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  • Thema von Blasius im Forum Literatur

    ERGÄNZUNG ZU:
    Exerzitienhäuser Deutschland - Exerzitien, Einkehrtage - Vorwort Pater Robert Schmitt von Meister Eckhart

    Vorwort von Pater Robert Schmitt

    „Das Beste und Herrlichste,

    wozu man in diesem Leben gelangen mag,

    ist, dass du schweigst und Gott wirken und sprechen lässt.“

    Meister Eckhart

    -




    Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch,
    der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

    Meister Eckhart (1260 - 1327), deutscher Mystiker und Provinzial der Dominikaner,
    starb vor dem Abschluss seines Häresieverfahrens


    Mit freundlichem Gruß an @Meister Eckhart

    und alle Leserinen und Leser

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Während im vierten Jahrhundert nach Christus die christliche Religion durch den Kaiser Konstantin die herrschende im römischen Reich wurde, war der Hass des Königs Sapor von Persien nur desto heftiger dagegen. Er war ein unmäßig stolzer Fürst, der sich selbst den Namen: König der Könige, Bruder der Sonne beilegte. Er konnte es nicht ertragen, daß seine Untertanen etwas Anderes glaubten, als er, und daß sie eine Religion hätten, welche sein Feind, der römische Kaiser, angenommen hatte. Er ordnete daher einige Male Verfolgungen gegen die Christen an. Insbesondere erließ der König einen Befehl, daß die christlichen Priester getötet, die Kirchen nieder gerissen, und Simeon (*), ihr Bischof vorgeführt werde. Solches geschah. Der hl. Simeon wurde mit eisernen Ketten gefesselt vor den König geführt. Allein Simeon zeigte nicht die geringste Furcht, und fiel nicht vor dem König nieder, wie es in Persien üblich war. Darüber geriet der König in Zorn und fragte, warum er ihm nicht die gebührende Ehre bezeuge, da er doch früher dieses getan habe. Simeon sprach: „Früher habe ich es nicht verweigert, weil ich nicht hergeführt wurde, um den wahren Gott zu verleugnen; aber jetzt wäre es nicht recht, dir Ehre zu erweisen, da ich doch gekommen bin für meine Religion zu kämpfen.“ – Hierauf befahl ihm der König die Sonne anzubeten; wenn er dieses tue, bekomme er viele Geschenke und werde hoch geehrt. Wenn er sich aber weigere, so werde nicht nur er, sondern alle Anhänger des Christentums vertilgt werden. Simeon antwortete: „Wie soll ich die Sonne anbeten, da ich dich nicht anbete, der du edlerer Natur bist als die sonne? Wir erkennen nur einen Herrn, Jesus den Gekreuzigten.“ Der König sprach: „Wenn du einen lebendigen Gott anbeten würdest, wärest du zu entschuldigen, aber das ist Unsinn, einen Menschen anbeten, der am Kreuzesgalgen starb. Bete die Sonne an, welcher Alles huldigt.“ – Simeon sprach: „Du kennst Jesus Christus nicht. Er ist Schöpfer der Menschen, Herr der Sonne, die bei seinem Tode aus Trauer sich verfinstert hat. (siehe den Beitrag: Die Sonnenfinsternis bei der Kreuzigung Jesu) Herrlich stand er aus dem Grabe auf, fuhr auf in den Himmel aus eigener Kraft. Die Ehre, welche du mir verheißest, begehre ich nicht, eine andere bessere Ehre wird mir Gott bereiten.“ – Der König befahl hierauf, man solle ihn vor der Hand in Ketten gefesselt halten, ob er sich vielleicht noch eines andern besinnen werde.

    Da nun Simeon ins Gefängnis abgeführt wurde, saß gerade Usthazanes vor dem Eingang des Palastes. Usthazanes war aber der Erziehe des Königs gewesen und in dessen Familie besonders hoch geachtet. Dieser stand nun auf und grüßte ehrerbietig den gefangenen Simeon. Allein Simeon machte ihm bittere Vorwürfe und wendete zuletzt das Gesicht von ihm ab; denn Usthazanes war auch ein Christ, hatte sich aber durch Gewalt zwingen lassen die Sonne anzubeten. Er wurde nun so betroffen, daß er anfing zu seufzen und zu weinen, sein glänzendes Ehrenkleid auszog und zum Zeichen der Trauer sich mit einem schwarzen bekleidete. Er jammerte laut und öffentlich: „Ich Unglückseliger, was habe ich von Gott zu erwarten, daß ich ihn verleugnet habe!“ – Da der König dieses erfuhr, rief er den Usthazanes zu sich und fragte, was ihm da für ein Unglück widerfahren sei, daß er so jammere. Dieser antwortete: „O König, es ist mir etwas geschehen, statt dessen ich gern in alles andere Unglück gefallen wäre, es wäre gewiß erträglicher. Jetzt aber trauere ich, daß ich am Leben bleibe, da ich schon lange sterben hätte sollen, daß ich die Sonne noch sehe, welche ich nicht in Wahrheit, sondern bloß dir zu Gefallen zu Schein angebetet habe.“ Sodann schwur er beim Schöpfer Himmels und der Erde, daß er nie mehr sich von seinem jetzigen Bekenntnis abbringen lassen werde.

    Der König war höchst erstaunt über diese Umwandlung des Usthazanes und wurde dadurch noch viel heftiger gegen die Christen erbittert, indem sie, wie er glaubte, solches durch Zauberei bewirkt hätten. Da er aber gegen seinen alten Lehrer Erbarmen fühlte, so versuchte er bald durch freundliches Zureden, bald durch zornige Äußerungen ihn von seinem Vorsatz abwendig zu machen. Er nannte die christliche Religion Vorurteil eine liederlichen Haufens; er richtete jedoch nichts damit aus, indem Usthazanes standhaft erklärte, er werde nimmermehr so töricht sein, daß er statt des Schöpfers aller Dinge etwas anbete, das von ihm erschaffen ist. Voll Zorn befahl daher der König, den Usthazanes mit dem Schwert zu enthaupten.

    Da er auf den Richtplatz geführt wurde, bat er die Gerichtsdiener ein wenig noch einzuhalten, er habe dem König noch eine Meldung zu machen. Er ließ nun dem König Folgendes sagen: „Welche Ergebenheit ich von Jugend an bis jetzt gegen deine Familie, o König, bewiesen habe, und mit welchem Eifer ich sowohl deinem Vater, als dir gedient habe, das weißt du selbst. Für alle diese treuen Dienste, die ich euch erwiesen habe, erbitte ich mir jetzt nur eine einzige Entgeltung, damit ich denen, die mich nicht kennen, nicht als ein Verräter gegen dein Reich oder als sonst ein Verbrecher gestraft zu werden scheine. Laß daher einen Herold öffentlich ausrufen, dem Usthazanes sei der Kopf abgeschlagen worden, nicht als habe er sich eine Schlechtigkeit zu Schulden kommen lassen, sondern weil er ein Christ ist und seinen Gott nicht verleugnen wollte.“

    Der König willigte in dieses Begehren und ließ öffentlich die Ursache der Hinrichtung bekannt machen. Er hoffte nämlich, Andere werden nur um so sicherer und geschwinder von der christlichen Religion abfallen, wenn sie erfahren, daß kein Christ Schonung zu erwarten haben, da selbst Usthazanes, ein Greis, Erzieher des Königs, und ihm lieb und wert, hingerichtet worden sei. Usthazanes hingegen wünschte aus einem andern Grund, daß ausdrücklich die Ursache seines Todes veröffentlich werde, er dachte nämlich, wie er vorher sich schrecken lassen und die Sonne angebetet und dadurch viele Christen auch zaghaft gemacht habe, so werde er jetzt eben so viele anregen, seine Seelenstärke und Standhaftigkeit nachzuahmen, wenn sie erfahren, daß er für die christliche Religion sein Leben aufgeopfert habe.

    Als Simeon im Kerker die Nachricht von seinem Tode erfuhr, dankte er Gott dafür und betete inbrünstig zu Jesus, daß er den Todeskelch am Tage, wo Jesus selbst gestorben ist, trinken dürfe. Und wirklich beschloss der König, den Simeon in der Karwoche auch mit dem Schwert hinrichten zu lassen. Er hatte ihn vorher noch einmal vorführen lassen, aber Simeon hatte wieder mit großer Freimütigkeit den christlichen Glauben verteidigt und sich geweigert die Sonne anzubeten. An demselben Tag ließ der König noch hundert andere Christen hinrichten, und erst zuletzt den Simeon, damit er den Tod aller Übrigen mit Augen sehen müsste. Als sie insgesamt auf den Richtplatz geführt wurden, fragte der Oberpriester noch einmal, ob sie beim Leben bleiben und mit dem König die Sonne anbeten wollten. Allein kein Einziger wollte unter dieser Bedingung sein Leben erhalten. Während nun Einem nach dem Andern der Kopf mit dem Beil abgehauen wurde, hielt ihnen Simeon fortwährend aufmunternde Zusprüche; auf diese Weise sterben heiße wahrhaft sterben. Denn diese müssten, wenn ihnen auch kein Mensch etwas tue, doch bald sterben, indem Niemand dem Tod entgehen könne; nach dem Tod aber, da die Ewigkeit angehe, werde nicht Allen das nämliche Los zu Teil, sondern Alle werden genau untersucht und müssen strenge Rechenschaft über ihr früheres Leben ablegen; die einen werden für ihre guten Werke ewigen Loh empfangen, die andern für ihre Vergehen ewige Strafe. Für Gott aber sterben wollen,sei unter den guten Werken das vorzüglichste und die glückseligste Sache. Diesem Zureden hörten die Blutzeugen aufmerksam zu und gaben sich mit Freuden in den Tod. Zuletzt von Allen wurde dann auch Simeon enthauptet. –
    aus: Alban Stolz, Legende oder der christliche Sternhimmel, Bd. 2 April bis Juni, 1872, S. 76 – S. 79

    (*) Simeon oder Simon bar Sabbae, hl., persischer Märtyrer, Bischof und Katholikos von Seleukia-Ktesiphon. Nach der erhaltenen Passio weigerte er sich in der großen Verfolgung Schapurs II., von den Christen eine doppelte Steuer einzutreiben, wurde verhaftet, vor den König gebracht und auf die standhafte Weigerung hin, die Sonne anzubeten, zusammen mit andern eingekerkerten Bischöfen, Priestern und Laien, die ebenso fest blieben, zum Tode verurteilt und hingerichtet (zwischen 339 und 344) Fest 21. April (röm. Martyrol.) –

    aus: Michael Buchberger, Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. IX, 1937, Sp. 574


    Liebe Grüße an: @Simeon

    und alle Leserinnen und Leser

  • Thema von Blasius im Forum Schon gewusst ?



    Nur das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen

    1 Nur das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen
    1.1 Charakter der Verpflichtung
    1.2 Aber nur das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen.
    1.3 Zu Unmöglichem kann niemand verpflichten
    1.4 Dem unsittlichen Gesetz passiven Widerstand leisten
    1.5 Keine Pflicht des Gehorsams bei Überschreitung der Kompetenz des Gesetzgebers
    1.6 Es gibt kein Recht auf Revolution
    1.7 Das Volk kann sich durch Einschränkung der staatlichen Machtbefugnisse schützen

    Charakter der Verpflichtung
    Auch der Staat hat seinen letzten Grund im göttlichen Willen, geht doch der Staat, wie Leo XIII. in der berühmten Enzyklika (Libertas v. 20.6.1888) über die menschliche Willensfreiheit darlegt, von Gott aus nach seinen Bestandteilen, nach seiner Form, seiner Ursache und seinem Nutzen für den einzelnen: als nach Form und „Materie“, hierunter oder unter den Bestandteilen sind vor allem die Fmailieb zu verstehen; die nächste Ursache, die zur Bildung der staatlichen Gemeinschaft führt, ist in der sozialen und politischen Veranlagung der Menschen, die physisch, kulturell und sittlich ohne Staat verkümmern müssten, zu suchen: die Wohltaten, die der einzelne dem Staat verdankt, sind soeben angedeutet worden. Der göttliche Wille durchwaltet daher, wie die ganze Welt der irdischen Güter, auch Staat und Gesellschaft, die sozialen Güter und die sich so ergebenden Beziehungen sind von Gott gewollt, keineswegs steht das höchste Gut, einer der folgenschweren Irrtümer Luthers, beziehungslos und weltfremd Staat und Gesellschaft gegenüber, so daß der Könige Regiment ein „äußerlich Ding“ ist und ihre Gesetze „das Gewissen nicht binden“ , vielmehr umfaßt dieselbe lex aeterna alle jene natürlichen Beziehungen, auch die der von Gott gewollten Unter- und Überordnung. „Durch mich“, lehrt die heilige Schrift im schroffsten Gegensatz zu Luthers Aufstellungen, „durch mich regieren Könige und verordnen Gesetzgeber, was recht ist, durch mich herrschen Fürsten, und Gewalthaber entscheiden nach Gerechtigkeit“ (Spr. 8, 15f). Somit kommt der Autorität im Staat die auf Gott zurück gehende sittliche Macht zu, durch gerechtes, mit den erforderlichen Eigenschaften ausgestattetes Gesetz im Gewissen zu verpflichten. „Jedermann sei untertan der obrigkeitlichen Gewalt, denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre, die bestehenden aber sind von Gott angeordnet; wer also der Obrigkeit widersteht, widersetzt sich der Anordnung Gottes; Gottes Dienerin ist sie dir zum Guten, daher ist es Notwendigkeit (Pflicht), untertan zus ein, nicht nur des Zornes (der Strafe), sondern auch des Gewissens wegen; gebt denn jedem, was ihm gebührt, Abgabe, wem Abgabe, Zoll, wem Zoll, Furcht, wem Furcht, und Ehre, wem Ehre gebührt“ (Röm. 13, 1ff: Tit. 3, 1); ähnlich der heilige Petrus (1. Petr. 2, 13ff). Jesus selbst hat den Grundsatz verkündet: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist“ (Matth. 22, 21). Eine christliche Lehre von außerordentlicher sozialen Bedeutung, der von modernen atheistischen Theorien nur kraftlose Ideen gegenüber gestellt werden.


    Unaufhörlich wiederholt die christliche Tradition die Mahnungen zu gehorsam und gewissenhafter Leistung des Geschuldeten; da es hier, wie stets, wenn die Schrift eine Wahrheit mit voller Bestimmtheit zum Ausdruck bringt, keinerlei Meinungsverschiedenheit in der christlichen Literatur gibt, so erübrigt es sich, einzelne Zeugnisse anzuführen, erwähnt sei nur, daß zugleich immer wieder bezeugt wird, wie gewissenhaft die Christen der ersten christlichen Jahrhunderte trotz schwierigster Umstände ihre Pflicht gegen den Staat erfüllten. (Ep. Ad Diogn. 5. Augustinus, Enarr. In Ps. 124, 7)

    Aber nur das gerechte Gesetz verpflichtet im Gewissen.

    „Erinnere sie“, schreibt der heilige Paulus an Titus (3, 1), „den Fürsten und Gewalthabern untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein“; verletzt das menschliche Gesetz oder Gebot die Vorschriften des ewigen Gesetzes, alsdann hört die Pflicht des Gehorsams auf und Ungehorsam gegen die Menschen wird Pflicht. (Leo XIII., Enc. Sapientiae christ. v. 10.1.11890; Diuturnum illud v. 29.6.1881) Verletzt das staatliche Gesetz nur menschliche Rechte, so ist es also ungerecht im engeren Sinne, auch dann besteht an sich keine Pflicht, zu gehorchen; und auch dann gilt, was der heilige Thomas vom ungerechten Gesetz sagt: lex iniusta non obligat, leges iniustae magis sunt violentiae qual leges, ein ungerechtes Gesetz verpflichtet nicht, ungerechte Gesetze sind mehr Gewalttaten als Gesetze (S. th. 1,2, q. 96, a. 4.). Den entgegen gesetzten Standpunkt kann nur vertreten, wer das Naturrecht leugnet, folgerichtig muss man dann auch die natürlichen Rechte des Menschen, seine unverlierbare Befugnis, die Pflichten gegen Gott zu erfüllen, leugnen, und folgerichtig gelangt man dann schließlich zur Preisgabe des Rechtes der Persönlichkeit,d ie rücksichtslos an den allmächtigen Staat ausgeliefert wird. Im einzelnen sind folgende Grundsätze nach christlicher Auffassung maßgebend.

    Zu Unmöglichem kann niemand verpflichten
    1. Ein physisch oder moralisch unmögliches Gesetz verpflichtet als wider Vernunft und Gemeinwohl verstoßende Anordnung nicht, ad impossibile nemo tenetur, zu Unmöglichem kann niemand verpflichten. Ist aber das Objekt der gesetzlichen Leistung teilbar (materia divisibilis) wie etwa bei einer Restitution, so hat die Teilleistung zu erfolgen; doch besteht die Pflicht der Teilleistung nur, wenn sich diese wirklich als Erfüllung, wenngleich nur teilweise Erfüllung des Gesetzes darstellt, partizipiert die Teilleistung nicht erkennbar am Wesen der Gebotserfüllung oder, was dasselbe besagt, trägt sie zur Erreichung des Gebotszweckes nur in unerheblichem Maße bei, so besteht keinerlei Pflicht; ist es also unmöglich, der Sonntagspflicht zu genügen und nur möglich, den Gang zur Kirche zu machen und einen kleinen Bruchteil der heiligen Messe mitzufeiern, so zessiert (= wegfällt) die betreffende Verpflichtung gänzlich.

    Dem unsittlichen Gesetz passiven Widerstand leisten
    2. Gegenüber dem sittlich verwerflichen Gesetz gilt Apg. 5, 29: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Augustinus, Ep. 105, 2, 7. Leo XIII., Enc. Sapientiae christ. v. 10.1.1890) Dem Befehl gegenüber, das unsittliche Gesetz zu erfüllen, ist passiver Widerstand zu leisten, man hat, wie die Märtyrer getan, sich beharrlich zu weigern, das Gesetz zu erfüllen, mag auch dem ungerechten Befehl die ungerechte Gewaltanwendung folgen; aktiver Widerstand wäre nur innerhalb der gesetzlichen Grenzen statthaft, doch kann das hiermit angedeutete natürliche Recht den einzelnen nicht etwas durch Gesetz völlig entzogen, sondern nur im Interesse des Gemeinwohles entsprechend eingeschränkt werden; übrigens rechnen manche diesen aktiven Widerstand innerhalb der verfassungsmäßig bestimmten Grenzen zum passiven Widerstand und beschränken den begriff des „aktiven“ Widerstandes auf den widerrechtlich geleisteten Widerstand. Nichts gemein hat die dargelegte christliche Denkweise mit der Auffassung von Wiclif und Hus, als sei dem sündhaften Oberen der Gehorsam zu verweigern. (Denz. n. 595. 656.) Stets hat die Kirche und die katholische Moral an dem Apg. 5, 29 und 4, 19 ausgesprochenen Grundsatz treu festgehalten…

    Keine Pflicht des Gehorsams bei Überschreitung der Kompetenz des Gesetzgebers
    3. Ungerecht im engeren Sinne ist ein Gesetz, wenn es durch die Rücksicht auf das Gemeinwohl nicht gefordert wird und somit die persönliche Freiheit ungebührlich beschränkt, ferner wenn der Gesetzgeber seine Kompetenz überschritten oder die Lasten unbillig verteilt hat. An sich besteht in diesen Fällen für die Untertanen keine Pflicht, das Gesetz zu beobachten, ein solches Gesetz verpflichtet nicht im gewissen, außer etwa wegen des zu vermeidenden Ärgernisses oder zu befürchtenden Verwirrung (S. th. 1, 2, q. 96, a. 4; vgl. Matth. 5, 40f). Näherhin ist zu sagen: in gewissen Fällen darf man das ungerechte Gesetz erfüllen, in anderen darf man es nicht erfüllen und wieder in anderen muss man es erfüllen. Man darf das ungerechte Gesetz erfüllen, wenn es sich lediglich darum handelt, daß man auf das eigene Recht Verzicht leistet, wenn demgemäß irgend welche Pflichten nicht verletzt werden; man muss es erfüllen, wenn sonst höhere Interessen gefährdet würden, also die Gefahr des Ärgernisses oder die Gefahr des Aufruhrs gegeben wäre; man darf es nicht erfüllen, wenn durch die Erfüllung etwa die Gefahr schweren Ärgernisses herbei geführt würde. Auch angesichts eines ungerechten Gesetzes ist außer dem passiven aktiver Widerstand zulässig, wenn nur die gesetzlichen Schranken beachtet werden, gemeint sind die Mittel der Appellation und Remonstration, die Benützung des Rechtes der Vereinigung, die Benützung der Presse; daß in unruhigen Zeiten beispielsweise das Versammlungsrecht mit Rücksicht auf das Gemeinwohl von der Regierung eingeschränkt werden darf, ist nicht zu bezweifeln, jedoch ist die Regierung nicht befugt, jenes Recht weiter einzuschränken, als eben durch die Rücksicht auf das Gemeinwohl geboten wird, noch weniger kann die Regierung die aufgezählten Mittel des aktiven Widerstandes einfachhin beseitigen. Ginge jedoch der Widerstand oder die Agitation über die von der Verfassung gezogenen, vernünftig bestimmten grenzen hinaus, so wäre solches Verhalten als sündhaft anzusehen.

    Es gibt kein Recht auf Revolution
    Ein Recht der Revolution, der verfassungswidrigen gewaltsamen Erhebung gegen die rechtmäßige Obrigkeit, gibt es nach christlicher Auffassung nicht. Die Revolution im angedeuteten Sinn erscheint vielmehr als eigenmächtiger Eingriff in göttlich sanktionierte Rechte (Röm. 13, 2) (Denz. n. 1763.)

    Das Volk kann sich durch Einschränkung der staatlichen Machtbefugnisse schützen

    Thomas von Aquin erinnert an die Mahnung des Apostels Petrus, auch harten Herren sich zu fügen (1. Petr. 2, 18), und er läßt gegen den zum Tyrannen gewordenen Herrscher nur autoritatives Vorgehen zu (auctoritate publica procedendum). Besitzt das Volk das Recht, den Herrscher zu wählen, alsdann kann sich das Volk nach der Lehre des heiligen Thomas im Notfall selbst schützen, nämlich durch Einschränkung der Machtbefugnisse des Herrschers oder sogar, im äußersten Fall, durch Absetzung des Regenten, denn hier gilt: Treue um Treue; hält der Herrscher sich nicht an den Vertrag, so ist auch das Volk seiner Verpflichtung enthoben. Hat ein Oberherr das Recht, den Herrscher zu bestimmen, alsdann hat man sich an diesen Oberherrn zu wenden.

    Darüber hinaus hat das Volk keinerlei Recht, es bleibt ihm nur übrig, zum Gebet die Zuflucht zu nehmen (De reg. Princ. 1, 6) Ähnlich sieht schon Theodoret von Cyrus das Mittel der Abhilfe in Gebet und Sinnesänderung, und nicht anders urteilt die christliche Tradition im übrigen. Derselben Überzeugung gibt Leo XIII. klaren Ausdruck; er betont, daß die Kirche die Völker zum Gehorsam gegen die Herrscher erziehe (vgl. Augustinus, De moribus eccl. 1, 30), er zeigt, wie die Christen in den Zeiten der Verfolgung durch die römischen Kaiser nie daran gedacht, Aufruhr zu stiften, ja auch nur Widerstand zu leisten, abgesehen von der Weigerung, die unsittlichen Erlasse der Kaiser zu erfüllen, und er stellt fest, die Menschen haben nur einen Grund, nicht zu gehorchen, wenn nämlich von ihnen gefordert wird, was dem natürlichen oder göttlichen Gesetz offenkundig zuwider ist. (Enc. Diuturnum illud v. 29.6.1881) –

    aus: Otto Schilling, Lehrbuch der Moraltheologie, I. Band: Allgemeine Moraltheologie, 1927, S. 129 – S. 133

  • Thema von Blasius im Forum Vorträge


    BILD:
    https://docplayer.org/64069941-Exerzitie...uers-leben.html

    Vorwort von Pater Robert Schmitt

    „Das Beste und Herrlichste,

    wozu man in diesem Leben gelangen mag,

    ist, dass du schweigst und Gott wirken und sprechen lässt.“

    Meister Eckhart


    Was ein gut ausgewählter Kuraufenthalt für die Gesundheit des Leibes,
    das bedeuten gut gemachte Exerzitien für die Gesundheit der Seele.
    Was ist es denn, was der Mensch sucht, wenn er einen Kurort aufsucht?

    Da ist einmal die Ruhe nach der Unruhe und Beanspruchung des Alltagslebens,
    da ist weiter die gute Luft (Höhenluftkurorte),
    da ist das Gehen in freier Natur, vielleicht auch eine eigens
    vorgeschriebene Diät oder der Gebrauch von Bädern,
    die den Körper reinigen und kräftigen sollen.
    All das hat seine Entsprechungen in den Exerzitien:

    Hier gibt es Ruhe für die Seele, hier gibt es Höhenluft zu atmen,
    hier gibt es allerlei heilsame geistliche Übungen und auch Diät und
    Bäder fehlen nicht, die der Seele Kraft und volle Gesundheit geben sollen.

    Höhenluft atmen
    Äußere Stille und innere Ruhe sind Voraussetzung, um zu
    sich selber zu kommen und sich Gott widmen zu können.
    Dass es nicht nur uns heutigen Menschen so geht,
    beweist ein Brief des hl. Hieronymus (gest. 420 n. Chr.),
    den er einem seiner geistigen Kinder geschrieben hat.

    Dort rät er:

    „Wähle dir einen geeigneten und vom Lärm der
    Familie entfernten Ort aus, in den du dich wie in einen Hafen zurückziehen kannst.
    Dort pflege eifrig die Lesung der Heiligen Schrift; dort
    bete häufig; dort denke eindringlich über die künftigen Dinge nach.
    Das alles tue mit solcher Hingebung, dass diese innere Ruhe alle
    Beschäftigung der übrigen Zeit ausgleicht. Wir sagen dir das nicht,
    um dich den Deinen zu entziehen, im Gegenteil, wir tun es, damit
    du dort lernst und erwägst, wie du dich den Deinen widmen sollst.“

    (Hier. Ep. 148,24)

    Wie in einen Hafen zurückziehen
    4
    Das sind Fragen, die sich vor allem junge Leute stellen.
    Exerzitien und Einkehrtage sollen Orientierung geben
    und ein Kompass fürs Leben sein.

    Bei Lebensfragen und Lebensentscheidungen sollten
    nicht nur äußere Umstände betrachtet werden.
    Dass es Höheres und mehr gibt als das irdische Dasein, darf man
    nicht übersehen. Auch in diesem Sinne muss man dieses
    Wort Christi deuten: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
    sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.“
    (Mt4,4) Was das irdische Dasein weit übertrifft sind:

    Gott, Glaube, Kirche, usw. Das sind Realitäten, an denen wir
    unser Leben immer wieder ausrichten müssen wie an
    einem Kompass. „Es ist eine durch die Erfahrung bestätigte
    Tatsache, dass den Exerzitien des hl. Ignatius eine große Kraft innewohnt
    zur Überwindung all der Schwierigkeiten, durch die diemenschliche
    Gesellschaft heute überall bedrängt wird.“

    (Pius XI.
    Apost. Konstit. Summorum Pontificum)


    AUSZUG AUS:

    https://fsspx.de/sites/sspx/files/kompass_2017.pdf

  • DIE HÄRESIE DER HÄRESIEN




    Franziskus sagt es wieder: Die Vielfalt der Religionen „ist ein menschlicher Reichtum“
    (Rom) Im Zuge der Vereidigung der neuen Schweizer Gardisten empfing Papst Franziskus die Gardeangehörigen samt ihren Familien. Dabei wiederholte er einen Irrtum, den er angeblich korrigiert haben soll.

    Der 6. Mai 1527 ist der Heldentag der Päpstlichen Schweizer Garde. An diesem Tag fielen 147 Gardisten bei der Verteidigung des Papstes im Kampf gegen die Deutschen Landsknechte und andere Söldner, die Rom angriffen und plünderten. Die Vereidigung der traditionsreichen Truppe ist ein farbenprächtiges Schauspiel, das weltweites Interesse findet. In die Garde können nur Schweizer Bürger katholischen Glaubens eintreten, die in der Schweiz bereits ihren Wehrdienst geleistet haben. Die Gardisten sind keine Armee der Kirche oder des Vatikans, sondern eine Leibwache. Ihr Auftrag ist es, den Papst mit ihrem Leben zu verteidigen.

    Rund um den Vereidigungstag empfängt der Papst traditionell die Gardisten und ihre Familien in Audienz. 2019 geschah dies am vergangenen Samstag, den 4. Mai. In seiner Rede an die Schweizer pries der Papst erneut die „Häresie der Häresien“, indem er die „Vielfalt der Religionen“ als „menschlichen Reichtum“ bezeichnete.

    Franziskus sagte:

    „Ihr habt aber auch die Gelegenheit, gesunde Freundschaften aufzubauen und Euch im Respekt für die Besonderheiten und die Ideen anderer zu üben, indem Ihr lernt, im anderen einen Bruder und einen Gefährten zu erkennen, mit dem ihr in Ruhe ein Stück des Weges teilen könnt. Das wir Euch helfen, in der Gesellschaft mit der richtigen Haltung zu leben, indem ihr die kulturelle, religiöse und soziale Vielfalt als menschlichen Reichtum und nicht als Bedrohung erkennt. Das ist besonders wichtig in einer Welt, die große Volks- und Menschenbewegungen erlebt wie noch nie, die auf der Suche nach Sicherheit und einem würdigen Leben sind.“

    Schleifspuren des religiösen Relativismus
    Es ist nicht das erste Mal, daß Franziskus die „religiöse Vielfalt“ lobt. Den Auftakt machten am 1. Oktober 2013 ein sich seither vielfach wiederholender Angriff gegen „Proselytenmacherei“, womit in Wirklichkeit der Missionsauftrag der Kirche untergraben wird. Seinem atheistischen Freund Eugenio Scalfari versicherte er, ihn „nicht bekehren“ zu wollen.
    Im Vatikan herrscht unter Franziskus ein Wettlauf darum, wer den Missionsauftrag mehr einschränkt. Kardinal Kurt Koch erklärte im Mai 2016, die Kirche habe „die Mission, die Menschen aller nicht-christlichen Religionen außer dem Judentum zu bekehren“. Keine Judenmission? Davon sagte Jesus nichts, im Gegenteil, da er selbst alle Apostel aus dem Kreis der Juden erwählte. Kurz darauf ruderte Vatikansprecher Lombardi (im Auftrag von Papst Franziskus?) auch bei der Muslimmission zurück. Keine Judenmission? Keine Muslimmission?
    Ein besonders eklatantes Beispiel war das synkretistische „Video vom Papst“ im Januar 2016, wo Christen, Juden, Muslime und Buddhisten auf eine Stufe gestellt und als „Kinder Gottes“ angesprochen wurden. Jesus Christus war neben Menorah, muslimischer Gebetskette und Buddha nur mehr einer unter verschiedenen Wegen „zu Gott“ und „zur Liebe“.
    Wenige Monate später bezeichnete Franziskus am 24. April 2016, beim Earth Day der Fokolarbewegung, daß es „nicht wichtig“ sei, zu welcher Religion ein Mensch gehöre.
    In Abu Dhabi unterzeichnete er am 4. Februar 2019 mit dem Großimam al-Azhar ein Dokument über die „menschliche Brüderlichkeit“, das religiösen Relativismus atmet und deshalb die Freimaurer vor Begeisterung öffentlich jubeln ließ. Franziskus ließ das von ihm unterzeichnete Dokument allen katholischen Universitäten und Bildungseinrichtungen zukommen, damit sie es im Sinne einer Richtlinienvorgabe studieren.
    Am vergangenen Wochenende besuchte Franziskus Bulgarien und Nordmazedonien, wo er in Variationen sagte, die Schönheit dieser Länder sei der „religiösen Vielfalt“ geschuldet.
    Ein solches Verhalten erstaunt aus dem Mund des Papstes, der berufen ist, bis an die Enden der Erde die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkünden.

    Die umstrittenste Stelle des Dokuments von Abu Dhabi lautet:

    „Der Pluralismus und die Verschiedenheit der Religion, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache entsprechen dem weisen, göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.“

    Der österreichische Philosoph Josef Seifert sprach am 8. März von der „Häresie der Häresien“, denn:

    Die Häresie der Häresien
    „Wie kann Gott Religionen wollen, die die Gottheit Christi und seine Auferstehung leugnen?“

    Mit der Erklärung von Abu Dhabi werde, so der Philosoph, nicht nur das Christentum als wahre Religion verworfen, sondern bedeute „das Ende des Christentums“. Mit der Erklärung habe Franziskus den Relativismus auf die Spitze getrieben.

    Bischof Athanasius Schneider, einer der mutigsten Bischöfe unserer Zeit, sagte in einer Klarstellung zum Dokument:

    „Die Vielfalt der Religionen ist nicht gottgewollt. Die christliche Religion ist die einzig gültige Religion und der einzige von Gott gewollte Glaube“.

    Bischof Schneider sprach Franziskus beim Ad-limina-Besuch der kasachischen Bischöfe am 1. März direkt auf die skandalöse Passage im Abu-Dhabi-Dokument an. So direkt konfrontiert, räumte Franziskus ein, daß der Satz „in einem direkten Vergleich“ mißverständlich sein könnte. Da Schneider die Antwort des Papstes publik machte, schrieben einige Medien, der Papst habe sich „korrigiert“. Inzwischen steht fest, daß Franziskus es gar nicht ernst meinte, denn er wiederholte dieselbe Aussage, zuletzt mehrfach in den vergangenen Tagen. Zuerst in Rom, dann in Bulgarien und Nordmazedonien.

    Die kontinuierlichen, seit Jahren andauernden Wiederholungen bestätigen, daß es sich nicht um „eine Eintagsfliege“ handelt, sondern um einen konstitutiven Teil im Denken von Papst Franziskus. Dieses Denken wurde in der Neuzeit von den Freimaurern entwickelt und faktisch nur von ihnen vertreten. Eine beklemmende Tatsache, denn was will uns das sagen? Wird die dahinterstehende Grundtendenz zu Ende gedacht, scheint man unweigerlich auf die Idee einer Eine-Welt-Religion oder Welteinheitsreligion zu stoßen. Was also will Papst Franziskus damit bezwecken?

    Franziskus sprach am 4. Mai zu den Schweizern von „einer Welt, die große Volks- und Menschenbewegungen erlebt wie noch nie“. Kritiker werfen dem Kirchenoberhaupt aber vor, kein neutraler Sachwalter der „heutigen Herausforderungen“ zu sein, sondern selbst einer der maßgeblichsten Förderer und Propagandisten der „großen Volks- und Menschenbewegungen wie noch nie“ zu sein. Alles spricht dafür, daß Papst Franziskus weltweit auch der einflußreichste Förderer und Verfechter des religiösen Relativismus ist. Da ihm nicht unterstellt werden kann, die Religionen auslöschen zu wollen, bleibt als plausible Annahme kaum mehr als die schockierende Vorstellung einer Welteinheitsreligion, deren Sprecher Franziskus oder ein Nachfolger sein könnte. Diese Annahme deckt sich mit den politischen Globalisierungsbestrebungen.

    Prof. Seifert forderte Franziskus bereits Anfang März auf, die Erklärung von Abu Dhabi umgehend zu widerrufen, weil sie „die Summe aller Häresien enthält“:

    Quelle: katholisches.info Bild: Vatican.va (Screenshot)

    http://corjesu.info/wordpress/?p=9075

    WEITERE INFO:
    http://www.kath.net/news/70548


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Auslegung des hl. Evan...




    Ostersonntagsmesse 2020 im überlieferten röm. kath. Ritus

    http://corjesu.info/wordpress/wp-content...pped-header.jpg
    VIDEO Priesterseminar Herz Jesu, FSSPX

    Predigt von H.H. Pater Franz Schmidberger, FSSPX Quelle: PIUSFILM, FSSPX

    Tagesevangelium 15.04.2020

    Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,11-18

    http://corjesu.info/wordpress/?p=12683
    Hier zum Nachhören

    In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
    Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
    Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

    Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

    http://corjesu.info/wordpress/?p=12687

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    Fort, ihr Sorgen aus dem Herzen,
    Die ihr meine Ruhe stört!
    Fort mit allem, was die Schmerzen
    Nur noch nähret und vermehrt!
    Höre, was der Weise spricht:
    Denke nach und sorge nicht!

    Laß den Unglückssturm nur toben;
    Alles hat sein Maß und Ziel.
    Bald wirst du die Vorsicht loben;
    Fasse dich indessen still!
    Denk`, dies hat der Herr getan:
    Füge dich und bet` ihn an!

    Laß den lieben Gott nur walten:
    Oh, wer sorgt so väterlich? –
    Der mich schuf, kann mich erhalten;
    Denke so und tröste dich!
    Denke was uns Gott verspricht:
    Freue dich und sorge nicht!

    Höre auf, dein Herz zu plagen;
    Gott sieht deinen Leiden zu.
    Trage gern, was du musst tragen,
    Gott hilft dir, was fürchtest du?
    Höre, was dir Gott verspricht:
    Ich will helfen; sorge nicht!

    Leide gern und denk` im Leiden,
    Daß dein Gott die Liebe sei;
    Auch im Kreuz dien` ich mit Freuden;
    Leid`- und lebe sorgenfrei.
    Sage Gott, was dir gebricht,
    Er ist Vater, sorge nicht!

    Sorge nicht, wie Heiden sorgen,
    als wenn keine Vorsicht wär`;
    Denke, Gott ist nichts verborgen,
    Alles kommt von oben her,
    Gott schickt Finsternis und Licht,
    Gott regieret; sorge nicht!

    Nie soll dich ein Zufall kränken;
    Gott ist es, der alles tut;
    Gott kann alles anders lenken,
    Er ist mächtig, weise, gut.
    Gott ist Herr; hör`, was er spricht;
    Gott kann alles; sorge nicht!

    Laß die Tugend unterliegen,
    Endlich siegt die Wahrheit doch:
    Laß sogar das Laster siegen;
    Denk`, der alte Gott lebt noch.
    Gott geht selbst in das Gericht;
    Warte nur und sorge nicht!

    Laß` die Welt zugrunde gehen;
    Halt` dich an der Wahrheit fest:
    Ewig muss der Mensch bestehen,
    Der vom Herrn sich führen läßt.
    Gott sei deine Zuversicht;
    Glaub` an ihn, und sorge nicht!

    Fürcht` dich nicht vor Welt und Hölle,
    Gott steht den Gerechten bei;
    Weiche nicht von deiner Stelle,
    Bleibe stets der Wahrheit treu!
    Tu` vor Gottes Angesicht
    Deine Pflicht, und sorge nicht!

    Sollte dich der Herr auch töten,
    Hoffe doch, hoff` immerfort,
    Sieh` auf ihn in allen Nöten,
    Glaub` und traue seinem Wort!
    Auch wenn alles sinkt und bricht,
    Hoffe fest, und sorge nicht!

    Sei nur ruhig; laß geschehen,
    Was dein Gott so haben will;
    Bald wirst du das Ende sehen;
    Leid` indessen sanft und still!
    Blicke nur im Glaubenslicht
    Weiter hin, und sorge nicht!

    Herr, dir laß` ich alles über;
    Mache nur, was dir gefällt;
    Was du willst, das ist mir lieber,
    Dir sei alles heimgestellt.
    Mir ist nur um meine Pflicht;
    Anders sorgt der Weise nicht.

    Nihil obstat.

    J. Desfossez, libr. Censor.

    Imprimatur:
    Friburgi Helv., die 18 aprilis 1940.
    L. Waeber, vic. Gen.


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Ausdauer im Gebet




    Litaneien von der hochheiligen Dreifaltigkeit

    Erste Litanei

    Herr, erbarme Dich unser.
    Christe, erbarme Dich unser.
    Herr, erbarme Dich unser.
    Christe, höre uns.
    Christe , erhöre uns.

    Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser
    Gott Sohn, Erlöser der Welt,
    Gott heiliger Geist,

    Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser.
    O ungeborner Vater,
    O eingeborner Sohn,
    O heiliger Geist, der Du von dem Vater und dem Sohne ausgehest,

    Heiligste Dreifaltigkeit, die Du Alles erschaffen hast und regierest,
    Du unermessene Macht des Vaters,
    Du unbegreifliche Weisheit des Sohnes,
    Du unendliche Güte des heiligen Geistes,
    Du einige Gottheit in drei Personen,
    Du Herr der Heerscharen,
    Du heiliger, starker, unsterblicher Gott,
    Du ewiger König aller Zeiten,
    Du allgegenwärtiger und ewiger Gott,
    Du wunderbarlicher Gott aller Dinge,

    Sei uns gnädig, erhöre uns, allerheiligste Dreieinigkeit.
    Sei uns gnädig, erlöse uns, allerheiligste Dreieinigkeit.

    Von allem Übel, erlöse uns.
    Von aller Sünde,
    Von deinem Zorne,
    Vom jähen und unversehenen Tode,
    Von den Nachstellungen des Teufels,
    Von allem bösen Willen,
    Von dem Geiste der Unkeuschheit ,
    Vom Blitz und Ungewitter,
    Von dem ewigen Tode,
    Durch deine starke Allmacht,
    Durch deine unendliche Weisheit,
    Durch deine süße Gütigkeit,
    Durch deine vielfältige Barmherzigkeit ,
    Durch deine unergründliche Herrlichkeit,

    Sei uns gnädig, verschone uns, allerheiligste Dreieinigkeit.
    Wir arme Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns.
    Daß wir deinen heiligen Namen preisen und ehren mögen, wir bitten Dich, erhöre uns.
    Daß wir Dir in Gerechtigkeit dienen mögen,
    Daß wir deine heiligen Gebote erfüllen mögen,
    Daß wir Dich aus ganzem Herzen und den Nächsten wie uns selbst lieben mögen,
    Daß wir der Anschauung deiner Herrlichkeit teilhaftig werden mögen,

    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone unser, o Herr.
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr.
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt , erbarme Dich unser, o Herr.

    Gebet der Kirche.

    Allmächtiger, ewiger Gott, der Du deinen Dienern verliehen hast, in der Erkenntnis des wahren Glaubens die Ehre und die Herrlichkeit der ewigen Dreieinigkeit zu erkennen und in der Macht der Majestät in Ewigkeit anzubeten: wir bitten Dich, daß wir durch Beständigkeit desselben Glaubens wider alle Widerwärtigkeiten jederzeit beschützet werden; durch Christum unsern Herrn. Amen.

    aus: Vollständiges Betrachtungs- und Gebetbuch von dem heiligen Alphonsus Maria von Liguori, 1856, S. 539 – S. 541

    Zweite Litanei zur heiligsten Dreifaltigkeit.

    Herr, erbarme Dich unser!
    Christus, erbarme Dich unser!
    Herr, erbarme Dich unser!
    Christus, höre uns!
    Christus, erhöre uns!

    Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
    Gott Sohn, Erlöser der Welt,
    Gott heiliger Geist,
    Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
    Gott, einfach in der Natur,
    Gott, dreifach in den Personen,
    Gott Vater, Sohn und heiliger Geist,
    Gott Vater, allmächtiger Schöpfer und Erhalter aller Dinge,
    Gott Sohn, Du liebevollster Erlöser der sündigen Welt,
    Gott heiliger Geist, Du Leben und Trost der Gläubigen,
    Heiliger, starker, unsterblicher Gott,
    Unerforschliche Dreieinigkeit,
    Du allein anbetungswürdige Gottheit,

    Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr!
    Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr!

    Vor allen Übel, bewahre uns, o Herr!
    Vor aller Sünde,
    Vor Stolz und Hochmut,
    Vor aller Unmäßigkeit und Anhänglichkeit an die zeitlichen Güter,
    Vor allem Unglauben und Aberglauben,
    Vor aller Trägheit des Geistes,
    Vor aller Unlauterkeit des Herzens,
    Durch Deine ewige Allmacht,
    Durch Deine unendliche Weisheit,
    Durch den Reichtum Deiner Liebe,
    Durch Deine unermeßliche Geduld und Langmut,
    Durch Deine unerschöpfliche Barmherzigkeit,
    Am Tage des Gerichtes,

    Wir arme Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

    Daß Du den Glauben an dies hochheilige Geheimnis in uns beleben wollest,
    Daß Du uns vor allem eiteln Grübeln über dasselbe verwahren wollest,
    Daß Du unsere Hoffnung, Dich in der Ewigkeit zu schauen, befestigen wollest,
    Daß Du unsere Liebe zu Dir entzünden wollest,
    Daß Du uns in der Andacht zu diesem hochheiligen Geheimnis bekräftigen wollest,
    Daß Du uns im Gehorsam gegen Deinen heiligen Willen erhalten wollest,
    Daß Du uns immer tiefer in die Erkenntnis Deines Namens einführen wollest,
    Daß Du uns zu einem Dir wohlgefälligen Opfer zubereiten wollest,
    Daß Du uns endlich in Deine himmlische Seligkeit aufnehmen wollest,
    Heiligste Dreieinigkeit,

    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr!

    Heiligste Dreieinigkeit, erhöre uns!
    Vater unser etc.:

    Lasset uns lobpreisen den Vater, den Sohn und den heiligen Geist!
    Lasset uns loben und erheben in Ewigkeit die heiligste Dreieinigkeit!

    Herr, erhöre unser Gebet!
    Und laß unser Rufen zu Dir kommen!

    Laßt uns beten!

    Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns, Deinen Dienern, die Gnade verliehen hast, daß wir im Lichte des wahren Glaubens die Herrlichkeit der ewigen Dreieinigkeit erkennen, und in Deiner allmächtigen Majestät die Einheit Deines Wesens anbeten können, wir bitten Dich, verleihe gnädig, daß wir in der Kraft dieses Glaubens in allen Widerwärtigkeiten der Tugend treu verbleiben und durch Nichts in der Welt von Dir geschieden werden mögen, durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn, der mit Dir und dem heiligen Geiste als gleicher Gott lebet und regieret von Ewigkeit
    zu Ewigkeit! Amen.

    aus: M. W. Sattler, Litaneien-Kranz, vollständige Sammlung der in der katholischen Kirche gebräuchlichen Litaneien, 1866, S. 62 – S. 64

    https://katholischglauben.info/litanei-z...dreifaltigkeit/

    Liebe Grüße, Blasius



  • Papst beim Urbi et orbi: „Ansteckung“ der christlichen Hoffnung

    Hoffnung statt Angst, Solidarität statt Egoismus: Dazu hat der Papst beim traditionellen Segen Urbi et orbi mit Blick auf die Corona-Krise aufgerufen. Franziskus erneuerte seinen Appell zu einem weltweiten Waffenstillstand und schlug angesichts der Pandemie die Aufhebung von internationalen Sanktionen und einen Schuldenerlass für arme Länder vor. Inmitten der Virus-Krise sprach Franziskus von einer „Ansteckung“ der christlichen Hoffnung.
    Anne Preckel – Vatikanstadt

    Kein Meer von Pilgern und Blumen auf dem Petersplatz gab es am diesjährigen Ostersonntag mit Papst Franziskus. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Ostermesse in den Petersdom verlegt worden und fand ohne Besucher statt. Seine Osterbotschaft verkündete Franziskus vor dem Petrusgrab, wo er danach auch den traditionellen Segen Urbi et orbi erteilte.

    „Gleichgültigkeit, Egoismus, Spaltung und Vergessen sind wahrlich nicht die Worte, die wir in dieser Zeit hören wollen“, sagte der Papst in seiner Botschaft. „Wir wollen sie aus allen Zeiten verbannen! Sie scheinen besonders dann die Oberhand zu bekommen, wenn Angst und Tod in uns dominieren, das heißt wenn wir den Herrn in unseren Herzen und in unserem Leben nicht siegen lassen.“


    Folgen der Corona-Pandemie

    Die Corona-Pandemie stelle die Menschheit auf eine harte Probe, so der Papst. Die ganze Welt leide darunter und müsse gemeinsam dagegen vorgehen. Franziskus erinnerte an die Folgen der Virus-Krise für die Ärmsten und Menschen ohne Schutz, wie Obdachlose und Flüchtlinge:

    „Diese Zeit erlaubt keine Gleichgültigkeit“, formulierte der Papst: „Lassen wir nicht zu, dass es ihnen an den lebensnotwendigen Dingen fehlt, die jetzt aufgrund der vielen Schließungen nur schwer zu finden sind, ebenso wie auch Medikamente und eine angemessene Gesundheitsversorgung.“

    Damit alle Staaten der Welt ihre Bürger in der Krise angemessen schützen können, müssten gegebenenfalls auch internationale Sanktionen aufgehoben und den ärmsten Ländern „teilweise oder sogar ganz“ Schulden erlassen werden, so Papst Franziskus.

    Solidarität statt Spaltungen

    „Diese Zeit erlaubt keinen Egoismus“, richtete er dann einen Appell speziell auch an Europa. Rivalitäten der Vergangenheit seien nach dem Zweiten Weltkrieg durch konkrete Solidarität überwunden worden, erinnerte Franziskus, dahinter dürfe man jetzt nicht zurückgehen:

    „Die Europäische Union steht heute vor einer epochalen Herausforderung, von der nicht nur ihre Zukunft, sondern die der ganzen Welt abhängt. Lasst uns nicht die Gelegenheit versäumen, einen weiteren Beweis der Solidarität zu erbringen, auch wenn wir dazu neue Wege einschlagen müssen. Als Alternative bleibt sonst nur ein Egoismus der Einzelinteressen und die Versuchung, in die Vergangenheit zurückzukehren, und das Risiko in Kauf zu nehmen, dass das friedliche Zusammenleben und die Entwicklung künftiger Generationen auf eine harte Probe gestellt werden.“

    Video von 2016

    https://youtu.be/ql1isLQcJD4

    In einer Minute: Der Urbi et Orbi 2020

    https://youtu.be/ngBlSg1B6V4

    Weltweiter Waffenstillstand
    Angesichts von Kriegen und Spannungen in der Welt rief der Papst zu einem unverzüglichen weltweiten Waffenstillstand auf. Franziskus hatte sich bereits Ende März einem entsprechenden Appell von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres angeschlossen. „Diese Zeit erlaubt keine Spaltungen“, erneuerte Franziskus seinen Friedensappell an diesem Ostersonntag angesichts der Corona-Krise.

    „Der lange und blutige Krieg in Syrien, der Konflikt im Jemen und die Spannungen im Irak sowie im Libanon müssen endlich ein Ende haben. Israelis und Palästinenser müssen endlich wieder den Dialog aufnehmen, um eine stabile und dauerhafte Lösung zu finden, die beiden ein Leben in Frieden ermöglicht“, so der Papst. Auch für die Ost-Ukraine und verschiedene Länder Afrikas, die unter Terroranschlägen leiden, bat er um Frieden. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise in Venezuela forderte Franziskus „konkrete und sofortige Lösungen“, um internationale Hilfen für die notleidende Bevölkerung zu ermöglichen.

    Schutz für Flüchtlinge und Vertriebene

    Auch lenkte der Papst den Blick auf humanitäre Krisen und Notstände sowie die zahlreichen Vertriebenen in der Welt, die in der Corona-Krise weniger Aufmerksamkeit finden: „Diese Zeit erlaubt kein Vergessen“, schärfte er ein und erinnerte an Notleidende in Asien und Afrika, darunter in Cabo Delgado im Norden Mosambiks, sowie an die zahlreichen Flüchtlinge, „unter denen sich zahlreiche Kinder befinden und die unter unerträglichen Bedingungen leben, insbesondere in Libyen und an der griechisch-türkischen Grenze“. Auch die Insel Lesbos erwähnte der Papst an dieser Stelle.

    „In meinen Gedanken bin ich heute vor allem bei denjenigen, die unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind: bei den Kranken, Verstorbenen und Familien, die um ihre Angehörigen trauern, von denen sie sich bisweilen nicht einmal verabschieden können.“

    Im Zuge der Pandemie habe sich das Leben von Millionen Menschen schlagartig verändert, ging der Papst auf die Folgen der Krise im Alltag ein. Allen Betroffenen bekundete Franziskus seine Nähe: Kranken, Verstorbenen und deren Familien, Alten und Alleinstehenden, aber auch Menschen in prekären Lebenslagen wie Häftlingen und Arbeitslosen. Die Politik müsse sich aktiv für das Gemeinwohl aller Bürger einsetzen und ihnen, zu gegebenem Zeitpunkt, die Rückkehr in den gewohnten Alltag garantieren.

    Dank und Nähe für alle Betroffenen

    Ärzte, Krankenpfleger und Pfleger, die sich heute „nicht selten bis zum Opfer der eigenen Gesundheit“ für ihre Mitmenschen einsetzen, leisteten in der Corona-Krise einen kostbaren Dienst, betonte der Papst. Für sie erbat Franziskus „Kraft und Hoffnung“. Ebenso dankte er Ordnungskräften und dem Militär, „die in vielen Ländern dazu beigetragen haben, die Schwierigkeiten und Leiden der Bevölkerung zu lindern.“

    In vielen Ländern sei es derzeit nicht möglich, die Sakramente wie etwa die Kommunion und Beichte zu empfangen, ging Franziskus auf die massiven Einschränkungen im kirchlichen Leben ein. Christen ermutigte er vor diesem Hintergrund dazu, im Gebet Trost zu suchen und sich dabei der kirchlichen Gemeinschaft verbunden zu fühlen.

    Dem Corona-Virus setzte der Papst in seiner Osterbotschaft die „Ansteckung der christlichen Hoffnung“ entgegen: die gute Nachricht von Christi Auferstehung, die sich „von Herz zu Herz“ verbreitete, könne auch in dieser Krise Hoffnung spenden, betonte der Papst. Und er bat darum, dass alle Menschen diese Gnade erfahren: „Er, der den Tod bereits besiegt hat und uns den Weg zum ewigen Heil eröffnet hat, vertreibe die Schatten unserer armen Menschheit und führe uns hin zu dem herrlichen Tag, der keinen Abend kennt.“


    Traditioneller Segen Urbi et Orbi
    Den traditionellen Segen Urbi et orbi, „der Stadt und dem Erdkreis“, erteilte der Papst am Ostersonntag nicht, wie sonst üblich, von der Mittelloggia des Petersbasilika aus, sondern im Petersdom selbst. Nach seiner Osterbotschaft verlas der mit einer weißgoldenen Stola bekleidete Papst die lateinische Segensformel vor der sogenannten Confessio, dem Petrusgrab. Verbunden damit ist ein vollkommener Ablass.

    Wegen der Pandemie hatte Franziskus den Segen Urbi et orbi außerplanmäßig bereits am 27. März gespendet. Die Bilder vom Papst, der allein bei strömenden Regen vor dem Petersdom stand, gingen um die ganze Welt.

    ERGÄNZT: Segen Urbi et orbi außerplanmäßig bereits am 27. März

    https://youtu.be/mnzTIGpYxdA


    (vatican news – pr)


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Leiden, Tod und Auf...



    Wahre Liebe ist eine Größe, die sich immer
    und vorbehaltlos verschenken kann ohne abzunehmen.

    Sie ist lebendige Gabe.
    Sie erwartet nicht einmal Gegenliebe.
    Sie liebt.
    Und indem sie liebt, vermehrt sie sich.
    Es gibt keinen größeren Reichtum als die Liebe. Sie steht über allem.
    Als sie am Kreuz aufgerichtet wurde, wurde die Liebe zum höchsten, zum leuchtendsten Zeichen, das Gott sichtbar für die ganze Schöpfung zum herrlichsten Bild seiner Liebe erkor.
    Erhebt eure Augen zu diesem Zeichen. Wie kein anderes ragt es von der Erde in den Himmel und verbindet beide in ihrem Mittelpunkt, in ihrem Herzen.
    Diese Herz, es breitet seine Arme weit hin über die gesamte Schöpfung und schließt alles Lebendige zusammen im allumfassenden Pulsschlag göttlicher Liebe.
    Werdet nicht müde, Tag für Tag meiner Liebe entgegen zu streben.
    Breitet auch ihr eure Arme und weitet euer Herz und folgt mir nach in froher Hingabe und in gläubigem Vertrauen.

    Quelle: Durch seine Wunden seid ihr Geheilt!
    Gebete und Betrachtungen zur Verehrung der heiligen Wunden Jesu – Verlagsdruckerei Josef Kral, 93326 Abensberg
    Benno Hofschulte


    Liebe Grüße, Blasius

  • Liebe, dann tue, was du willst“Datum12.04.2020 20:49
    Thema von Blasius im Forum Leiden, Tod und Auf...



    Durch Christus eröffnet sich der Weg zur Freiheit. Die Christliche Berufung zündet ein Licht an, das die wahre Bedeutung des Lebens erkennen lässt und jene große Liebe weckt, die bei Christus die freiwillige Hingabe des Lebens zur Rettung (aller) Menschen bewirkt und die bei allen, die Ihm nachfolgen, die gleiche Bereitschaft hervorruft. Diese Liebe lässt auch bewusst mit ganzen Herzen und allen Kräften die Gebote Gottes und alle Weisungen, die wir von Ihm empfangen haben, ergreifen.

    „Darum liebe ich Deine Gebote mehr als Rotgold und Weißgold“ (Ps. 119, 127), heißt es schon im Psalm. Das widerspricht nicht dem Wort des hl. Augustinus:

    „Liebe, dann tue, was du willst“, sondern bestätigt es. Das geöffnete Herz Christi ist die größte Offenbarung:
    Es zeigt uns, bis zu welchem Maße Gott uns liebt und zu welcher Liebe Gott ein menschliches Herz befähigt. Aus diesem Herzen strömen Blut und Wasser, Leben und Gnade hervor. Es ist die Quelle, die uns neu macht und uns, verbunden mit einer bleibenden Fruchtbarkeit, den wahren Frieden vermittelt.

    Dr. Klaus König, Bischof der Diözese Feldkirch, Österreich

    Quelle: Fatima Ruft – Heft Nr. 128 – Dezember 1993. Auf ein Wort.

    Benno Hofschulte

    (aller) in Klammer gesetzt- Blasius
    und die bei allen, die Ihm nachfolgen,

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    Mater Dolorosa, von Luis de Morales,um 1570

    Dem mittelalterlichen Gebet „Stabat mater“, lange stiefmütterlich behandelt,
    wuchs gerade im 19. Jahrhundert eine große Popularität zu, als mit der
    „Industriellen Revolution“ eine neue Unsicherheit in Arbeits- und Familienleben Einzug hielt –
    ähnlich wie dies heutzutage durch die „Digitale Revolution“ geschieht.

    Die Maschine entwertete traditionelle menschliche Arbeit und stürzte viele Familienernährer ins Elend.
    Neue Ideen der Aufklärung, die im Gefolge der Französischen Revolution bis in die letzten Winkel Europas sich ausbreiteten, setzten das christliche Familienideal unter Druck. Um in dieser aus den Fugen geratenden Welt noch Halt zu finden, antworteten viele Gläubige darauf mit einer noch stärkeren Hinwendung zu Gott. Das Leid an der hoffnungslosen Welt konnten sie nur noch ertragen als Teilhabende am himmlischen Leid.

    Die Gottesmutter Maria leidet die in ihrer mütterlichen Fürsorge unermesslich an dem Verlust ihres Sohnes – und bewahrt doch Haltung. Dies gelingt ihr, weil sie sich in der Ewigkeit des Jenseits aufgehoben fühlt und gewiss ist, dass auch sie dereinst dort aufgenommen wird.

    Die beruhigende und Hoffnung weckende Kraft des Gebetes lässt den Leidenden Unvorstellbares aushalten.
    So paradox es klingt: Erst indem wir uns dem Leid in seiner ganzen Intensität stellen, können wir uns davon lossagen. Lasset uns beten, voller Hingabe, wie die leidende Gottesmutter Maria!

    Bei dem Kreuz’ mit nassen Wangen,
    Wo ihr lieber Sohn gehangen,
    Stand die Mutter in der Pein;
    Und in dem beklemmten Herzen
    Drangen Trau’r und Todesschmerzen,
    Gleich dem Dolche, grausam ein.

    O wie kläglich, wie betrübet
    Stand des Sohn’s, den sie geliebet,
    Auserwählte Mutter da!
    Trau’r und Schmerz hat sie befallen,
    Da sie in so großen Qualen
    Ihren liebsten Jesus sah.

    Wer soll bei so harten Peinen
    Nicht mit dieser Mutter weinen?
    Wer nicht fühlen ihre Noth?
    Wer erwäget ohne Schauer
    Der verwais’ten Mutter Trauer
    Über ihres Sohnes Tod?

    Jesus sah sie hart gebunden
    Und zerfleischt mit tausend Wunden
    Für des Volkes Missethat;
    Sah den Sohn verschmäht, verlassen.
    Alles Trost’s beraubt erblassen,
    Den sie so geliebet hat.

    Gib, o Mutter, Quell’ der Liebe!
    Daß ich mich mit dir betrübe;
    Mit dir leiden sey mein Lohn.
    Gib, daß ich vor Liebe brenne,
    Daß mein Herz sich einzig sehne
    Nur nach Jesus, deinem Sohn’.

    Drücke deines Sohnes Wunden,
    Wie du selbst sie hast empfunden,
    Tief in meinem Herzen ein.
    Jesus war für mich in Banden,
    Hat den Kreuztod ausgestanden:
    Theile mit mir Seine Pein.

    Laß mich mit dir wahrhaft klagen
    Und mit Jesus Mitleid tragen,
    Bis mein Geist vom Leibe scheid’t.
    Mich zu dir zum Kreuze stellen,
    Und im Jammer zugesellen,
    Ist nun einzig meine Freud’.

    Jungfrau, Zierde der Jungfrauen,
    Du mein Trost und mein Vertrauen!
    Sieh, ich bringe dir mein Herz.
    Dieses sollen nun zerschneiden
    Deines Sohnes Tod und Leiden,
    Deine Qualen und dein Schmerz.

    Nichts soll mich von Jesus scheiden;
    Bei dem Kreuz’, im Tod’ und Leiden
    Bleib’ ich Ihm aus Liebe treu.
    Daß Er nicht zur Höllenflamme
    Mit den Sündern mich verdamme,
    Steh’ mir, milde Jungfrau! bei.

    Laß, o Mutter! Gnad’ mich finden,
    Und Verzeihung meiner Sünden
    Durch des Sohnes Kreuz und Tod.
    Wann die Seel’ vom Leib’ wird scheiden,
    Ruf” mich zu den Himmelsfreuden,
    Führe mich zu meinem Gott!

    Übersetzung des Gebetes aus dem
    Lateinischen von Joseph Stark,
    Priester an St. Salvator, Augsburg 184

    10.04.2020 Benno Hofschulte

    Liebe Grüße, Blasius




  • Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,



    Ein schwerer Gang


    Die österliche Zeit wird ersehnt von vielen, aber auch gefürchtet von einigen. Warum? Weil ein schwerer Gang bevorsteht, weil man niederknien muss auf dem harten Holz des Beichtstuhls, weil man seine Sünden bekennen soll vor dem Priester, weil man sein böses Tun bereuen und das Versprechen geben muss, ein ordentlicher Mensch und Christ zu sein. Ist das so schlimm?

    Hast du nicht vielleicht schon einen schweren Gang gemacht vor Gericht? Du warst unschuldig und doch hattest du Angst. Ist das ein angenehmer Gang, den du zuweilen machen musst zum Steuereinnehmer, der auch allerhand neugierige Fragen stellt und Antworten wissen will über die Geheimnisse deines Vermögens und Einkommens?

    Ist es nicht so ganz anders, wenn du gehst deine Ostern zu halten? Keine Polizei, kein Gendarm. Kein Beamter holt dich. Nein, aus freier Überzeugung sollst du gehen. Und du sollst nicht bloß deine Last dort lassen im Beichtstuhl. Es werden nicht bloß deine Sünden ewig ausgelöscht und vergessen, wenn du beichtest. Nein, du wirst dort noch etwas holen und mit heimbringen, das Glück und den Frieden deiner Seele.

    Kehre wieder heim! Laut und feierlich laden die Osterglocken
    zum Empfang der heiligen Ostersakramente ein.


    Es ist eine große Verantwortung, das Ostergebot zu missachten. Jahre ohne die Gnade zuzubringen und für die Ewigkeit zu verlieren.

    Gottes Langmut ist begrenzt durch seine Heiligkeit und Gerechtigkeit.
    Mit der Gnade Gottes lässt sich nicht spielen, sie ist durch Jesu blutigen Opfertod erworben, wenn du sie jetzt von dir weisest, bist du nicht sicher, ob du später noch Zeit und Gelegenheit dazu hast. Kehre wieder heim in dieser Osterzeit, zum Vaterhaus der Kirche, zur Liebe Jesu – und wäre es nach langen Jahren.

    „Deinem geistlichen Führer öffne das Innere mit vollem Vertrauen, wie der Sohn dem Vater, und wie der Kranke dem Arzte sein Übel verrät.“ (Hl. Franz von Sales)

    Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle S.J. – Hrsg. Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V. – Frankfurt am Main

    12.04.2020 Benno Hofschulte

    Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt .joh.1.9

    Ein gesegnetes und frohes Osterfest wünscht- Blasius

  • https://www.ewtn.de/


    https://www.ewtn.de/livestream


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    Was sagt die Kirche?
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    Liebe Grüße, Blasius

  • Deu...Datum11.04.2020 21:52
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Deu...

    .
    Deutschland betet gemeinsam (7)
    .

    Lieber Katholik28,

    es stimmt dass es mit Aquila und mir zwischendurch zu einer Auseinandersetzung

    bezüglich der Inhalte einiger meiner Beiträge kam,

    welche nicht der Ausrichtung dieses Forums entsprachen.

    Dies geschah immer mit dem gebührenden Anstand und Achtung.

    Es gab Wochen in denen Aquila im Forum abwesend war

    und meine Beiträge in dieser Zeit- von Aquila gelobt wurden

    als er wieder anwesend war, wenn ich das erwähnen darf.

    Des weiteren sind die Zusprüche und die Bestätigung der von mir eingestellten

    Beiträge in der Überzahl im vergleich zu einer Ablehnung welche

    in persönliche Beleidigung ausgeartet ist. Dies kann ich verzeihen

    in Einbezug der Umstände.

    So soll der Österliche Frieden und Segen wieder im Forum einziehen und bleiben.

    Liebe Grüße und Gottes Segen, Blasius

  • Deu...Datum11.04.2020 11:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Deu...



    DAS AUFGEZWUNGENE VERHALTEN IM FORUM IST ......

    WIE DIE ALLGEMEINE SITUATUATION ........

    Liebe Grüße, Blasius

  • Deu...Datum11.04.2020 08:53
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Deu...

    @Aquila
    Liebe Mitdiskutanten

    Es ist schade, dass hier wieder Zwietracht eingekehrt ist.
    Es bedarf einer behutsamen Wortwahl untereinander, damit Geschriebenes nicht als "rhetorische Waffe" gesehen werden kann.
    Dies, lieber @Meister Eckhart ,wäre - einmal mehr - meine Bitte an Dich.

    --------------------------------

    Liebe @Kristina,

    so wie es gekommen ist, darf hier " EINER " mit der Wortwahl um gehen wie ER will,

    darf beleidigen, unterstellen was ER will, urteilen, verurteilen, Worte verdrehen

    und aus dem Zusammenhang ziehen, vom Thema völlig abweichen, und so weiter......

    ALLES WIRD GEDULDET UND UNTERSTÜTZT

    So kam ich zum Entschluß zu erst- NICHTS MEHR ZU SCHREIBEN

    und auf Zuspruch und Aufklärung zum Entschluß doch wieder ZU SCHREIBEN.

    Es wird sich zeigen ob und wie es weitergeht.

    FEST STEHT:

    IN ZUKUNFT IST ES NOTWENDIG UND AM BESTEN:
    KEINE EIGENE MEINUNG ZU HABEN UND KEINE KOMMENTARE ZU SCHREIBEN


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Diskussionsplattform (2)



    „Sondern erlöse uns von dem Bösen.“ (Früher- Erlöse uns von dem ÜBEL Amen.)
    (Letzte Bitte des Vaterunser) „Wenn wir darum bitten, vom Bösen befreit zu werden, bitten wir auch um Befreiung von allen vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Übeln, deren Urheber und Anstifter der Böse ist. In dieser letzten Bitte trägt die Kirche das gesamte Elend der Welt vor den Vater.“ (KKK 2854) Wir glauben, dass uns Gott nicht nur vom Bösen befreien will, sondern dass er uns auch nicht in Versuchung führt. Er will uns von der Versuchung befreien. „Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, und er führt auch selbst niemand in Versuchung.“ (Jakobus 1,13) Ist der Spott über den uns liebenden Gott, der sich gegenwärtig überall in der Welt zeigt und jedes bekannte Maß übersteigt, ein Beispiel für das Böse, von dem er uns befreien möge? Kann sich das gefährlich ausbreitende Corona-Virus vielleicht durch Gott für viele Menschen zu einer Chance wandeln, das Böse, die Verächtlichmachung des Glaubens zu bereuen und zu bekämpfen? Was katholischen Christen heilig ist, wird immer öfter in den Schmutz getreten. Es wird gespottet und verhöhnt was das Zeug hält. Allen voran unsere Radio- und Fernsehsender. „Sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Erlöse uns, o Herr, von dem Corona-Virus, aber erlöse uns auch von allem Bösen, vor allem von den vielen Gotteslästerungen in unserem Land und in der ganzen Welt.

    Es gab in der Geschichte eine Situation, in der der Spott gestorben ist: Europa lag im Jahr 1812 zu Füßen Napoleons, nur das russische Reich war noch unbezwungen. Mit einer großen Armee zog Napoleon 1812 nach Osten und war im siegreichen Vormarsch auf Moskau. Als er hörte, dass man im russischen Reich zu Gott betet, dass er Napoleon in seinem Lauf aufhalten möge, sagte der Kaiser: „Mit Gebeten wollen sie mich also schlagen? Nicht Gebete entscheiden zwischen mir und Kaiser Alexander von Russland, sondern meine 500 000 Bajonette. Mit denen mache ich alle Beterei zuschanden.“ Napoleon ist zwar in Moskau eingezogen, musste aber die durch Brand zerstörte Stadt nach fünf Wochen verlassen. Die verfolgenden russischen Truppen und ihre Bundesgenossen, Hunger, Kälte und Seuchen zerrieben die glorreiche Armee des Franzosenkaisers, der im Bauernschlitten dem Heer voran flüchtete. Von den 500 000 Bajonetten blieb nichts übrig als eine abgezehrte und zerlumpte Soldatenschar von nicht einmal 30 000 Mann.

    Es geht bei den Übeln in unserer Welt, z.B. beim Hunger, bei Krankheiten, bei Naturkatastrophen und auch bei Seuchen nicht zuerst um den Zorn Gottes, der über die Menschheit hereinbricht, sondern das Hauptübel, die Ursache, finden wir beim Zorn gegen Gott, also bei uns Menschen selbst. Der Zorn Gottes kommt sozusagen erst als Antwort auf unseren Zorn gegen Gott. „Die Völker gerieten in Zorn (Apokalypse 11,18), weil sie sich immer weiter von Gott entfernten und weil sie, je mehr sie sich entfernten, um so weniger Gott und seine Absichten gelten lassen wollten. Ein Machtrausch hatte sich ihrer bemächtigt, und sie gingen so weit, Gott selber herauszufordern. Und je mehr sie sich von Gott entfernten, um so mehr waren sie von sich selbst überzeugt, von der Gesellschaft, die sie miteinander bildeten und aufbauten, und die funktionierte. Aber weil Gott nicht mehr da ist, ist auch keine wahre Liebe des Nächsten mehr möglich, schließlich auch keine Achtung mehr vor ihm. Alles muss grundsätzlich übersehbar sein, grundsätzlich an den Tag gebracht werden können. Alles, was den Menschen übersteigt, gehört nicht mehr ihm und muss abgelehnt werden. Da nun aber einmal das Du nicht zu leugnen ist, entsteht eine neue Form der Gemeinschaft: aufgebaut auf dem Grund der gegenseitigen Brauchbarkeit: ganze Völker und Staaten werden auf diesem Prinzip gegründet und nach ihm organisiert.

    Es begann mit einer bewussten Ablehnung Gottes, und dann schritt es dahin fort, dass die Kluft zwischen Gott und den Völkern sich so lange vergrößerte, bis die Völker nicht mehr wussten, dass Gott existiert. Wenn sie seinen Namen hören, dann ist es, als hörten sie den Namen eines Begriffs, der für sie längst abgetan ist, dem sie in ihrem Zorn einen neuen Inhalt gegeben haben, nämlich den Inbegriff dessen, was fremd ist, was sie nichts angeht.“

    „Dann kam dein Zorn (Apokalypse 11,18). Die Völker hatten in ihrem Begriff Gottes auch irgendeinen kleinen, lächerlichen Platz für den Zorn Gottes aufgespart, so wie man in einem Märchen dem bösen Mann einen Platz offenlässt, obwohl niemand im Ernst daran glaubt. Und nun ist dieses Gespenst doch Wirklichkeit geworden. Der Zorn Gottes ist gekommen. Seine Langmut hat ein Ende genommen. Er kann den Völkern nicht mehr mit Liebe begegnen, weil sie für seine Liebe völlig unempfindlich geworden sind. Nur noch der Zorn kann sie erreichen. Dieser Zorn übertrifft alles, was die Völker sich unter Zorn vorstellen konnten. Von ihrem Zornbegriff aus gemessen ist er eine unglaubliche Übertreibung, etwas, vor dem ihr eigenes Zürnen zu einem Gespenst herabsinkt. Und die ganze Wirklichkeit des Zornes liegt jetzt bei Gott. Die Menschen werden den Zorn Gottes wie das vollkommene Chaos empfinden, und zwar als ein sich steigerndes Chaos, als die immer tiefere Ausweglosigkeit.

    In der Annahme des Opfers des Sohnes hat Gott immer mehr auf seinen Zorn verzichtet. An sich bräuchten die Menschen nun den Zorn Gottes nicht mehr zu spüren. Aber die Liebe Gottes ist ihnen sogar nach dem Kreuz fad geworden, in ihrer Selbstsucht haben sie nichts mehr damit anzufangen gewusst. Und so ist der Zorn Gottes nicht überholt: er allein kann ihnen noch einen lebendigen Eindruck vom Wesen Gottes vermitteln. Er kann sie erschüttern, bis sie nicht mehr von sich selber zehren können. Das, worin sie selber waren, ihr eigener Zorn, wird durch den Zorn Gottes ersetzt, der ein ganz fremder Zorn ist. Sie werden aufgerissen und wie abgebaut durch den Zorn. Solange sie einen Funken von Liebe besaßen, gab es noch einen schmalen Zugang zu Gott. Jetzt, da der Zorn das einzige ist, was sie mit Gott verbindet, werden sie vor Gott als das Ganzfremde gestellt. Ihr eigener Zorn war ihre Abwendung von Gott: der Zorn Gottes ist das brutale Durchbrechen ihrer Schale, ein Geraubtwerden, ein nur noch Überwältigtwerden. Ein Unberücksichtigtlassen all dessen, was der Mensch einzuwenden hat oder als Antwort bereithält. Diese Überwältigung ist nicht gleichbedeutend mit neuem Kontakt. Der Mensch hatte so lange mit dem Gedanken Gott gespielt, ihm so lange seine eigenen Gefühle und Ansichten geliehen, bis der Faden ganz abriss. Und wenn jetzt die Übermacht Gottes erscheint, dann wird sie vom Menschen nicht mehr erkannt. Es ist die Begegnung im Grauen des Nicht-Verstehens.“ (Adrienne von Speyr, Apokalypse, 378-381)

    In dem „Leben Adams und Evas“, einem altjüdischen Buch, das nicht zur Heiligen Schrift gehört, wird erzählt, wie Adam am Ende seiner Tage in schwere Krankheit fiel. Da versammelte er all seine Söhne um sein Krankenlager, und diese fragten ihn: „Was ist dir, Vater, dass du uns versammelst? Warum liegst du zu Bett?“ Da sprach Adam: Vor Schmerzen ist mir übel, meine Söhne.“ Und seine Söhne fragten ihn: „Was ist das, Vater, wenn es einem übel ist vor Schmerzen?“ Da sagte Seth, sein Sohn: „Vielleicht verlangt es, Herr, dich nach der Paradiesesfrucht, wovon du aßest, und liegst deshalb so betrübt allhier? Sag es mir! Dann gehe ich nahe zu des Paradieses Pforte hin und streue Sand aufs Haupt und breche in laute Wehklage aus und flehe zu dem Herrn. Vielleicht erhört er mich und sendet seinen Engel, auf dass er von der Frucht mir bringt, wonach du so verlangst.“ Und Adam sprach: „Ach nein, mein Sohn! Danach verlangt es mich nicht. Vielmehr empfinde ich in meinem Leib gar großen Schmerz und große Schwäche.“ Da fragte Seth: „Herr Vater, was ist Schmerz? Ich weiß es nicht. Verhehl es uns doch nicht!“ Da erzählte ihnen Adam von den Tagen im Paradies, wie glücklich sie dort waren und wie sie sich durch ihren Ungehorsam dieses Glück verscherzten. Dann fuhr er fort: „Und Gott ward zornig über uns. So sprach der Herr zu mir: Weil du von meinem Gebot abgewichen und nicht mein Wort gehalten, so bringe ich über deinen Körper siebzig Plagen, mit manchen Schmerzen, vom Kopf, von den Augen und den Ohren an bis zu den Nägeln an deinen Füßen. An allen Gliedern sollt ihr Qual verspüren. All das hat Gott mir zugeschickt und allen denen, die nach mir kommen.“

    „In seinem Zorn soll Gott richten. Darin liegt eine neue Übersteigerung. Sonst ist der Zürnende unfähig, gerecht zu sein; er schäumt, er ist in einer Art Ekstase des Zornes. Bei Gott dagegen ist die Zeit des Zornes gerade die Zeit der Gerechtigkeit. Er hat mit diesem Zorn zusammen alle Eigenschaften, die ihn zum Richter machen. Gott ist wie eine Sphäre, die auf der einen Seite leuchtend, auf der anderen finster ist, und zwischen beiden Hemisphären gibt es Übergänge. Und die Menschheit würde diese Sphäre umstehen: die einen erblicken nur das Leuchtende, die Liebe, andere nur das Finstere, den Zorn, andere sehen Übergänge zwischen beiden. Nur sind die Eigenschaften Gottes in ihm nicht auseinandergelegt, sondern ineinander enthalten.

    In der Zeit des Zornes Gottes wird Gott seinen Knechten den Lohn verteilen, den Propheten und den Heiligen, weil in der gleichen Zeit des Zornes der Sohn die Welt erlöst, sie gerade vom Zorn Gottes erlöst, so dass auch Zorn und Erlösung, Gericht und Gnade, gleichzeitig in Gott sind. Der Zorn Gottes ist für uns wie die größte Nähe Gottes zum Sünder, die größte Überwältigung gegenüber der Welt, und so ist er für Vater und Sohn auch die Zeit der größten Nähe zur Welt und so die Zeit des Erlösungsbeschlusses. (Adrienne von Speyr, Apokalypse, 381)

    O Gott, du stößt niemand zurück, sondern wirst in liebevollem Erbarmen durch Buße selbst mit dem größten Sünder versöhnt; so blicke denn gnädig auf unser demütiges Rufen und gib unseren Herzen Licht, damit wir deine Gebote erfüllen können. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


    Tägliches Gebet zu U. L. Frau vom Guten Rat in schweren Anliegen

    Gedenke, o wundertätige Mutter vom Guten Rat, wie viele du vor deinem Gnadenbild schon erhört hast, wie Tausende die Macht deiner Fürbitte erfahren haben, Tausende durch dich aus den großen Gefahren des Leibes und der Seele, aus der größten Bedrängnis gerettet worden sind. Von solchem Vertrauen beseelt, eile ich in allen meinen Kümmernissen zu dir und flehe aus der Tiefe meines Herzens zu dir. O lass, wenn die Not am größten, deinen Rat am nächsten sein. Wenn die Menschen nicht mehr zu raten wissen, lass deines Rates mich teilhaftig werden, der auch das schlimmste zum Guten wendet, der alle beglückt, die ihn befolgen. Ganz besonders aber bitte ich dich um die erste Gnade, dass ich allezeit Gottes heiligen Willen erkenne und vollbringe.

    (Hier betet man neun Ave Maria)

    O süße Mutter Maria, diese neun Ave Maria opfere ich dir auf durch die Hände der heiligen Engel. Biete du sie der allerheiligsten Dreifaltigkeit als Gabe an. Amen.


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Schon gewusst ?



    Warum die Christen verzeihen sollen

    1 Warum die Christen verzeihen sollen
    1.1 Christus hat seinen Feinden verziehen
    1.2 Gerechte Verteidigung und ungerechte Rache
    1.3 Der Liebe ist nichts schwer
    1.4 Eine sanfte Antwort stillt den Zorn
    1.5 Man darf nicht das Böse tun, damit Gutes heraus komme

    Christus hat seinen Feinden verziehen

    Eine zweite und für alle jene, welche sie auf sich machen wollen, sehr heilsame Nutzanwendung wird die sein, wenn die Menschen erlittene Unbilden gerne verzeihen und dadurch aus Feinden sich Freunde zu machen lernen wollen.

    Um aber zu dieser Überzeugung zu gelangen, sollte das Beispiel Christi und Gottes ein hinlänglicher Beweggrund sein. Denn wenn Christus seinen Kreuzigern verzieh und für sie bat, warum sollte dies nicht auch der Christ tun? Wenn Gott der Schöpfer, der als Herr und Richter sogleich an den Sündern Rache nehmen könnte, dennoch wartet, daß sich der Sünder bekehre, und zum Frieden und zur Versöhnung einladet, indem er jenen zu verzeihen bereit ist, die seine Majestät beleidigt haben, warum sollte dies nicht sein Geschöpf tun?

    Da überdies der Verzeihung von Beleidigungen ein überschwänglicher Lohn sicher zu Teil wird. In den nachrichten über das Leben und den Tod des hl. Engelbert, Erzbischofs von Köln, liest man, es sei in Beziehung auf ihn, als er auf einer Reise von seinen Feinden ermordet wurde und er in seinem Herzen sprach: Vater verzeihe ihnen, geoffenbart worden, daß wegen dieser einzigen Gott ungemein angenehmen Handlung nicht nur seine Seele von den Engeln auf der Stelle in den Himmel getragen, sondern daß er sogar unter die Scharen der Märtyrer versetzt worden sei, daß er die Märtyrerkrone erhalten habe und nach seinem Tod durch viele Wunder verherrlicht worden sei.

    Gerechte Verteidigung und ungerechte Rache

    O wenn doch die Christen wüßten, wie leicht sie sich, wenn sie nur wollten, mit unvergleichlichen Schätzen bereichern, und welche erhabene Ehrennamen sie sich verdienen könnten, wenn sie die unordentlichen Regungen ihrer Seele beherrschen und die schnell vorüber gehenden und unbedeutenden Kränkungen mit erhabener Seele übertragen wollten, so würden sie sicher nicht so hartherzig und unerbittlich sein, um die Unbilden entweder zu verzeihen oder zu ertragen.

    Allein sie sagen, es scheint überhaupt gegen das Naturrecht zu sein; daß jemand sich ungerechter Weise zermalmen und durch Worte oder taten kränken lasse; denn wir sehen ja die unvernünftigen Tiere, die durch den bloßen Naturtrieb geleitet werden, sich auf andere ihnen feindliche Tiere, sobald sie dieselben gewahren, mit Heftigkeit losstürzen und sie durch Beißen oder Schlagen zu Grunde richten. Wir machen auch an uns selbst die Erfahrung, daß, wenn wir zufällig auf einen Feind stoßen, auf der Stelle das reizbare Blut in Wallung gerate und das Verlangen nach Rache naturgemäß in uns aufsteige. Wer so schließt ist ganz und gar im Irrtum befangen, indem er die gerechte Verteidigung mit der ungerechten Rache verwechselt. Eine gerechte Verteidigung verdient keinen Tadel, und das ist es, was die Natur selbst lehrt: Gewalt mit Gewalt abzuwehren, nicht aber eine erlittene Unbild zu rächen. Eine Unbild von sich abzuwehren, verbietet niemand; allein eine erlittene Unbild zu rächen, verbietet das göttliche Gesetz, denn die Rache geht nicht Privatleute, sondern die Obrigkeit an; und weil Gott der König der Könige ist, so ruft er aus und spricht (Deut. 32, 55): Mir steht die Rache und die Vergeltung zu.

    Daß aber die Tiere auf die ihnen feindlichen Tiere von Natur aus los stürzen, kommt daher, daß sie Tiere sind und nicht zwischen der Natur und der Verdorbenheit der Natur unterscheiden können. Die mit Vernunft begabten Menschen aber müssen die Natur oder die Person, welche von Gott gut geschaffen wurde, von der Verdorbenheit oder Sünde, die böse ist und nicht von Gott kam, unterscheiden. Es soll daher der Mensch, wenn er ein Unrecht erleidet, die Person lieben und das Unrecht hassen, und nicht sowohl über den Feind zürnen, als ihn bemitleiden, und die Ärzte nachahmen, welche die Kranken lieben und deswegen auf das fleißigste besorgen, die Krankheit aber hassen und um sie zu entfernen und ganz unschädlich zu machen, nach Kräften sich bemühen. Dieses lehrt der Lehrmeister und Seelenarzt Christus, da er spricht (Matth. 5, 44):

    Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen und betet für eure Verfolger und Verleumder.

    Auch glich unser Lehrmeister Christus nicht den Schriftgelehrten und Pharisäern, die auf dem Lehrstuhl Mosis saßen und lehrten, es aber nicht befolgten; sondern er saß auf dem Lehrstuhl des heiligen Kreuzes und befolgte, was er lehrte; denn er liebte seine Feinde und bat für sie, indem er sprach: Vater verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Daß aber auch in den Menschen das Blut in Wallung zu geraten anfängt, wenn sie jene gewahren, durch die sie ein Unrecht erlitten, davon liegt der Grund darin, daß sie sinnliche Menschen sind, und noch nicht die Regungen des untergeordneten Teiles in uns, den wir mit den Tieren gemein haben, durch die Vernunft zu bezähmen gelernt haben. Denn jene, welche geistig sind, und den Regungen des Körpers nicht untertan zu sein, sondern über sie zu gebieten wisen, zürnen nicht über ihre Feinde, sondern haben Mitleid mit ihnen und suchen sie durch Wohltaten zum Frieden und zur Eintracht zu gewinnen.

    Der Liebe ist nichts schwer


    Allein dies ist, wie sie sagen, allzu schwer und hart, zumal für Leute, die von edler Geburt sind und auf ihre Ehre halten müssen. Im Gegenteil, es ist sogar leicht, denn das Joch Christi, der seinen Anhängern dieses Gesetz aufgelegt hat ist angenehm, und seine Last nach dem Zeugnis der Evangelien leicht; und seine Gebote sind nach dem Ausspruch des hl. Johannes nicht lästig. Wenn sie uns nun schwer und lästig scheinen, so kommt dies daher, weil in uns nur eine geringe oder gar keine Liebe Gottes wohnt; denn der Liebe ist nichts schwer, indem der Apostel sagt (1. Kor. 13, 7): Die Liebe ist geduldig, gutmütig, sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, unterzieht sich allem. Jedoch nicht bloß Christus liebte seine Feinde, obgleich er hierin über alle erhaben ist; denn auch unter dem Gesetz der Natur liebte der hl. Patriarch Joseph (Gen. 45) seine Feinde, von denen er verkauft worden war, auf eine auffallende Weise. Und unter dem geschriebenen Gesetz ertrug David seinen Feind Saul mit aller Geduld, der ihn lange Zeit aufsuchen ließ, um ihn zu töten, während er selbst, obgleich er den Saul hätte töten können, sich dessen enthielt. Unter dem Gesetz der Gnade aber folgte dem Beispiel Christi der erste Märtyrer Stephanus, der, während er gesteinigt wurde, mit den Worten betete (Act. 7, 59): Herr rechne ihnen dieses nicht zur Sünde, so wie auch der hl. Apostel Jakob, welcher Bischof zu Jerusalem war und, als er von den Juden von einem erhabenen Ort hinab gestürzt worden war, mit dem Tod ringend ausrief: Herr verzeihe ihnen, weil sie nicht wissen, was sie tun. Auch der hl. Apostel Paulus sagt von sich und seinen Mitaposteln (1. Kor. 4, 12): Wir werden gelästert und segnen dafür, wir leiden Verfolgung und dulden es, wir werden geschmäht und beten inständig dafür. Endlich erfüllten die meisten Märtyrer und unzählige andere dem Beispiel Christi entsprechend mit Leichtigkeit dieses gebot. Allein es sagen dennoch einige, ich leugne nicht, daß man den Feinden verzeihen müsse, allein zu seiner Zeit, wenn nämlich das Andenken an das erlittene Unrecht gewichen und der geist sich von jener Verwirrung erholt hat. Allein wenn man unterdessen aus diesem Leben hinweg gerafft und ohne das Kleid der Liebe erfunden werden und man die Worte hören sollte (Matth. 22, 12): Wie bist du herein gekommen und hast kein hochzeitliches Kleid an? wird man dann nicht verstummen und den Ausspruch des Herrn vernehmen (Matth. 22, 13): Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußere Finsternis; da wird Heulen und Zähneknirschen sein. Achte man im Gegenteil sorgfältig auf das Beispiel seines Herrn und ahme es nach, der gerade in jenem Augenblick, wo er das Unrecht erlitt und ihm die Hände und Füße von frischem Blut träufelten, und sein ganzer Körper von den heftigsten Schmerzen gequält wurde, zu seinem Vater sprach: Vater, verzeihe ihnen. Dieses ist der wahre und einzige Lehrer, den alle hören müssen, die sich nicht in Irrtum führen lassen wollen, von dem Gott der Vater vom Himmel herab verkündete (Matth. 17, 5): Hört diesen (Kol. 2, 3), in ihm sind alle Schätze der Weisheit und Wissenschaft Gottes. Wenn man Salomon zu Rate gezogen hätte, so würde man sicher seinen Rat oder sein Urteil befolgen, und dieser ist mehr als Salomon.

    Eine sanfte Antwort stillt den Zorn

    Ich höre aber den einen oder andern widersprechen und sagen: Wenn wir Gutes für Böses, Wohltaten für erlittenes Unrecht, Segnung für Beschimpfung vergelten wollen, so werden die Ruchlosen übermütig und die Wüteriche noch kecker werden; die Gerechten werden unterdrückt und die Tugend mit Füßen getreten werden. Die Sache verhält sich nicht so, denn nach dem Ausspruch des Weisen (Sprichw. 15, 1) stillt eine sanfte Antwort den Zorn; und nicht selten flößte die Geduld des Gerechten seinem Verfolger Bewunderung ein und machte ihn aus seinem Feind zu seinem aufrichtigsten Freund. Auch fehlt es ja auf Erde nicht an Obrigkeiten, Königen und Fürsten, denen es obliegt, nach der Strenge der Gesetze die Ruchlosen im Zaum zu halten und dafür zu sorgen, daß die Gerechten in Ruhe und Frieden leben können. Allein wenn auch manchmal an einem und dem andern Ort die menschliche Gerechtigkeit schlafen sollte, so wacht doch immer die göttliche Vorsehung, die nichts Böses ungestraft und nichts Gutes unbelohnt lassen wird; sie bewirkt auf eine bewunderungswürdige Art, daß die Ruchlosen die Gerechten, während sie dieselben zu unterdrücken glauben, erhöhen und ihnen einen größeren Glanz verschaffen. Der heilige Leo spricht folgendes (Rede über d. hl. Laurentius): Verfolger, du hat gegen den Märtyrer gewütet, du hast gewütet und seinen Siegespreis erhöht, indem du die Strafe vergrößerst. Denn was hat dein Geist nicht zum Ruhm des Siegers beigetragen, da sogar die Werkzeuge zur Todesstrafe zur Ehre des Sieges mitwirkten. – Dasselbe läßt sich von allen Märtyrern, so wie auch von den heiligen des alten Bundes sagen. Denn nichts hat den Patriarchen Joseph mehr berühmt gemacht und erhöht, als die Verfolgung seiner Brüder. Denn dadurch, daß sie ihn aus Neid an die Madianiten verkauften, gaben sie ihm Gelegenheit, daß er der Erste in ganz Ägypten und unter seinen Brüdern wurde.

    Man darf nicht das Böse tun, damit Gutes heraus komme

    Doch mit Übergehung dessen wollen wir überhaupt erwägen, wie viele und gewaltige Nachteile jene erleiden, welche um den Schatten der Schande bei den Menschen zu fliehen ganz hartnäckig das von ihren Feinden erlittene Unrecht rächen wollen. Ernstlich geben sie sich als Toren zu erkennen, indem sie durch ein größeres Übel ein kleineres beseitigen wollen; denn es ist ein allen bekannter und von dem Apostel bestätigter Grundsatz (Röm. 3, 8): Man darf das Böse nicht tun, damit Gutes heraus komme; eben so darf man größere Übel nicht tun, um kleinere zu beseitigen. Wer ein Unrecht erleidet, verfällt in das Herbe einer Strafe; wer aber Rache nimmt, verfällt in das Übel der Schuld. Allein ohne Vergleich ist das Übel der Schuld größer, als das der Strafe; da nämlich die Strafe den Menschen unglücklich, aber nicht böse, die Schuld aber unglücklich und böse macht; die Strafe beraubt den Menschen eines zeitlichen Gutes; die Schuld aber sowohl eines zeitlichen als ewigen Gutes. Wer daher, um das Übel der Strafe zu heilen, in jenes der Schuld verfällt, gleicht jenem, der, um sich einen zu kurzen Schuh zurecht zu machen, sich einen Teil des Fußes abschneidet, was offenbar eine Narrheit ist. Obgleich man nun in zeitlichen Dingen dergleichen Unsinn nicht findet, so gibt es doch ganz verblendete Menschen, die sich nicht scheuen, Gott auf das Schwerste zu beleidigen, um entweder den schatten der Schande vor den Menschen zu fliehen oder den Dunst der Ehre bei denselben zu bewahren. Denn jene verfallen in den Zorn und Hass Gottes; wenn sie nun nicht bei Zeiten zur Besinnung kommen und ernstliche Buße tun, so werden sie ewige Schande und Strafe erleiden und der ewigen Ehre verlustig werden. Ferner erweisen sie dem Teufel und seinen Engeln, welche ihre Feinde aus eben dem Grund, damit Streit und Feindschaften entstünden, zur Zufügung der Beleidigungen anreizten, den angenehmsten Dienst. Wie schändlich es aber sei, mehr dem erbittertsten Feind des menschlichen Geschlechtes, als Christus sich gefällig zu eigen, überlasse ich dem Urteil und der Erwägung aller Frommen…

    So täuscht und hintergeht der Teufel jene, welche lieber die Sklaven einer falschen Ehre, als die Diener und Brüder Christi des besten Königs und die Miterben am größten und ewigen Reich sein wollen. Da nun ein so großer und schwerer Verlust auf jene törichten Menschen wartet, welche gegen Gottes Gebot sich mit ihren Feinden auszusöhnen weigern, so mögen alle, die klug sind, Christus den Lehrer aller, der im Evangelium lehrt und vom Kreuz herab durch Taten seine Lehre bestätigt, hören und ihm folgen. –

    aus: Robert Bellarmin SJ, Die Sieben Worte Jesu Christi am Kreuz., 1838, S. 13 – S. 19

    https://katholischglauben.info/warum-die...rzeihen-sollen/


    Liebe Grüße, Blasius

  • Gemeinden ohne katholische Seelsorger

    Wenn Gemeinden ohne katholische Seelsorger sind

    Erster Teil

    Gemeinden ohne Seelsorger – Vorbemerkung
    Einige katholische Gemeinden sind bereits ohne Priester, viele andere wird voraussichtlich bald dasselbe Los treffen. Mit banger Besorgnis blicken die Gläubigen in die Zukunft und fragen: „Wie sollen wir alsdann unser Seelenheil wirken, was wird aus unsern Kindern werden, wer wird die Kranken und Sterbenden trösten?“ Ihnen antwortet der Herr selbst: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben.“ (Luk. 12, 32.) In dem heiligen katholischen Glauben besitzen wir das Unterpfand des ewigen Lebens. Wer den Glauben bewahrt und die Gebote hält, geht nicht verloren. Freilich bedürfen wir dazu der göttlichen Gnade, mit deren Ausspendung vorzugsweise das Priestertum betraut ist. Wenn aber die ordentlichen Gnadenspender fehlen, dann wird Gott in anderer, in außerordentlicher Weise seine Gnaden austeilen und zwar umso reichlicher, je größer die Not der Gläubigen ist.

    Weil indes der Mensch mit der göttlichen Gnade mitwirken muss, so ist es notwendig, einige Verhaltensmaßregeln zu kennen, welche in Ermangelung der Priester zu beobachten sind. Nach dem Vorgang der Schweizer Kirchenbehörde haben die vereinigten Oberhirten Preußens in ihrem gemeinschaftlichen Hirtenschreiben vom Februar 1874 und der hochwürdigste Bischof von Paderborn in seinem Abschiedsworte an seine Herde dieserhalb Weisungen erteilt. Gegenwärtiges Büchlein soll das dort Gesagte erläutern und vervollständigen. Dasselbe wird aber nicht bloß für den zunächst in’s Auge gefaßten Zweck, sondern im größten Teile seines Inhaltes für alle Zeiten höchst wichtige Lehren enthalten. Lies es darum mit Aufmerksamkeit und bewahre es sorgfältig auf.

    Vorab sei bemerkt, daß der uns drohende Notstand in der Geschichte der Kirche keineswegs unerhört ist. In den Heidenmissionen trifft er häufig ein, und auch sonst ist er schon oft da gewesen. Von den ersten Christenverfolgungen nicht zu reden, waren z. B. die Katholiken in England und Japan 200 Jahre lang fast aller Seelsorge beraubt, und dennoch ist dort das hl. Feuer des Glaubens nicht erloschen. Mehrere Gemeinden in Norddeutschland sahen über 50 Jahre keinen Priester und blieben katholisch. Während der großen Revolution am Ende des vorigen Jahrhunderts waren die französischen Katholiken beinahe 6 Jahre lang ohne Priester. In Russisch-Polen erdulden die Katholiken schon lange die härtesten Drangsale für ihren Glauben, ja noch vor ganz kurzer Zeit ist dort Martyrerblut geflossen, und zwar in Gemeinden, welche schon seit Jahren ihrer Priester beraubt sind. Und welch‘ herrliches Beispiel der Glaubensfestigkeit geben uns unsere katholischen Brüder im Schweizer Jura, deren sämtliche Pfarrer, 69 an der Zahl, von der Regierung vertrieben sind! Darum nur Mut, du treues katholisches Volk!

    aus: Gemeinden ohne Seelsorger, Der Tod ohne Priester. Die vollkommene Reue. Ein Lehr- und Trostbüchlein für römisch-katholische Christen, Mit kirchlicher Approbation, 2. Auflage, 1874, S. 3 – S. 4

    https://katholischglauben.info/gemeinden...che-seelsorger/


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