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Argumente für die Wahrheit der katholischen Religion

in Das grosse Glaubensbekenntnis 26.04.2013 20:53
von Kristina • 2.223 Beiträge

http://www.kathpedia.com/index.php?title...diese_Kirche.3F

Argumente für die Wahrheit der katholischen Religion
Von den Wahrheiten, welche imstande sind die Neugier des Menschen zu fesseln, ist die Existenz Gottes die bedeutendste. Sie ist die Grundlage jeglicher Religion. Bevor man glauben kann, muss man die Gewissheit haben, dass Gott existiert. Wer mit Sicherheit wissen will, ob Gott existiert, muss aber auch bereit sein, alles zu tun, was Gott von ihm verlangt, wenn er ihn erkannt hat. Andernfalls riskiert er, dass sein schlechtes Gewissen so viel Einwände findet, dass er es niemals schafft, die Wahrheit zu erkennen. Ein aufrichtiger Mensch muss folgendes Gebet sprechen können: "Mein Gott, wenn es dich gibt, gewähre mir, dass ich dich erkennen kann."

Jeder Mensch hat die schwerwiegende Pflicht, gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen, die Argumente für den Glauben gewissenhaft zu studieren; und wenn er zur Wahrheit gelangt ist, sich zu ihr zu bekennen und ihr in seiner Lebensweise treu zu sein.

Es gibt zahlreiche Beweise für die Existenz Gottes und seiner Offenbarung. Der hier angeführte beruht auf gesicherten Grundlagen, die Sie selbst überprüfen können. Dieser Beweis ist konsequent. Er stellt sieben Behauptungen auf, von denen eine auf der anderen aufbaut.

Gibt es einen Gott?
Jede Ordnung beweist das Vorhandensein einer Intelligenz

Alle Menschen können aufgrund ihrer Vernunft erkennen, dass eine komplexe Ordnung notwendigerweise auf das Wirken einer Intelligenz schließen lässt. Niemand wird ein mit Sorgfalt erstelltes Werk dem Zufall oder einer blinden Entwicklung zuschreiben, zum Beispiel eine Zeitung, eine Uhr, ein Haus... Und je komplizierter und vollendeter eine Ordnung ist, desto größer muss die Intelligenz ihres Urhebers sein.

Es gibt eine Ordnung im Universum

In der sichtbaren Welt besteht eine ausserordentlich ausgeklügelte, durchgängige und nützliche Ordnung: eine Ordnung von erhabener Schönheit. Die Naturwissenschaften legen Zeugnis dafür ab: Die Geologie, die Botanik, die Zoologie, die Chemie, die Physik, die Astronomie, die Physiologie, die Anatomie und andere zeigen die Gesetzmässigkeiten und die Ordnung in der Natur auf.

Ein Beispiel: die Luft besteht aus einem Teil Sauerstoff und vier Teilen Stickstoff. Eine anders zusammengesetzte Mischung wäre für die Existenz der Lebewesen gefährlich. Durch welchen Mechanismus bleibt die Zusammensetzung der Luft konstant? Jede Atmung, jede Verbrennung, jeder organische Abbau benötigt Sauerstoff. Durch die Atmung von Tieren und die Verwesung von Pflanzen wird Kohlendioxid freigesetzt. Dieses ist für die Grünpflanzen lebenswichtig. Die Pflanzen absorbieren das Kohlendioxid beständig, wandeln es um und setzen als Nebenprodukt wiederum Sauerstoff frei. Auf diese Weise bleibt die Zusammensetzung der Luft seit Jahrtausenden konstant und bietet dadurch die notwendigen Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen.

Die Ordnung, die wir im Universum feststellen, beweist die Existenz einer übergeordneten Intelligenz

Wie wir festgestellt haben, beweist jede Ordnung das Vorhandensein einer Intelligenz. Demnach beweist die Ordnung in der Natur, wie sie sich in den Naturwissenschaften manifestiert, die Existenz eines höheren Wesens, auch wenn gewisse Phänomene ungeklärt bleiben (zum Beispiel das Leiden und der Tod).

Die die Welt ordnende Intelligenz ist notwendigerweise auch die schöpferische

In einem vom Menschen geschaffenen Gegenstand sind die einzelnen Teile im Hinblick auf ihre Eigenschaften ausgewählt, aber sie sind nie vollkommen allen Gegebenheiten angepaßt. Und man muss ständig Mängel korrigieren, indem man zusätzliche Komponenten hinzufügt. Zum Beispiel schützen die Dachziegel das Haus vor Regen, aber sie halten nicht von allein, sie benötigen Balken und Sparren, und die Gesamtheit der Belastung von Ziegeln und Balken erfordert stärkere Mauern, usw... Daher die Möglichkeit eines Fortschritts ohne Grenzen für Geräte, die von Menschen hergestellt werden. Man hält den Fortschritt nicht auf, sagt man...

In der Natur dagegen passen die Elemente, die zur Komposition ihrer Ordnung gehören, in perfekter Weise untereinander und zum Ganzen zusammen. Bei einem Baum zum Beispiel tragen die Wurzeln, der Stamm, die Zweige, die Blätter, die Blüten, die Früchte zu einem vollendeten Ganzen bei. Man braucht nichts Neues zur Vervollständigung zu erfinden, es ist keine wesentliche Verbesserung möglich. Im Gegensatz dazu kann ein künstliches Bein niemals so vollkommen sein wie ein natürliches. Warum dieser Unterschied?

Wenn bei einem Menschenwerk die Einzelteile nie ganz vollständig der festgesetzten Ordnung entsprechen, dann deshalb, weil der Urheber der Ordnung nicht auch der Urheber der einzelnen Bestandteile ist. Und wenn bei etwas in der Natur Vorhandenem die Bestandteile ausnahmslos und fehlerfrei einer bestehenden Ordnung angehören, so bedeutet das, dass der Schöpfer dieser Ordnung auch der Schöpfer der einzelnen Bestandteile ist. Er hat sie voll und ganz geschaffen, was bedeutet, dass er sie aus dem Nichts geformt hat; anders gesagt, er ist ihr Schöpfer.

Die schöpferische und ordnende Intelligenz der Welt verfügt über eine unendliche Macht; sie wird Gott genannt

Nur eine unendlich große Macht kann das unermeßliche Mißverhältnis überwinden, das zwischen dem Nichts und einem geschaffenen Wesen besteht. Nehmen wir einen Vergleich aus der Mathematik. Um von ½ die Zahl 1 zu erhalten, muß man ½ mit 2 multiplizieren; 2 x ½ = 1. Um von 1/100 die Zahl 1 zu erhalten , muß man 1/100 mit 100 multiplizieren; 100 x 1/100 = 1. Um von 1/10000 die Zahl 1 zu erhalten, muß man 1/10000 mit 10000 multiplizieren; 10000 x 1/10000 = 1, usw ... Je kleiner die erste Zahl ist und je mehr sie sich Null nähert, desto größer muß der Multiplikator sein, um das Resultat Eins zu erhalten. Wenn die erste Zahl sich Null nähert, muß der Multiplikator gegen unendlich gehen. Wenn auch die Unendlichkeit, die die Abwesenheit jeder Grenze voraussetzt, niemals durch Additionen und Multiplikationen erreicht werden kann, so kann man doch mit Sicherheit sagen, dass es eine unendliche Macht geben muß, um vom Nichts zu irgendeinem Wesen zu gelangen . Diese unendliche Macht kann nur in einem unendlichen Sein bestehen. Nun kann aber dem unendlichen Sein per Definition nichts zur Vollkommenheit fehlen; es ist unendlich weise , unendlich gut, unendlich glückselig usw... Es gibt nur einen Unendlichen, denn wenn es mehrere gäbe, könnte man sie voneinander unterscheiden durch das Fehlen vollkommener Eigenschaften, die bei den andern vorhanden sind: sie wären also nicht unendlich. Dieses unendliche Sein ist einmalig , man nennt es : GOTT.

Hat Gott den Menschen eine Religion offenbart?

Es stellt sich die Frage, ob sich Gott den Menschen zu erkennen gegeben hat, und ob er ihnen mitgeteilt hat, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollen - die Frage, ob er ihnen eine Religion geoffenbart hat. Zunächst eine Anmerkung: wenn Gott den Menschen eine Religion geoffenbart hat mit Wahrheiten, welche mit dem Verstand allein nicht zu erkennen sind, so ist diese Religion notwendigerweise einmalig. Da er die Wahrheit selber ist, kann er nicht mehrere Religionen geoffenbart haben, deren Dogmen (grundlegende Wahrheiten) sich widersprechen. Daraus folgt, dass wenn zwei Religionen sich widersprechende Wahrheiten lehren, mindestens eine von ihnen falsch ist. Zum Beispiel da, wo der Muslim sagt: "Jesus Christus ist nicht Gott", sagt der Katholik: "Jesus Christus ist Gott". Wenn eine Behauptung wahr ist, so ist eine widersprüchliche Behauptung falsch: entweder ist Christus Gott oder er ist nicht Gott.

Nun hat aber Gott gesprochen. Noch viel mehr als das: "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat." (Joh 3,16). Die geschichtliche Existenz von JESUS CHRISTUS ist von keinem ernsthaften Historiker geleugnet worden; die Apostel sind davon Augenzeugen, aber sie ist auch bezeugt durch Autoren, , Heiden oder Juden, die Zeitgenossen von Jesus Christus waren (Tacitus, Flavius Josephus ...). Die Evangelien, historische Berichte vom Leben und von der Unterweisung Jesu Christi, wie auch von seinem Tod und seiner Auferstehung, wurden zwischen den Jahren 40 und 100 von Aposteln (dem hl. Matthäus und dem hl. Johannes) verfaßt, oder von ihren direkten Mitarbeitern (von den hl. Evangelisten Markus und Lukas). Ihre Echtheit ist unbestreitbar: sie wird bestätigt durch das Alter und die übereinstimmenden Handschriften, die bis auf uns überkommen sind. Ihre Glaubwürdigkeit ist durch das Martyrium der Apostel bezeugt und durch die zahlreichen Jünger, Zeitgenossen von Jesus , die lieber Marter und Tod erduldeten, als ihrem Glauben abtrünnig zu werden.

Nun lehren uns aber die Evangelien in aller Klarheit, dass Jesus Christus von sich gesagt hat, er sei Gottes einziger Sohn, und dass er diese Behauptung durch Wunder bewiesen hat, vor allem durch seine eigene Auferstehung (siehe Mt 16,16; Joh 10,30-38; Joh 17,21-22; Joh 20,19-29 usw.). Wir können also mit aller Sicherheit folgern, dass Jesus Gottes Sohn ist, er selbst Gott und dem Vater gleich: "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30). Folglich müssen wir uns Christus unterwerfen.

Hat Christus eine Kirche gegründet? Was ist diese Kirche?

Ja , Christus hat eine sichtbare Gemeinschaft gegründet, die Kirche. Diese ist berufen, seine Sendung bis ans Ende der Zeiten weiterzuführen und alle Menschen in der Wahrheit zu vereinen. In der Tat sagt unser Herr in Gegenwart der anderen Apostel zum hl. Petrus : "Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen."(Mt 16,18).

Diese Kirche steht unter der Autorität der Apostel, die von Jesus einen dreifachen Auftrag bekommen haben:

lehren: "Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern" (Mt 28,19). "Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat",sagt Jesus (Lk 10,16).
leiten: "Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 18,18).
heiligen: vornehmlich durch die Sakramente : "Tauft alle Völker auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Mt 28,19); "Tut dies zu meinem Gedächtnis." (Lk 22,19).

Diese Kirche ist eine monarchische Gesellschaft mit dem hl. Petrus als Oberhaupt. Jesus Christus hat nur zu diesem einzigen Apostel gesagt: "Du bist Petrus..." (Mt 16,18: siehe oben), "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt (...), stärke deine Brüder" (Lk 22,32); "Weide meine Schafe" (Joh 21,17).

Die Vorrechte des hl. Petrus und der Apostel sind auf ihre Nachfolger, den Papst und die Bischöfe, übertragen worden nach den Worten, die Jesus an sie richtet: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,20). Nun ist es aber so, dass nur die Katholische Kirche alle charakteristischen Merkmale der Kirche Christi bewahrt hat, wie wir im folgenden Beweis sehen werden. Dazu gehört in erster Linie auch der Gehorsam dem Papst gegenüber.

Zusätzliche Beweise

Die Existenz der Katholischen Kirche ist ein moralisches Wunder.

Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, eines der grundlegenden Glaubenszeugnisse der Urkirche, enthält die folgende Formulierung, welche die Katholiken der ganzen Welt jeden Sonntag in der Heiligen Messe wiederholen: "Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche". Diese vier Kennzeichen finden sich heute nur in der römisch-katholischen Kirche. Das noch nach 2000jährigem Bestehen, was ein moralisches Wunder ist.
Einig: Die katholische Kirche ist eine durch ihre Glaubenslehre in sich geeinte Kirche. Die Gläubigen aller Völker und Nationen bekennen das gleiche Credo. Der Gegenstand des Glaubens ist für alle gleich: es sind dies die Wahrheiten, welche das Lehramt der Kirche verkündet. Einen Überblick über diese Wahrheiten gibt der Katechismus der Katholischen Kirche, der 1993 erschienen ist.

Die katholische Kirche ist eins durch ihre Obrigkeit. Das Bischofskollegium (gegenwärtig ungefähr 4200 Mitglieder) bewahrt seine Einheit durch seine Verbindung mit dem römischen Pontifex, dem Papst, dem Stellvertreter von Jesus Christus.

Diese Einheit steht im starken Gegensatz zu der Aufsplitterung der anderen christlichen Konfessionen. Es gibt 17 autokephale, das heißt unabhängige, orthodoxe Kirchen, hunderte von Konfessionen berufen sich auf den Protestantismus (mit großen Unterschieden in bezug auf Glaubens- und Sittenlehre).

Heilig: Alle gebildeten Menschen erkennen die große Heiligkeit der katholischen Sittenlehre (selbst solche, die sagen, sie seien unfähig, gemäß diesen Grundsätzen zu leben) in bezug auf die Gebote,die Ratschläge zur Vollkommenheit und die mächtigen Heilsmittel, welche allen zur Verfügung stehen: Gottesdienst, Sakramente, religiöses Leben. Die Heiligkeit der kanonisierten Heiligen, die vom Papst nach eingehenden Nachforschungen heilig gesprochen wurden, ist geradezu heroisch. Bis in unsere Tage beweisen zahlreiche Gläubige heldenhafte Tugend, indem sie aus Liebe zu Christus und aus Treue zu seiner Kirche das Martyrium auf sich nehmen. Die Heiligkeit wird im Stillen Tag für Tag gelebt von einer sehr großen Zahl von Priestern im Zölibat, von Ordensmännern und -frauen, welche die die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams leben, und von sehr vielen Laien. Keine andere Gesellschaft besitzt so viele Merkmale der Heiligkeit; das ist ein moralisches Wunder.

Katholisch: Die Römische Kirche ist katholisch, das heißt universell; sie erstreckt sich über die ganze Erde (nahezu eine Milliarde von Gläubigen). Ein besonderes Kennzeichen ist auch ihre Unabhängigkeit von politischer Macht. Die Verbindung von solcher Einheit und Universalität, diese Katholizität, übersteigt menschliches Können. Sie ist ein moralisches Wunder. In der Tat es so: je zahlreicher und verschiedenartiger die Mitglieder einer Gesellschaft sind, desto schwieriger ist es, ihre Einheit zu verwirklichen. Die Katholiken der verschiedenen Völker bekennen das gleiche Credo, trotz der tiefgreifenden Unterschiede von Sprache, Zivilisation, Kultur, ungeachtet des Festhaltens der Menschen an ihren eigenen Meinungen. Trotz des auf sie ausgeübten Druckes und trotz der Einflüsse verschiedenster Art bewahrt die Römische Kirche ihre hierarchische Einheit. Dies ist ein Zeichen göttlichen Beistandes. Nur Gottes Wirken kann eine solche Einheit inmitten so großer Verschiedenheit bewirken und erhalten. Die anderen Religionen haben keine derartige Universalität verbunden mit einer solchen Einheit.

Apostolisch: Die katholische Kirche ist apostolisch, weil sie auf die Apostel gegründet ist. Diese sind die auserwählten Zeugen und von Christus selbst beauftragt und ausgesandt (Mk 3,13-14; Eph 2,20). Mit Hilfe des Heiligen Geistes, der in ihr wohnt, bewahrt die Kirche die Lehre, das ihr anvertraute Gut des Glaubens, und gibt sie weiter. Die protestantischen Kirchen und Konfessionen und die anglikanische Kirche stehen nicht mehr in der apostolischen Nachfolge, weil sie keine gültigen Bischofsweihen mehr vollziehen, welche sie mit den Aposteln verbindet. Die orthodoxen Kirchen haben zwar die apostolische Sukzession bewahrt, aber verweigern sich dem römischen Pontifex unterzuordnen, wie es sich gehört. Diese Konfessionen besitzen noch teilweise Mittel zur Heiligung durch das, was sie von der verkündeten Offenbarung noch bewahrt haben (2. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium 8); aber ihre Lehren weisen dogmatische und ethische Mängel auf, wegen ihres Bruches mit der lebendigen Tradition. Darum müssen wir beten, dass alle zur Einheit des Katholizismus gelangen, damit nur noch eine Herde und ein Hirt (Joh 10,16) bestehe.

Die Apostolizität der Katholischen Kirche zeigt sich auch in ihrer missionarischen Ausbreitung und im Heldenmut all jener Priester, Ordensleute und Laien, die sich dafür einsetzen, in den noch nicht lange evangelisierten Kontinenten (Asien, Afrika) Seelen für Christus zu gewinnen ohne Aussicht auf einen andern Lohn als das Himmelreich.

Die physischen Wunder bestätigen, dass der Katholizismus die wahre Religion ist.

Gott ist so gütig, den Seelen zu helfen, die Wahrheit zu erkennen, indem er physische Wunder vollbringt (plötzliche und unerklärliche Heilungen, die gänzlich aus dem Rahmen der natürlichen Gesetze fallen) - zum Beispiel in Lourdes, wo es jedes Jahr außergewöhnliche Heilungen gibt, die von unparteiischen Instanzen bezeugt werden. Die Religion, welche von Gott durch Wunder gutgeheißen wird, ist heilig. Die Katholische Kirche verkündet beständig, dass sie die Hüterin des von Gott geoffenbarten Wortes ist (2. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum 12,3). Wenn sie sich darin täuschen würde, hätte der gütige und weise Gott sie nicht bestätigt; und er hätte nicht zugelassen, dass die Menschen einem unüberwindlichen Irrtum verfallen. Also kommt die Katholische Kirche, und sie allein, wirklich von Gott.

Antwort auf zwei geläufige Einwände

Gewisse Religionen sind mehrere hundert Jahre alt und haben fast genausoviel Anhänger wie die Katholische Kirche.

Antwort: Neben mehr oder weniger schwerwiegenden Irrtümern, die Gott, die Sittenlehre, die ewige Bestimmung des Menschen betreffen, besitzen andere Religionen einige Wahrheiten, die teilweise das religiöse Gewissen befriedigen (vornehmlich die Religionen, die sich auf die Offenbarung Gottes im Alten Testament stützen). Die Sehnsucht nach dem Absoluten und die Religiosität, die vom Schöpfer in die Seele des Menschen eingeprägt sind, erklären u. a. Erfolg und Dauer von Religionen. Aber die Rolle des Versuchers darf auch hier nicht verschwiegen werden, denn er ist auch im Bereich der Suche nach der religiösen Wahrheit bemüht, die Menschen in die Irre zu leiten und sie zu verführen (vgl. Bibel Joh 8,44), und er erreicht sein Ziel nur zu oft durch das Einverständnis, das er bei ihnen findet (als Folge der Erbsünde). Klarerweise finden beispielsweise Religionen, welche sich mehr oder weniger mit den Untugenden abfinden, also mit einer weniger "strengen" Sittenlehre als jener der wahren katholischen Religion agieren, immer wieder Anhänger, vor allem wenn sie zusätzlich von weltlicher Macht unterstützt werden. Die größere oder kleinere Anzahl der Gläubigen ist also kein wirkliches Kriterium für die Wahrheit.

Schließlich dürfen wir aber keinesfalls jene Menschen vergessen, die durch unüberwindliche Unwissenheit daran gehindert werden, sich den wahren Glauben zu eigen zu machen, die aber dennoch von Herzen ernsthaft die Wahrheit suchen (was ja die Grundpflicht jedes Menschen ist) und sich darum bemühen (mit Hilfe der göttlichen Gnade), den Willen Gottes zu tun, so wie es ihnen ihr Gewissen (das im übrigen auch als Hinweis auf Gott gedeutet werden kann!) anzeigt.

In der Welt gibt es viel Leid und Elend. Wie kann ein unendlich guter Gott das zulassen?

Antwort: Gott hat uns geschaffen, damit wir glücklich seien, und er hat uns in einen übernatürlichen Stand erhoben, damit wir auf immer an seiner unendlichen Glückseligkeit teilhaben können. Aber die Ausführung dieses Planes setzt die Freiheit des Menschen voraus; in Freiheit sollen wir Gott lieben, mit der unentbehrlichen Hilfe seiner Gnade. Nun haben aber unsere Voreltern, Adam und Eva, ihre Freiheit mißbraucht und sind vom Teufel angestiftet gegen Gott ungehorsam geworden (Gen 3). Sie wollten sein wie Gott, aber ohne ihn, und nicht so, wie Gott es gewollt hatte: das ist die Erbsünde, die erste Sünde, die die Menschheit befallen hat und die von Generation zu Generation weitergegeben wird, mit tragischen Folgen: Verlust des Standes der Heiligkeit und der ursprünglichen Gerechtigkeit des Menschen, Unwissenheit, Begierde. Von da ab hat die Sünde in der Welt geherrscht mit ihren Auswirkungen: Leiden, Tod und alles Übel in der Welt.

In seiner unendlichen Weisheit und Güte hat Gott das zugelassen. Im Heilsplan seiner Barmherzigkeit wollte er die Menschwerdung und den Sühnetod seines Sohnes, um alle Menschen zurückzugewinnen und jenen das ewige Heil zu verleihen, die es wollen: den Himmel. Die Erlösung durch Jesus Christus schafft weder Leiden noch Elend aus der Welt, aber sie verwandelt diese Prüfungen, indem sie dem Menschen die notwendige Gnade verleiht, sie zu überwinden und so einen glänzenden und endgültigen Sieg davonzutragen (vgl. Lk 21,19; Joh 16,20; Hebr 12,4-13; Jak 5,10-11; usw...). Die Schwierigkeiten, welche wir zu bestehen haben, vermehren unsere Verdienste, und damit auch unsere zukünftige Glorie. Aus diesen Übeln weiß unser Herrgott das Allerbeste zu machen:"Bei denen, die Gott lieben, führt er alles zum Guten", sagt der hl. Paulus (Röm 8,28). "Denn der allmächtige Gott (...) in seiner Allmacht und Güte, würde kein Übel in seinen Werken bestehen lassen, wenn er nicht Böses in Gutes verwandeln könnte." (Hl. Augustinus, Enchiridion, 11,3)

Praktische Schlussfolgerung: Wohin führt unser Weg?

Was ist die Hauptsache? Gott hat uns aus Liebe erschaffen, damit wir in alle Ewigkeit an seiner göttlichen Seligkeit teilhaben können. Zu diesem Zweck hat er uns die kostbare Gabe der Freiheit geschenkt, damit wir auf seinen Plan für uns, mit einer durch nichts erzwungenen Liebe antworten. Wenn wir uns das Glück des Himmels wünschen, erlangen wir es, indem wir hier auf Erden mit Hilfe der Gnade die göttlichen Gebote halten. Aber wenn wir es nicht wollen, erreichen wir es nicht, denn Gott achtet unsere Freiheit; das wird die ewige Unglückseligkeit der Hölle sein, der Wurm, der nagt und nicht stirbt, das Feuer, das nicht erlischt (Mk 9,48), wovon Jesus so oft gesprochen hat (Vgl. Mt 5,22.29; 13,42.50; 25,41).

Infolge der Erbsünde neigt unsere Natur dem Bösen zu; es ist also notwendig, dass wir uns mit aller Kraft bemühen, der Hölle zu entgehen und unsere Seele zu retten. Das nennt man: sich um sein Heil mühen (Phil 2,12).

Wann wird über die Frage unserer Seligkeit entschieden? Am Tage unseres Todes, dem unmittelbar Gottes Richterspruch folgt. Wann sterben wir? Wenn wir am wenigsten daran denken: "Haltet euch bereit", sagt Jesus zu uns. "Das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn." (Mt 7,14). Die große Anzahl derer, die die Sache des ewigen Heils vernachlässigen, ist keine Rechtfertigung für sie.

Wie können wir gerettet werden? Durch den Glauben an Jesus Christus, die Eingliederung in seine Kirche, den Empfang der Sakramente (Taufe, Eucharistie, Buße usw...) und die Beachtung der Gebote. Aber wir sind schwach und die Treue zu Christus kann es erfordern, dass wir unser Leben hingeben. Daher sind zwei Bedingungen notwendig, um die unentbehrliche Gnade von oben zu erhalten:

Die Demut: Der hl. Bernhard nennt sie "das Fundament und die Bewacherin aller Tugenden". Unsere Schwachheit, unsere Nichtswürdigkeit, unsere Ohnmacht einzusehen ist die Vorbedingung zur Freundschaft mit Gott und seiner göttlichen Hilfe. Jesus gibt uns dafür ein erhabenes Beispiel, er demütigte sich bis zum Tod am Kreuz (siehe die Ermahnung und den Hymnus im Brief des hl. Paulus an die Philipper: 2,1-4 und 5-11).
Das Gebet: "Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet", sagt uns Christus (Mt 7,7). Das Gebet muß demütig, vertrauensvoll und beharrlich sein. "Wer betet, wird sicherlich gerettet; wer nicht betet, verdammt sich sicherlich" (hl. Alphons von Liguori). Die Kirche empfiehlt ganz besonders, zu der Fürbitte der Heiligen Jungfrau MARIA und des Heiligen JOSEF Zuflucht zu nehmen.

JESUS CHRISTUS versichert uns: "Alles kann, wer glaubt." (Mk 9,23). Wir dürfen auch vertrauen auf eine andere Zusage Christi: "Mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht." (Mt 11,30), und wir sollten auf die Empfehlung des hl. Benedikt hören und "niemals an der Barmherzigkeit Gottes verzweifeln" (RB 4)

Quellenangabe
Wir danken den Mönchen der Abtei Saint-Joseph de Clairval für die Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen. Das Original heisst: Preuves de la réligion catholique. Dieser Text ist eine Neuübersetzung des französischen Originals unter Berücksichtigung einer älteren deutschen Übersetzung.

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