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Novene zum Heiligsten Antlitz Jesu - Beginn der Novene am 16.Februar

in Novenen 15.02.2020 20:46
von Blasius • 2.944 Beiträge



BILD:
http://www.heiliges-antlitz.com/antlitz.html


Novene zum heiligsten Antlitz Jesu



1. Tag: Das göttliche Antlitz

Zu Dir, o Gott, erheben wir die Seele mit Vertrauen.

Dein Volk erfreuet sich in Dir, wollst gnädig niederschauen.

Laß leuchten, Herr, Dein Angesicht,

erfüll‘ mit Deiner Gnade Licht

die Diener Deines Thrones.



Im Namen des Vaters…

V. Kommt, lasset uns freudig lobsingen dem Herrn, Huldigung rufen dem Felsen unseres Heiles!

A. Laßt uns mit Lobpreis vor sein Angesicht treten / und ihm jubeln in Liedern (Ps. 94, 1).

V. Wahrhaft würdig ist es und heilbringend, Dir immer und überall Dank zu sagen, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott. Du wohnst in unzugänglichem Licht, doch hast Du Dich durch Deinen Sohn geoffenbart. Er ist Gott von Gott, Licht vom Licht, Dein treuer Zeuge und der Spiegel Deines Angesichtes. In ihm ließest Du die Menschheit Deine Herrlichkeit schauen voll der Gnade und Wahrheit. Durch sein Haupt voll Blut und Wunden hast Du das entstellte Antlitz der Menschen wieder nach Deinem Bild und Gleichnis umgeschaffen. Darum hast Du ihn auch erhöht und zu Deiner Rechten gesetzt. Er ist das Haupt jeder Herrschaft und Macht. Darum beten ihn an alle himmlischen Kräfte zugleich mit Dir und dem Heiligen Geiste. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen:

A. Heilig, heilig, heilig ist der Herr, / Gott der Heerscharen. / Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. / Hosanna in der Höhe!

LIED:

Auf Deinem Haupt, Herr Jesu Christ, trägst Du der Gottheit Krone,

hell‘ Licht aus Deinem Auge geht und Glanz von Deinem Throne,

Christkönig, Alleluja, Alleluja!



V. Wir hören die Lesung aus dem Evangelium des heiligen Matthäus (13, 14-17): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es wird die Weissagung des Isaias erfüllt, die da sagt (6, 9): Hinhören werdet ihr und nicht verstehen, hinsehen werdet ihr und doch nicht sehen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und sie hören schwer mit den Ohren und verschließen ihre Augen, damit sie nicht etwa sehen mit den Augen und hören mit den Ohren und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich sie heile. Aber selig sind eure Augen, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. Denn wahrlich, ich sage euch: viele Propheten und Gerechte verlangten zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort!

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, / o heiligstes Antlitz Jesu, / Du edles Siegel der Gottheit!

V. Gott, der befahl, daß aus der Finsternis Licht sich entzündet, hat auch in unseren Herzen Licht entzündet, daß aufleuchte die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, die da strahlt im Antlitz Jesu Christi (2 Kor 4, 6).

A. Denn / die er vorhererkannt hat, / die hat er auch vorherbestimmt, / dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu werden (Röm 8, 29).

V. Lasset uns beten: Gott, Du Schöpfer des Lichtes und Urgrund der Wahrheit. Du hast Dein Licht in unseren Herzen erstrahlen lassen, damit wir Deine Herrlichkeit im Antlitz Deines Sohnes, Jesus Christus, erkennen können. Wir danken Dir, daß Du uns zu Deinen Kindern angenommen hast. Laß uns zum Vollalter Christi heranwachsen und sein Bild in uns Immer mehr ausprägen:

A. Wir bitten Dich, erhöre uns. / Amen.

V. Herr Jesus Christus! Dein anbetungswürdiges Antlitz ist wie das Siegel der Gottheit, das den Seelen das Bild der Gottheit wieder einprägen kann. Ich grüße und bete an dieses Dein heiligstes Antlitz, das aufs neue mit Schmach bedeckt ist durch die, welche Deine Gottheit lästern und leugnen. Ich opfere Dir in Vereinigung mit Deiner Mutter die Huldigung aller Engel und Heiligen als ein Weihrauchopfer auf und bitte Dich demütigst, Du wollest kraft Deines heiligsten Antlitzes in mir und allen Menschen Dein durch die Sünde entstelltes Bild wieder herstellen und erneuern. Amen.

V. Damit Du uns mit Dankbarkeit für das unschätzbare Gut der heiligen Taufe erfüllen wollest,

A. Laß leuchten, Herr, / Dein Angesicht (Ps. 30, 18).

V. Damit das in der Taufe geschenkte neue Leben gegen alle Versuchungen in uns erhalten bleibe,

A. Laß leuchten, Herr, / Dein Angesicht!

V. Damit die Taufgnade in einem wahrhaft christlichen Leben bei uns wirksam werde,

A. Laß leuchten, Herr, / Dein Angesicht!

V. Damit wir zum Bekenntnis des Glaubens und zu apostolischer Tat fähig werden,

A. Laß leuchten, Herr, / Dein Angesicht! / Denn / dieses Dein heiligstes Angesicht ist unsere Freude, / unsere Kraft und unsere Seligkeit / hier und in alle Ewigkeit. / Amen.

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Jesus zur Schwester Maria vom heiligen Petrus: “Je mehr ihr Sorge tragt, mein Antlitz wiederherzustellen, das durch die Gotteslästerungen verunstaltet wird, desto mehr werde ich für das eurige, das durch die Sünde entstellt wurde, Sorge tragen. Ich werde ihm mein Bild wieder aufdrücken und ebenso schön wieder herstellen, wie es bei der heiligen Taufe war.”

2. Tag: Das entstellte Antlitz Christi

Jesus, Jesus, der Dein Leiden Du begonnen,

ganz von Blutschweiß überronnen,

erbarme Dich, erbarme Dich,

wir flehn durch Deine Schmerzen,

gib Reue unsern Herzen!



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Lukas (22, 39-44): In jener Zeit ging Jesus hinaus und begab sich, seiner Gewohnheit nach, an den Ölberg. Es gingen mit ihm auch seine Jünger. Als er an den Ort kam, sprach er zu ihnen: “Betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet!” Er entfernte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: “Vater, wenn es Dein Wille ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein Wille geschehe, sondern der Deine.” Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und als ihn Angst befiel, betete er noch inständiger. Sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die zur Erde herabrannen.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das den Zorn Gottes besänftigt!

V. Mein Angesicht ist vom Weinen gerötet,

A. Um meine Wimpern liegt Todesnacht (Job 16, 16).

V. Fern von mir ist der Tröster, der mich labte,

A. Verschüchtert sind wir, / weil großtut der Feind (Klgl. 1, 16).

V. Herr der Heerscharen, hör mein Gebet, mit Ohren vernimm es, o Gott Jakobs!

A. Du unser Schild, o Gott, / schau hernieder! / Blicke ins Antlitz Deines Gesalbten! (Ps. 83, 10).

V. Lasset uns beten! In Deinem bitteren Leiden wurdest Du, lieber Jesus, der Spott der Menschen, der Mann der Schmerzen. Ich verehre Dein göttliches Antlitz. Einst strahlte daraus göttliche Schönheit und Anmut, jetzt gleich es dem Antlitz eines Aussätzigen. Doch auch in den entstellten Zügen erkenne ich Deine unendliche Liebe. Sehnlichst verlange ich darnach, Dich zu lieben und mitzuwirken, daß alle Menschen Dich lieben. Die Tränen, die so reichlich Deinen Augen entströmten, sind wie kostbare Perlen. Liebevoll möchte ich sie sammeln, um mit ihrem unendlichen Wert die Seelen der Sünder loszukaufen. Jesus, Dein anbetungswürdiges Antlitz zieht mich an: ich bitte Dich, präge meinem Herzen das Bild Deiner Gottheit ein und schenke mir eine glühende Liebe zu Dir, damit ich einst Dein Antlitz im Himmel in Deiner Verklärung schauen darf (Abl. 500 Tage. N. 208).

A. Amen.

V. Himmlischer Vater, Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, ist unser immerwährender Hoherpriester und Mittler bei Dir. — Daß Du durch sein heiliges Opfer die Schuld der Welt tilgen und die Sünder bekehren wollest,

A. Siehe her, o Gott, / und blicke ins Antlitz Deines Gesalbten! (Ps. 83, 9).

V. Daß Du durch die Glut seiner Liebe unsere Kälte und Gleichgültigkeit verzeihen wollest,

A. Siehe her, o Gott, / und blicke ins Antlitz Deines Gesalbten!

V. Daß Du uns an seinem Sühneleiden Anteil geben wollest,

A. Siehe her, o Gott, / und blicke ins Antlitz Deines Gesalbten!

V. Daß in der Stunde der Versuchung und Schwäche das blutüberströmte Antlitz Deines Sohnes uns vor der Sünde bewahren wolle,

A. Siehe her, o Gott, / und blicke ins Antlitz Deines Gesalbten!

V. Gott, Du hast uns unendliche Schätze der Liebe und Sühne geschenkt im Herzen Deines Sohnes, die sich in seinem heiligsten Antlitz offenbarten, als es blutigen Angstschweiß für uns vergossen hat. Laß uns auf das Antlitz Christi, Deines Gesalbten, schauen und in Vereinigung mit seinem erlösenden Leiden durch die Gesinnung und durch Werke der Sühne die Sünden der Welt wieder gutmachen und dieses betrübte Herz Jesu und sein heiligstes Antlitz trösten. Amen.

A. Herr, / vergilt uns nicht nach unseren Sünden, / nicht nach der Größe unserer Missetaten (500 Tage Abl. N. 23).

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Schwester Maria vom heiligen Petrus sagt: “Nichts ist geeigneter, Gott und seine erzürnte Gerechtigkeit zu entwaffnen, als wenn dieses Antlitz, dessen Stirne die Dornen unserer Sünden durchbohrten, und das unter den Streichen der strafenden Vergeltung hart gehämmert wurde, ihm aufgeopfert wird. Es hat unsere Schulden bezahlt, es tritt gleichsam als Bürge für uns ein. Darum hat mir der Heiland empfohlen, ohne aufzuhören vor dem Thron seines himmlischen Vaters zu weilen und ihm ungeachtet meiner Unwürdigkeit dieses göttliche Antlitz, den Gegenstand seines Wohlgefallens, aufzuopfern. Dieser liebevolle Erlöser gab mir die Verheißung: ‘Sooft du dem Vater mein Antlitz darbietest, ebensooft wird mein Mund um Barmherzigkeit rufen’.”

3. Tag: Das entheiligte Antlitz

Schon fühlest Du und siehst im Geist Dein ganzes Leiden,

von da, wo Judas küßt, bis hin zu Deinem Scheiden.

Kreuz, Geißel, Dornenkron‘ und allen Schmerz und Hohn,

den Menschen Dir bereiten, empfindest Du jetzt schon.



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Lukas (22, 47f:

Während Jesus noch redete, kam eine Schar, und Judas, einer von den Zwölfen, ging ihnen voran. Er näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, mit einem Kusse verrätst Du den Menschensohn?

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das für uns verraten wurde!

V. Hätte den Schimpf mir ein Feind getan, so wollt ich ihn wahrlich ertragen.

A. Wär nur, wer mich haßt, / wider mich aufgestanden, / ich wüßte mich vor ihm zu verbergen.

V. Du aber, mein Gefährte, bist es gewesen, du, der Freund und Vertraute,

A. Mit dem ich liebe Gemeinschaft gehabt, / durch Gottes Haus in festlichem Zuge geschritten bin (Ps. 54, 13)

V. Zum Spott hast du mich für die Heiden gemacht,

A. Und mein Gesicht bedeckt die Scham (Ps. 43, 15).

V. Lasset uns beten! Ewiger Vater, ich opfere Dir durch die reinsten Hände Mariens das anbetungswürdige Antlitz Deines lieben Sohnes auf zur Sühne für die Lästerungen Deines heiligen Namens und zur Bekehrung der armen Sünder.

Mildreicher Jesus, ich opfere Deinem ewigen Vater mein armes Herz auf, das in Reue und Demut die Beleidigungen wiedergutmachen möchte, die Du besonders in der heiligen Eucharistie immer wieder erfährst. Ich vereinige meinen geringen Schmerz mit Deinem Herzeleid, das Du empfunden hast, als Dich Judas im ÖIgarten durch einen Kuß Deinen Feinden überlieferte. In tiefster Anbetung und Ehrfurcht küsse ich Dein heiligstes Antlitz, das Deinen innersten Seelenschmerz und die Liebe Deines Herzens widerspiegelt, und flehe zu Dir:

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden, / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir! (Ps. 50, 10. 12).

V. Wenn ich selbst durch Unehrerbietigkeit in Deiner heiligen Gegenwart gesündigt habe,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Wenn ich durch Lauheit und Gleichgültigkeit gegen Dein Sakrament der Liebe gefehlt habe,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Wenn ich durch unwürdigen Sakramentenempfang den Ekel des Judaskusses Dir erneuert hätte,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Wenn ich die Sünde Deiner Diener, der Priester, lieblos aufgedeckt und nicht bemüht mich hätte, sie zu sühnen,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Wenn ich in Deinen Priestern immer nur den Menschen und nie Dein heiligstes Antlitz sehe,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Wenn in meinem Antlitz nichts von Deiner Güte und Heiligkeit aufleuchtete und deswegen Deine Kirche geschmäht wurde,

A. Wende ab Dein Angesicht von meinen Sünden / und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir!

V. Göttliches Herz Jesu, bewahre unsere Priester im Schutze Deines Herzens, wo ihnen keiner schaden kann. Behüte ihr Herz rein, das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen Deines glorreichen Priestertums. Laß sie wachsen in der Liebe und Treue zu Dir und schütze sie durch Dein heiligstes Antlitz vor der Ansteckung der Welt. Gib, daß sie sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, daß in ihnen selbst und in den ihnen anvertrauten Gläubigen das Bild Deines heiligsten Antlitzes aufleuchte zum Zeugnis für die ungläubige Welt, damit sie Dich erkenne und den, der an Dir sein Wohlgefallen hat und der mit Dir lebt und regiert als gleicher Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

A. Gütiger Jesus, / sei mir nicht Richter, sondern Erlöser! (300 Tage Ablaß N. 71)

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Schwester Maria vom heiligen Petrus sagt: “Ich vernahm vom göttlichen Erlöser, daß die Glaubensverächter unserer Tage durch die Gotteslästerungen die Beschimpfungen erneuern, die dem heiligsten Antlitz während seines Leidens und Sterbens zugefügt worden sind. Sie fallen gleich dem Auswurf der Juden zurück auf das Antlitz des göttlichen Heilands, der sich als Sühne für die Sünden dahingegeben. Ferner sagte er mir, ich müsse den Eifer der frommen Veronika nachahmen, die sich mutig durch die Menge der Feinde drängte.”

4. Tag: Das rettende Antlitz

Zu dir in schwerem Leid komm ich, mein Herr und Gott,

und such‘ Barmherzigkeit in meiner Seelennot.

Zu Deinem Kreuz blick ich hinauf,

da quillt die Gnad‘ in vollem Lauf. —

Jesus, Jesus, verstoß mich Sünder nicht,

erbarme Dich, ach, über mich, erleucht Dein Angesicht!



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Lukas (22, 54-62):

Sie nahmen ihn fest und führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. Da sah ihn eine Magd beim Feuerschein sitzen, schaute ihn genau an und sagte: “Auch dieser war bei ihm!” Er aber leugnete und sprach: “Frau, ich kenne ihn nicht!” Kurz darauf sah ihn ein anderer und sprach: “Auch du bist einer von ihnen!” Petrus aber sprach: “Mensch, ich bin es nicht.” Nach etwa einer Stunde behauptete mit Nachdruck ein anderer: “In Wahrheit, auch dieser war bei ihm, ist er doch ein Galiläer.” Petrus aber erwiderte: “Mensch, ich weiß nicht, was du sagst.” Und im Augenblick, da er noch redete, krähte ein Hahn. Da wandte sich der Herr um, blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich des Wortes des Herrn, da er gesagt hatte: “Ehe der Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.” Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das sich so barmherzig zu Petrus gewendet hat!

V. Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten, seine Ohren öffnen sich ihrem Ruf.

A. Das Antlitz des Herrn aber / wendet sich ab von den Bösen, / tilgt ihr Gedächtnis auf Erden aus (Ps. 33, 15)

V. Laß leuchten über Deinem Knecht Dein Angesicht, in Deiner Güte errette mich (Ps. 30, 17).

A. Wende ab, o Herr, / Dein Angesicht von meinen Sünden / und tilge meine Missetat (Ps. 50).

V. Meine Augen schauen allezeit auf den Herrn, er ist es, der meinen Fuß aus den Schlingen befreit.

A. Blicke auf mich und erbarme Dich meiner, / denn einsam bin ich und arm (Ps. 25, 15).

V. Lasset uns beten! O liebster Jesus, an keinem Teil Deines anbetungswürdigen Leibes hast Du soviel für uns gelitten wie an Deinem heiligsten Antlitz, das um unserer Sünden willen ganz entstellt und von den Lästerungen der Juden übergossen wurde. O wende Dein heiligstes Antlitz zu uns, wie Du es dem heiligen Petrus zugewendet hast, damit wir auch, von Liebesreue durchdrungen, würdig werden, es im Himmel zu schauen in alle Ewigkeit.

A. Amen.

V. Lasset uns beten, daß alle aus unserer Gemeinde dem Rufe des Herrn zur inneren Umkehr folgen mögen:

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht! (Ps. 80, 4).

V. Daß Du die Verhärteten und Verstockten erschüttern wollest:

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du die Verbitterten und Verzweifelten mit neuer Zuversicht erfüllen wollest:

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du allen Sündern die Freude der Heimkehr des verlorenen Sohnes schenken wollest

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du die Lauen mit neuem Eifer erfüllen wollest:

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du die Bereitschaft zum Opfer, zur Sühne und zum Apostolat an den Abseitsstehenden in unsern Herzen wecken wollest:

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Denn Du willst, daß alle gerettet werden und niemand verlorengehe. So hilf uns, daß wir die Werke der Finsternis ablegen und zum neuen Leben auferstehen in Christus Jesus, unserm Herrn. Amen.

A. Jesus, sei mir Heiland / und schenke mir Heil!

(300 Tage Ablaß N. 84)

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Jesus sagte zu Schwester Maria vom heiligen Petrus: “Durch mein Antlitz werdet ihr das Heil vieler Sünder erlangen. Durch diese Opfergabe wird euch nichts verweigert. Wenn ihr doch wüßtet, wie angenehm meinem Vater der Anblick meines Antlitzes ist… Durch mein Antlitz werdet ihr Wunderbares wirken.”

5. Tag: Das verhüllte Antlitz

Dir war ich abgewandt, drum kost‘ ich Bitterkeit,

was ich im Herzen fand, war nur Verlassenheit.

Nun seufz ich arm zu Dir, zu Dir: ach Jesus, gib den Frieden mir!

Jesus, Jesus, verstoß mich Sünder nicht,

erbarme Dich, ach, über mich, erleucht‘ Dein Angesicht!



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Lukas (22, 63‑65):

Die Männer, die Jesus bewachten, trieben ihren Spott mit ihm. Sie schlugen ihn, verhüllten dabei sein Angesicht und fragten ihn: weissage, wer ist es, der Dich geschlagen hat? Und noch viele andere Schmähungen stießen sie gegen ihn aus.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das für uns angespien, geschlagen und verwundet wurde.

V. Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, zu Dir, mein Gott, mein Angesicht zu erheben,

A. Denn unsere Missetaten sind uns übers Haupt gewachsen / und unsere Schuld ist himmelhoch geworden (1 Esdr. 9, 6).

V. Siehe, wie die Augen des Knechtes blicken auf die Hand ihres Herrn, und wie zu der Herrin Hand die Augen der Magd, so blicken unsere Augen zum Herrn, unserm Gott, bis er sich unser erbarmt (Ps. 1 23).

A. Zu Dir erhebe ich meine Augen, / der Du wohnest in den Höhen des Himmels (Ps. 123).

V. Lasset uns beten! O ewiger Vater, ich opfere Dir auf das allerheiligste Antlitz Deines Sohnes. Es ist das unendliche Lösegeld, das allein unsere Schulden zu tilgen vermag. Ewiger Vater, ich opfere Dir auf dieses Antlitz, um Deinen Unwillen zu besänftigen. Bedenke, daß es die Dornen unserer Sünden getragen hat und sich gestählt hat unter den Schlägen Deiner Gerechtigkeit, deren Zeichen es noch trägt. Siehe auf diese göttlichen Wunden; sie rufen: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit, Barmherzigkeit für die Sünder! (Schw. Maria v. hl. P.)

V. Herr Jesus Christus, der Du für Deine Kirche um die Gabe der Einheit gebetet hast, damit die Welt glaube, daß Du der Verheißene des Vaters bist.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht. (Ps. 50, 6)

V. Wir wissen, daß auch die Kinder der römischen Kirche an der Zerrissenheit der Christen mitschuldig sind.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Wir haben es oft nicht verstanden, den Irrtum zu hassen und dabei die Irrenden zu lieben.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. So flehen wir zu Dir: daß Du uns die verlorene Einheit im Glauben zurückgeben wollest.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Daß Du die Irrenden, Zweifelnden und Suchenden mit Deinem Licht erleuchten wollest.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Daß Du uns und alle Christen vor falschen Urteilen und Mißverständnissen, vor Haß und Überheblichkeit bewahren wollest.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Daß Du unsere Gemeinde zu einem leuchtenden und anziehenden Zeugnis brüderlicher Liebe und Hilfe machen wollest.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Daß Du alle Völker der Erde in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche vereinen wollest.

A. Verwirf uns nicht vor Deinem Angesicht!

V. Denn Du, o Herr, siehst mit gleicher Liebe auf alle, die Dich lieben und suchen.

A. So wende denn Dein Antlitz ihnen zu / und schenke ihnen den Frieden! / Amen.

V. Gott, Du zeigst den Verirrten den rechten Weg, Du einigst die Getrennten und erhältst sie in der Einheit. Wir bitten Dich: Gieße in Deiner Güte über das christliche Volk die Gnade der Einigung aus, daß es der Spaltung ein Ende mache, dem wahren Hirten Deiner Kirche sich anschließe und Dir würdig diene. Durch Christus, unseren Herrn. Amen. (3 Jahre Abl. N. 623)

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Zu Schwester Maria Pierina de Micheli († 1945) sprach der Herr: “Ich möchte, daß mein Antlitz, das die innersten Leiden meiner Seele, den Schmerz und die Liebe meines Herzens offenbart, mehr verehrt werde. Wer mich betrachtet, tröstet mich. — Ich habe mein Herz als ausdrucksvolles Zeichen meiner großen Liebe den Menschen gegeben und gebe nun mein Antlitz als ausdrucksvolles Zeichen meines Schmerzes über die Sünden der Menschen.”

6. Tag: Das mißhandelte Antlitz

O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz, bedeckt mit Hohn! O Haupt, zum Spott umwunden mit einer Dornenkron: O Haupt, sonst schön gekrönet mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber frech verhöhnet, gegrüßet seist Du mir!

V. Wir hören aus der Passion des heiligen Matthäus (27, 27‑30):

Da brachten die Soldaten des Statthalters Jesus in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um, flochten einen Kranz aus Dornen, setzten ihn auf sein Haupt und gaben ein Rohr in seine rechte Hand. Das Knie vor ihm beugend, verspotteten sie ihn und sprachen: sei gegrüßt, Du König der Juden! Und sie spien ihn an, nahmen das Rohr und schlugen auf sein Haupt.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort!

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das um unserer Sünden willen entstellt, mißhandelt und jeder Schönheit beraubt wurde!

V. Er ist ohne Schönheit und Gestalt: nicht zieht er unsere Blicke auf sich.

A. Er ist ohne Ansehen, / aller Reize für uns bar.

V. Er ist verachtet und vor aller Welt verlassen, ein Schmerzensmann;

A. Verachtet so wie einer, / der sein Angesicht vor uns verhüllen muß (Is 53, 2).

V. Ganz krank ist das Haupt, ganz siech das Herz, vom Fuß bis zum Scheitel ist nichts daran heil, nur Beulen, Striemen und Wunden (Is 1, 6).

A. Gehet hinaus, ihr Töchter Jerusalems / und schauet den König mit der Krone (Hohel. 3, 11).

V. Meinen Leib gab ich den Schlagenden hin, verhüllte mein Angesicht nicht vor jenen, die mich lästern und anspeien.

A. Ich mache mein Angesicht zu härtestem Felsen / und ich weiß, / ich werde nicht zuschanden (Is 50, 6).

V. Lasset uns beten: Jesus, Du hast Dich vernichtet aus Liebe zu mir. Wandle mein Herz um! Laß mich die Größe Deiner Verdemütigungen erkennen! Gib, daß ich von Deinem Licht erleuchtet, heute zu entfernen beginne, was vom alten Menschen noch ganz tief in mir lebt. Es ist der Hauptgrund meines Elends, das ständige Hindernis, das ich Deiner Liebe entgegensetze. (500 Tage Ablaß N. 112)

A. Jesus, gib, daß ich Dein sei, / ganz Dein, immer Dein! (300 Tage Ablaß N. 87)

V. Herr Jesus Christus, Du bist verspottet, verleumdet, verfolgt und grausam hingerichtet worden. Wie Du es vorausgesagt hast, wird auch Deine Kirche in ihren Bischöfen, Priestern und Getreuen verfolgt und gemartert.

V. So rufen wir Dich an für die Glieder Deines geheimnisvollen Leibes, denen Du Anteil an Deiner Schmach schenkst.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern! (Is 50, 6).

V. Daß Du ihr Leiden mit Deinem Erlösungsopfer vereinen und fruchtbar machen wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Daß Du durch die Leiden Deiner Zeugen Dein Reich ausbreiten und mehren wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Daß Du die gefangenen Bischöfe, Priester und Ordensleute wieder zu den verwaisten Gemeinden zurückführen wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Daß Du die wankenden Christen aufrichten und die Abgefallenen wieder zu Dir und Deiner Kirche bekehren wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Daß Du den Verfolgern Deiner Kirche verzeihen wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Daß Du ihnen den Geist der Gottesfurcht und Gerechtigkeit verleihen wollest.

A. Verhülle nicht Dein Angesicht vor denen, / die Dich lästern!

V. Denn Du hast selbst Deinen Feinden Dein Angesicht am Kreuze noch zugewandt und für sie gebetet. So entferne auch aus unseren Herzen allen Haß und allen falschen Eifer, der Du nicht willst, daß einer verlorengehe, den Du mit Deinem kostbaren Blute erlöst hast.

A. Ewiger Vater, / wir opfern Dir auf das heiligste Antlitz Jesu Christi, / bedeckt mit Blut, Schweiß und Staub / zur Sühne und Genugtuung für unsere und der ganzen Welt Sünden / und für die Bekehrung der Sünder. / Amen.

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Jesus zu Schwester Maria vom heiligen Petrus: “So wie man in einem Königreiche mit dem Geldstück, welches das Bild des Fürsten trägt, sich alles verschaffen kann, was man will, ebenso werdet ihr mit der Münze meiner heiligen Menschheit, die mein Antlitz ist, alles erhalten, was ihr begehrt.”

7. Tag: Das dürstende Antlitz

Ach, Herr, zum Tode krank ist meine Seele mir.

Wo find ich Labetrank, wenn nicht, o Herr, bei Dir?

Die Sünde brennt mit heißer Glut:

ach lösch den Brand mit Deinem Blut.

Jesus, Jesus, verstoß mich Sünder nicht,

erbarme Dich, ach, über mich, erleucht‘ Dein Angesicht!



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Johannes (19, 28-29):

Darauf sagte Jesus, da er wußte, daß alles vollbracht sei, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! — Es stand ein Gefäß mit Essig da, und sie steckten einen mit Essig gefüllten Schwamm auf einen Ysopstengel und brachten ihn an seinen Mund.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das lechzte nach einem Trank und nach den Seelen.

V. Mein Gaumen ist ausgetrocknet wie eine Scherbe,

A. Und meine Zunge klebt an meinem Gaumen (Ps. 21, 16).

V. Wie lange noch, Herr, vergissest Du meiner ganz? Wie lange hältst Du Dein Angesicht vor mir verborgen? (Ps. 112, 1).

A. Zu Dir redet mein Herz, / nach Dir sehnt sich mein Gesicht, / nach Deinem Antlitz suche ich, o Herr! (Ps. 26, 11).

V. Wie der Hirsch verlangt nach strömendem Wasser, so verlangt meine Seele nach Dir, o Gott!

A. Meine Seele dürstet nach Gott, dem Lebendigen, / wann darf ich kommen / und Gottes Angesicht schauen? (Ps. 41, 2).

V. Lasset uns beten! Herr Jesus Christus, aus dem Schoß des Vaters bist Du vom Himmel auf die Erde herabgestiegen und hast Dein kostbares Blut vergossen zur Vergebung der Sünden. Wir bitten Dich demütig: laß uns am Tage des Gerichtes zu Deiner Rechten das Wort vernehmen: Kommt, ihr Gesegneten! Der Du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen. (5 Jahre Ablaß N. 221)

A. Daß Du alle Irrenden zur Einheit der Kirche zurückrufen / und alle Ungläubigen zum Lichte des Evangeliums führen wollest, / wir bitten Dich. Herr, erhöre uns! (300 Tage Ablaß N. 621)

V. Herr Jesus Christus, Dich hat der Vater zum Lichte für die Heiden gemacht. Wir flehen zu Dir um Dein Erbarmen: Daß Du Dich über die arme Welt, die ihren Erlöser noch nicht kennt, erbarmen wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie! (Ps. 30, 21)

V. Daß Du allen Völkern der Erde Deine Wahrheit offenbaren wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie!

V. Daß Du Deine Kirche als den Hort des Heiles allen Menschen sichtbar machen wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie!

V. Daß Du ihr Zeugen und Arbeiter in Deinen Weinberg senden wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie!

V. Daß Du die Sendboten des Evangeliums mit Deiner Kraft ausrüsten wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie!

V. Daß Du die Neubekehrten in Wort und Tat zu Boten des Evangeliums machen wollest.

A. Im Schutze Deines Angesichtes berge sie!

V. O Gott, Du hast uns in Gnaden angeschaut und zu Deinen Kindern gemacht, wir bitten Dich: gib, daß alle Völker der Erde im Lichte Deiner Wahrheit den Ausweg finden aus dem Irrtum und in der Rettung ihrer Seelen der Durst Deines Herzens gestillt werde.

A. Amen.

V. Gebet des Heiligen Vaters, Papst Pius IX.

A. O mein Jesus, sieh uns an in Barmherzigkeit. / Wende jedem von uns Dein Antlitz zu, / wie Du es einst der heiligen Veronika zugewandt hast, / nicht, damit wir es mit den Augen des Leibes sehen, / denn wir verdienen es nicht, / sondern laß unser Herz es schauen, / auf daß wir, Deiner gedenkend, / aus dieser Quelle der Stärke die notwendige Kraft für die Kämpfe, / welche wir zu bestehen haben, / schöpfen mögen. Amen.

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Jesus sagte zu Schwester Maria vom heiligen Petrus: “Dieses anbetungswürdige Antlitz ist wie das Siegel der Gottheit, das die Eigenschaft besitzt, den Seelen, die sich an dasselbe wenden, das Bild der Gottheit einzuprägen.”

8. Tag: Das geneigte Antlitz

Ach, neig Dein Haupt zu mir mit Deinem Gnadenblick,

die Seele lechzt nach Dir, ach, Jesus, sie erquick!

Vom Dornenkranz zum Herzen mein,

laß träufeln, Herr, die Gnade Dein!

Jesus, Jesus, verstoß mich Sünder nicht,

erbarme Dich, ach, über mich, erleucht Dein Angesicht!



V. Wir hören aus der Passion des heiligen Johannes (19, 30):

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte sein Haupt und gab den Geist auf!

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, / Du anbetungswürdiges Antlitz Jesu Christi, / Du Gnadenschatz der Gläubigen!

V. Jetzt werden sie aufschauen zu dem, den sie durchbohrt haben (Zach. 12, 10).

A. Laß Dein Antlitz mich schauen. (Hohel. 2, 14)

V. Herr der Heerscharen, höre mein Gebet, mit Ohren vernimm es, o Gott Jakobs!

A. Du unser Schild, o Gott, / schau hernieder! Blicke ins Angesicht Deines Gesalbten! (Ps. 83, 10)

V. Mit Deiner Gnade werde ich Dich preisen vor großer Gemeinde,

A. Vor dem Angesicht aller, / die Dich fürchten. (Ps. 21, 16)

V. Verwirf mich nicht vor Deinem Angesicht,

A. Und Deinen Heiligen Geist nimm nicht von mir. (Ps. 50. 12)

V. Lasset uns beten: Herr Jesus Christus, Du Sohn des lebendigen Gottes, Du hast um die sechste Stunde zur Erlösung der Welt den Pfahl des Kreuzes bestiegen und Dein kostbares Blut vergossen zur Vergebung der Sünden. Wir bitten Dich demütig: laß uns nach unserem Hinscheiden freudig eingehen in die Pforten des Paradieses, der Du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen. (5 Jahre Abl. N. 213)

A. In Deine Hände, Herr, / befehle ich meinen Geist! (500 Tage Abl. N. 19)

V. Herr Jesus Christus, schon jetzt nehme ich jede Art des Todes mit allen Nöten, Ängsten und Schmerzen bereitwillig aus Deiner Hand an. Aber um eines bitte ich Dich, göttlicher Heiland:

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Wenn mein mattes, brechendes Auge Dein heiliges Antlitz nicht mehr schauen kann,

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Wenn meine erkaltenden Lippen Dein heiliges Kreuz nicht mehr küssen können,

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Wenn meine Zunge nicht mehr fähig ist, Deinen heiligen Namen anzurufen,

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Wenn Finsternis und Schatten des Todes mich umfangen,

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Wenn meine Augen brechen und ich Dich dann als Richter schaue,

A. Verbirg Dein Angesicht nicht vor mir!

V. Lasset uns beten: Herr Jesus Christus, ich vereinige mich mit Deinem ewigen, immerwährenden, vorbehaltlosen Opfer. Deinem heiligen, anbetungswürdigen Willen gemäß, weihe ich mich für alle Tage meines Lebens und für jeden Augenblick des Tages. Du warst das Opferlamm für mein Heil, ich möchte aus Liebe zu Dir zum Opferlamm werden. Laß meine Hingabe Dir gefallen, nimm mein Opfer an, erhöre mein Gebet. Laß mich leben in der Liebe, laß mich sterben vor Liebe, laß den letzten Schlag meines Herzens sein ein Akt vollkommener Liebe. Amen.

(500 Tage Abl. N. 104)

A. In allem werde erfüllt, gelobt und in Ewigkeit gepriesen / der gerechte, erhabene und liebenswürdige Wille Gottes! (500 Tage Abl. N. 4)

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Die Gottesmutter sprach zu Schwester Maria Pierina de Micheli: “Das Skapulier vom heiligsten Antlitz ist eine Schutzwaffe, ein Schild und ein Pfand der Erbarmung, das Jesus in diesen sinnlichen und gegen Gott und Kirche haßerfüllten Zeiten der Welt geben will…

Alle diejenigen, welche sich mit diesem Skapulier bekleiden und am Dienstag dem hochheiligen Sakrament einen Besuch machen als Genugtuung der Schmähungen, die das heiligste Antlitz während seiner Passion erlitt und die es jeden Tag im eucharistischen Sakrament erleidet, werden, im Glauben gestärkt, bereit sein, ihn auch zu verteidigen und alle inneren und äußeren Schwierigkeiten zu überwinden. Zudem werden sie einen ruhigen Tod unter dem liebevollen Blick meines göttlichen Sohnes haben.”

9. Tag: Das liebreiche Antlitz

Bei Dir allein ist Ruh vor Angst und Seelennot.

Dir sag ich fest mich zu, o Herr, bis in den Tod.

Mit Deinem Blut aus Herz und Hand

erneu‘ ich Kraft, die mir entschwand.

Jesus, Jesus, verstoß mich Sünder nicht.

Erbarme Dich, ach, über mich, erleucht Dein Angesicht!



V. Wir hören aus dem Evangelium des heiligen Johannes (13, 1) und Matthäus (26, 26-28): Vor dem Paschafest aber, da Jesus wußte, daß die Stunde gekommen war, da er aus dieser Welt zum Vater hinübergehen sollte, zeigte er den Seinen, die in der Welt waren, seine Liebe bis zur Vollendung. — Während sie nun aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach es und gab es seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und esset, denn das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sagte Dank, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus, denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / Du Spiegel der Gottheit!

V. Errichte mir ein Heiligtum, damit ich in eurer Mitte wohnen kann. Sieh zu, daß du es genau machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist. (Ex. 25, 9)

A. Forschet nach dem Herrn und seiner Herrlichkeit, / suchet allezeit sein Antlitz! (1 Chron. 16, 11)

V. Dein, spricht mein Herz, ist ja das Wort: ihr sollt mein Antlitz suchen.

A. So suche ich auch Dein Antlitz, Herr, / verbirg es nicht vor mir! (Ps. 29, 8)

V. Kommt alle zusammen, die ihr Leid getragen, seid fröhlich von Herzen.

A. Frohlocket / und trinket euch satt an der Quelle des Trostes, / die in Fülle euch fließt. (Is. 66, 10)

V. Lasset uns beten! Sei gegrüßt, o anbetungswürdiges Antlitz Jesu, gegenwärtig im heiligsten Sakrament des Altares, glänzender als die Sonne. Sei gegrüßt, Du Siegel der Gottheit, Du Spiegel der göttlichen Vollkommenheiten, Du Freude und Wonne aller Engel und Heiligen! Aus allen Kräften meiner Seele wende ich mich an Dich und bitte Dich demütigst, Du wollest meinem Herzen alle Züge Deines göttlichen Bildes einprägen. Amen.

A. Lob und Dank sei ohne End / dem heiligen und göttlichen Sakrament! (300 Tage Abl. N. 136)

V. Jesus, wahrer Gott und Mensch, Hoherpriester und Opferlamm, nimm auf unser Flehen:

Daß Du uns zu einer immer tieferen Erkenntnis des eucharistischen Geheimnisses führen wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du unsere Gemeinde zu einer lebendigen Mitfeier Deiner heiligen Geheimnisse führen wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du Eltern und Kinder zum oftmaligen würdigen Empfang dieses heiligen Sakramentes führen wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du uns aus diesem Geheimnis Kraft zu echtem christlichem Wandel schenken wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du viele Jünglinge und Jungfrauen zum Dienst in Deinem Heiligtum rufen und bereiten wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Daß Du uns in unserer Todesstunde durch den Genuß Deines Leibes und Blutes stärken wollest,

A. Herr, zeige uns Dein Angesicht!

V. Denn Du bist die Freude und Seligkeit Deiner Auserwählten im Himmel und auf Erden und lässest uns in diesem Sakrament bereits, im Glauben verborgen, schauen, was uns im Himmel einst beseligen wird, Dein heiligstes Antlitz, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.

A. Möge der heilige, anbetungswürdige und unaussprechliche Name Gottes / immer gelobt, gepriesen, geliebt, angebetet und verherrlicht werden / im Himmel und auf Erden und unter der Erde / durch alle Gottesgeschöpfe / und durch das heiligste Herz Jesu Christi im allerheiligsten Sakrament des Altares. / Amen.

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Die gottselige Schwester Maria vom heiligen Petrus sagt: “Unser göttlicher Heiland klagte mir, wie sehr seine Liebe im allerheiligsten Sakrament durch die Glaubenslosigkeit der Christen verkannt wird. Durch dieses hochwürdigste Sakrament will Jesus, unser Erlöser, den Seelen die Kraft seines heiligsten Antlitzes mitteilen.”

10. Tag: Das verkärte Antlitz

Wann ich aus dem Grabe gehe nach des Todes langer Frist und ich dann Dein Antlitz sehe, Herr und Heiland Jesu Christ! Wirst Du alles mir enthüllen, wirst mir jeden Wunsch erfüllen. Alleluja! Jesus lebt, Jesus lebt, Jesus lebt, Alleluja! Jesus lebt!

V. Wir hören aus dem Evangelium des heiligen Matthäus (17, 1) :

In jener Zeit nahm Jesus den Petrus, Jakobus und Johannes mit sich auf einen hohen Berg. Da wurde er vor ihnen verklärt. Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden hell wie das Licht… Und siehe, eine Stimme sprach aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe, auf ihn sollt ihr hören. — Da die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus trat hinzu, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht!

V. Durch des Evangeliums Wort nehm‘ Gott unsre Sünden fort.

A. Lob sei Dir, / Christus! — Sei gegrüßt, o heiligstes Antlitz Jesu, / das die Freude und Wonne aller Auserwählten sein wird in Ewigkeit!

V. Er ist der Abglanz des ewigen Lichtes,

A. Ein Spiegel ohne Makel, / das Ebenbild seiner Güte (Weish. 7, 26).

V. Schöner bist Du als alle Kinder der Menschen,

A. Ausgegossen über Deine Lippen ist Gnade. (Ps 44, 3)

V. Wir alle schauen mit unverhülltem Auge die Herrlichkeit des Herrn und werden so zu dem gleichen Bilde umgestaltet (2 Kor 3, 18).

A. Selig das Volk, / das wandelt in der Klarheit Deines Antlitzes (Ps. 88, 15).

V. Ohne ihn gesehen zu haben, liebt ihr ihn, ohne ihn jetzt zu schauen, glaubt ihr an ihn, in unsagbarer und strahlender Freude werdet ihr frohlocken, wenn ihr das Endziel eures Glaubens erreicht: das Heil eurer Seele (1 Petr 11, 4).

A. Davor schauend sich zu beugen, / sehnen sich die Engel.

V. Vater, ich habe die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, auch ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind.

A. Und sie sollen die Herrlichkeit sehen, / die Du mir gegeben hast (Joh 17, 22).

V. Lasset uns beten: Gott, Du hast bei der glorreichen Verklärung Deines eingeborenen Sohnes durch die Stimme aus den Wolken unsere vollkommene Annahme an Kindesstatt auf wunderbare Weise angedeutet: mache uns gnädig zu Miterben dieses Königs der Glorie und laß uns teilnehmen an seiner Herrlichkeit. Durch denselben Christus, unsern Herrn. Amen.

A. Herr Jesus Christus, / Du allein bist der Heilige, / Du allein der Herr, / Du allein der Allerhöchste. (500 Tage Abl. N. 86)

V. Herr Jesus Christus, König der kommenden Herrlichkeit, Du wirst auf den Wolken des Himmels wiederkehren am Tage der Vollendung. Erhöre unser vertrauendes Rufen:

Daß Du alle aus Zweifel und Unglauben zur Erkenntnis Deiner Gottheit führen wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht! (Hohel. 2, 10)

V. Daß Du besonders der Jugend einen frohen Glauben an Deine Macht und Liebe schenken wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht!

V. Daß Du alle Trauernden in der christlichen Hoffnung stärken wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht!

V. Daß Du als Friedensfürst allem Streit ein Ende machen wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht!

V. Daß Du Deine Macht und Herrlichkeit vor aller Welt offenbaren wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht!

V. Daß Du am Tage des Gerichtes uns gnädig sein und in Dein ewiges Reich einführen wollest,

A. Laß schauen uns Dein Angesicht!

V. Denn Du bist es, der kommen wird im Glanze heiliger Scharen. Du versammelst Deine Gemeinde um den Tisch Deiner Gnade, wie Du sie einst zusammenrufen wirst aus allen Zeiten und Völkern zum Hochzeitsmahl Deines Reiches, wo Du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes lebst und regierst in Ewigkeit. Amen.

A. Gott erbarme sich unser und segne uns; / er lasse sein Angesicht leuchten über uns / und erbarme sich unser! (Ps. 66, 1)

Zur privaten Lesung oder stillen Betrachtung

Der Herr sprach zur heiligen Gertrud: “Die mein heiligstes Antlitz verehren, werden in ihrem Innern durch das Bild meiner Menschheit einen lebhaften Glanz meiner Gottheit erhalten. Sie werden bis in den Grund ihrer Seele davon erleuchtet und durch die Ähnlichkeit mit meinem Antlitz glänzender erscheinen als viele andere im ewigen Leben.” Zur heiligen Mechthilde sagte der Herr: “…Keiner von ihnen darf von mir getrennt sein.”


AUS: https://peripsum.wordpress.com/2007/04/1...n-antlitz-jesu/

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 15.02.2020 20:57 | nach oben springen



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