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  • Vom Reich GottesDatum28.02.2023 07:22
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Nachfolge Jesu



    Seht, Jesus geht mit seinem Kreuz voran.

    O folgen wir ihm nach mit treuem Herzen.

    Geht über manchen Dorn auch unsre Bahn:

    Sein Reich vergilt unendlich unsern Schmerzen.



    1. Beherzige den Ausruf Jesu zu seinem himmlischen Vater, als er im Begriff war, diese Welt zu verlassen: "Ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast." (Johannes 17,4) Dieses große Werk war unsere Erlösung, die Jesus am Kreuz vollendete, wo er durch seinen zeitlichen Tod vom ewigen Tod uns errettete, und durch sein Blut die ewige Gerechtigkeit versöhnte. Aber noch genügte dies nicht, wir bedurften auch eines sicheren Weges, dieses große Heil zu erlangen, und eines vollkommenen Vorbilds zur Nachbildung, Gott wohlgefällig zu werden. Und diesen Teil seiner Sendung hatte Jesus während seines Lebens vollbracht. "Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt." (1. Petrus 2,21)



    2. Die Beispiele unseres Herrn sind die Richtschnur unseres Lebens, und das Maß unserer künftigen Seligkeit. Alle Heiligen bildeten sich nach diesem göttlichen Vorbild, und auch nur darum waren sie heilig. Einige zwar ahmten diese, andere jene seiner anzubetenden Tugenden insbesondere nach. Es gab Heilige, in denen vorzüglich die Demut, andere, in denen die Sanftmut, andere, in denen die Geduld, andere, in denen die Liebe Jesu ganz besonders hervorleuchtete. Einige folgten ihm in seinem verborgenen Leben, andere in seinen Arbeiten am Heil der Seelen nach. Alle jedoch trafen darin zusammen, dass sie seinem göttlichen Ausspruch folgten: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Matthäus 16,24) Denn Kreuz und Selbstverleugnung sind die Grundfesten der Nachfolge Jesu für alle.



    3. Diese Ähnlichkeit ist das Gepräge aller Auserwählten. Römer 8,29: "Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben." Ohne Selbstverleugnung also, das heißt ohne Überwindung unserer ungeordneten Triebe, ohne Hingabe unseres Willens an Gottes Vorsehung, ohne geduldiges Tragen des täglichen Kreuzes, das diese Vorsehung uns auferlegt, und ohne Nachbildung der Sanftmut, Demut, Abtötung und Liebe unseres göttlichen Vorbilds, nennen wir uns vergeblich seine Jünger. Matthäus 17,5b: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/





  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


    Von der Hoffnung



    Dich, liebliche Hoffnung, hat Gott uns gegeben,

    In Angst und Gefahr uns mit Trost zu erheben.

    Du linderst mit Balsam die bitterste Not;

    Dein Zuruf verscheuchet den ewigen Tod.



    1. In allen deinen Bedrängnissen hoffe fest auf den Herrn, denn in seiner Hand allein liegen alle Güter der Natur, der Gnade und der Glorie. Und er auch ist die allerhöchste Güte, und immer bereit, dir zu helfen. Dazu auch haben wir die Verheißung seines Eingeborenen, alles vom Vater zu erbitten, um was wir in seinem Namen ihn bitten werden. Höre den Ausruf des Heiligen Geistes: "Wer hat auf den Herrn vertraut und ist dabei zuschanden geworden? Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen? Wer rief ihn an, und er erhörte ihn nicht?" (Jesus Sirach 2,10) Strafreden sind dies an die "Ungehorsamen", die auch der Apostel mit Gottes Zorn bedroht. (Epheser 5,6)



    2. Gott führt zwar seine Getreuen oft durch bittere Trübsale, weil er durch ihre Geduld verherrlicht und ihre Glorie vermehrt wird. Aber nimmermehr lässt er ihre Hoffnung zu Schanden werden. Mitten unter seinen schrecklichsten Leiden rief Ijob mit unerschütterlicher Hoffnung aus: "Er mag mich töten, ich hoffe dennoch auf ihn." (Ijob 13,15) Und wurde etwa seine Hoffnung getäuscht? "Der Herr mehrte den Besitz Ijobs" spricht die Schrift, "auf das Doppelte. Der Herr aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere." (Ijob 42,10 + 12) Wie viele solcher Beispiele zeigt uns die Heilige Schrift und die Kirchengeschichte. Sind wir demnach verlassen und trostlos: wer trägt dann die Schuld, wenn nicht unser Unglaube und unser Misstrauen?



    3. Befiehlst aber du, unser Gott, bei deinem Fluch, sogar alle zeitlichen Güter von dir zu hoffen, und rufst aus deinen Schriften: "Verflucht sei der Mensch, der sein Vertrauen auf Menschen setzt." (Jeremia 17,5): wie weit mehr müssen wir die Gnaden des ewigen Heils von dir hoffen, und wie zahllos sind hierüber deine Aussprüche. Nun spricht aber deine Schrift: "Gott ist wahrhaft, und nicht möglich ist es, dass er lügt." (Römer 3,4 und Hebräer 6,16-17) So ist denn niemand, selbst der größte Sünder nicht, von dieser Hoffnung ausgeschlossen, wofern anders er entschlossen ist, von seiner Sünde abzulassen, "denn niemand hat auf dich gehofft und ist zu Schanden geworden." "Auf dich, Herr, habe ich gehofft, lass mich ewig nicht zu Schanden werden." (Psalm 71,1)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum25.02.2023 07:06
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Willen Gottes



    Gott, die Liebe ist dein Wille,

    Du willst unsre Seligkeit.

    Gib, dass treu ich ihn erfülle,

    Sieh, es ist mein Herz bereit.



    1. Psalm 143,10a: "Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott." Denn dein Wille, o ewig anzubetende Majestät, ist der Urquell aller Glückseligkeit, der Ursprung aller Liebe, der Spiegel aller Vollkommenheit, die Regel aller erschaffenen Geister. Denn er ist die unerschaffene Weisheit und Güte selbst. Wegen dieser unendlichen Vollkommenheit, die du ewig in dir schaust, liebst du, o Gott, dich selbst notwendig, wesentlich, unendlich. Und auch deine Heiligen, die in deiner Glorie dich schleierlos schauen, lieben, nach Maßgabe dieser glorreichen Anschauung, deinen göttlichen Willen wesentlich und notwendig. Diese Liebe selbst aber ist ihre Seligkeit. Dies, mein Gott, erkenne ich in deinem Licht, und preise deine ewige Güte, der du zu deiner heiligen Erkenntnis und Liebe mich erschaffen hast.



    2. Wehe dem erschaffenen Geist, der deinem Willen widerstrebt. Je weiter er von dieser göttlichen Richtschnur alles guten Willens abweicht, um so mehr entfernt er sich von dem Urquell alles Friedens und aller Glückseligkeit. Ewig rasen in den Kerkern deiner Gerechtigkeit die Verworfenen, weil sie deinem gerechten Willen ewig, und ewig vergeblich, widerstreben. Unglückselig auch sind, selbst in diesem Leben, alle Sünder, die deinem heiligsten Willen feindlich gegenüber stehen. Unglückselig ist der Ungläubige, der Lasterhafte, der Sinnenmensch. Und gleich jenen Verworfenen ergrimmt er über Schmerz, Unglück, Schmach. Und alles, was in dem grauenhaften Spiel seiner Leidenschaften ihn stört, oder seine sündhafte Lust ihm vergällt.



    3. Und woher auch, mein Gott, die Bitterkeit meines eigenen Lebens, wenn nicht daher, dass mein Wille dir nicht vollkommen unterworfen ist? Denn eine gerade Richtschnur ist dein ewiger Wille. Mein Wille aber ist verkehrt. Er will, was dein Gesetz verbietet. Und, ach, bitter wie die Arznei dem Kranken, fällt es mir oft, diesen schiefen Willen nach dem deinigen zu richten. Gib mir doch, Herr, dass ich dich liebe gleich deinen Heiligen, die sogar in den bittersten Leiden und Trübsalen frohlocken, weil sie erkannten, dass alle diese Bitterkeiten nur zu deiner Verherrlichung und zu ihrem Heil aus der Hand deines Willens kamen. Psalm 5,13: "Denn du, Herr, segnest den Gerechten. Wie mit einem Schild deckst du ihn mit deiner Gnade."



    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum24.02.2023 13:06
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Über die Wahl des heiligen Apostels Matthias


    In deiner Hand liegt, Herr, mein Los

    Für dies und jenes Leben.

    Und deine Güte ist so groß.

    Warum denn soll ich beben.

    Bin ich getreu, so liebst du mich;

    Dies aber will ich ewiglich.



    1. Nichts im Weltall geschieht ohne Gottes Willen. Als die Apostel, die Stelle des verworfenen Judas zu ersetzen, das Los über zwei gerechte Männer warfen, fiel es auf Matthias. Kein Zufall war dies, Gott hatte ihn von Ewigkeit zum Apostel bestimmt. Denn das Los aller Menschen ist in seinem ewigen Plan voraus geordnet. Jeder der Auserwählten hat seine bestimmte Stelle im Himmel. Doch hängt unser Heil nicht von dieser Vorherwissenschaft Gottes, sondern von unserer Mitwirkung mit seiner Gnade ab, die er allen gibt. Denn so viel an ihm liegt, will er, dass alle Menschen selig werden. Wirken wir also getreu mit seiner Gnade, und wir sind unseres Heiles sicher.



    2. Offenbarung 3,11: "Halte fest, was du hast, damit kein anderer deinen Kranz bekommt." Eine ernste Warnung ist dieses Wort unseres Herrn. Denn verlieren wir den Glauben und die Liebe, so wird ein anderer unsere Krone empfangen. Judas fiel, und Matthias wird erwählt. Die Juden wurden meineidig, und die Heiden traten an ihre Stelle. Ein Land verliert den Glauben, und ein anderes nimmt ihn mit Freuden an. Es waren vierzig Kronen für jene 40 Märtyrer bestimmt, die die Marter auf dem gefrorenen Teich erlitten. Einer fiel, und ein heidnischer Wächter trat an seine Stelle und empfing seine Krone. Dies geschieht jeden Tag. Darum wachen und beten wir, dass die Gnade der Beharrlichkeit uns verliehen wird.



    3. Hinge mein ewiges Heil nur von Gott ab, dann wäre ich darüber in großer Sicherheit. Da es aber auch von mir abhängt, muss ich allerdings zittern, denn schwach bin ich, wandelbar und bestandlos. Ach, mein Gott, was wird am Ende aus mir werden? Werde ich die Seligkeit erlangen? Ich weiß es nicht. Kann ich sie erlangen? Allerdings, denn der Glaube versichert mich, dass Gott mein Heil aufrichtig will, und von mir nur verlangt, dass ich mit seiner Gnade wirke. Er aber verleiht mir alle Gnaden, dies Werk meiner Ewigkeit zu beginnen und glückselig zu vollenden. Dies ist der Trost meiner Hoffnung. "Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch in der Versuchung einen Ausweg schaffen, so dass ihr sie bestehen könnt." (1. Korinther 10,13)


    https://www.heiligen-legende.de/matthias-apostel/



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Vom Dienst Gottes


    Dir, Herr, dient aller Wesen Heer;

    Dir dient der Tag, dir dient die Nacht,

    Denn du, o Gott, hast sie gemacht.

    Doch ehrt der freie Geist dich mehr,

    Den du zu deinem Dienste schufest,

    Und lohnend dann zu dir berufest.



    1. Wie lange ist es, dass wir im Dasein sind? Haben wir uns selbst erschaffen, als wir noch nicht waren? So gehören wir also auch uns selbst nicht an, sondern demjenigen, der uns Leben, Vernunft und Freiheit verliehen hat, so wie das Bild von Rechtswegen dem Bildner angehört, weil er es hervorgebracht hat. Erfüllen also müssen wir die Absichten unseres Schöpfers, da wir seine Geschöpfe sind, und die Bestimmung erreichen, zu der er uns erschaffen hat, nämlich ihm dienen, zumal da wir ihm nicht umsonst dienen, sondern von seiner Freigebigkeit unsterbliche Belohnungen dafür empfangen.



    2. Wie aber haben wir diese heilige Pflicht bisher erfüllt? War sein heiliger Dienst das Ziel unserer Arbeiten, unserer Bestrebungen? Beschämen uns nicht alle vernunftlosen Geschöpfe, die den Willen ihres Schöpfers unwandelbar erfüllen, und sogar, nach seiner Anordnung, uns selbst dienen? Die Sonne leuchtet uns, Pflanzen und Tiere nähren uns, ja die ganze Natur dient uns. Alle Wesen fordern auf ihre Weise uns zu seinem Dienst auf, und sagen uns, dass wir des Lebens nicht wert sind, wenn wir nicht für Gott leben. Wir aber? Können wir wohl mit Wahrheit sagen, dass wir unser Leben, ja dass wir nur acht Tage seinem heiligen Dienst ausschließlich geweiht haben? Wohin zielen auch jetzt unsere Gedanken und Begierden? Ach, meist nur nach der Erde, nach der Verwesung.



    3. Bedenken wir wohl, dass wir, wenn wir Gott nicht frei und mit Liebe angehören wollen, ihm gegen unseren Willen angehören werden. Notwendig müssen wir unter der Herrschaft entweder seiner Güte, oder seiner Gerechtigkeit stehen. Unser Gott jedoch ist die Liebe. Er will unsere Seligkeit. Er tut zwar unserer Freiheit keine Gewalt an, aber die Stimme seiner Gnade drängt uns ohne Unterlass, sie drängt uns in jedem Lebensalter, bald liebevoll, bald drohend. Wollen wir noch länger warten? Siehe, schon neigt sich der Tag. Eilen wir wenigstens mit den letzten Arbeitern in seinen Weinberg, und verdoppeln wir unseren Eifer, damit wir nicht uns selbst um den Taglohn des ewigen Lebens bringen. "Ich will deiner Weisung beständig folgen, auf immer und ewig." (Psalm 119,44)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum21.02.2023 06:11
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete






    Gebet am 21. Februar
    ü



    O Mutter der heiligen Liebe, unser Leben, unsere Zuflucht, unsere Hoffnung, du weißt es wohl, dass dein Sohn Jesus nicht zufrieden war, selbst unser Fürsprecher beim ewigen Vater zu werden, sondern dass er auch wollte, dass du dich bei ihm verwendest, um für uns die göttliche Barmherzigkeit zu erlangen. Mögen alle mich vergessen, wenn nur du, o Mutter Gottes, mich nicht vergisst. Sage Gott, dass ich dein Diener bin, sage ihm, dass du mich verteidigst, alsdann werde ich gewiss selig. O Maria, auf dich setze ich mein Vertrauen. In dieser Hoffnung lebe ich, in dieser Hoffnung will ich sterben. Ich will nicht müde werden, auszurufen: Jesus ist meine einzige Hoffnung, und nach Jesus setze ich all mein Vertrauen auf die allerseligste Jungfrau Maria. Amen.



    Gebet des heiligen Petrus Damianus



    O Maria, geliebte Fürsprecherin, weil du ein so liebevolles Herz hast, so kannst du unser Elend nicht ansehen, ohne von Mitleid bewegt zu werden. Weil du aber auch zu gleicher Zeit so mächtig bist bei Gott, um alle, die du verteidigst vom Untergang zu retten, so bitte ich dich, da ich alle Hoffnung auf dich setze, du wollest dich meiner annehmen. Sollte dich meine Bitte nicht zum Mitleid bewegen, so möge doch wenigstens deine große Macht dich bestimmen, mir beizustehen, da Gott dich deshalb so mächtig gemacht hat, damit, je mächtiger du bist, uns zu helfen, du auch um so barmherziger sein mögest, uns deine Hilfe zukommen zu lassen. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Herr, wenn wir nicht fähig sind, solche heldenmütigen Opfer darzubringen, die wir an Deinen Heiligen bewundern, so wollen wir wenigstens mit Deinem Beistand treu die Pflichten unseres Standes erfüllen, damit wir der Krone würdig werden, die Du Deinen standhaften und treuen Dienern versprochen hast, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Petrus Damiani




    Wir bitten Dich, o Herr, lass uns auf die Fürbitte des heiligen Petrus die guten Beispiele, die wir selbst in bösen Zeiten sehen, nachahmen, und stets nach Deinem heiligen Gesetz, nach dem wir einst werden gerichtet werden, leben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag hat Godefridus, Herzog von Lothringen, im Jahr 1092 beim ersten Kreuzzug am Fluss Pharpfar durch den Beistand der seligsten Jungfrau einen herrlichen Sieg über die Türken erhalten, denen im zweiten Kreuzzug die Städte Nicäen und Laodicäen abgenommen wurden. Zu verwundern war, dass bei dem großen Kriegsheer der Christen, das über dreihunderttausend Mann zählte, die Lebensmittel im Überfluss und nicht teuer waren.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Der spätere Kardinal, Kirchenlehrer und Heilige Petrus Damiani war als Kind ein unglaublich armer Junge. Seine Jugend war so bitter, hart und schwer, wie sie zum Glück und dank guter Eltern nur ganz wenige Menschen durchmachen müssen. Diese Tatsache allein schon sichert dem Heiligen einen warmen Platz in allen mitfühlenden Herzen.



    Als Jüngster kam Petrus im Jahr 1006 in einer kinderreichen Familie zur Welt. Als er nach der Geburt zu schreien begann, sprang der älteste Bruder, der anstatt des Herzens einen Stein in der Brust hatte, böse auf und schrie in rauer und ungehöriger Weise die arme Mutter an. Er schimpfte, was ihr denn einfalle, es wären doch schon genug Kinder im Haus und die armselige Erbschaft werde kleiner und kleiner, so dass er und seine Geschwister schließlich leer ausgingen, weil alles aufgeteilt werden müsse.



    Das waren harte Worte, und so sehr schnitten sie der Mutter ins Herz, dass sie für eine Weile einfach den Verstand verlor. Sie nahm Peter aus der Wiege, trug ihn aus dem Haus, legte ihn draußen auf eine Holzbank und sagte, sie wolle sich um den Jungen überhaupt nicht mehr kümmern.



    Zum Glück handelte es sich damals bei Peters Mutter nur um eine vorübergehende Verwirrung. Bald kam sie wieder zu sich, holte den Jungen von draußen in die Wiege zurück und zog ihn als ihren Jüngsten mit Liebe groß. Leider starb die Frau allzu früh, und der Vater starb auch, und Peter war schon als kleines Kind Vollwaise.



    Was geschah dann? Die Familie löste sich auf, die Geschwister zogen in die Welt, und nur der Älteste, der sich inzwischen verheiratet hatte, blieb im Haus und erhielt als lästige Erbschaft auch den jüngsten Bruder. Da hatte Peter nichts zu lachen, nie hörte er ein gutes Wort. Vorwürfe und Beschimpfungen gab es jeden Tag von früh bis spät und Schläge obendrein. Die Brotschnitten, die der Hungrige bekam, waren fast so dünn wie Papier. Nie bekam er ein neues Kleid, nie trug er Schuhe an den Füßen, und arbeiten musste er wie ein erwachsener Knecht.



    In diese Zeit fällt ein Ereignis, das unbedingt erwähnt werden muss. Eines Tages nämlich fand Peter auf der Straße zufällig ein Goldstück. Peter freute sich königlich und überlegte hin und her, was er sich für das Geld kaufen sollte. Zunächst wollte er sich Brot kaufen, Brot und nochmals Brot, um sich wenigstens einmal satt zu essen. Schon hatte er die Türklinke zum Bäckerladen in der Hand, als ihm einfiel, dass man Gefundenes dem Verlierer zurückgeben müsse. Wie ein Schlag traf den Jungen diese Erkenntnis, aber gleich entschloss er sich, auf das heißbegehrte Brot zu verzichten und den Eigentümer des Geldes zu suchen. Zwei Tage lang fragte der ehrliche Junge überall die Leute, aber der Verlierer war nicht aufzutreiben. Nun durfte Peter das Geld behalten, aber Brot hat er sich dafür trotzdem nicht gekauft. Was hat er denn mit dem Geld gemacht? Das gute Kind hat damit für die verstorbenen Eltern einige heilige Messen bestellt. So ehrlich und so edel war der junge Peter Damiani.



    Mittlerweile war einer von Peters übrigen Brüdern Priester geworden. Dieser nahm sich seines kleinen Bruders liebend an, sorgte gut für ihn und schickte ihn auf die höhere Schule. Und weil Peter sehr klug und wissbegierig war, lernte er leicht und schnell und ist später ins Kloster gegangen und Priester und Bischof und Kardinal geworden und ein gefeierter Kirchenlehrer und ein Heiliger, der im Kirchengebet als Salz der Erde und als Licht der Welt bezeichnet wird.



    Wie das Beispiel des heiligen Petrus Damiani zeigt, kann auch aus dem ärmsten Kind etwas Gutes und Erfolgreiches werden, wenn sie sich durch ihr hartes Geschick nicht verbittern lassen und wenn sie trotz größter Armut ehrlich bleiben. Alle anderen Kinder aber, die ihre Eltern haben und denen es gut geht, sollten zu den Kindern, die das alles nicht haben, stets besonders liebevoll sein.



    https://www.heiligen-legende.de/petrus-damiani-von-ostia/




  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“



    Von täglichen Opfern



    Kreuze, Plagen, Schmach und Mühen

    Sind die Saat der Pilgerzeit;

    Denn nur solcher Saat entblühen

    Früchte für die Ewigkeit.



    1. Willst du Gott wahrhaft lieben, und seine Liebe verdienen, so suche nicht in der Ferne, was er selbst in deine Nähe legte, denn seine Vorsehung, die unsere Heiligung will, vermittelt dir jeden Tag vielfältige Gelegenheiten, deine Liebe ihm zu bezeigen, deine Sünden abzubüßen und reiche Schätze für die Ewigkeit zu gewinnen. Jeden Tag sendet sie mit dem täglichen Brot uns zugleich unser tägliches Kreuz, jeden Tag ergibt sich entweder einen bitteren Verdruss zu ertragen, eine lästige Pflicht zu erfüllen, harte Worte, Abweisungen oder Demütigungen zu erdulden, und vieles zu tun, wobei wir uns überwinden, unseren Willen brechen, und manches leiden müssen, das wir nicht abwenden können.



    2. Gottes Vorsehung ordnete das Leben so, dass wir aneinander üben, dass wir einander ein gegenseitiges Kreuz sind, dass wir einander oft wider Willen betrüben, damit wir dadurch zur Geduld, zur Sanftmut, zur Nächstenliebe, zur Selbstüberwindung, zur Abtötung unseres Willens, unserer Eigenliebe, unserer Eitelkeit, zum Tragen unseres Kreuzes und zur Nachahmung unseres göttlichen Vorbilds belehrt werden. Ja oft auch, ohne aus uns selbst herauszutreten, haben wir manches von uns selbst zu dulden. Bald peinigt uns ein körperliches Leiden, bald nagt ein geheimer Kummer an unserem Herzen, bald müssen wir unserem Geschmack entsagen, unser Urteil unterwerfen, kurz uns selbst Gewalt antun.



    3. Was sind aber alle diese Dinge, wenn nicht Quellen großer Verdienste, Gelegenheiten zu großmütigen Opfern, wirksame Mittel, uns zu heiligen, ja zu einer großen Heiligkeit zu gelangen? Opfer eines lieblichen Wohlgeruchs sind sie, wenn wir sie mit geduldigem Herzen, und aus wahrer Gottesliebe ertragen. Es sind Talente, die uns hundertfältigen Gewinn bringen, wenn wir sie nach Gottes gütiger Absicht verwenden, der uns dadurch eben so viele kostbare Edelgesteine vermitteln will, unsere himmlische Krone zu schmücken. So nehmen wir sie denn mit großer Liebe und Danksagung aus seiner Vaterhand an, opfern wir sie ihm täglich auf, und wir werden mit unermesslichem Reichtum in das Haus unserer Ewigkeit eingehen. 2. Korinther 4,17: "Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit."

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  • Vom Reich GottesDatum20.02.2023 07:56
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der wahren Weisheit

    Mein Gott, vor dessen Thron die Weisheit steht,

    O sende einen Strahl aus ihrem Lichte:

    Auf dass mein Geist nach ihrem Wink sich richte,

    Da ohne sie er ewig irre geht.



    1. Wunderbar ist der menschliche Scharfsinn. Er unterwirft sich die ganze Natur, durchschifft auf geradem Weg das Meer, misst den Himmelsraum aus und wägt die Planeten ab. Und dennoch ist dieser große Scharfsinn - sich selbst überlassen, - ohne wahre Weisheit. - Denn worin besteht dies himmlische Licht? Allerdings darin, dass der Mensch die Dinge nach ihrem wahren Wert schätze, das Ewige höher denn das Vorübergehende, das Himmlische höher denn das Irdische achte, und diesem richtigen Urteil gemäß lebe. Wer dagegen nur für die Sinne lebt, und nur Vergängliches sucht: dem fehlt, besäße er auch alle Wissenschaften, das Licht der Weisheit. Und darum auch nennt die Schrift die Sünder: Blinde und Toren.



    2. "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit" (Psalm 111,10), ihre Vollendung aber ist die Liebe Gottes. Wer immer Gott fürchtet, ist weise, weil er sich fürchtet, etwas zu tun, das seinen Augen missfällt. Und diese heilige Furcht führt ihn zur Liebe. Darum ist, trotz aller natürlichen Wissenschaft, der Sünder unweise, denn er fürchtet Gott nicht, sondern er fürchtet sich vor Gott, gleichwie der böse Geist, der, ungeachtet er durch seine geistige Natur an Kenntnissen und Wissenschaften alle Sterblichen ohne Vergleich übertrifft, dennoch ohne einen Funken wahrer Weisheit ist, weil er in unendlicher Ferne von der wesentlichen Weisheit irrt, die Gott selbst ist.



    3. Die wahre Weisheit hat nur ein Ziel, und dahin richtet sie alle Dinge als Mittel: nämlich, zu Gott, ihrem Urquell zu gelangen. Wir lächeln über Kinder, die Häuser bauen, die der leichteste Wind umwirft, oder in ihren Spielen über den Vorzug ringen, und streiten, wer von ihnen König sein soll. Sind aber die Spiele der Erwachsenen, die festere Häuser bauen, und um Ehre und Reichtum streiten, um vieles vernünftiger, weil sie den Spielplatz etwas später verlassen? Wahrlich, ein altes, verachtetes Mütterchen, das Gott liebt, seine Gebote hält, und die Ewigkeit im Auge hat, ist unendlich weiser, als die gelehrtesten Männer der Welt, die alles, außer das einzig Notwendige, wissen. Kohelet 13,13: "Fürchte Gott, und achte auf seine Gebote!"

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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


    Von der Selbstkenntnis


    Willst nicht du fremd in deinem Hause sein?

    Geh in dein Herz mit der Erkenntnis Licht;

    Denn viele Fremde gehn dort aus und ein;

    Und du, der Herr des Hauses, weißt es nicht.



    1. Die Demut ist die Grundfeste aller Tugenden. Die Selbstkenntnis aber ist die Grundfeste aller Demut. Notwendiger als die Kenntnis aller Geheimnisse der Natur ist uns daher die Kenntnis unser selbst. Denn so lange wir uns selbst, unsere innerlichen Regungen, Neigungen und Triebe nicht erkennen, täuschen wir uns selbst beständig, halten uns für stark, da wir doch eitel Schwäche sind, bereden uns, dass wir wollen, was wir in der Tat nicht wollen. Und umgekehrt, verblenden uns selbst über unsere Leidenschaften, und über die geheimen Schlingen, die sie uns legen, sind ohne Unterlass mit uns selbst im Widerspruch, und erkennen weder unser Elend, noch unsere Abhängigkeit von Gott in allen Dingen.



    2. Eine große Gnade ist daher diese Selbstkenntnis, denn sie ist der erste Schritt zur christlichen Weisheit, und wird nur dem andächtigen Gebet verliehen. Gott allein, der unser Herz erschaffen hat, durchschaut alle Gedanken, Regungen, Begierden, Widersprüche, alle Selbsttäuschungen und Schlangenwindungen des Herzens vollkommen: und auch nur er kann uns die wahre Erkenntnis des Herzens verleihen. Der Eitle, der Unzüchtige, der Ungerechte sind so fern von der Selbstkenntnis, dass sie den verweslichen Leib weit höher achten, als die unsterbliche Seele. Alles für den Leib tun, die unsterbliche Seele aber mit größter Gleichgültigkeit der ewigen Verdammnis preisgeben.



    3. Kein Sünder kann in diesen Spiegel der Selbstkenntnis blicken, ohne vor sich selbst zu erschaudern, und vor den Folgen seiner Missetaten zu zittern. Hier auch kennt der Gerechte genau, was er aus sich, was er durch die Gnade ist, und wie vieles ihm noch zu seiner Vollkommenheit fehlt. Wer sich wohl erkennt, der ist auf seiner Hut vor sich selbst. Er flieht vor der Gefahr. Ja auch die ganze Welt vermag es nicht, ihn zur Hoffart zu verleiten, wie groß immer die Gaben sein mögen, mit welchen Gott ihn geschmückt hat. Darum beten wir innig zum Herrn um diese Gnade, und üben wir uns täglich, uns selbst besser zu erkennen, denn nimmer sonst werden wir zur wahren Vollkommenheit gelangen. 1. Timotheus 4,15-16: "Dafür sollst du sorgen, darin sollst du leben, damit allen deine Fortschritte offenbar werden. Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest! Wenn du das tust, rettest du dich und alle, die auf dich hören."

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  • Vom Gesetz der Furcht

    und dem Gesetz der Liebe




    Ein Licht hast, Herr, du angefacht,

    Zu leuchten durch die Zeiten,

    Um alle Pilger durch die Nacht

    Ins Vaterland zu leiten.

    Dies Licht, am Kreuze aufgestellt,

    Erleuchtet nun die ganze Welt.



    1. Gott, der den Menschen zu seiner Ehre erschuf, gab mit seinem Dasein ihm auch das Licht, das Ziel zu erreichen, für das er ihn erschaffen hatte. Denn nicht gleich einem Halbaffen erschuf er ihn, wie viele sinnlose Schwätzer unserer Zeit fabeln, dass er allmählich vom Tier zum Menschen sich herausbildete, sondern er erleuchtete ihn durch das Licht seines Angesichtes, legte das Sittengesetz ihm ins Gewissen, gab ihm Verheißungen, und lehrte ihn, seinen Schöpfer durch Opfer verehren, die bereits die ersten Menschenkinder dem Allerhöchsten als Huldigung darbrachten. Sieh also, wie der Dienst des wahren Gottes mit der Welt beginnt.



    2. Dies Gesetz, das der Kindheit der Welt genügte, und damals schon durch die Hoffnung auf einen künftigen Erlöser sie tröstete, wurde im Jünglingsalter der Welt durch Gottes Weisheit deutlicher entwickelt, und durch Vorschriften, Opfer und Zeremonien erweitert, worin der verheißene Erlöser näher bezeichnet und geweissagt wird. Noch lebt das unsterbliche Volk, das die Gesetze in seinem Ursprung empfing, und durch Jahrtausende beobachtete. Aber auch dies Gesetz war noch unvollkommen. Es zeigte nur die Wunde des menschlichen Geschlechtes, ohne sie zu heilen, den Weg des Himmels, ohne die Kraft zu geben, ihn zu gehen. Es war auf steinerne Tafeln geschrieben, und ein Gesetz der Furcht. Die Vollendung des Gesetzes war dem Erlöser selbst vorbehalten.



    3. Endlich erschien in der, von Gottes Ratschluss vorbestimmten Zeit dieser göttliche Erlöser, heilte die Wunden des menschlichen Geschlechtes, erfüllte die Opfer des Alten Bundes durch sein großes Sühnopfer, verlieh die Kraft, den Weg des Himmels zu gehen, hob das Gesetz der Furcht auf, und schrieb das Gesetz seiner Liebe in die Herzen. Wohltaten hatte Gott im alten Gesetz erzeigt, und dadurch die Gerechten der Vorzeit zur Wohltätigkeit belehrt, geopfert hat sich der Gottmensch auf dem Altar des Kreuzes, und nun lernt der Mensch sich opfern. Tausende vergossen ihr Blut, Gott ihre Liebe zu bezeigen, tausende andere in fernen Ländern, ihre Brüder zu seiner Liebe zu führen. Psalm 118,23: "Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder."


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Die Geschichte der Heiligen Scholastika erzählt von der Liebe. Von einer Liebe zwischen Schwester und Bruder, die so tief ist, dass sie Gott sogar dazu bewegen kann, etwas Aussergewöhnliches zu tun.
    Über die Kindheit der Geschwister Benedikt und Scholastika, die um das Jahr 480 in Nursia in Italien geboren wurden, erfahren wir nichts. Vielleicht sind sie in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen und haben schon früh ein Leben aus dem Glauben gelernt.
    Benedikt zog sich als junger Erwachsener in die Einsamkeit zurück. Das Leben der Gesellschaft des untergehenden römischen Reiches widerte ihn an. Nach Jahren der Einsamkeit scharten sich Gleichgesinnte um ihn. Er gründete eine Gemeinschaft von Brüdern, die mit ihm in die Nachfolge Jesu eintraten und errichtete schließlich das Kloster Monte Cassino.

    Auch seine Schwester Scholastika führte ein gottgeweihtes Leben. Zunächst trat sie in ein Kloster bei Subiaco ein, welches sie ein Jahr später jedoch wieder verließ. Die Ordensfrau lebte für einige Zeit in einem Kloster zu Piumarola, bevor sie schließlich in ein anderes in der Nähe von Monte Cassino eintrat.
    Sie war gewohnt, ihren Bruder einmal im Jahr zu besuchen. Der Mann Gottes ging jedesmal zu ihr hinunter zu einem Gut des Klosters, das nicht weit entfernt lag. Sie verbrachten den ganzen Tag im Lob Gottes und im geistlichen Gespräch. Bei Einbruch der Dunkelheit hielten sie miteinander Mahl. Nachts musste Benedikt wieder in seinem Kloster zurück sein. So verlangt es die Regel, die er selbst für die Mönche aufgestellt hat.
    Nun war es wieder einmal Zeit für das jährliche Treffen. Am Abend drängt Benedikt wie gewohnt zum Aufbruch. Da fleht ihn seine Schwester an:

    "Ich bitte dich, lass mich diese Nacht nicht allein, damit wir noch bis zum Morgen von den Freuden des himmlischen Lebens sprechen können."
    Als ihr Bruder ihr diese Bitte abschlägt und immer energischer zum Aufbruch drängt, beginnt Scholastika Gott um Hilfe anzuflehen. In kürzester Zeit verdunkelt sich der bisher klare Himmel und es kommt ein derartiges Unwetter, dass es Benedikt unmöglich ist, in sein Kloster zurückzukehren.
    Da tadelt Benedikt seine Schwester:

    "Der allmächtige Gott vergebe dir! Was hast du da getan?"
    Scholasika aber antwortet, nicht ohne ein Fünkchen Ironie:

    "Sieh, ich habe dich gebeten, und du hast mich nicht erhört; da habe ich meinen Herrn gebeten, und er hat mich erhört. Verlass mich und kehre zum Kloster zurück!"
    Sehr schön ist dieser Satz der Hl. Scholastika in einer Antiphon des heutigen Tages vertont:

    Hl. Scholastika
    So geh doch hinaus mein Bruder,
    geh doch hinaus, wenn du kannst.
    Und lass mich zurück und geh
    nach Hause in dein Kloster.
    So musste Benedikt einsehen, dass es keinen Sinn hatte, dem Wunsch seiner Schwester zu widersprechen. Er blieb und sie durchwachten die ganze Nacht, tauschten in heiligen Gesprächen ihre Erfahrungen über das geistliche Leben aus und stärkten sich so gegenseitig. Am nächsten Tag gingen die beiden auseinander, Scholastika kehrte in ihre Zelle zurück und Benedikt in sein Kloster.
    Drei Tage darauf stand Benedikt in seiner Zelle. Er erhob die Augen zum Himmel. Da sah er die Seele seiner Schwester, die aus dem Leib geschieden war, in Gestalt einer Taube zum Himmel aufsteigen und in die Vollendung eingehen. Er freute sich über ihre so große Heiligkeit, dankte dem allmächtigen Gott mit Hymnen und Lobliedern und teilte den Brüdern ihren Tod mit.
    Sie holten ihren Leichnam und er wurde in dasselbe Grab gelegt, das Benedikt für sich vorbereitet hatte. So traf es sich: Selbst das Grab konnte ihre Leiber nicht trennen, war doch ihr Geist immer in Gott eins gewesen. Im 7. Jahrhundert wurden die Gebeine der beiden Heiligen in die Benediktinerabtei Fleury übertragen. Später wurden sie nochmals nach Le Mans überführt und im Jahr 874 teilweise nach Juvigny-sur-Loison.

  • Tages-Gebete Datum10.02.2023 06:01
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet des heiligen Thomas von Aquin am 10. Februar



    Glückseligste und süßeste Jungfrau Maria, die du voll von Barmherzigkeit bist, ich empfehle dir meine Seele und meinen Leib, meine Gedanken, meine Werke, mein Leben und meinen Tod. O meine Gebieterin, hilf mir und stärke mich gegen die Angriffe des Teufels. Erlange mir wahre und vollkommene Liebe, damit ich deinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus aus ganzem Herzen und nach ihm dich über alle Dinge liebe. O meine Königin und Mutter, mache durch deine mächtige Vermittlung, dass ich diese Liebe bis zu meinem Tod bewahre, worauf du mich alsdann ins Vaterland der Seligen führen wollest. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Scholastika



    O Gott, verleihe uns auf die Fürbitte Deiner heiligen Scholastika die Gnade, rein zu leben, damit wir in unseren Anliegen von Dir erhört werden, und Dich einst im Himmel sehen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Im Leben des heiligen Guilielmus oder Wilhelm, den der heilige Bernard zur Buße bekehrt hat, und dessen Fest man heute begeht, wird gelesen, dass er in den schweren Anfällen der Teufel, die ihn von seinem Bußleben abbringen wollten, und darum öfters sehr misshandelten, seine Zuflucht zur seligsten Jungfrau allezeit vertraulich genommen, und auch von ihr durch Erscheinung, Tröstung und Heilung seiner Wunden mehrmals erquickt worden ist.



  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“



    Ratschlüsse der göttlichen Gerechtigkeit

    über die Begierden der Sünder




    Wer ohne dich, Herr, sammelt, der zerstreut;

    Denn ohne deinen Willen ist kein Segen;

    Die Schuld hat niemals lange sich erfreut;

    Denn immer trittst du rächend ihr entgegen.



    1. Hüte dich, je etwas mit Ungestüm und gegen den Willen deines Schöpfers zu verlangen, sondern sprich: Wenn es dir so wohlgefällt, mein Gott, und es gut für mein Heil ist, so verleihe es mir in deiner Barmherzigkeit. Denn wunderbar ist Gottes Vorsehung. Zu ihrer Strafe lässt sie es zu, dass die Gottlosen zuweilen erlangen, wonach die Gier ihres Herzens zielt. Meinst du aber, sie sind deshalb glücklich? Vielmehr finden sie, statt Gewinn, Schaden; statt Ruhe, Sorgen und Plagen; statt Freuden, bitteren Kummer. So mancher verfluchte die Ehrenstelle, zu der er durch Ungerechtigkeit gelangte, so mancher und so manche das sogenannte Glück der Liebe, das sie in grenzenloses Elend und Verzweiflung stürzt.



    2. Gewöhnlich auch geschieht es aus Gottes gerechtem Ratschluss, dass gerade das Gegenteil dessen erfolgt, was der Mensch durch das Böse beabsichtigt. Josephs Brüder verkauften den unschuldigen Jungen, damit sein Traum nicht in Erfüllung ginge, und eben dadurch ging er in Erfüllung. Pharao befahl, alle neugeborenen Knäblein der Hebräer zu ertränken, um dadurch dieses Volk zu vertilgen, dadurch aber gab er Anlass zur Rettung des Mose, auf dessen Strafbefehl im Namen des Herrn alle Erstgeburt der Ägypter getötet wurde, und ihr ganzes Heer samt dem Pharao im Wasser umkam. Auch die Juden töteten den Herrn unter dem Vorwand, dass nicht die Römer kämen und ihr Volk und ihre Stadt zerstörten; und gerade dieses gottlosen Mordes wegen wurde ihr Volk und ihre Stadt durch die Römer zerstört.



    3. Dies ist es, was der Herr durch den Propheten von den Gottlosen spricht: "Darum zeigt mein Auge kein Mitleid, und ich übe keine Schonung. Ihr Verhalten lasse ich auf sie selbst zurückfallen." (Ezechiel 9,10) Denn also geziemt es der allerhöchsten Majestät, die Beleidigungen schnöder Geschöpfe zu rächen, und ihre unendliche Weisheit zu rechtfertigen, damit niemand meine, seine Sicherheit sei in seinen Lastern aufgestellt. Dies bedenke und hüte dich auf alle Weise, gegen den Willen des Allerhöchsten etwas nachzustreben, damit er nicht in seinem gerechten Zorn es dir gewähre; und was du für ein Glück hältst, dir zum Untergang gereiche. Psalm Davids: "Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken."

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  • Vom Reich GottesDatum09.02.2023 05:31
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von den Ärgernissen



    Sieh, schwarzen Samen streut in Gottes Reich

    Mit seinen Knechten Satan aus,

    Der furchtbar wuchert, bösem Unkraut gleich,

    Zu Brennstoff für sein Feuerhaus.



    1. "Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung und Ärgernisse geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet." (Matthäus 18, 7) Führe diesen Ausspruch des Erlösers tief zu Gemüte, und betrachte die Größe dieses Übels. Denn sehr schwer muss allerdings die Sünde des Ärgernisses, schrecklich müssen seine Folgen sein, zumal da der Herr beifügt, es wäre einem solchen Menschen besser, er würde, mit einem Mühlstein um den Hals, in die Tiefe des Meeres geworfen. Worin aber liegt die Schwere dieses Lasters? Darin, dass das Ärgernis das Werk Jesu Christi, das Reich Gottes zerstört, das er durch sein Blut begründete, und die Frucht seiner Erlösung vernichtet, da es die schwache Tugend verführt, das Laster ermutigt, und das Sittenverderbnis in der ganzen Kirche verbreitet.



    2. Das Ärgernis ist ein geistiges Schwert, das die Seelen tötet. Zahllose Seelen auch sind in der ewigen Verdammnis, die nur das Ärgernis dahin brachte, und die nun ihre Verführer ewig vermaledeien. Der Mensch, der Ärgernis gibt, verrichtet Satans Amt. Er ist ein wahres Werkzeug der Hölle. Er bringt Seelen um Unschuld, Religion, um Gottes Gnade, um den Himmel. Kann er je einen so unendlichen Schaden ersetzen? Was wird er antworten, wenn der ewige Richter zu ihm spricht: Gib Rechenschaft von dem Blut des Unschuldigen, den du ermordet hast, oder vielmehr gib Rechenschaft von meinem Blut, das du entheiligst, und dessen Kraft du vernichtest hast.



    3. "Wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis, durch den die Verführung kommt!" Ein unzüchtiges, ein irreligiöses Wort fällt oft wie ein Feuerfunke in ein unbefangenes Herz, und wächst zu einer Flamme, die oft nicht mehr zu löschen ist. Das Ärgernis ist ein Same alles Bösen. Es greift schnell um sich und wuchert mit schrecklicher Gewalt. Die Schuld aller dieser Übel aber trägt der Mensch, der das Ärgernis gibt. Und bereut er sogar seine Schuld, so besteht das Übel dennoch, und andere sündigen auf seine Rechnung fort und verbreiten das Böse weiter, das sie von ihm erlernten. So schrecklich als wahr ist dies. Und wer muss nicht darüber zittern? Wehe dir, "der du deine Bosheit und deine Wege auch anderen gelehrt hast." (Jeremia 2,29-37)

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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


    Guter Same und Unkraut




    Du richtest, Herr, die Erde wunderbar.

    Du liebest gute Gaben auszuspenden;

    Und duldest, dass die Bösen undankbar

    Zu schaurigem Verderben sie verwenden.

    Doch deine Langmut lässt den Sündern Zeit:

    Denn, - kommt der Tag, - übst du Gerechtigkeit.



    1. Der Sohn Gottes besäte den Acker seiner Kirche mit dem Samen des himmlischen Evangeliums. Der Feind alles Heils aber übersäte ihn mit Samen bösen Unkrautes. Die Wahrheit ist früher denn die Lüge, das Gute früher denn das Böse. Die Wahrheit und das Gute kommen von Gott. Die Lüge und das Böse vom Feind Gottes, dem bösen Geist und von seinen Knechten und Mägden, die, von ihm verführt, mit teuflischer Gier auch andere zu verführen suchen. Wann aber greift diese Verführung am meisten um sich? Wenn die Menschen den Todesschlaf der Sünde schlafen, ihren blinden Leidenschaften sich überlassen, und des göttlichen Gesetzes vergessen. Seien wir wachsam, dass nicht die arglistige Schlange auch uns verführt.



    2. Fromme Menschen sind auf dem Acker der Kirche die gute Frucht, die Bösen dagegen das Unkraut; beide bestehen untereinander. Gottes Weisheit aber lässt die Bösen bestehen, damit durch sie die Guten in der Geduld geübt werden, und Gelegenheit erhalten, großmütige Tugenden zu üben und ihre Verdienste zu vermehren. Wären keine Tyrannen gewesen, so zählte die Kirche nicht so viele glorreiche Märtyrer. Auch lässt sie die Bösen bestehen, damit das Beispiel der Guten ihnen leuchte und auf ihre Herzen einwirke. Denn wandelt auch das Unkraut sich nie in Frucht, so wird doch mancher Böse in einen Gerechten umgewandelt. Ist dein eigenes Beispiel ein solches Licht?



    3. Auch dein Herz ist ein Acker, worauf Gott den guten Samen vieler Gnaden und himmlischer Einflößungen ausgesät hat. Wie viele gute Belehrungen auch hast du gehört und gelesen, wie viele gute Beispiele gesehen? Wo sind die Früchte dieses guten Samens? Woher das Unkraut so vieler sündhafter Gedanken und Begierden? Säte nicht der Feind sie aus, als du geschlafen hast, als du nicht über dich selbst wachtest, als du deine Sinne umherschweifen ließest, und auf geringe Sünden nicht geachtet hast? So erwache denn, und tue Buße, damit du nicht am Ende mit den Bösen gesammelt und ins Feuer geworfen wirst. Epheser 5,14b: "Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein."


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  • Vom Reich GottesDatum07.02.2023 09:08
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von den bösen Wirkungen der Ungeduld


    Wie schön, o Palme der Geduld,

    Sind deine Früchte, die dich schmücken.

    Auch winkt mir freundlich deine Huld,

    Emporzusteigen, sie zu pflücken;

    Denn diese Heilesfrucht erfreut

    Nur den, der nicht die Arbeit scheut.



    1. Halte für gewiss, dass du im Leben des Geistes noch nicht zugenommen hast, wenn du deine Ungeduld noch nicht besiegen gelernt hast. Denn woher kommt deine Ungeduld, außer von deiner ungeregelten Eigenliebe, die noch immer lebendig in dir herrscht, und keinen Zügel dulden will? "Der Ungeduldige", spricht die Schrift, "wirkt Narrheit; und er wird Schaden leiden!" Woher auch so viele voreiligen Schritte, so viele unbesonnene Reden, so viele blinde Urteile, so viele ungerechte Beleidigungen und wunderliche Entscheidungen? Daher, weil deine Ungeduld das Licht und den Frieden aus deinem Herzen vertrieb, und dich in Finsternis und Erbitterung zurückließ.



    2. Kein Fehler ist, - nicht nur der Frömmigkeit, - sondern auch der Vernunft so sehr entgegen als die Ungeduld, weil der Ungeduldige über zahllose Dinge erbittert wird, die sich weder vorhersehen, noch verhindern lassen, und die aus der Bedrängnis der Zeiten, aus Todesfällen geliebter Personen, aus feindlicher Bosheit und aus verborgenen Ursachen kommen, die die Weltkinder Zufall nennen. Wann aber wirst du ein Übel durch Erbitterung heilen? Murren, Klagen, Lärm, Schimpfworte sind nicht nur ohnmächtige Waffen gegen den Feind, sondern sie bringen auch uns selbst Unheil, weil sie sich gegen uns zurückwenden. "Der Herr hat`s gegeben, der Herr hat`s genommen!" So spricht wer weise ist, wer Gott sich ergeben hat. Von diesem Schild prallen alle Pfeile der Widerwärtigkeiten zurück.



    3. Niemals wirst du zu wahren Tugenden gelangen, wenn du dir nicht Gewalt antust, und mit großer Geduld dich bewaffnest. Fasse also jeden Tag ernsthafte Vorsätze hierüber, und lerne im Buch des Kreuzes Jesu Christi Geduld in Liebe üben. Dringend ermahnt hierzu der große, von Gott erleuchtete Apostel, der die Ungeduld "eine Wurzel der Bitterkeit" nennt; weil aus ihr Eigensinn und Launen hervorgehen, die einer christlichen Seele unwürdig sind, und das Leben wahrhaft verbittern. Auch gibt er uns zu Führern die Liebe Gottes und die Geduld Jesu Christi (2. Thessalonicher 3,5). An einer anderen Stelle aber spricht er: "Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt." (Kolosser 1,11) Denn nur die Geduld erringt die himmlische Krone. Lukas 21,19: "Wenn ihr geduldig bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen."

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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


    Vom geduldigen Tragen des Kreuzes




    Herr, deine strenge Prüfung ist gerecht,

    Du schlägst mich, dass du meine Wunden heilest.

    Treu küsset deine Vaterhand dein Knecht,

    Weil, nach der Strafe, Gnade du erteilest.



    1. Warum brichst du in bitteren Unmut aus, wenn nicht alles nach deinem Wunsch ergeht? Weißt du etwa nicht, dass du hier im Land der Prüfungen bist, und dass ohne Kreuz keine Tugend, ohne Geduld kein Verdienst möglich ist? So trage denn das Kreuz, das Gott dir auferlegte, mit Geduld, denn keins ist dir heilsamer, keins deinen Kräften so angemessen. Nichts auch gewinnst du, wenn du es abwirfst, denn unfehlbar würdest du ein noch lästigeres finden. Wer ist je in dieser Welt ohne Kreuz? Du findest es in den Burgen der Könige, wie in den Hütten der Armen, denn da alle nur durch das Kreuz selig werden, stellte die göttliche Vorsehung es überall auf.



    2. Gott züchtigt diejenigen, die er liebt. Liebte er dich nicht, so züchtigte er dich nicht, und nicht mehr gehörst du zur Anzahl seiner Kinder. Nie zürnt Gott einen Sünder schwerer, als wenn er ihn nicht mehr straft, denn er bestraft nur darum in der Zeit, damit er in der Ewigkeit schone. Immer auch sucht er mit seiner Gnade diejenigen heim, die er durch Strafen heimsucht, darum küsst eine geduldige Seele immer dankbar seine Vaterhand. Erschauderst du vor dem Kreuz, so entsagst du der Religion, deren Siegel das Kreuz ist, und entsagst dem Himmel, wohin nur die Fahne des Kreuzes führt.



    3. Was also klagst du? Was verlangst du? Willst du auf einem anderen Weg in den Himmel eingehen, als auf dem, worauf Jesus mit seinen Heiligen eingingen? So ergib dich denn den Händen Gottes mit Vertrauen. Niemand meint es besser mit dir. Er sieht dein Leiden in seinem ganzen Umfang. Aber er sieht auch die Liebe oder den Unmut mit dem du es erträgst. Er ist mächtig und weise, er kann und wird dich auch befreien, wenn seine Weisheit es dir als heilsam erkennt. Erkennt sie aber das Gegenteil: wer bist du denn, ihm zu widerstehen? Ist er nicht dein allerhöchster Herr, dein Vater, dein Richter? Apostelgeschichte 14,22b: "Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen."



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  • Vom Reich GottesDatum03.02.2023 21:18
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Meide den Umgang mit Bösen



    O lass mich, Jesus, von dir lernen

    Mich unbefleckt erhalten in der Welt;

    Und wachsam von dem Netze mich entfernen,

    Das überall die Feinde aufgestellt.



    1. Wenn dein ewiges Heil dir am Herzen liegt, so sei wachsam, allen näheren Umgang mit verkehrten und lasterhaften Menschen zu meiden. Denn nicht nur schadest du dadurch deinem guten Ruf bei allen Guten, sondern du selbst auch wirst bald werden wie diejenigen, mit denen du umgehst. Das Böse ist seiner Natur nach ansteckend, und wird leichter als das Gute angenommen. Denn unser eigenes Herz ist heimlich dazu geneigt, und es gelüstet ihm gern nach Verbotenem. Kein Kranker wird gesund, weil er mit Gesunden umgeht, aber gar leicht wird krank, wer viel mit Kranken umgeht.



    2. Kein Verworfener ist in der ewigen Verdammnis, der nicht klagte, das böse Beispiel habe ihn dahin gebracht. Wer auch kann je lange unter unkeuschen Menschen sich rein erhalten? Wer lange mit Aussätzigen zusammen leben, ohne selbst aussätzig zu werden? Gern ahmt man solchen nach, die man achtet, und verlernt unter ihnen allmählich den Abscheu vor den Bösen, bis man zuletzt schlimmer wird als sie. Wie viele, die nichts weniger dachten, haben auf diese Weise Glauben und Sitten verloren. Wären also solche Menschen dir auch lieb wie deine Augen, notwendig wie deine Hände, nützlich wie deine Füße, so ermahnt dich dennoch der Herr, sie abzusondern und zu entfernen, wenn du nicht willst in das ewige Feuer geworfen werden.



    3. Fürchte dich nicht, solchen zu missfallen, die Gott missfallen. Meide diejenigen, die von Gott sich entfernen, und von denen Gott sich entfernt. Beleidige die Gnade Gottes nicht dadurch, dass du in die Gefahr dich begibst, sie zu verlieren, denn die Gelegenheit ist eine mächtige Feindin, und viele fanden darin den Tod ihrer Seele. Wir selbst geben dem Feind Waffen gegen uns in die Hände, denn er ist nur stark durch unsere Schwäche, oder vielmehr durch unsere Vermessenheit. Wenig vermag er über uns, wenn wir nicht selbst in die Schlinge gingen, die er durch die Gelegenheit uns gibt. Jesus Sirach 13,1+13: "Wer Pech anrührt, dem klebt es an der Hand; wer mit einen Zuchtlosen umgeht, nimmt seine Art an. Gib acht, und sei vorsichtig, geh nicht mit gewalttätigen Menschen!"


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  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Über die Welt



    Sieh, die Welt ist voll Gefahren.

    Wie auf sturmbewegtem Meer

    Wankt mein Schifflein hin und her.

    Gib mir, Herr, hindurch zu fahren

    Ohne Schiffbruch fort und fort

    Bis zu dir, dem sichern Port.



    1. Niemals wirst du zu dem wahren Frieden der Kinder Gottes gelangen, so lange du dein Herz nicht von dieser Welt entfesselst, weil du niemals zur Freiheit gelangen kannst, sondern, je nach ihrem beständigen Wechsel, bald fröhlich, bald betrübt und verwirrt sein wirst. Nicht umsonst verglichen alle heiligen Lehrer die Welt dem Meer, wo beständige Stürme herrschen, wo alle Fluten bitter sind, wo die kleineren Fische beständig von den größeren verschlungen werden, und wo die Schiffer in fortwährender Gefahr schweben, durch Schiffbruch umzukommen. Denn also verhält es sich genau mit der Welt. Wie aber kann je eine christliche Seele diese Welt lieben, und ihr Herz an sie setzen.



    2. Indessen können wir dennoch manches von den Schiffern lernen, um unsere eigene Schifffahrt auf diesem sturmbewegten Meer zu ordnen. Fahren nämlich auch die Schiffer auf dem Meer, so trinken sie doch niemals von seinen salzigen Gewässern. Auch halten sie sich nicht auf, ob sie auch an noch so schönen Städten oder Inseln vorüber segeln, sondern sie benützen den günstigen Wind, um in ihrer Fahrt weiter zu kommen, und ihr Ziel zu erreichen, denn nicht das Meer ist ihr ständiger Aufenthalt. Sie segeln nur hindurch und blicken oft zum Himmel und zu den Sternen, den Lauf ihres Schiffes recht zu richten, damit sie den ersehnten Hafen nicht verfehlen.



    3. Schließlich sind auch alle Schiffer unablässig beschäftigt. Einige sind bestimmt, das Schiff zu leiten, andere, die Segel aufzuspannen oder einzuziehen. Andere stehen am Ruder, und jeder hat daselbst seine eigene, vom obersten Befehlshaber ihm angewiesene Arbeit, die so lange dauert, als die Schifffahrt selbst, damit sie die Schätze, die sie mit sich führen, glücklich in die Heimat bringen. Also sollen auch wir während unserer Schifffahrt getreu in dem Beruf arbeiten, den Gottes Vorsehung uns angewiesen hat, und diese Welt nur im Vorübergehen gebrauchen. "Denn wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern wir suchen die künftige", spricht der Apostel. Psalm 39,13: "Höre mein Gebet, Herr, vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen. Denn ich bin nur ein Gast bei dir, ein Fremdling wie all meine Väter."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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