
Andacht am 28. August:
Das Thema:
Von der Heiligung unserer Handlungen
"Alle Dinge hat Er gut gemacht." (Markus 7,37)
"Es gibt manche treffliche Mittel, die vorgeschlagen werden, dass man durch sie seine Werke gut vollbringt. Das vorzüglichste jedoch, das ich dir empfehlen kann, besteht darin: Vollbringe jedes deiner Werke dergestalt, als wäre es das letzte deines Lebens. Sprich daher während aller deiner Werke zu dir selbst: Wenn du nach diesem Werk alsogleich sterben müsstest; würdest du es wohl auf die Weise tun, wie du es tust?" (Der heilige Vinzenz von Paul)
Ein sehr tugendhafter Priester pflegte jeden Tag unmittelbar vor der heiligen Messe zu beichten. Einst wurde er von einer plötzlichen Krankheit befallen; und sie sprachen zu ihm: "Euer Ehrwürden sind sehr krank; legen Sie eine solche Beichte ab, als sollten Sie von dieser Krankheit nie wieder aufstehen!" Da antwortete er zur großen Erbauung der Umstehenden: "Gott sei gepriesen, schon dreißig Jahre beichte ich jeden Tag dergestalt, als sollte ich bald nach meiner Beichte sterben. Ich darf also für diesmal nur mein Gewissen schlichten, als ob ich die heilige Messe lesen sollte."
Die heilige Clara von Montefalcone verrichtete alle ihre Werke mit so großer Vorsicht und mit solchem Fleiß, als sollte sie nach jeder Stunde vor Gott erscheinen, Ihm Rechenschaft zu geben.
Lass mich, Herr, jede meiner Handlungen also vollbringen, als sollte ich nach ihr alsogleich vor Dir erscheinen! Amen.
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