Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....
#1

Wie man sich nicht entmutigen lässt - von P. Frederick W. Faberü

in Kleinschriften 18.05.2019 11:29
von Blasius • 2.657 Beiträge



Wie man sich nicht entmutigen lässt - von P. Frederick W. Faber
aus: Alles für Jesus, von P. Frederick William Faber, dem Begründer des Londoner Oratoriums


Über die oft unsichtbare Macht des Gebetes



Allein es ist von Wichtigkeit, nicht zu vergessen, dass die Interessen Jesu nicht derselben Regel folgen, wie die Interessen der Welt. Wenn wir uns nicht daran erinnern würden, so müssten wir bald entmutigt werden über das geringe Gute, das wir zu tun scheinen.

Die Interessen Jesu sind größtenteils unsichtbar. Wir müssen vor allem Glauben haben an die Macht des Gebetes. Wir werden nie bis zum letzten Tage die Erfolge kennen lernen, welche unsere Gebete erlangen, noch die Wirksamkeit, welche sie im Verlauf von Jahrhunderten auf die Kirche ausgeübt haben.
Nehmen wir z.B. das Gebet des heiligen Stephan, während man ihn steinigte; es hatte die Bekehrung des heiligen Paulus zur Folge, welcher eben damals die Kleider seiner Mörder hütete. Denkt nur an das, was der heilige Paulus getan, und noch täglich tut, und fortwährend tun wird bis ans Ende der Welt; nun denn, alles, was er tut, ist auch das Werk des heiligen Stephan, denn es ist die Frucht seines Gebets.
So bittet vielleicht jemand um das Gebet der Bruderschaft (Anmerk.: die P. Faber gegründet hatte), dass Hindernisse, welche seiner Berufung zum religiösen Leben oder geistlichen Stande entgegenstehen, entfernt werden möchten, und diese Gnade wird an einem Freitag abends unserem Gebete gewährt. Er wird ein Priester, er rettet hunderte von Seelen; diese Seelen retten andere, einige dadurch, dass sie selbst Priester werden oder Nonnen, oder fromme Väter und Mütter in der Welt. Und so verbreitet das Gebet allmählich überall hin seine segensvollen Früchte, und sehr wahrscheinlich wird es sein Werk fortsetzen, bis zu jener Nacht, aus welcher die Erde erwachen wird, um unseren Herrn vom Aufgang kommen zu sehen.
Wir dürfen daher nicht zu sehr auf die sichtbaren Früchte und Resultate schauen. Was die Welt ein Unglück nennt, verwandelt sich oft für die Interessen Jesu in ein Glück.

Es leidet zum Beispiel einer eine große Ungerechtigkeit, weil er Katholik ist. Ihr betet für ihn; die Ungerechtigkeit dauert fort, und die Protestanten triumphieren äußerlich darüber. Ihr bildet euch ein, euer Gebet sei nicht erhört worden. Es könnte keinen größeren Irrtum geben. Jesus will diesen Menschen zu einem Heiligen machen; es ist besser für ihn, das hilflose Opfer jener Ungerechtigkeit zu sein.
Mittlerweile hat Jesus durch euer Gebet ihm eine Menge Gnaden gewährt, welchen er mitgewirkt hat, so dass er in der Tat durch euer Vater unser und Ave Maria im Himmel in alle Ewigkeit einen höheren Platz einnehmen wird, als dies sonst der Fall gewesen wäre. Es wird ein weiterer Edelstein in seiner Krone schimmern, welcher sonst gefehlt hätte. Ihr werdet denselben im Himmel sehen und bewundern, und erfahren, dass es euer Vater unser und Ave Maria war, welches denselben in seine Krone einfügte.


So verhält es sich mit dem Papst und der Kirche und mit den religiösen Orden, und in der Tat mit allem, was auf Jesus Bezug hat. Seine Interessen folgen nicht den Regeln der Welt, sondern den Regeln der Gnade. Wir müssen mit einem andern Maß messen, und nicht mit dem Maßstab der Welt, wir müssen unser Maß und Gewicht aus dem Heiligtum nehmen!
Jesus feierte nie einen größeren Triumph, als an dem Tag, da Er sich ans Kreuz nageln ließ, und doch glaubte die törichte Welt, sie habe nun gesiegt, und schrieb sich ganz die Ehre des Tages zu. Es ist von Wichtigkeit, dass ihr euch dies tief in euer Herz einprägt.


Wir müssen glauben, dass Gott immer ein aufrichtiges Gebet erhört, und zwar in einer Weise und bis zu einem Grade, welche unsere kühnsten Erwartungen übertrifft; aber Er lässt uns noch nicht sehen, wie. Wir müssen es auf Glauben annehmen, und dürfen ganz versichert sein, dass wir am Ende in unserer Hoffnung nicht getäuscht werden.

Liebe Grüße, Blasius

nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Versuche nicht Narren zu predigen 24. Januar 2020
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Kirche von Blasius
0 24.01.2020 06:53goto
von Blasius • Zugriffe: 32
FRANZISKUS - Echter Papst oder nicht?
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Pius-Bruderschaft von Stjepan
15 05.02.2020 22:15goto
von Aquila • Zugriffe: 633
Wenn es die Sünde nicht gäbe
Erstellt im Forum Diskussionsplattform von Blasius
0 06.04.2019 09:16goto
von Blasius • Zugriffe: 86
Muslime glauben: Allah ist nicht allmächtig!
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Islam und Islamisierung von Stjepan
0 22.02.2019 17:02goto
von Stjepan • Zugriffe: 104
Wer nicht an Jesus Christus als GOTT glaubt, ist ein Ungläubiger!
Erstellt im Forum Der Eine Wahre Gott von Kristina
0 24.11.2018 00:39goto
von Kristina • Zugriffe: 414
Matthäus 6,19 Von der rechten Sorge 19 Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde....
Erstellt im Forum Neues Testament von Blasius
0 27.08.2018 21:18goto
von Blasius • Zugriffe: 118
Der große Irrtum der Modernisten: Für sie gibt es nicht Unveränderliches
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Kirche von Kristina
2 24.08.2018 09:02goto
von Blasius • Zugriffe: 226
Religionspolitik taugt nicht zur Integration
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Kirche von Kleine Seele
12 28.07.2018 23:07goto
von Kleine Seele • Zugriffe: 1035
Wer ist ein Christ? - Wer nicht?
Erstellt im Forum Diskussionsplattform Protestantismus von Simeon
6 14.04.2018 14:34goto
von Aquila • Zugriffe: 604

Besucher
0 Mitglieder und 16 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Palatiner
Forum Statistiken
Das Forum hat 3472 Themen und 22458 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:




Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen