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Die Menschwerdung des Sohnes macht uns zu Kindern Gottes - Irenäus von Lyon - um 135-202 - Bischof, Kirchenvater

in Kirchenväter / Kirchenlehrer 07.11.2016 10:10
von Blasius • 1.406 Beiträge

Irenäus von Lyon
um 135-202


Bischof, Kirchenvater





Die Menschwerdung des Sohnes macht uns zu Kindern Gottes

Dadurch, dass der Sohn Gottes wahrhaft als Mensch gelebt hat und in seinem Tod die Macht des Todes vernichtet hat, konnte er den Menschen das Heil und das Leben bringen. Somit ist Christus auch der neue Adam, der das ursprüngliche Bild des Menschen als Bild Gottes wiederherstellt.

Der Mensch wurde von der Sünde in die Sklaverei verschleppt und vom Tod darin festgehalten. Doch durch einen Menschen sollte die Sünde getötet werden und so der Mensch aus dem Tod hervorgehen. Auf diese Weise vollbrachte er das Anhängen und Einswerden des Menschen mit Gott.

Hätte nicht ein Mensch den Feind des Menschen besiegt, so wäre der Feind nicht wirklich besiegt worden. Hätte aber zugleich nicht Gott das Heil geschenkt, so besäßen wir es nicht unverrückbar. Und wäre der Mensch nicht mit Gott vereint worden, so hätte er der Unvergänglichkeit nicht teilhaft werden können.
So bedurfte es des Mittlers Gottes und der Menschen, der durch seine Gleichheit mit beiden sie zu Freundschaft und gleicher Gesinnung zurückführe und der die Menschen Gott vorstellte, Gott aber für den Menschen erkennbar machte.

Die Kirche als Garant der Offenbarung Gottes


Gegen die Gnostiker, die sich auf eine Geheimlehre berufen, die angeblich auf die Apostel zurückgeht, macht Irenäus deutlich, dass die Kirche in ihrer Lehre die ganze Verkündigung umfasst,
welche die Apostel überliefert haben.

Dabei zeigt er, wie nach dem Glauben der frühen Kirche die Evangelien entstanden sind.

Sie enthalten die gesamte Wahrheit über Christus und lassen keinen Platz für irgendwelche Geheimoffenbarungen.

Nachdem aber unser Herr von den Toten auferstanden war und sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen hatten, der über sie kam, zogen sie (die Evangelisten) aus bis an die Enden der Erde, um allen die frohe Botschaft zu bringen und den Menschen den himmlischen Frieden zu verkünden. Dadurch empfingen sie die Fülle von allem und die vollkommene Erkenntnis, und so besitzt auch jeder einzelne von ihnen das Evangelium Gottes. Matthäus verfasste sein Evangelium bei den Hebräern in hebräischer Sprache, als Petrus und Paulus zu Rom das Evangelium verkündeten und die Kirche gründeten. Nach deren Tod zeichnete Markus, der Schüler und Dolmetscher Petri, dessen Predigt für uns auf. Ähnlich hat Lukas, der Begleiter des Paulus, das von diesem verkündete Evangelium in einem Buch niedergelegt. Zuletzt verfasste Johannes, der Schüler des Herrn, der an seiner Brust ruhte, während seines Aufenthaltes zu Ephesus in Asien sein Evangelium.

Garant für die Verlässlichkeit der Lehre und die Verbindung zu den Aposteln sind die Bischöfe, die durch apostolische Sukzession die rechtmäßigen Nachfolger der Apostel sind. Die Bischöfe stehen dazu noch in Einheit mit dem Bischof und der Kirche von Rom, die auf Grund ihres Alters und weil sie ihren Ursprung auf Petrus und Paulus, die Säulen des Apostelkollegiums, zurückführt, die höchste Apostolizität besitzt.
Die Tradition der Apostel, die in aller Welt kundgetan wurde, kann in der ganzen Kirche wahrgenommen werden von jedem, der die Wahrheit einsehen will. Wir können die Bischöfe aufzählen, die von den Aposteln in den Kirchen eingesetzt wurden, und ihre Nachfolger bis herab auf uns. ...

Aber da es zu weit führen würde, die Nachfolgelisten aller Kirchen aufzuführen, greifen wir nur die eine heraus, die der größten und ältesten und jedermann bekannten, von den beiden glorreichsten Aposteln Petrus und Paulus zu Rom gegründeten und eingerichteten Kirche. Denn mit dieser Kirche müssen, auf Grund ihres hervorragenden Ursprungs, alle Kirchen übereinstimmen, das heißt die Gläubigen überall auf der Welt. Darin liegt ein vollständiger Beweis, dass der lebenspendende Glaube ein einziger, sich immer gleichbleibender ist, der in der Kirche seit den Aposteln bis heute sich in der Wahrheit erhalten und überliefert hat.

Die Lehre der Kirche geht über die Apostel auf Jesus Christus und damit auf Gott selbst zurück. Somit ist die Lehre der Kirche verlässlich und allumfassend. Der Mensch kann sich darauf verlassen, dass die Kirche alles lehrt, was zum Heil notwendig ist, das Gott allen Menschen schenken will.
Die Herrlichkeit Gottes verleiht Leben. Die Gott schauen, erhalten Anteil am Leben. Deswegen macht sich der unfassbare, unbegreifliche Gott sichtbar, begreifbar und fassbar für die Menschen, um ihnen Leben zu schenken, wenn sie ihn durch den Glauben aufnehmen und sehen.

http://www.praedica.de/Heilige-Feste/0628_Irenaeus.htm

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