akten des Papstes Pius XI.

    Als im Jahre 1931 unter Zustimmung des ganzen katholischen Erdkreises feierlich das 1500 jährige Jubiläum begangen wurde, seitdem auf dem Konzil von Ephesus die seligste Jungfrau Maria, von der Christus geboren wurde, gegenüber der Irrlehre des Nestorius von den Vätern unter Führung des Papstes Cölestin als Mutter Gottes verkündet wurde, beschloß Papst Pius XI., die Erinnerung an dieses glückliche Ereignis durch ein Zeichen seiner Güte für ewige Zeiten festzuhalten. In Rom bestand schon ein herrliches Denkmal zur Erinnerung an die Konzilsentscheidung zu Ephesus, der Triumphbogen in der Basilika St. Maria Maggiore auf dem Esquilin; von seinem Vorgänger Sixtus III. war dieser mit einem wundervollen Mosaikbild geschmückt worden, hatte jedoch durch die Ungunst der Zeit etwas gelitten. Diesen ließ nun zugleich mit dem Querschiff der Kirche Pius XI. in seiner Freigebigkeit wieder glücklich Herrichten. Ferner schilderte er in einer Enzyklika die hohe Bedeutung des allgemeinen Konzils von Ephesus und legte darin mit liebevollen, ausführlichen Worten den unsagbar erhabenen Vorzug der Gottesmutterwürde der seligen Jungfrau Maria dar. So konnte sich also diese hohe, geheimnisvolle Lehre immer tiefer den Herzen der Gläubigen einprägen. Zugleich stellte er die Gottesmutter Maria, die Hochgebenedeite unter allen Frauen, sowie die Familie von Nazareth als das edelste Vorbild für die Erhabenheit und Heiligkeit einer reinen Ehe und für die gottgefällige Erziehung der Jugend hin. Und damit auch in der Liturgie ein bleibendes Denkmal sei, verordnete er schließlich, daß das Fest der seligen Jungfrau Maria jedes Jahr am 11. Oktober als Duplex 2. Klasse mit eigener Messe und eigenem Stundengebet von der ganzen Kirche gefeiert werden sollte.

    Kirchengebet

    O Gott, Du wolltest, daß Dein Wort auf die Botschaft des Engels hin im Schoße der seligen Jungfrau Maria Fleisch annehme; so gewähre denn unsre Bittte und laß durch ihre Fürsprache bei Dir uns Hilfe finden, die wir sie geläubig als wahre Gottesmutter bekennen. Durch Ihn, unsern Herrn.

    Quellen: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962


    QUELLE: DISTRIKT ÖSTERREICH

  • Tages-Gebete Datum11.10.2022 06:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 11. Oktober


    Gütigste Jungfrau! Von dir gilt das Wort der Heiligen Schrift: "Gesegnet bist du vom Herrn, o Tochter, denn deine frühere Barmherzigkeit wird durch die folgende übertroffen." Ja - mild und gütig im Leben - bist du jetzt reich an Erbarmen, jetzt, da du zur Seite deines göttlichen Sohnes im Himmel thronst. Erbarme dich auch meiner, des verlassensten, hilflosesten deiner Kinder und Schützlinge. Stehe mir bei in den mancherlei Nöten des Lebens, die gleich Wassern mich umdrängen. Mein schwaches Schifflein schwankt, meine Hoffnung schwindet. O rette, fache den Funken des Vertrauens neu an und erbarme dich jetzt mehr über mich, als du es je getan hast. Lass mich die ganze Kraft deines Erbarmens, deiner mächtigen, alles übertreffenden Fürbitte empfinden - besonders in der Stunde meines Todes. Amen.


    .

  • Vom Reich GottesDatum11.10.2022 06:14
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von Gottes Ehre und Verherrlichung


    Die Schöpfung steht, o Gott, zu deiner Ehre.

    Dein Lob verkünden aller Wesen Heere;

    Sie alle ehren dich auf ihre Weise.

    O gib mir, dass auch ich dich würdig preise.



    1. In der ganzen Schöpfung hat nur eins Wert, und auf dieses eine muss alles sich beziehen, dies aber ist Gottes Ehre. Denn die Ehre ist Gottes einziges Gut, darum auch gibt es nichts Größeres, als diese Ehre ihm zu erwirken. Dass ich Staub und Asche Gottes unendliche Majestät verherrlichen kann, dies ist der höchste Adel meines Wesens. Selbst die glorreichsten Cherubim und Seraphim haben kein erhabeneres Ziel. Eine unsterbliche Seele, die anderes sucht, erniedrigt sich selbst. So sehr eifert Gott für seine Ehre, dass er durch Jesaja (42,8) spricht: "Ich überlasse die Ehre, die mir gebührt, keinem andern, meinen Ruhm nicht den Götzen." Suchen wir diese Ehre, und halten wir es für unseren höchsten Ruhm, alles, sogar unser Leben, für Gottes Ehre zu opfern.



    2. Diese Ehre suchte Jesus, unser göttliches Vorbild, durch alle Werke seiner heiligsten Menschheit, durch sein Leiden und seinen Tod. Dies war das erhabene Ziel, für das er sich opferte, und ähnlich werden wir ihm nur insofern, als wir hierin ihm nachahmen. Ja alle unsere Werke sind auch nur insofern verdienstlich, als wir Gottes Ehre dadurch suchen. Was nicht in dieser Absicht geschieht, ist für die Ewigkeit verloren. Was gegen sie geschieht, ist schwere Schuld. Bieten wir nun unsere ganze Kraft auf, Gottes Ehre zu fördern, um die Zeit zu ersetzen, wo wir ihn durch unsere Sünden verunehrten.



    3. Gott zu verherrlichen ist die Beschäftigung aller Chöre der seligen Engel und aller zahllosen Scharen der heiligen Himmelsbürger in alle Ewigkeit. Ohne Unterlass singen sie den Lobgesang: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Heerscharen! Alleluja! Heil, Ehre und Herrlichkeit sei unserem Gott, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit!" In dieser Verherrlichung besteht zugleich ihre Seligkeit. So beginnen wir denn schon in diesem Leben, was wir im Himmel ewig tun werden, und loben wir Gott nun nach Maßgabe unserer Sterblichkeit, bis wir in jene glückseligen Lobgesänge einstimmen. 1. Timotheus 1,17: "Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum09.10.2022 18:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Ermahnung zur Liebe Gottes



    Die Liebe, die in Gott, dem Schöpfer, ruht,

    Sie ist der Seele Geist und höchstes Leben;

    Sie schwillt das Herz mit reiner Himmelsglut,

    Und jubelt, selbst wenn alle andern beben.



    1. Psalm 85,9a: "Ich will hören, was Gott redet": Gleich wie der Hirsch nach den Wasserquellen, so solltest du in lebendigem Durst nach mir, dem Urquell deiner Glückseligkeit, erglühen, und weder Rast noch Ruhe finden, bis deine Sehnsucht gestillt wird. Ohne Unterlass sollte dies sehnliche Verlangen in dir zunehmen, denn kein Ziel setzt sich die wahre Liebe, niemals wird sie satt, und sie wächst umso schneller, als diese Pilgerschaft ihrem Ende näher kommt. Alle Gedanken und Begierden des Herzens reißt sie an sich, und findet keinen Trost, keine Freude, keinen Frieden, außer in mir, ihrem Ursprung und ewigen Ziel.



    2. Nicht müßig ist meine Liebe in der Seele. Unermüdlich ist sie, für meine Ehre zu wirken. Ist es ihr aber nicht gestattet zu tun, was sie verlangt, so wirkt sie doch dem Willen nach, und überaus wohlgefällig ist dieser Wille vor meinen Augen, da ich nicht so sehr auf die Menge der Werke, als auf die Größe der Liebe sehe. Was auch soll mir die Spreu ohne die Frucht? Ich sehe nicht auf äußerliche Werke ohne Liebe, wohl aber auf die Liebe, auch wenn sie ohne Werke ist, wenn nämlich solche aus Krankheit, aus Gehorsam, oder aus einem andern rechtmäßigen Hindernis unterblieben. Wer mich allein in allen Dingen sucht, und nur durch mein Wohlgefallen satt wird, der wirkt das größte Werk der Liebe.



    3. Eine solche Seele erfährt den Trost meiner Liebe, der alle Freuden und Lieblichkeiten der Welt unendlich übertrifft. O dass doch die Menschen, die ich zu meiner Liebe erschaffen habe, so weit von ihrer Glückseligkeit irren, und von der Liebe zu den Geschöpfen sich bestricken lassen, wodurch sie nicht gesättigt, sondern verunreinigt, geängstigt, und zeitlich und ewig unglückselig werden. Was ist je in den Geschöpfen Erfreuliches, das nicht in unendlicher Fülle in mir wäre? Nacht und Bitterkeit ist alles außer mir. Meine Liebe sei dein größter Schatz, dann wird dein Herz schon hier auf Erden im Himmel sein. Johannes 15,9b-10a: "Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben."

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  • Tages-Gebete Datum08.10.2022 07:45
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 8. Oktober




    Meine liebste Mutter Maria, du hattest Recht, da du sagtest, dass alle deine Freude in Gott sei: Mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland, denn hier auf Erden hast du kein anderes Gut als Gott gewünscht und geliebt. Ziehe mich zu dir, o meine Königin, und hilf, dass ich der Welt absterbe. Ziehe mich zu dir, damit ich nur den liebe, der allein geliebt zu werden verdient. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Pelagia




    O Gott, reiche uns auf die Fürbitte der heiligen Büßerin Pelagia Deine Hand, damit wir von dem Fall in die Sünde aufstehen, und als reuevolle Büßer zu Dir zurückkehren, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Heute wurde im Jahr 451 unter Papst Leo I. das vierte allgemeine Konzil zu Chalcedon eröffnet, in dem der herrliche Titel der Mutter Gottes ist von neuem bestätigt worden. Das Konzil wurde von 630 Bischöfen in Beisein der päpstlichen Legaten und selbst des Kaisers Marzianus gehalten, und im selben die Worte: "Freue dich, Jungfrau Maria, du allein hast alle Ketzereien in der ganzen Welt vernichtet!" gebraucht und laut gesungen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher





    Die heilige Pelagia, eine Büßerin, in Antiochia in Syrien geboren, hatte vom gütigen Schöpfer eine ungewöhnliche Leibesschönheit und einen reich ausgestatteten Geist zum Wiegengeschenk erhalten. Schmählich aber missbrauchte sie diese Gaben, frönte der Weltlust, verlor sich in Eitelkeit und Genusssucht und wurde Schauspielerin und ein dienstbares Werkzeug der Unzucht. Nun geschah es, dass im Jahr 426 der Patriarch Maximian zu Antiochia eine Synode von Bischöfen versammelte, unter denen sich auch der heilige Nonnus von Heliopolis befand. Er predigte eines Tages im Vorhof der Kirche St. Julian den Gläubigen, und während er sprach, ritt Pelagia von Gold und Edelsteinen funkelnd auf einem Maultier vorüber. Große Störung trat dadurch ein, und Nonnus musste sogar seine Rede eine Weile unterbrechen. Bei dieser Pause seufzte er im Innersten des Herzens, dass der Herr nach seiner unendlichen Güte auch an dieser Frau Barmherzigkeit üben möge. Am anderen Morgen fühlte Pelagia einen unwiderstehlichen Drang, in die Kirche zu gehen, deren Schwelle sie schon lange nicht mehr betreten hatte. Nonnus predigte abermals über das schreckliche Gericht, das Gott über die unbußfertigen Sünder halten wird. Pelagia fühlte sich tief erschüttert, und nach beendigten Gottesdienst setzte sie sich hin und schrieb einen Brief an den Heiligen, in dem sie ihn nachdrücklich um Unterricht in der Lehre des Heils und um die Zulassung zur Taufe bat. Bisher war sie nur unter den Katechumenen eingeschrieben. Nonnus wollte in dieser Sache nicht für sich allein entscheiden, sondern trug der Reumütigen auf, nächsten Tages in die Versammlung der Bischöfe zu kommen. Wirklich erschien sie, bekannte auf den Knien liegend öffentlich ihre Sünden und wiederholte dann die Bitte um Erteilung des Sakramentes der Wiedergeburt. Nonnus, hierdurch von der Wahrheit ihrer Zerknirschung überzeugt, unterwies und taufte sie, worauf er sie der Obsorge einer frommen Witwe übergab. Pelagia schnitt sich die Haare ab, warf allen Schmuck beiseite, teilte ihr Gut unter die Armen aus und züchtigte ihren Leib mit Fasten und Geißeln. Schließlich hüllte sie sich in einen Bußsack, wallte nach Jerusalem, bezog am Ölberg eine Höhle und lebte da, fortwährend über ihre Sünden weinend und das bittere Leiden Jesu betrachtend, viele Jahre, bis sie um 457 der Tod von ihren Reuequalen erlöste.


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  • Vom Reich GottesDatum08.10.2022 07:38
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Die Stufen der Selbsterkenntnis und Demut



    Wer bist du, Mensch, du Nichts und Staubgebilde,

    Dich in so eitler Hoffart zu erheben?

    Rief aus dem Abgrund dich nicht Gottes Milde,

    Und schenkte Dasein dir und Licht und Leben?

    Ist Asche, Mensch, nicht deine letzte Zier?

    Ja selbst die Asche bist du nicht aus dir.



    1. Wie kam ich in dieses Dasein? Habe ich mich selbst erschaffen? Was war ich vor einem Jahrhundert? Tief im Abgrund des Nichts, hatte ich weder Kraft, daraus hervorzutreten, noch Verdienst, daraus erhoben zu werden. Aus mir selbst bin ich noch heute, was ich damals war. Bin ich nun etwas, so kommt mir dies vom Urheber meines Daseins, ich selbst konnte aus mir nicht einmal eine Mücke werden. Dir, mein Gott, verdanke ich alles. Darum will ich deine Barmherzigkeit preisen, und meine ganze Wissenschaft bestehe darin, dir die Ehre für alles zu geben, ohne das Geringste mir selbst anzueignen.



    2. War ich aber nichts, durchaus nichts im Reich der Natur, so war ich noch unendlich weniger im Reich der Gnade. Unfähig war ich, Gnade zu erwerben, unwürdig, sie zu empfangen. Denn die Gnade ist "das beste Geschenk, die vollkommene Gabe, die vom Vater der Lichter herabkommt". (Jakobus 1,17) Wie aber hätte ich, dieses Nichts, jemals Anspruch auf diese Würdigung des Allerhöchsten machen können? Vermag ich es nun nicht, für meine Schöpfung dir würdig zu danken, mein Gott: wie kann ich je für diese allerhöchste Gabe dir danken?



    3. Aber noch einen anderen, tieferen Abgrund sehe ich vor mir. Denn wie verwendete ich die Gaben der Natur und der Gnade, die deine unendliche Güte mir zu deiner Verherrlichung gegeben hat? Undank, Bosheit, Hochmut, Sünde: dies ist es, was ich aus mir selbst hervorbrachte. Statt dich zu verherrlichen, beleidigte ich deine göttliche Majestät unzählige Male. Unendlich weniger also bin ich, als selbst das Nichts. Deutlich sprach mein Erlöser dies aus, als er von seinem meineidigen Jünger Judas sagte, es wäre ihm besser, er wäre nicht geboren. Wo also ist noch ein Winkel, meinen Hochmut zu verbergen? Und wo wäre ich, hätte deine unendliche Barmherzigkeit diesem schauderhaften Abgrund mich nicht großmütig entrissen? Nichts also bin ich aus mir, nichts durch mich, und als Sünder stehe ich tief unter dem Nichts. Galater 6,3: "Wer sich einbildet, etwas zu sein, obwohl er nichts ist, der betrügt sich."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum07.10.2022 08:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 7. Oktober



    Allerweiseste Jungfrau Maria! Von dir gilt das Wort in der Heiligen Schrift: "Ihr Licht ist ein feuriges und flammendes Licht. Ich bin ein Feuer, das da Feuer trägt. Es erlöscht ihr Licht des Nachts nicht." Ja, du warst erleuchtet vom Gnadenlicht Gottes, warst entflammt vom Feuer der heiligen Liebe und glänzt mitten in der Nacht des Unglaubens. Komm doch meiner Schwachheit zu Hilfe, und bitte Jesus, deinen Sohn, er soll mich erleuchten, dass ich erkenne was recht und heilsam ist und mich von den Blendwerken der Welt niemals täuschen lasse. Er möge mich mit der Furcht Gottes erfüllen, dass ich mich vor jeder Sünde sorgfältig in Acht nehme. Er möge in meinem Herzen seine Liebe entzünden, dass ich ihm mit Eifer diene und stets an meiner Heiligung arbeite. O Maria, verschaffe mir diese Gnade und ewig will ich dich dafür lobpreisen. Amen.

  • Vom Reich GottesDatum07.10.2022 08:21
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Vom Eitelruhm



    Menschengunst ist eitler Dunst,

    Der im Wind verfliegt;

    Wahre Demut ist die Kunst,

    Die dies Gift besiegt.



    1. Ein sehr subtiles Gift, das gern in alle unsere guten Werke einfließt und sie verdirbt, ist die eitle Ruhmgier, die nicht nur Anfängern, sondern sogar Vollkommenen nachstellt, um sie um das Gold aller ihrer Tugenden zu bringen. Diese Seuche liegt gleich einer Schlange im Hintergrund des Herzens verborgen, und es gehört ein geübtes Auge dazu, sie zu entdecken und hinauszutreiben. Wer sie aber wahrnimmt und dennoch ihren Einflüsterungen Gehör gibt, den beraubt sie nicht nur, sondern sie spottet seiner auch obendrein.



    2. Wer nach der Ehre der Menschen giert, der hascht nach Schatten. Denn weder ist diese Ehre ständig, noch wahrhaft, noch irgendwie nützlich. So wenig Bestand hat sie, dass der Prophet von ihr spricht: "Ihre Ehre verblüht wie eine Feldblume." (Jesaja 40,6.8) Ebenso wenig ist sie auch wahrhaft, denn sie ist ein eitler Dunst, eine Meinung der Menschen, die, wenn sie auch alle übereinkommen, dich zu loben, dich dennoch nimmermehr besser machen, als du vor Gott bist. Endlich gereicht sie auch zu keinem Nutzen. Umgekehrt vielmehr bringt sie den Menschen um alles Verdienst, und raubt ihm den Himmel. Denn zu solchen, die ihre guten Werke tun, damit sie von den Menschen gesehen und gelobt werden, spricht der Herr: "Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten." (Matthäus 6,2b)





    3. Wie viele werden, nach langen und schweren Arbeiten, mit leeren Händen vor dem ewigen Richter erscheinen, und statt der Belohnung diese Antwort empfangen. Hüten wir uns also, dass diese Hauptfeindin aller Tugenden uns nicht um das Verdienst unserer guten Werke bringe. Nur dann schadet die Ehre der Menschen uns nicht, wenn wir sie nicht suchen, noch auch Wohlgefallen daran haben. Denn sollen wir auch diese Seuche fliehen, so soll dennoch unsere Furcht nie so weit gehen, dass wir wegen ihr irgend ein gutes Werk unterlassen, das uns Lob und Ehre zuziehen kann. Sprechen wir in solchen Fällen mit unserem Herrn: "Ich suche meine Ehre nicht." (Johannes 8) "Wir wollen nicht prahlen, nicht miteinander streiten und einander nichts nachtragen." (Galater 5,26)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Maria vom Sieg - Rosenkranzfest Datum07.10.2022 08:16
    Thema von Blasius im Forum Die allerseligste J...



    Alljährlich wird in der ganzen katholischen Christenheit am 7. Oktober (früher am ersten Sonntag im Oktober) das Rosenkranzfest gefeiert. Welche Begebenheit zur Einsetzung dieses Marienfestes die nächste Veranlassung bot, soll immer wieder erzählt werden.



    Hart bedrängt war die ganze Christenheit, als die Türken im Jahr 1566 die Insel Chio erobert hatten und ihr Sultan Soliman 1570 seinen grausamen Feldherrn Mustapha absendete, um sich der Insel Zypern zu bemächtigen. Papst Pius V. wendete alle Kräfte an, die christlichen Fürsten zum gemeinschaftlichen Widerstand gegen den Erbfeind des Christentums zu bringen. Allein nur Spanien und die Republik Venedig, die dem Andrang der wilden Horden zunächst ausgesetzt waren, rüsteten sich. In Deutschland loderte die die Flamme des Reformationskrieges, und der Kaiser wurde dadurch gehindert, seine Macht zu teilen. Langsam ging die Mobilmachung der Spanier vor sich. Unterdessen bemächtigte sich Mustapha der Insel Zypern, brach treulos die gemachten Friedensbedingungen und ließ die Einwohner grausam behandeln, größtenteils ermorden oder an die Galeeren schmieden. Besonders unmenschlich verfuhr er gegen den Statthalter Bragadin, indem er ihm Nase und Ohren abschneiden, ihn auf dem Platz öffentlich schinden und danach seine mit Stroh ausgefüllte Haut samt den Köpfen der vornehmsten Einwohner nach Konstantinopel bringen ließ. Außerdem wurde der Sohn des lebendigen Gottes öffentlich verhöhnt und gelästert, und, wo es nur möglich war, die Kirchen geschleift oder in Moscheen verwandelt. Was hatte das christliche Europa zu erwarten, als Soliman im Jahr 1571 mit einem gewaltigen Kriegsheer über die Venetier herfallen und über die anderen christlichen Länder sich ausbreiten wollte? Furcht und Schrecken bemächtigten sich aller Gemüter. Ganz Europa wandte sich zu Gott, und die Gläubigen zur heiligen Jungfrau, als der Fürsprecherin, als der Mutter aller Christen und der Schützerin der heiligen Kirche. Zahlreich strömten sie zu ihrem Gnadenort, nach Maria-Loretto. Johann von Österreich, der Anführer der christlichen Armee, gelobte, wenn es ihm gelingen sollte, mit seiner geringen Macht das feindliche Heer zu schlagen, persönlich Loretto zu besuchen und der Mutter des Herrn als Siegerin öffentlich zu huldigen. Beide Mächte waren sehr ungleich. Die türkische bestand aus mehr als zweihundert Galeeren und beiläufig fünfzig kleinen Schiffen, die mit siebzigtausend streitbaren Männern besetzt waren, die christliche hingegen, zählte nur einhundertdreißig Galeeren, beiläufig dreißig andere Schiffe und zwanzigtausend Soldaten. Doch Gott ließ das Vertrauen des christlichen Volkes nicht zu Schanden werden. Am 7. Oktober kam es zur Schlacht. Sie dauerte von sechs Uhr morgens bis zum Abend. Der Sieg war auf der Seite der Christen, denn Maria kämpfte für die Christenheit. Ungefähr dreißigtausend Türken liegen erschlagen, hundertsiebzehn Schiffe sind erobert, siebzig in den Grund gebohrt, hundertsechzehn Kanonen und hundertfünfzig Feldschlangen erbeutet, fünfzehntausend gefangene Christen in Freiheit gesetzt.



    Allgemein wurde dieser so wichtige und vollkommene Sieg der Christen Mariens Fürsprache zugeschrieben. Papst Pius V., der Heilige, hatte am Tag der Schlacht ein Gesicht vom Sieg der Christen. Er war eben in Arbeiten mit den Kardinälen begriffen. Plötzlich verließ er sie, schaute einige Augenblicke gen Himmel, schloss das Fenster, das er geöffnet hatte, und sprach: "Nun sei nicht mehr die Rede von Geschäften. Nur Dankgebete sollen zum Himmel geschickt werden für den Sieg, den Gott soeben der christlichen Armee verliehen hat." Er setzte zur Erinnerung dieses großen Ereignisses das Fest "Maria vom Sieg" ein, das später von Papst Gregor XIII. auf den ersten Sonntag im Oktober übertragen wurde und nun jährlich am 7. Oktober unter dem Namen "Rosenkranzfest" gefeiert wird. Papst Gregor XIII. erklärte, erwähnter Sieg der Christen sei als eine Wirkung der Fürbitte Mariens anzusehen, da er an demselben Tag erfochten wurde, an dem die Mitglieder der Rosenkranzbruderschaft, die zur Ehre der allerseligsten Jungfrau errichtet worden war, ihre feierlichen Prozessionen in allen Provinzen hielten und Gott durch die Fürbitte seiner gebenedeiten Mutter um einen glücklichen Ausgang des Krieges anriefen. Von der Zeit an wurden auch nach Anordnung Pius V. der Lauretanischen Litanei die Worte beigesetzt: "Helferin der Christen!"


    https://www.marianisches.de/marienfeste/rosenkranzfest/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Kraft und Zähigkeit im ritterlichen Kampf gegen die Feinde des Heils, Treue und Frömmigkeit, hoher Sinn und himmlisches Streben nach den erhabensten Zielen zeichnen einen Mann aus, der die Welt und die schnöde Lust verachtete und dennoch von der Welt zu allen Zeiten wird bewundert werden, der der Ärmste und Niedrigste sein wollte und die höchsten Ehren und den reichsten Gewinn davongetragen hat. Wer bewundert nicht den heiligen Bruno, den Stifter des Kartäuserordens? Von Deutschland aus strahlte seine Heiligkeit und sein gesegnetes Wirken nach Frankreich und Italien hinüber, und noch heute lebt sein Geist und sein himmlisches Streben in seinem Orden fort.



    Bruno, entsprossen aus der altadeligen Familie, von der harten Faust“, erblickte das Licht der Welt um das Jahr 1035 zu Köln am Rhein. Schon als Kind zeigte er männlichen Ernst und verschmähte Spiel und Kurzweil. Unter den besorgten Augen seiner frommen Eltern und der tüchtigen Lehrer an der St. Kunibertsschule entfalteten sich die bedeutenden Geistesanlagen Brunos so herrlich, dass ihm seine Zeitgenossen die Ehrennamen: „Dichter, Philosoph und Theologe“ beilegten und dass sich der Ruhm seines Wissens und seiner Klugheit in allen Ländern Europas verbreitete. Wegen seiner Wissenschaften und Tugenden ernannte ihn der heilige Bischof Hanno von Köln zum Kanonikus seiner Domkirche. Nach dem Tod Hannos begab sich Bruno zu seiner weiteren Ausbildung an die berühmte Schule zu Reims und überragte bald alle seine Studiengenossen derart an Wissen, Frömmigkeit und Bescheidenheit, dass ihn der Erzbischof Gervasius zum Domherrn von Rheims ernannte und ihm die oberste Leitung sämtlicher Bildungsanstalten übertrug. Mit hoher Weisheit, glühender Beredsamkeit und heiligem Eifer entzündete er die Herzen seiner Zuhörer und diese trugen seinen Geist in ihre Wirkungskreise hinüber. Man nannte ihn „eine Leuchte der Kirche, einen Lehrer der Lehrer, die Zierde seiner Zeit, das Muster aller Rechtschaffenen.“



    Nach dem Tod des Erzbischofs Gervasius, der Bruno die Kanzlerwürde anvertraut hatte, wusste sich ein Unberufener durch Ränke und Bestechungen das Oberhirtenamt von Reims zu erschleichen. Bruno mit noch zwei anderen Domherrn führte auf einer Kirchenversammlung Klage gegen den unwürdigen Eindringling Manasses, um den Gräuel der Verwüstung von heiliger Stätte abzuwehren. Erzürnt ließ der entartete Kirchenfürst die Häuser seiner Ankläger niederreißen, ihre Einkünfte einziehen und ihre Stellen verkaufen. Bruno entging persönlichen Misshandlungen durch die Flucht.



    Schon lange hatte Bruno das Verlangen genährt, die arglistige und eitle Welt zu verlassen und in einem verborgenen Winkel der Erde die Tage in strengen Bußübungen, in Gebet und Betrachtung zu leben. Deshalb legte er sein Amt nieder, gerade in dem Augenblick, als man ihn an Stelle des abgesetzten Manasses auf den Bischofsstuhl erheben wollte, entsagte allem, was er hatte, und begab sich mit sechs gleichgesinnten Freunden im Jahr 1084 nach Grenoble zum heiligen Bischof Hugo, um von ihm ein Plätzchen in stiller Abgeschiedenheit zu erbitten. Hugo nahm die Gottesmänner freundlich auf, denn in einem wunderbaren Gesicht sah er, wie er in einer Einöde seines Sprengels, Kartaus genannt, einen schönen Tempel baute und wie sieben zirkelrunde Sterne aus der Erde emporstiegen und ihm den Weg zum Tempel zeigten. Er führte nun die heilsbegierigen Männer in die wilde Gebirgskluft, von schroffen Felsen umragt, von Schnee und Nebel umzogen. Dort baute Bruno eine Kirche und für je zwei seiner Gefährten eine Zelle, bald aber erhielt jeder seine eigene. Nach dem Namen der Wildnis hießen die Einsiedler Kartäuser.



    Bruno und seine Genossen führten in der Kartause ein sehr strenges Leben. Sie beobachteten das strengste Stillschweigen, trugen ein härenes Bußkleid, lagen auf harter Streu, nur mit Schaffellen bedeckt, hielten beständiges Fasten, aßen niemals Fleisch, selbst in der Krankheit nicht, dreimal in der Woche genossen sie nur Wasser und Brot, am Dienstag und Samstag gekochte Kräuter, nur am Sonntag und Donnerstag Eier und Käse. Außer an Festtagen genossen sie nur einmal am Tag ihr spärliches Mahl. In ihrer Zelle beschäftigten sie sich mit Bücherabschreiben, im Garten mit Handarbeit, Graben und dergleichen. Nur zum Chorgebet um Mitternacht und zur Vesper am Nachmittag versammelten sie sich in der Kirche. Kam ein Bruder zum Sterben, so wurde er auf geweihte Asche gelegt, und war er unter den Gebeten der Brüder gestorben, so wurden dreißig Tage lang Heilige Messen für ihn gelesen.



    Ungeachtet der außerordentlichen Strenge des Ordens kamen von nah und fern Männer herbei und baten um Aufnahme, um für ihre Sünden zu büßen oder dem heiligen Bruno in seiner strengen Lebensweise nachzuahmen. Der heilige Bischof Hugo besuchte öfters die frommen Brüder und bediente sich Brunos als Gewissensrates.



    Sechs Jahre lang hatte Bruno in seiner Einöde glücklich gelebt, als ihn sein ehemaliger Schüler Eudo, jetzt Papst Urban II., nach Rom berief, um sich seines weisen Rates zu bedienen. In Demut brachte der fromme Ordensmann das Opfer des Gehorsams und nahm rührenden Abschied von seiner geliebten Kartause. Einige Brüder begleiteten ihn. Der Papst nahm ihn mit größter Hochachtung auf und wies ihm eine Wohnung in seinem Palast an, allein er sehnte sich nach seiner stillen Kartause zurück, wie ein Fisch nach dem Wasser. Der Papst wählte Bruno zum Erzbischof von Reggio, aber der Heilige war zur Annahme dieser Würde nicht zu bewegen. Erst nach langem Bitten erhielt er die Erlaubnis, sich in einer Wüste Kalabriens, la Torre genannt, eine neue Kartause zu bauen und das stille Einsiedlerleben fortzusetzen. Der Graf Roger von Sizilien baute ihm eine Kirche und mehrere Zellen, denn bald schlossen sich gleichgesinnte Männer dem heiligen Ordensstifter an und wetteiferten mit den Bewohnern der ersten Kartause, die er durch häufige Briefe und liebreiche Ermahnungen in der Verachtung der Welt bestärkte. Der Heilige verfasste auch Erklärungen der Psalmen und der Briefe des heiligen Paulus, sowie eine Elegie über die Verachtung der Welt. Dem Papst blieb er ein treuer Ratgeber und auf mehreren Kirchenversammlungen bekundete er seine Weisheit und seinen Seeleneifer aufs herrlichste.



    Dem Grafen Roger blieb seine Fürsorge und Liebe zu Bruno nicht unbelohnt. Als er nämlich Capua belagerte, um seinen ungerechterweise gefangenen Verwandten, den Fürsten Richard von Aversa, zu befreien, hatte einer seiner Anführer heimlich sich bestechen lassen, in der Schlacht zum Feind überzugehen. In der Nacht vor dem Entscheidungskampf sah der Graf im Traum den heiligen Bruno mit zerrissenen Kleidern und bitter weinend vor sich stehen, sprechend: „Steh auf, ergreife die Waffen und rette dein und deiner Soldaten Leben!“ Der Graf springt auf, ruft seine Kriegsobersten und befiehlt ihnen, unter die Waffen zu treten. Der Verräter Sergius ergreift die Flucht und der Graf dankt Gott für seine Rettung. Als er einige Zeit später den Heiligen besuchte, wies dieser den Dank auf seinen schirmenden Schutzengel ab.



    Dem Kloster la Torre stand Bruno jahrelang mit weiser Umsicht vor und er konnte mit Genugtuung auf sein schönes Werk zurückschauen. Als ihm eine schwere Krankheit sein baldiges Sterben ankündigte, ermahnte er seine versammelten Jünger zur Liebe und Opferfreudigkeit, legte eine öffentliche Lebensbeichte ab, betete feierlich das Glaubensbekenntnis und hob besonders seinen Glauben an das heiligste Altarsakrament hervor. Am 6. Oktober 1101 vertauschte er seine arme Zelle gegen einen Himmelsthron. Als man nach 400 Jahren (1515) seine Leiche in la Torre erhob, fand man sie völlig unversehrt. Sein Geist lebt noch heute in alter Kraft und Reinheit segensreich im Kartäuserorden fort.


    https://www.heiligen-legende.de/bruno-ha...-von-köln/


    Liebe Grüße, Blasius

  • Tages-Gebete Datum06.10.2022 07:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 6. Oktober



    Meine Königin, von wie vielen Gefahren hast du mich schon befreit. Wie große Erkenntnis, wie viele Gnaden hast du mir von Gott erlangt. Was habe ich dir Gutes getan, auf welche Weise habe ich dich zu Ehren versucht, nachdem du fortwährend bemüht gewesen bist, mir Gutes zu tun? O liebe, o liebenswürdigste Jungfrau Maria! Du hast das Herz deines Gottes gewonnen, nimm denn auch mein armes Herz in Besitz und heilige mich. Ich liebe dich, ich vertraue auf dich. Liebliche Mutter Gottes, bitte für uns! Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Bruno




    Wir bitten Dich, o Herr, hilf uns auf die Fürbitte Deines heiligen Bekenners Bruno, damit wir, die wir Dich durch unsere Sünden schwer beleidigt haben, Verzeihung erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Der heilige Bruno hat die Andacht zu Maria in seinem heiligen Orden festgesetzt. Die ersten Kirchen in Kalabrien wurden unter Anrufung der göttlichen Mutter geweiht. Die Ordensglieder haben täglich das Offizium von der seligsten Jungfrau zu beten. Viele andere marianische Andachtsübungen sind bei ihnen gebräuchlich.

    Am heutigen Tag hat Papst Leo X. im Jahr 1530 die Ablässe der Rosenkranz-Bruderschaft gutgeheißen und bestätigt durch die Bulle: Pastoris aeterni etc.

  • Vom Reich GottesDatum06.10.2022 06:18
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    "Wer sich selbst erhöht,

    der wird erniedrigt werden."




    Die Hoffart strebt Gott stets entgegen,

    Vom Himmel stürzt er sie hinab;

    Die Hölle selber ward ihr Grab;

    Die Demut aber fand den Segen.



    1. Die Menschen verachten und demütigen einen hochmütigen, und achten dagegen einen bescheidenen, demütigen Menschen. Hierin stimmen die Gesetze des Evangeliums und der Welt überein. Wie aber befolgen wir selbst diese himmlische Vorschrift? Wie oft verletzen wir sie durch unser Betragen? Wäre die Demut die Richtschnur unseres Lebens: wie viele Gehässigkeiten, Zankereien, Feindschaften, Murren und Ärgernisse würden wir vermeiden. Zeigen wir nicht in unserer Weise uns zu kleiden, in den Vorzügen, nach denen wir streben, und in allen unseren Ansprüchen, dass wir nur darauf ausgehen, vor den Menschen zu glänzen? Was würden sie wohl von uns denken, wenn sie in unserem Inneren lesen könnten?



    2. Gewiss gibt es niemand, der nicht in gewisser Hinsicht den Vorzug vor uns verdiente, denn entweder ist ein Mensch edler, mächtiger, fähiger und nützlicher, oder aber er ist frömmer, eifriger und heiliger, als wir. Immer auch werden wir solche finden, mit denen wir uns in keiner Beziehung messen können. Billig sogar sollten wir dem letzten Sünder uns nachsetzen, denn hätte er so viele Gnaden empfangen, als uns zuteilwurden: wie weit wohlgefälliger würde er vor Gott leben. Das gleiche gilt auch von Menschen ohne Bildung, von denen wir gewiss glauben dürfen, dass sie uns bei weitem übertreffen würden, wenn die göttliche Vorsehung sie an unsere Stelle gesetzt hätte.



    3. Was aber sind wir erst vor Gott. Erkennen wir doch unser Nichts, unser Unvermögen, unseren Unwert, unsere zahllosen Sünden und Vergehen. Sind wir nicht in die tiefsten Laster versunken, so ist es seine Güte, die uns davor behütete. Tun wir aber irgendetwas Gutes, so gebührt ihm alle Ehre dafür, da von ihm das Wollen und das Vollbringen kommt. Wie viele, die nicht in den Schranken der Demut sich bewahrten, verloren die Andacht, den Eifer, ja sogar den Glauben, und fielen in die schändlichsten Laster. Wollen wir demnach zeitlicher und ewiger Schmach entkommen, so bewahren wir uns in der Demut. Jakobus 4,6b: "Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Grundgebete





    "Es ist unumgänglich notwendig, sowohl zu seiner eigenen Heilung als zu gesegneten Arbeiten an dem Heil anderer, dass wir uns gewöhnen, in allen Dingen dem lieblichen Licht des Glaubens zu folgen, das immer von einer Salbung begleitet ist, die sich auf geheime Weise in die Herzen ergießt. Eins ist ganz gewiss: dass nur die ewigen Wahrheiten imstande sind, unser Herz zu erfüllen und uns auf dem sicheren Weg zu führen. Glaubt mir, es genügt, dass man sich wohl auf diese Grundfeste stützt, um in kurzer Zeit zur Vollkommenheit zu gelangen und große Dinge auszurichten." (Der heilige Vinzenz von Paul)

    Der heilige Philipp Neri betrachtete das Gebet als ein gutes Mittel, ein Geschäft wirksam durchzusetzen. Wenn ich Zeit habe, viel zu beten, sprach er, so hoffe ich mit Zuversicht, von Gott irgendeine Gnade zu erlangen, um die ich zu Ihm bitte; da ich mich gänzlich auf seine Verheißung stütze: "Alles, was ihr im Gebet mit lebendigem Glaube begehren werdet, das werdet ihr erlangen."


    Vom heiligen Franz von Assisi wird erzählt, dass sein Bruder ihn einst mitten im Winter sehr leicht gekleidet, barfuß und vor Kälte zitternd vorübergehen sah; und dann, seiner zu spotten, ihn durch einen Diener des Hauses fragen ließ, ob er nicht Lust hat, ihm ein Lot seines Schweißes zu verkaufen. Der Heilige gab aber lächelnd zur Antwort: "Geht hin und sagt meinem Bruder, dass ich bereits alles meinem Herrn und Gott, und zwar um sehr hohen Preis verkauft habe."

    Der gottselige Priester Johannes von Avila übte die strengste Armut, das Evangelium umso wirksamer predigen zu können. Er pflegte zu sagen, er hat einen guten Goldquell in der Verheißung des Erlösers gefunden: "Sucht vor allem das Reich Gottes!" - und dieser Ausspruch hat ihn nie im Stich gelassen.



    Folgen will ich, Herr, dem Licht des Glaubens in allen Dingen, und kein Werk beginnen, bevor ich es nicht Dir vorher im Gebet empfohlen habe. Deine Hilfe, Herr, will ich mit Zuversicht erwarten! Amen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum04.10.2022 13:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 4. Oktober


    Maria, du Fürstin der Engel! Von dir sagt die Schrift: "Bei mir ist Reichtum und Ehre, bei mir sind unvergängliche Güter, damit ich reich mache, die mich lieben." Träufele einige Tropfen Gnade aus dem reichen Born deiner Hilfe auf uns Arme, entferne unser Elend, bereichere unsere Dürftigkeit und lass uns, die wir uns deinem heiligen Thron nähern, nicht leer ausgehen. Arm an Tugenden und Verdiensten haben wir jetzt und später deinem göttlichen Sohn nichts zu bieten, nichts aufzuweisen, das eines ewigen Lohnes wert wäre, wenn du nicht aus der Fülle deines Reichtums uns mitteilst, dass wir zunehmen an guten Werken und so der einstigen Herrlichkeit würdig werden. Ja, hilf du uns zum Genuss des unvergänglichen Gutes himmlischer Seligkeit. Amen.



    Zu Gott




    O Gott, der Du dem heiligen Franziskus die Gnade gegeben hast, alles Irdische zu verachten, verleihe uns, dass wir nach seinem Beispiel nur nach dem Himmlischen trachten, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    An diesem Tag im Jahr 1626 hat Papst Urban VIII. zu Rom den ersten Stein zu der Kapuzinerkirche gelegt, die unter dem Titel "der seligsten Jungfrau" auferbaut worden ist.

    Die Andacht des heiligen Franziskus zur seligsten Jungfrau mag man besonders aus der besonderen Neigung erkennen, die er zu dem Kirchlein Portiunkula oder der "heiligen Maria von den Engeln" im Leben und im Tod gezeigt hat.

  • Vom Reich GottesDatum04.10.2022 07:25
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Der heilige Franz von Assisi


    Franziskus, der mit Siegeswunden prangt,

    Hat als ein Held das Himmelreich erworben;

    Denn starke Siege hat das Heer erlangt,

    Das er geführt, ob auch sich selbst erstorben.



    1. Der heilige Franz von Assisi war nicht nur abgetötet, sondern erstorben, ja er war gekreuzigt, und trug die Wundmale des Herrn an seinem Leib. Das arme Leben Jesu Christi nachzuahmen war er so arm, dass es ihm sogar am Notwendigsten fehlte. Er verachtete alle weltliche Ehre so sehr, dass er sich selbst der Verachtung preisgab. Sein Verlangen aber, für Jesus zu leiden, war unersättlich. Er war ein lebendiges Bild des Erlösers, und gleichsam selbst ein Erlöser, da er zahllose Sünder bekehrte. Wie ahmst du das Leben Jesu nach? Liebe mindestens die Armen hilfreich, wenn du die Armut nicht lieben kannst. Suche keine andere Ehre, als den Ruhm eines guten Gewissens, und präge durch andächtige Betrachtung des Leidens deines Herrn seine heiligen Wundmale wenigstens deinem Herzen ein.



    2. Der lebendige Eifer dieses großen Heiligen trieb ihn an, die drei Hauptfeinde der Kirche, die Götzendiener, die Häretiker und die schlechten Katholiken, zu bekämpfen. Er stiftete einen heiligen Orden, die Lehre der Kirche gegen ihre abtrünnigen und ungläubigen Feinde zu verteidigen, und sein strenges Leben führte viele schlechte Christen zur Bekehrung. Was hast du für Gott getan? Wie verteidigst du deinen Glauben? Wie willst du überzeugen, dass man die Verachtung liebt, wenn du ehrsüchtig bist, - dass man den Reichtum verachtet, wenn du geizig bist, - dass man das Leiden umfangen muss, wenn du weichlich und sinnlich bist?



    3. Viele himmlische Kronen erwarb der heilige Franziskus. Seine jungfräuliche Keuschheit erwarb ihm die Krone der Jungfrauen, seine wunderbare Buße die Krone der Büßer, sein heiliges, eifriges Leben die Krone der Bekenner, seine seraphische Liebe die Krone der Märtyrer. Denn ohne von den übernatürlichen Schmerzen zu sprechen, die er durch die Wundmale des gekreuzigten Heilandes in seinen letzten Jahren bis zu seinem Tod erlitt, schiffte er nach Syrien, den Sultan zu bekehren, oder als Märtyrer zu sterben. Welche Krone wirst du durch dein Leben verdienen? Bedenke, dass niemand gekrönt wird, der nicht rechtmäßig gestritten hat. Galater 5,24: "Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum03.10.2022 04:48
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Heiligung der Sonn- und Feiertage



    Wann werde ich, mein Gott, vor dir erscheinen

    Und selig mit den Scharen mich vereinen,

    Die in den Höhen unter Jubelklang

    Allewig singen deinen Lobgesang.



    1. Kein Gebot des alten Bundes verpflichtete strenger, als das Gebot der Heiligung des Sabbats, und mit keinem auch waren größere Verheißungen verknüpft. Auf das Strengste waren alle knechtlichen Werke verboten, weil der Tag dem Herrn geheiligt und zu seinem Lob und seiner Verherrlichung bestimmt war. Darum auch ging die Heiligung dieses Tages in das Christentum über, und wurde zur Ehre der Auferstehung des Herrn in den Sonntag umgewandelt. Die Juden indessen glaubten, sie feierten diesen Tag zur Genüge, wenn sie knechtlicher Arbeiten sich enthielten, und vergaßen darüber der Werke der Liebe und Barmherzigkeit, ja sie verfolgten sogar den Herrn Jesus, weil er am Sabbat Kranke durch ein Wort seiner Barmherzigkeit heilte, gleich als wären seine allmächtigen Wunder knechtliche Werke.



    2. Verdiente aber dieser Aberglaube der Juden strengen Tadel: was verdient wohl der furchtbare Missbrauch, den so viele Christen von den Gott geheiligten Tagen machen, die sie zu aller Ausgelassenheit, zu Tanz und Spiel und zu allen Lastern verwenden, ohne, oder doch kaum, in der heiligen Stätte zu erscheinen, wo sie selbst das göttliche Opfer durch ihre fehlende Ehrerbietung entehren, gleich als wären alle Laster und Ausschweifungen gerade für diese Tage aufbewahrt. Wenn wir in dieser heiligen Zeit selbst, wo wir unsere Wunden heilen sollen, sie mit neuen vermehren: wann werden wir je geheilt werden? Dürfen wir uns noch wundern, wenn die Wirkungen des göttlichen Zorns auf so vielen Einzelnen und ganzen Städten und Ländern sichtbar sind.



    3. Betrauern wir diese furchtbare Blindheit, und heiligen wir die Tage des Herrn mit Ehrfurcht durch Hinzutritt zu den Quellen des Heils, die seine unendliche Güte für unsere Heiligung einsetzte. Durch andächtige Erscheinung beim unblutigen Opfer unserer Erlösung, durch Danksagung für die zahllosen Wohltaten unseres Gottes, durch Betrachtung der heiligen Geheimnisse und durch fromme Werke der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit. Besuchen wir die heiligen Tempel und erfreuen wir uns im Herrn über unsere glorreiche Bestimmung, ihn einst im Himmel ewig zu lieben und im Verein mit allen seinen glückseligen Heiligen zu loben in alle Ewigkeit. Exodus 20,8: "Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!"


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum02.10.2022 06:39
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebete am 2. Oktober



    Stoßgebet zum heiligen Schutzengel




    Engel Gottes, mein Beschützer, dir bin ich durch die Güte des Himmlischen Vaters anvertraut, erleuchte, beschirme, leite und regiere mich. Amen.



    Ein Gebet für Große und Kleine




    So oft ich atme aus und ein,

    will grüßen ich den Engel mein,

    und auch die Engel all der andern,

    die mit mir durchs Leben wandern.



    Zum heiligen Schutzengel




    Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,

    weiche nicht von mir,

    leite mich durchs Tal der Mängel

    bis hinauf zu dir!



    Lass mich stets auf dieser Erde

    deiner Führung würdig sein,

    dass ich immer besser werde,

    und mein Herz stets bleibe rein!



    Sei zum Kampf an meiner Seite,

    wenn mir die Versuchung winkt;

    steh mir bei im letzten Streite,

    wenn mein müdes Leben sinkt!



    Sei in dieser Welt voll Mängel

    stets mein Freund, mein Führer hier!

    Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,

    weiche nicht von mir!



    Sterbegebet zum heiligen Schutzengel




    Heiliger Engel, mein Bruder und Freund, du hast mich mein ganzes Leben hindurch an Leib und Seele beschützt. Du warst immer bei mir, hast die Höhen und Tiefen meines Lebens gesehen. Dass ich nicht aus Gottes Hand gefallen bin, verdanke ich besonders deinem himmlischen Beistand.

    Nun nähert sich mein irdisches Leben seinem Ende. An der Schwelle zur Ewigkeit rufe ich dich mit glühendem Herzen an, mir jetzt den größten Liebesdienst zu erweisen: mir im Tod beizustehen, meine Seele vor Gottes Angesicht zu geleiten und dort mein Fürsprecher zu sein.

    Welches Glück wird uns beide erfüllen, wenn wir gemeinsam den allmächtigen Gott preisen dürfen in alle Ewigkeit. Amen.



    Gebet zu Maria am 2. Oktober




    Heilige Mutter Maria, in wie viele Sünden wäre ich schon gefallen, in welches Elend geraten, wenn deine schützende Hand mich nicht bewahrt hätte. Fahre fort, deine schützende Hand mir zu reichen und alles, was mir zeitlich oder ewig schaden könnte, fern - weit fern zu halten, damit ich so genötigt werde, stets deine Hilfe zu preisen. Amen.



    Zu Gott




    O Gott, der Du Deine heiligen Engel zu unserem Schutz sendest, lass uns allezeit die Macht ihres Schutzes erfahren, und einst die Freude ihrer Gesellschaft ewig genießen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag hat Papst Gregor XIII. im Jahr 1578 einen Teilablass jenen verliehen, die fünf Psalmen, deren Anfangsbuchstaben Maria ergeben, beten würden.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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