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#1

Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

in Nachrichten aus dem Vatican 12.05.2013 19:05
von blasius (gelöscht)
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Liebe Mitleserinnen und Leser,

was hat eine Bank mit dem Papst zu tun?

Heute und vor 2000Jahren:

Joh.2

Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel

13 Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.6

14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen.

15 Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stieß er um.

16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

17 Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.



Zitat, Ausschnitt:

Die ausdrückliche Nennung des IOR führte zu einer ganzen Reihe von Mutmaßungen und Spekulationen, was der neue Papst mit der Vatikanbank vorhabe.

Da war es ein kleiner Schritt, in die Spekulationen gleich die gesamte Römische Kurie mit einzubauen.

Der Papst hatte am 24. April gesagt: „Wenn sich die Kirche ihrer Größe rühmen will und Organisationen schafft, Ämter errichtet und ein wenig bürokratisch wird, verliert sie ihre wichtigste Substanz und läuft Gefahr, sich in eine NGO zu verwandeln.

Und die Kirche ist keine NGO! Sie ist eine Geschichte der Liebe!…

Aber hier sind jene vom IOR… Entschuldigt mich, ja!… Alles ist notwendig, die Ämter sind notwendig… nun gut! Sie sind aber notwendig bis zu einem bestimmten Punkt:

als Hilfe für diese Geschichte der Liebe. Wenn aber die Organisation den ersten Platz einnimmt, geht die Liebe zurück und die Kirche, die ärmste, wird zu einer NGO. Und das ist nicht der Weg“.

Die improvisierten Worte werden niedergeschrieben und wenige Stunden später von Radio Vatikan verbreitet. Der Text wird noch am selben Tag auch vom Osservatore Romano verbreitet, allerdings fehlt ein kleiner Teil: „Aber hier sind jene vom IOR… Entschuldigt mich, ja!…“

http://www.katholisches.info/2013/05/04/...pst-franziskus/

Die Abkürzung IOR steht für:

das Istituto per le Opere di Religione, besser bekannt als Vatikanbank
http://de.wikipedia.org/wiki/IOR

Eine Nichtregierungsorganisation (NRO bzw. aus dem Englischen NGO) oder auch nichtstaatliche Organisation
https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtregierungsorganisation


Zitat, Ausschnitt:

Vatikan genervt über ungefragt erteilte „Ratschläge“ zu Reform von Kurie und Vatikanbank



Vatikan genervt über ungefragt erteilte Ratschläge zur Reform der Kurie und der Vatikanbank (Vatikan) Im Vatikan ist man einigermaßen genervt über die ungefragt von allen möglichen Seiten eingehenden „Ratschläge“ zur Reform der Römischen Kurie und der Vatikanbank. „Der Papst hat noch nicht die Beratergruppe getroffen, die er sich ausgesucht hat und schon regnet es Ratschläge“, sagte Kurienerzbischof Angelo Becciu, Substitut des Kardinalstaatssekretärs in einem Interview dem Osservatore Romano. Bei dem Interview Beccius handelt es sich kaum um eine private Initiative der Nummer Zwei des Staatssekretariats, weshalb eine Absprache mit Papst Franziskus angenommen werden darf.

http://www.katholisches.info/2013/05/02/...nd-vatikanbank/


zuletzt bearbeitet 12.05.2013 19:07 | nach oben springen

#2

RE: Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

in Nachrichten aus dem Vatican 13.05.2013 07:47
von Kristina • 2.133 Beiträge

Lieber blasius,
auf den ersten Blick passen Bank und Papst nicht zusammen.
Aber die Bank hat insofern mit dem Papst zutun, als das er Oberhaupt des Staates Vatican ist.

Es kommt auf den Stellenwert der Bank bzw. des Geldes an
und vielleicht auch, ob und wie der Vatican gewinnorientiert wirtschaftet.
LG
Kristina

Lukas 16,1-13
Das Gleichnis vom klugen Verwalter
1 Jesus sagte zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
2 Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
3 Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
4 Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
5 Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?
6 Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin und schreib «fünfzig».1
7 Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib «achtzig».2
8 Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.

Lukas 16,9-13
Vom rechten Gebrauch des Reichtums
9 Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.3
10 Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.
11 Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?
12 Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?4
13 Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

http://www.vaticanstate.va/content/vaticanstate/de.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstad...chaftssituation
Auszug aus Wikipedia:

Wirtschaftssituation

Als souveräner Staat wickelt der Vatikan seine Finanzgeschäfte eigenständig ab.
Schweizergardisten in ihren traditionellen Uniformen

Anfang der 1990er Jahre haben neben der Offenlegung der Staatsfinanzen auch spürbare Bemühungen eingesetzt, die über Jahrhunderte gewachsene Organisationsstruktur zu vereinfachen. Die Verwaltung der vatikanischen Vermögenswerte stützt sich nun auf vier Säulen:

Der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten steht der „Finanzminister“ der Weltkirche vor (Velasio De Paolis).

Als Präsident des Governatorats des Stadtstaates Vatikan ist Giovanni Kardinal Lajolo für Einnahmen und Ausgaben auf dem Territorium zuständig.

Die Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhles (APSA) leitet Kardinal Attilio Nicora. Über die APSA werden die Gehälter gezahlt und über anfallende Investitionen entschieden.

Das Institut für Religiöse Werke (IOR), besser bekannt als Vatikanbank, wurde 1942 von Papst Pius XII. gegründet. Die Bank wurde bis 24. Mai 2012 von Ettore Gotti Tedeschi geführt. Nachdem immer wieder Vorwürfe erhoben wurden, die Vatikanbank sei in Geldwäsche und Mafiakontakte verstrickt, wurde vom damaligen Papst Benedikt XVI. eine Kardinalskommission geschaffen, die nun die Geschäfte der Bank kontrolliert. Eigentümer der Vatikanbank ist der Heilige Stuhl, der auch Anspruch auf ihre Gewinne hat.

Staatsfinanzen

Zu den Haupteinnahmequellen des Vatikans gehören, abgesehen von den Einnahmen aus den grundsteuerfreien Immobilien,[19] die Geschäfte innerhalb des Vatikans. Die Gewinne des Supermarktes ebenso wie die Überschüsse der Vatikantankstelle, der Apotheke und des Bekleidungsgeschäftes fließen in die Staatskasse. Die Kartenzahlungen in diesen Einrichtungen wurden zum 1. Januar 2013 unterbunden. Als Begründung wurde genannt, dass der Vatikan die internationalen Geldwäscheregeln nicht befolge. Daher dürfe der Betreiber der Terminals, die italienische Tochter der Deutschen Bank, nicht weiter im Vatikan operieren.[20]

Weitere Haupteinnahmen werden von Souvenirständen und durch freiwillige Spenden erzielt. Jährlich werden im Schnitt etwa 85 Millionen Euro an den Vatikan gespendet. Andere Einnahmequellen sind der Verkauf von vatikanischen Euromünzen und Sonderprägungen sowie Briefmarken an Sammler. Die Vermietung von rund 2.400 Häusern außerhalb des Vatikans garantiert ebenfalls ein regelmäßiges Einkommen.

Zudem besitzt der Vatikan Gold, das in New York lagert, gut 850 Immobilien im geschätzten Wert von 1,5 Milliarden Euro sowie Kunstschätze, von denen der frühere Papst Johannes Paul II. sagte: „Sie sind unverkäuflich, sie gehören allen Menschen.“

Von der Staatsbilanz des Vatikans sind die Einnahmen aus Kirchensteuern sowie bestimmte Aufwendungen ausdrücklich ausgeschlossen. Diese fließen direkt den Diözesen und Ordensgemeinschaften in aller Welt zu, die jedoch die Arbeit des Papstes, der vatikanischen Kongregationen, Räte und Kirchengerichte mit Millionenbeträgen unterstützen. Nach Angaben verschiedener Bistümer in Deutschland verstehe sich die katholische Kirche ausdrücklich als Weltkirche, und da der Vatikan wichtige übergeordnete Aufgaben wahrnehme, tragen über den Verband der Diözesen Deutschlands demzufolge alle deutschen Bistümer pro Jahr einen Anteil für die Aufgaben der Weltkirche bei.

Obwohl der Vatikan nicht Mitglied der Europäischen Union ist, ist der Euro durch bilaterale Verträge offizielles Zahlungsmittel. Für den Handel mit dem Vatikan gelten jedoch die gleichen Zollbestimmungen wie für den Handel mit Ländern außerhalb des Europäischen Binnenmarktes.

Das Budget umfasste 2008 Ausgaben von umgerechnet 356,8 Mio. US-Dollar bei Einnahmen von umgerechnet 355,5 Mio. US-Dollar.[21] Bischof Carlo Maria Viganò hat als Generalsekretär der wirtschaftlichen Verwaltung des Vatikans den Haushalt saniert und von einem Verlust von ca. 8 Mio. € im Jahr 2009 zu einem Überschuss von mehr als 34 Mio. € 2010 geführt.[22]
Sonstiges

Im Vatikan gibt es keine Umsatzsteuer. Wirtschaftswerbung ist verboten, außer an Fahrzeugen.

2008 erhielt der Vatikanstaat den Europäischen Solarpreis 2008 für die Installation einer Solarstromanlage von der Größe eines Fußballfeldes. Dadurch werden seit der Installation vom Vatikan pro Jahr rund 220 Tonnen weniger Kohlendioxid ausgestoßen.[23]

Im Jahre 2010 wurde der 100. Brunnen im Vatikan eröffnet.[24]

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#3

RE: Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

in Nachrichten aus dem Vatican 13.05.2013 08:08
von blasius (gelöscht)
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Liebe Kristina,

dass der Papst das Oberhaupt des Vatikan Staates ist
und das "Oberhaupt der Kirche", macht seine Position schwierieg.

Wie heißt es:

Man kan nicht zwei Herren dienen, glaube aus: Matthäus 6

Vielleicht sollte sich die Kirche oder der Vatikan mehr um die Seelen der <Menschen sorgen, Seelsorger sein,
statt sich um das Geld sorgen, wo wir doch wissen dass Geld nicht glücklich macht.
Zu dem ist das Geld vergänglich im gegensatz zu den Seelen.

Liebe Grüße, blasius

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#4

RE: Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

in Nachrichten aus dem Vatican 13.05.2013 09:39
von Kristina • 2.133 Beiträge

Lieber blasius,
da hast du wohl recht!
Aber wohin mit den Einnahmen und Ausgaben...?!
Nicht nur der Vatikan sorgt sich um das Geld, sondern auch die einzelnen Pfarrgemeinden, Dekanate, Bistümer,....
LG
Kristina

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#5

RE: Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

in Nachrichten aus dem Vatican 09.07.2013 22:13
von blasius (gelöscht)
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Liebe Kristina,

am Ende der Kette sind die Pfarrgemeinden und da sieht es ärmlich aus.

So stellt sich die Frage:

Zitat aus: http://www.wiwo.de/politik/europa/kathol...ch/6479072.html

Katholische Kirche

Wie reich ist der Vatikan wirklich?

von Tim Rahmann

Die katholische Kirche besitzt großes Vermögen und nimmt Millionen-Spenden ein. Wieso es zeitweise dennoch nicht für einen ausgeglichenen Etat reichte – und wo der Papst das Geld hortet.
Das Geschäft mit dem Papst

Merchandising: Das Geschäft mit dem Papst

Der VW Golf des einstigen Kurienkardinals Josef Ratzinger machte den Anfang. Der Zivildienstleistende Benjamin Halbe aus dem nordrhein-westfälischen Olpe bot den gebrauchten, grauen Fünf-Türer samt Sportfelgen kurz nach der Papst-Wahl bei ebay an. Ein Online-Casino in den USA kaufe den Volkswagen für unglaubliche 190.000 Euro.
Bild: dpa

Millionenspenden, sprudelnde Miet-Einnahmen und Verkaufs-Erlöse auf Rekordniveau: Der Vatikan konnte sich in der jüngeren Vergangenheit nie über fehlende Einnahmen beschweren. Dennoch verbuchte die katholische Kirche Ende 2009 ein Haushalts-Minus von acht Millionen Euro.
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Papst Benedikt XVI. reagierte – und tauschte den Generalsekretär der wirtschaftlichen Verwaltung des Vatikans aus. Carlo Mario Vigano, ein gründlicher, nahezu pingeliger Bischof, wurde zum neuen Kassenhüter. Der heute 71-Jährige wühlte sich durch Bücher und Listen, studierte Einnahme und Ausgaben und stieß auf brisante Details.

So hatte der Vatikan die Verwaltung des Staatsgeldes einem Kreis illustrer italienischer Banker überlassen. Sie transferierten bis zu 300 Millionen Euro im Jahr, oft zu ungunsten des Papstes. „Sie handelten mehr im eigenen Interesse als in unserem“, sagte Vigano gegenüber dem Autor und Bestseller-Autor Gianluigi Nuzzi, der den Bischof für eine TV-Dokumentation begleitete. „Wir erlitten Verluste in Höhe von mehr als 50, teils 60 Prozent, auch wegen Unerfahrenheit.“ Mit einer einzigen Operation hätten die Banken dem Vatikan einen Verlust in Höhe von 2,5 Millionen Dollar zugefügt.

„Ganze Galaxie an finanzieller Aktivität“

Vigano löst die alten Verbindungen auf, kontrolliert und drückt die Ausgaben. Zwölf Monate nach seinem Amtsantritt ist der Haushalt saniert. Aus den roten sind schwarze Zahlen geworden, der Vatikan verbucht ein Überschuss von mehr als 34 Millionen Euro.

Zu dem Ergebnis beigetragen haben zu einem beachtlichen Teil, wie in jedem Jahr, die Beiträge, die von den Bischofskonferenzen der ganzen Welt für den Unterhalt der Kurie nach Rom geschickt werden. Diese Summe liegt relativ konstant bei rund 90 Millionen Euro pro Jahr. Doch der Vatikan steht längst auf mehreren Standbeinen.

Der italienische Journalist Nuzzi schreibt in seinem Enthüllungsbuch „Die Vatikan AG“ von einer „ganzen Galaxie finanzieller und unternehmerischer Aktivitäten“. Demnach verdient der Heilige Stuhl sein Geld in vielen Branchen: im Gesundheitswesen wie im Tourismus, mit Bankgeschäften und Immobilien.

Zitat Ende

Hat die

heilige Katholische
und apostolische Römische Kirche als
Mutter und Lehrerin aller Kirchen


nichts mit dem Vatikan und den Millionen zu tun?

Liebe Grüße, blasius


zuletzt bearbeitet 09.07.2013 22:14 | nach oben springen



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