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#1

Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen Die Corona-Krise legt das gesellschaftliche Leben nahezu still –

in Diskussionsplattform politischer Themen 07.04.2020 11:16
von Blasius • 2.945 Beiträge



Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen

Die Corona-Krise legt das gesellschaftliche Leben nahezu still –
nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Nun macht Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) klar: Die Corona-Krise ist für Europa eine Herausforderung historischen Ausmaßes. Die EU stehe „vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung“. Alle Mitgliedsländer seien gleichermaßen betroffen.

Auf einer Pressekonferenz im Kanzleramt betonte sie am Montagnachmittag: Es sei zugleich im Interesse aller, „dass Europa stark aus dieser Bewährungsprobe hervorgeht“, sagte Merkel.

Auch Deutschland werde es nur gut gehen, „wenn es Europa gut geht“, hob sie hervor. Die Antwort auf die Krise müsse daher lauten, „mehr Europa“, ein stärkeres Europa und ein „gut funktionierendes Europa“.

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Wenn „die schwersten Teile dieser Krise im gesundheitlichen Bereich“ überstanden seien, werde „ein Wiederbelebungsprogramm, ein Wiederaufbauprogramm“ benötigt, sagte Merkel weiter. Nach „diesem schweren wirtschaftlichen Einschnitt“ müsse es solche Konjunkturprogramme nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene geben.

Außerdem müsse dann darüber diskutiert werden, „welche strategischen Fähigkeiten“ innerhalb der EU benötigt würden. Weitere wichtige europäische Themen für die Zeit nach der Corona-Krise seien das Vorantreiben der Digitalisierung und der Klimaschutz.

Außerdem gab die Kanzlerin einen kurzen Überblick zu den aktuellen Themen des Corona-Kabinetts:
Maskenproduktion, internationale Anstrengungen, weitere Hilfen für die Wirtschaft.
Beim Thema Masken dringt Merkel als Konsequenz aus der derzeitigen Lage auf den Aufbau einer deutschen oder europäischen Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal. „Es ist wichtig, dass wir als eine Erfahrung aus dieser Pandemie lernen, dass wir hier auch eine gewisse Souveränität brauchen oder zumindest eine Säule der Eigenfertigung“, sagte sie am Montag in Berlin. „Das kann in Deutschland sein. Wir werden es aber auch versuchen, europaweit abzustimmen. Auf jeden Fall brauchen wir hier Fähigkeiten.“

Anschließend gab sie einen Ausblick auf die Konferenz der EU-Finanzminister am Donnerstag und bedankte sich nochmals bei den Deutschen für das Einhalten der Kontaktbeschränkungen.

Die Einhaltung dieser „sehr, sehr harten Regeln“ gerade auch beim aktuellen schönen Wetter leiste einen Beitrag, um Menschenleben zu retten und Pflegepersonal das Leben zu erleichtern, sagte Merkel. „Für dieses Verständnis, das es gibt, möchte ich mich bedanken, denn die Regeln werden ja doch von der überwiegenden Mehrzahl der Menschen eingehalten“, sagte die Kanzlerin.

Dann wurde die Kanzlerin von Journalisten gefragt, ob es schon Pläne für eine Öffnung Deutschlands gebe.

Die Kanzlerin wiegelte ab: „Es ist nicht geraten, jetzt schon über ein Datum zu sprechen.“ Wenn es eine Lockerung gebe, müsse aber klar sein:

Man lebe „weiterhin in Zeiten einer Pandemie“. Allerdings gebe es Pläne:

„Nachdenken tun wir. Und auf jeden Fall wird es ein schrittweises Vorgehen sein.“

Emotional sagte die Kanzlerin: „Wir wären ja eine schlechte Bundesregierung, wenn wir nicht intensiv – ich sage sogar Tag und Nacht – darüber nachdenken würden, wie wir auch bei Einhaltung des Gesundheitsschutzes das Leben wieder schrittweise öffnen können. Ich wäre aber auch eine schlechte Bundeskanzlerin, oder wir wären eine schlechte Bundesregierung, wenn wir jetzt schon ein Datum nennen würden. Das können wir nicht.“

Es gebe aber „erste Andeutungen, wie sich die Dinge entwickeln. Österreich war uns immer ein Stück voraus in den Dingen. Aber wir müssen unsere eigenen Zahlen ansetzen“, so Merkel weiter. Deshalb i„st es auf jeden fall jetzt nicht geraten, über ein Datum in Deutschland zu sprechen.“

Covid-19-Regelungen: Was jetzt in Deutschland gilt

Außerdem hat sie erneut eine Lockerung der Einschränkungen vor dem 19. April ausgeschlossen.
Die Kanzlerin verweist darauf, dass alle Maßnahmen bis zu diesem Tag angesetzt seien.
„Daran wird sich auch nichts ändern“, sagt die Kanzlerin.

Zugleich versicherte sie, sobald es die gesundheitliche Lage zulasse, werde das öffentliche Leben zum Zustand von vor der Krise zurückkehren. „Das ist überhaupt gar keine Frage.“

Man müsse aber immer im Blick haben, ob Menschenleben gefährdet seien.

https://www.bild.de/politik/inland/polit...80702.bild.html

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 07.04.2020 11:18 | nach oben springen

#2

RE: Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen Die Corona-Krise legt das gesellschaftliche Leben nahezu still –

in Diskussionsplattform politischer Themen 07.04.2020 14:39
von Kristina • 292 Beiträge

Zitat Merkel:

„Nachdenken tun wir. Und auf jeden Fall wird es ein schrittweises Vorgehen sein.“


Das glaube ich ihr aufs Wort!


zuletzt bearbeitet 07.04.2020 14:39 | nach oben springen

#3

RE: Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen Die Corona-Krise legt das gesellschaftliche Leben nahezu still –

in Diskussionsplattform politischer Themen 07.04.2020 16:02
von Blasius • 2.945 Beiträge

Danke, liebe Kristina für die wahren Worte.



Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen-

WIRD DIE KATH. KIRCHE AUCH EIN "WIEDERBELEBUNGS-PROGRAMM" BRAUCHEN?

IST SIE ZUR "SALZSÄULE" ERSTARRT?

EINE GESCHICHTE DAZU / AUSSCHNITT:

Zur Salzsäule erstarrt
von Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg/N., Katholische Kirche

„Zur Salzsäule erstarrt", das ist ein Bild aus der Bibel.

Als Sprichwort ist es in unsere Alltagssprache eingegangen.

Es steht für total erschreckt und handlungsunfähig sein.

Die Geschichte von der Salzsäule ist eine furchtbar brutale Geschichte aus dem Alten Testament.

Da gibt es zwei Städte in denen es drunter und drüber geht:

Sodom und Gomorra.

Auch sie haben eine sprichwörtliche Bedeutung bekommen, sie stehen für moralische Verdorbenheit.

Lot, ein aufrechter Mann, lebte in Sodom und sollte es wegen des Lotterlebens dort verlassen,
denn es war dem Untergang geweiht.

Zwei Engel warnen ihn und seine Familie und fordern ihn auf, die Stadt zu verlassen.
Er dürfe dabei aber nicht zurück schauen.

Er tut wie ihm geraten, Sodom und Gomorra gehen in Feuer und Schwefel unter.

Lot und seine Familie sind gerettet, nur seine Frau nicht, denn sie dreht sich um,
schaut auf die sterbenden Städte und - erstarrt zur Salzsäule.

https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=11049


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 07.04.2020 16:04 | nach oben springen

#4

RE: Europa wird ein „Wiederbelebungs-Programm“ brauchen Die Corona-Krise legt das gesellschaftliche Leben nahezu still –

in Diskussionsplattform politischer Themen 08.04.2020 13:41
von Blasius • 2.945 Beiträge



„Corona-Pandemie löst schwerwiegende Rezession in Deutschland aus“

Vor dem Hintergrund der Krise im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie,
sehen führende Wirtschaftsforschungsinstitute auf Deutschland eine schwerwiegende Rezession zukommen.

Verfolgen Sie hier die Rede von Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts.

Auch wenn Deutschland gute Voraussetzungen mitbringt, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften, erwarten Ökonomen eine dramatische Talfahrt mit einem historischen Tief im aktuellen Quartal. 2020 werde das Bruttoinlandsprodukt um 4,2 Prozent schrumpfen.

Die deutsche Wirtschaft steht nach Ansicht der führenden Forschungsinstitute wegen der Viruskrise vor einer dramatischen Talfahrt. „Die Corona-Pandemie löst eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus“, teilten die Ökonomen am Mittwoch in ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung mit und bestätigten damit einen Reuters-Bericht vom Dienstag.

2020 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,2 Prozent schrumpfen und im nächsten Jahr voraussichtlich um 5,8 Prozent steigen. Allerdings bestehe die Gefahr, dass es noch schlimmer kommen könnte.

„So könnte sich die Pandemie deutlich langsamer abschwächen als angenommen, und auch das Wiederhochfahren der wirtschaftlichen Aktivität könnte schlechter gelingen und eine erneute Ansteckungswelle auslösen.“

Gutachten: „Wirtschaft unter Schock – Finanzpolitik hält dagegen“

Zudem könnten weitere Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung in Kraft treten, die die Produktion länger oder in größerem Umfang stilllegen könnten, warnten die Experten. „Verwerfungen im Finanzsystem als Folge zunehmender Unternehmensinsolvenzen würden wahrscheinlicher, die durch staatliche Schutzschilde nicht verhindert werden könnten“, heißt es im Gutachten mit dem Titel „Wirtschaft unter Schock – Finanzpolitik hält dagegen“.

Bereits im ersten Quartal 2020 dürfte das BIP um 1,9 Prozent geschrumpft sein, erklärten die Forscher. „Im zweiten Quartal bricht es dann als Folge des Shutdowns um 9,8 Prozent ein.“ Dies sei der stärkste je seit Beginn der Vierteljahresrechnung 1970 gemessene Rückgang und mehr als doppelt so groß wie jener während der Weltfinanzkrise im ersten Quartal 2009. „Die Rezession hinterlässt deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt und im Staatshaushalt“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

https://www.welt.de/wirtschaft/article20...-Oekonomen.html

WEITERE INFO:

Gemeinschaftsdiagnose 1/2020:

Wirtschaft unter Schock – Finanzpolitik hält dagegen Mathias Rauck Kommunikation

Institut für Weltwirtschaft (IfW)
Berlin, 08. April 2020 - Die Corona-Pandemie löst eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. Die Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen. Das erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten. Für das kommende Jahr sagen sie eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus.

https://idw-online.de/de/news744473

SIEHE AUCH:
WIRTSCHAFT LEIDET UNTER EPIDEMIE - Corona-Krise

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 08.04.2020 20:38 | nach oben springen



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