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#1

Im Wortlaut: Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Ostersonntag, 2016 und 2020 mit: "Urbi et Orbi"

in Katechese 27.03.2016 12:40
von Blasius • 2.876 Beiträge

Osterbotschaft von Papst Franziskus
mit: "Urbi et Orbi"

Papst Franziskus am Ostersonntag auf dem Petersplatz - REUTERS

Im Wortlaut:
Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz
am Ostersonntag, 27. März 2016.


Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig! (Ps 136,1).


Liebe Brüder und Schwestern, Frohe Ostern!

Jesus Christus, die menschgewordene Barmherzigkeit Gottes, ist aus Liebe gestorben und aus Liebe auferstanden. Deshalb rufen wir heute aus: Jesus ist der Herr!

Seine Auferstehung verwirklicht vollkommen die Prophezeiung des Psalms: Die Huld Gottes währt ewig, seine Liebe gilt für immer, sie stirbt nie. Wir können völlig auf ihn vertrauen, und wir sagen ihm Dank, weil er für uns ganz bis in den Abgrund hinabgestiegen ist.

Angesichts der geistigen und moralischen Abgründe der Menschheit, angesichts der Leere, die sich in den Herzen zeigt und Hass und Tod hervorbringen, kann nur eine unendliche Barmherzigkeit uns Rettung bringen. Nur Gott kann mit seiner Liebe diese Leere, diese Abgründe auffüllen. Nur Gott kann es uns gewähren, dass wir nicht versinken, sondern unseren Weg fortsetzen in Richtung auf das Land der Freiheit und des Lebens hin.

Die österliche Freudennachricht lautet: Jesus, der Gekreuzigte, ist nicht hier, er ist auferstanden (vgl. Mt 28,5-6). Sie bietet uns die tröstende Gewissheit, dass der Abgrund des Todes überschritten ist und damit die Trauer, die Klage und die Mühsal überwunden sind (vgl. Offb 21,4). Der Herr, der erlitten hat, dass seine Jünger ihn verlassen, dass ihm eine ungerechte Verurteilung und die Schande eines Verbrechertods aufgebürdet wurde, er lässt uns jetzt teilhaben an seinem unsterblichen Leben und er schenkt uns seinen Blick voll Zärtlichkeit und Mitgefühl gegenüber den Hungernden und Dürstenden, den Heimatlosen und Gefangenen, den Ausgegrenzten und Weggeworfenen, den Opfern des Missbrauchs und der Gewalt. Die Welt ist voll von Menschen, die an Leib und Seele leiden, während die Nachrichten sich mit Meldungen über grausame Verbrechen füllen, die sich nicht selten in häuslichen Mauern zutragen, wie auch über bewaffnete Konflikte größeren Maßstabs, die ganze Bevölkerungen unsäglichen Prüfungen unterziehen.

Der auferstandene Christus zeigt Wege der Hoffnung für das geliebte Syrien auf, ein Land, das von einem langen Konflikt zerrissen ist und eine traurige Folge der Zerstörung, des Todes, der Verachtung der humanitären Gesetze und des Zerfalls des bürgerlichen Zusammenlebens erfahren hat. Der Macht des auferstandenen Herrn vertrauen wir die laufenden Gespräche an, auf dass man mit dem guten Willen und der Zusammenarbeit aller Früchte des Friedens ernten und die Errichtung einer brüderlichen Gesellschaft auf den Weg bringen kann, die die Würde und die Rechte jedes Bürgers achtet. Die Botschaft des Lebens, die aus dem Mund des Engels beim weggerollten Stein des Grabes erklang, möge die Herzenshärte besiegen und eine fruchtbare Begegnung der Völker und der Kulturen auch in den anderen Gebieten des Mittelmeerraumes und des Nahen Ostens fördern, besonders im Irak, in Jemen und in Libyen.

Das Bild des neuen Menschen, das auf dem Antlitz Christi erstrahlt, fördere im Heiligen Land das Zusammenleben zwischen Israelis und Palästinensern. Es lasse auch die geduldige Verfügbarkeit und den täglichen Einsatz dafür wachsen, dass man danach strebt, eine Grundlage für einen gerechten und dauerhaften Frieden mittels direkter und aufrichtiger Verhandlungen zu schaffen. Der Herr des Lebens begleite auch die zielführenden Bemühungen um das Erreichen einer endgültigen Lösung angesichts des Krieges in der Ukraine, indem auch die Initiativen für humanitäre Hilfe angeregt und unterstützt werden, nicht zuletzt auch die Freilassung festgehaltener Personen.

Der Herr Jesus, unser Friede (Eph 2,14), der durch seine Auferstehung das Böse und die Sünde besiegt hat, lasse uns an diesem Osterfest Nähe zu den Opfern des Terrorismus verspüren, jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen, wie zuletzt bei den Attentaten in Belgien, in der Türkei, in Nigeria, Tschad, Kamerun und Elfenbeinküste. Mögen die Hoffnungsansätze und Friedensaussichten in Afrika – ich denke besonders an Burundi, an Mosambik, an die Demokratische Republik Kongo und an den Südsudan, die durch politische und soziale Spannungen gezeichnet sind – zu einem guten Ausgang führen.

Mit den Waffen der Liebe hat Gott den Egoismus und den Tod besiegt. Sein Sohn Jesus ist die Tür der Barmherzigkeit, die allen weit offen steht. Seine österliche Botschaft breite sich immer mehr über das geliebte Volk Venezuelas aus angesichts der schwierigen Verhältnisse, unter denen es zu leben hat, wie auch über die, welche die Geschicke des Landes in den Händen halten. Man möge im Blick auf das Gemeinwohl arbeiten und Räume des Dialogs und der Zusammenarbeit mit allen suchen. Überall setze man sich dafür ein, eine Kultur der Begegnung, der Gerechtigkeit und des gegenseitigen Respekts zu ermöglichen, die allein das geistige und materielle Wohl der Bürger garantieren.

Der auferstandene Christus, die Botschaft des Lebens für die gesamte Menschheit, spiegelt sich in den Jahrhunderten wieder und lädt uns ein, die Männer und Frauen nicht zu vergessen, die in eine bessere Zukunft unterwegs sind, die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge – unter ihnen viele Kinder – auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit. Diese unsere Brüder und Schwestern begegnen zu oft dem Tod auf ihren Wegen oder erfahren ohnedies die Zurückweisung derer, die Aufnahme und Hilfe anbieten könnten. Die bevorstehende Veranstaltung des Welthumanitätsgipfels möge es nicht versäumen, den Menschen mit seiner Würde in den Mittelpunkt zu stellen und politische Konzepte zu erarbeiten, die geeignet sind, den Opfern von Konflikten und anderen Notlagen beizustehen und sie zu schützen. Dies gilt besonders für die Schwächsten und für die aus ethnischen oder religiösen Gründen Verfolgten.

An diesem herrlichen Tag „lobsinge die Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe“ (vgl. Österlicher Lobgesang Exsultet), obwohl sie durch eine geldgierige Ausbeutung so misshandelt und herabgewürdigt wird, so dass die Gleichgewichte der Natur sich verschieben. Ich denke besonders an die Bereiche, die von den Wirkungen des Klimawandels betroffen sind, wo nicht selten Dürren oder heftige Überschwemmungen mit daraus resultierenden Nahrungsmittelkrisen in verschiedenen Teilen der Welt hervorgerufen werden.

Mit unseren Brüdern und Schwestern, die um ihres Glaubens und ihrer Treue zu Christus willen verfolgt werden, und angesichts des Bösen, das die Oberhand im Leben vieler Menschen zu haben scheint, hören wir wieder das tröstende Wort des Herrn: „Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16,33). Heute ist der glanzvolle Tag dieses Sieges; denn Christus hat dem Tod die Macht genommen und mit seiner Auferstehung das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht (vgl. 2 Tim 1,10). „Er hat uns von der Abhängigkeit zur Freiheit, vom Jammer zur Freude, von der Trauer zum Fest, von der Finsternis zum Licht, von der Knechtschaft zur Erlösung schreiten lassen. Deshalb rufen wir vor Ihm Halleluja!“ (Meliton von Sardes, Osterpredigt).

An alle, die in unserer Gesellschaft jede Hoffnung und jeden Lebensmut verloren haben, an die älteren geschwächten Menschen, die in der Einsamkeit spüren, dass ihre Kräfte abnehmen, an die jungen Menschen, denen es scheinbar an Zukunftsperspektiven mangelt, an alle richte ich noch einmal die Worte des Auferstandenen: „Seht, ich mache alles neu. ... Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt“ (Offb 21,5-6). Diese tröstende Botschaft Jesu möge jedem von uns helfen, mit neuem Mut wieder aufzubrechen, um Wege der Versöhnung mit Gott und mit den Geschwistern zu aufzubauen.

(rv 27.03.2016 cz)

http://de.radiovaticana.va/news/2016/03/...nziskus/1218462

"Urbi et Orbi"

-


zuletzt bearbeitet 13.04.2020 23:29 | nach oben springen

#2

RE: Im Wortlaut: Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Ostersonntag, 27. März 2016 - mit: "Urbi et Orbi"

in Katechese 27.03.2016 17:28
von Aquila • 5.994 Beiträge

Leider einmal mehr: Ein "unverbindlich brüderliches" Durcheinander !


Wie ambivalent die Aussagen des Papste sind,
zeigt sich an folgenden Auszügen:
-

Der auferstandene Christus, die Botschaft des Lebens für die gesamte Menschheit,
spiegelt sich in den Jahrhunderten wieder und lädt uns ein, die Männer und Frauen nicht zu vergessen, die in eine bessere Zukunft unterwegs sind, die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge – unter ihnen viele Kinder – auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit.
Diese unsere Brüder und Schwestern begegnen zu oft dem Tod auf ihren Wegen oder erfahren ohnedies die Zurückweisung derer, die Aufnahme und Hilfe anbieten könnten.

[....]
Mit unseren Brüdern und Schwestern, die um ihres Glaubens und ihrer Treue zu Christus willen verfolgt werden, und angesichts des Bösen, das die Oberhand im Leben vieler Menschen zu haben scheint, hören wir wieder das tröstende Wort des Herrn: „Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16,33).
[....]

-

Es ist bezeichnend, dass Papst Franziskus nicht mehr von
Brüder und Schwestern in Christo / im Herrn
spricht
sondern die stets vorgetragene unverbindliche "Geschwisterlichkeit" je nach Situation und Anlass hochhält.

Und seit wann lädt die Botschaft der Auferstehung unseres Herrn ein,
das Wort für für ein profanes "besseres Leben / bessere Zukunft" zu führen ?



Ebensowenig wie wahre Geschwisterlichkeit ausserhalb der Ewigen Wahrheit Jesus Christus existiert
ebensowenig kündet die Auferstehung Christi von der profanen Aussicht auf "eine bessere Zukunft" !
Im Gegenteil:
Sie kündet davon,
dass vor dem Siege der geistige Kampf steht.....
vor der Anteil habe am Göttlichen Dreieinen Leben
die Abkehr von der Sünde, die Umkehr kraft der von Christus erworbenen Gnadenströme der hl. Sakramente steht.

Sie kündet davon,
dass ohne Ihn überhaupt kein Leben / keine Zukunft möglich ist....!
und dass ohne Ihn der Ruf nach "Friede" im Winde verhallt !

Sie kündet davon,
dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist
und dass jegliches "autonome" Menschenwerk auf Sand gebaut und so in sich zusammenbrechen wird.

Sie kündet davon,
dass niemand zum Vater kommt ausser durch Ihn .....
dass niemand wieder angenommenes Kind Gottes werden kann ohne die Wirkmacht der
der hl. Taufe

und alleine der mit und durch sie strömenden weiteren Gnaden die Kindschaft Gottes bewahren kann.



Sie kündet davon,
dass in erster Linie die Sorge um das Seelenheil stehen muss
- konkret das Hinführen zur Ewigen Wahrheit Jesus Christus -

und nicht das Anpreisen von " solidarischer" (menschengedachter!) und somit fruchtlosen "Weltverbesserung".

-


zuletzt bearbeitet 27.03.2016 18:07 | nach oben springen

#3

RE: Im Wortlaut: Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Ostersonntag, 27. März 2016 - mit: "Urbi et Orbi"

in Katechese 12.04.2020 22:22
von Blasius • 2.876 Beiträge



Papst beim Urbi et orbi: „Ansteckung“ der christlichen Hoffnung

Hoffnung statt Angst, Solidarität statt Egoismus: Dazu hat der Papst beim traditionellen Segen Urbi et orbi mit Blick auf die Corona-Krise aufgerufen. Franziskus erneuerte seinen Appell zu einem weltweiten Waffenstillstand und schlug angesichts der Pandemie die Aufhebung von internationalen Sanktionen und einen Schuldenerlass für arme Länder vor. Inmitten der Virus-Krise sprach Franziskus von einer „Ansteckung“ der christlichen Hoffnung.
Anne Preckel – Vatikanstadt

Kein Meer von Pilgern und Blumen auf dem Petersplatz gab es am diesjährigen Ostersonntag mit Papst Franziskus. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Ostermesse in den Petersdom verlegt worden und fand ohne Besucher statt. Seine Osterbotschaft verkündete Franziskus vor dem Petrusgrab, wo er danach auch den traditionellen Segen Urbi et orbi erteilte.

„Gleichgültigkeit, Egoismus, Spaltung und Vergessen sind wahrlich nicht die Worte, die wir in dieser Zeit hören wollen“, sagte der Papst in seiner Botschaft. „Wir wollen sie aus allen Zeiten verbannen! Sie scheinen besonders dann die Oberhand zu bekommen, wenn Angst und Tod in uns dominieren, das heißt wenn wir den Herrn in unseren Herzen und in unserem Leben nicht siegen lassen.“


Folgen der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie stelle die Menschheit auf eine harte Probe, so der Papst. Die ganze Welt leide darunter und müsse gemeinsam dagegen vorgehen. Franziskus erinnerte an die Folgen der Virus-Krise für die Ärmsten und Menschen ohne Schutz, wie Obdachlose und Flüchtlinge:

„Diese Zeit erlaubt keine Gleichgültigkeit“, formulierte der Papst: „Lassen wir nicht zu, dass es ihnen an den lebensnotwendigen Dingen fehlt, die jetzt aufgrund der vielen Schließungen nur schwer zu finden sind, ebenso wie auch Medikamente und eine angemessene Gesundheitsversorgung.“

Damit alle Staaten der Welt ihre Bürger in der Krise angemessen schützen können, müssten gegebenenfalls auch internationale Sanktionen aufgehoben und den ärmsten Ländern „teilweise oder sogar ganz“ Schulden erlassen werden, so Papst Franziskus.

Solidarität statt Spaltungen

„Diese Zeit erlaubt keinen Egoismus“, richtete er dann einen Appell speziell auch an Europa. Rivalitäten der Vergangenheit seien nach dem Zweiten Weltkrieg durch konkrete Solidarität überwunden worden, erinnerte Franziskus, dahinter dürfe man jetzt nicht zurückgehen:

„Die Europäische Union steht heute vor einer epochalen Herausforderung, von der nicht nur ihre Zukunft, sondern die der ganzen Welt abhängt. Lasst uns nicht die Gelegenheit versäumen, einen weiteren Beweis der Solidarität zu erbringen, auch wenn wir dazu neue Wege einschlagen müssen. Als Alternative bleibt sonst nur ein Egoismus der Einzelinteressen und die Versuchung, in die Vergangenheit zurückzukehren, und das Risiko in Kauf zu nehmen, dass das friedliche Zusammenleben und die Entwicklung künftiger Generationen auf eine harte Probe gestellt werden.“

Video von 2016

https://youtu.be/ql1isLQcJD4

In einer Minute: Der Urbi et Orbi 2020

https://youtu.be/ngBlSg1B6V4

Weltweiter Waffenstillstand
Angesichts von Kriegen und Spannungen in der Welt rief der Papst zu einem unverzüglichen weltweiten Waffenstillstand auf. Franziskus hatte sich bereits Ende März einem entsprechenden Appell von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres angeschlossen. „Diese Zeit erlaubt keine Spaltungen“, erneuerte Franziskus seinen Friedensappell an diesem Ostersonntag angesichts der Corona-Krise.

„Der lange und blutige Krieg in Syrien, der Konflikt im Jemen und die Spannungen im Irak sowie im Libanon müssen endlich ein Ende haben. Israelis und Palästinenser müssen endlich wieder den Dialog aufnehmen, um eine stabile und dauerhafte Lösung zu finden, die beiden ein Leben in Frieden ermöglicht“, so der Papst. Auch für die Ost-Ukraine und verschiedene Länder Afrikas, die unter Terroranschlägen leiden, bat er um Frieden. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise in Venezuela forderte Franziskus „konkrete und sofortige Lösungen“, um internationale Hilfen für die notleidende Bevölkerung zu ermöglichen.

Schutz für Flüchtlinge und Vertriebene

Auch lenkte der Papst den Blick auf humanitäre Krisen und Notstände sowie die zahlreichen Vertriebenen in der Welt, die in der Corona-Krise weniger Aufmerksamkeit finden: „Diese Zeit erlaubt kein Vergessen“, schärfte er ein und erinnerte an Notleidende in Asien und Afrika, darunter in Cabo Delgado im Norden Mosambiks, sowie an die zahlreichen Flüchtlinge, „unter denen sich zahlreiche Kinder befinden und die unter unerträglichen Bedingungen leben, insbesondere in Libyen und an der griechisch-türkischen Grenze“. Auch die Insel Lesbos erwähnte der Papst an dieser Stelle.

„In meinen Gedanken bin ich heute vor allem bei denjenigen, die unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind: bei den Kranken, Verstorbenen und Familien, die um ihre Angehörigen trauern, von denen sie sich bisweilen nicht einmal verabschieden können.“

Im Zuge der Pandemie habe sich das Leben von Millionen Menschen schlagartig verändert, ging der Papst auf die Folgen der Krise im Alltag ein. Allen Betroffenen bekundete Franziskus seine Nähe: Kranken, Verstorbenen und deren Familien, Alten und Alleinstehenden, aber auch Menschen in prekären Lebenslagen wie Häftlingen und Arbeitslosen. Die Politik müsse sich aktiv für das Gemeinwohl aller Bürger einsetzen und ihnen, zu gegebenem Zeitpunkt, die Rückkehr in den gewohnten Alltag garantieren.

Dank und Nähe für alle Betroffenen

Ärzte, Krankenpfleger und Pfleger, die sich heute „nicht selten bis zum Opfer der eigenen Gesundheit“ für ihre Mitmenschen einsetzen, leisteten in der Corona-Krise einen kostbaren Dienst, betonte der Papst. Für sie erbat Franziskus „Kraft und Hoffnung“. Ebenso dankte er Ordnungskräften und dem Militär, „die in vielen Ländern dazu beigetragen haben, die Schwierigkeiten und Leiden der Bevölkerung zu lindern.“

In vielen Ländern sei es derzeit nicht möglich, die Sakramente wie etwa die Kommunion und Beichte zu empfangen, ging Franziskus auf die massiven Einschränkungen im kirchlichen Leben ein. Christen ermutigte er vor diesem Hintergrund dazu, im Gebet Trost zu suchen und sich dabei der kirchlichen Gemeinschaft verbunden zu fühlen.

Dem Corona-Virus setzte der Papst in seiner Osterbotschaft die „Ansteckung der christlichen Hoffnung“ entgegen: die gute Nachricht von Christi Auferstehung, die sich „von Herz zu Herz“ verbreitete, könne auch in dieser Krise Hoffnung spenden, betonte der Papst. Und er bat darum, dass alle Menschen diese Gnade erfahren: „Er, der den Tod bereits besiegt hat und uns den Weg zum ewigen Heil eröffnet hat, vertreibe die Schatten unserer armen Menschheit und führe uns hin zu dem herrlichen Tag, der keinen Abend kennt.“


Traditioneller Segen Urbi et Orbi
Den traditionellen Segen Urbi et orbi, „der Stadt und dem Erdkreis“, erteilte der Papst am Ostersonntag nicht, wie sonst üblich, von der Mittelloggia des Petersbasilika aus, sondern im Petersdom selbst. Nach seiner Osterbotschaft verlas der mit einer weißgoldenen Stola bekleidete Papst die lateinische Segensformel vor der sogenannten Confessio, dem Petrusgrab. Verbunden damit ist ein vollkommener Ablass.

Wegen der Pandemie hatte Franziskus den Segen Urbi et orbi außerplanmäßig bereits am 27. März gespendet. Die Bilder vom Papst, der allein bei strömenden Regen vor dem Petersdom stand, gingen um die ganze Welt.

ERGÄNZT: Segen Urbi et orbi außerplanmäßig bereits am 27. März

https://youtu.be/mnzTIGpYxdA


(vatican news – pr)


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 13.04.2020 07:54 | nach oben springen

#4

RE: Im Wortlaut: Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Ostersonntag, 27. März 2016 - mit: "Urbi et Orbi"

in Katechese 12.04.2020 22:55
von Andi • 1.056 Beiträge

Lieber Aquila,

ich fragte mich während der Live - Sendung heute, ob der Segen Urbi et Orbi überhaupt gültig ist, wen das dieser Gegen - Papst gemacht ?

Bergoglio:
........die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge – unter ihnen viele Kinder – auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit. Diese unsere Brüder und Schwestern begegnen zu oft dem Tod auf ihren Wegen oder erfahren ohnedies die Zurückweisung derer, die Aufnahme und Hilfe anbieten könnten..

Könnte auch eine Rede von einem linksgrün versifften sein.


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#5

RE: Im Wortlaut: Osterbotschaft von Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Ostersonntag, 27. März 2016 - mit: "Urbi et Orbi"

in Katechese 12.04.2020 23:54
von Aquila • 5.994 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Lieber Andi

Ich kann Deinen Unmut über diese "Osterbotschaft" durchaus nachvollziehen, zumal einige Passagen kaum erträglich waren.

So etwa auch diese verpauschalisierende "Himmelhebung" aller am Virus Verstorbenen:
-

"In meinen Gedanken bin ich heute vor allem bei denjenigen, die unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind: bei den Kranken, den Verstorbenen und den Familien, die um ihre Angehörigen trauern, von denen sie sich bisweilen nicht einmal verabschieden konnten. Der Herr des Lebens nehme die Verstorbenen auf in sein Reich und schenke denen Trost und Hoffnung, die sich noch in der Prüfung befinden, insbesondere den alten und alleinstehenden Menschen."
-

Alleine, wenn sich diese "Botschaft" explizit an gläubige Katholiken gerichtet haben sollte, wäre sie haltbar.
Die imerwährende Lehre der Kirche besagt denn, dass alleine die in der Gnade Christi Verstorbenen den Einlass in das Reich Gottes finden werden.

Ein wie auch immer anders angedachtes "Recht" auf die Glückseligkeit nach einem wahrheitsfernen Leben und Sterben gibt es freilich nicht.
Ebenso kann unser Herr auch nur jenen Trost und Hoffnung schenken, die an Ihn glauben und dies erbitten.


Dennoch....lieber Andi, dürfen wir die päpstliche Würde nicht verunglimpfen.
Diese und somit selbstredend auch die Segenswirkkraft bleibt bewahrt, auch wenn menschliche Schwächen die Überhand zu gewinnen scheinen.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 13.04.2020 00:33 | nach oben springen


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