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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 05.05.2026 03:20von Blasius • 4.680 Beiträge
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Nochmals zur Kreuzauffindung
Erhöht bist, Jesus, du zum Zeichen
Wo sich zu aller Zeit die deinen
In Liebe treu um dich vereinen.
Hier müssen Tod und Satan weichen,
Denn du, Herr, stürztest ihre Macht,
Als siegreich du das Heil vollbracht.
1. Betrachte die unaussprechliche Liebe Jesu zu uns, der gleich der ehernen Schlange am Kreuz sich erhöhen lässt. "Des Menschen Sohn" - spricht er - "muss erhöht werden!" Warum, Herr? "Auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe!" Welchen Schaden, o gütigster Jesus, littest du je, wenn wir auch alle verloren gingen? Wärst du darum weniger unendlich glückselig? Und dennoch willst du unser Heil um deinen Tod erkaufen, als brächte es dir unendlichen Gewinn. Würdest du sagen, du müsstest am Kreuz sterben, weil auch wir alle daran sterben müssten, so wäre noch immer ein unendlicher Unterschied zwischen dir, dem Sohn Gottes, und uns Sündern, und wir selbst würden auf solche Weise noch um geringen Preis von den ewigen Höllenstrafen frei. So aber stirbst du für uns, damit nicht wir sterben müssen, sondern ewiges Leben haben.
2. Abgrundtief, Herr, ist die Weisheit deiner göttlichen Liebe. Du lehrst uns: "Seid klug wie die Schlangen!" Du selbst aber tust das Gegenteil. Denn die Klugheit der Schlange besteht darin, dass sie lieber ihren ganzen Leib preisgibt, als ihr Haupt verwunden zu lassen. Du hingegen, unser Haupt, gibst dem Tod dich preis, damit wir, die Glieder deines Leibes, am Leben erhalten werden. Wahrlich, unendlich höher denn alle Vernunft steht deine göttliche Liebe. Wie mächtig soll diese Liebe zu ewigen Danksagungen dem gegenüber uns entflammen, der sich selbst für uns hingibt, das ewige Leben uns zu erwerben.
3. Schließlich richtete Mose die eherne Schlange in der Wüste auf. War aber nicht Kalvaria eine schauderhafte Wüste, wo unser Jesus von seinen Aposteln, von den Engeln, ja von seinem himmlischen Vater selbst verlassen war, wo er nichts als das Zischen der gotteslästerlichen Schlangen hörte? Und, o wäre doch die Verlassenheit dieser Wüste nun zu Ende. Aber wie viele wenden sich auch jetzt noch unter schweren Gotteslästerungen von ihm ab. Ersetzen wir diese Lästerungen durch die feurigste Liebe und die heiligste Treue. "Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen." (Offenbarung 7,12)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 06.05.2026 08:58von Blasius • 4.680 Beiträge

Von der Treue zu Jesus
Könnte auch in Treue Blut und Leben,
Jesus, ich dir zur Vergeltung geben:
Ewig bliebe die Vergeltung schlecht;
Denn du bist der Herr, ich nur ein Knecht.
1. "Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt; wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden. Für einen treuen Freund gibt es keinen Preis, nichts wiegt seinen Wert auf. Das Leben ist geborgen bei einem treuen Freund, ihn findet, wer Gott fürchtet." spricht die Schrift. (Jesus Sirach 6,14-16) Dieser Freund ist Jesus, der die wunderbarste Treue uns erzeigte, unser Wohl mit Aufopferung seines Wohls sicherte, keine Mühe, keine Arbeit, kein Leiden scheute, uns Gutes zu erweisen, ja der sogar sein blühendes Leben opferte, ein unsterbliches Leben uns zu erwerben. Und noch immer beobachtet er diese höchste Treue zu uns. Getreu ist er in allen seinen Verheißungen. Getreu, eine ewige Wohnung im Haus seines himmlischen Vaters uns zu bereiten. Kann je die Treue des geprüftesten Freundes weiter gehen, als diese Treue von Jesus uns gegenüber?
2. Erwäge diese wunderbare Treue Jesu, der so große Freundschaft uns keineswegs schuldig war, sondern in unermesslicher Liebe und zuvorkam. Schenkte er uns aber eine so große Treue, dass keine größere möglich ist: wie groß soll wohl unsere Treue ihm gegenüber sein? Denn ist auch Jesus unser Freund, so ist er doch zugleich auch unser allerhöchster Herr. Und sind wir ihm schon als Knechte Treue schuldig: mit welcher Treue werden wir seine Freundestreue vergelten? Auf alle Weise wären wir diese Treue ihm bis an das Ende unseres Lebens, auch ohne weitere Vergeltung, schuldig. Doch so unendlich ist seine Güte, dass er diejenigen, die ihm Treue erweisen, als seine guten und getreuen Knechte in die ewige Freude ihres Herrn eingehen heißt.
3. Ach, mein Heiland, Schamröte bedeckt mein Angesicht, wenn ich deine göttliche Treue mir gegenüber, und dagegen meine Untreue dir gegenüber, meinen liebreichsten Freund, meinen göttlichen Herrn, betrachte. Ach, untreu war ich gegen deine Gebote, die ich übertrat, untreu gegen deine Eingebungen und Gnaden, denen ich nicht entsprach, untreu in den Verheißungen, die ich dir gegeben und nicht gehalten habe, untreu in deinem heiligen Dienst und in den Pflichten, die deine göttliche Vorsehung mir vorgezeichnet hat. Ach, erbarme dich meiner, Herr, und entziehe mir deine Gnade nicht. Sieh, ernstlich gelobe ich dir, mein ganzes Leben dir in heiliger Treue zu dienen. "Sei getreu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben!" (Offenbarung 2,10)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 07.05.2026 09:23von Blasius • 4.680 Beiträge

Von der Armut
Alle Güter dieser Erde
Sind nur Sorgen und Beschwerde:
Gott nur ist das wahre Gut,
Worin sanft die Seele ruht.
1. Niemals wird das Wort Gottes tiefer Wurzel im Erdreich unseres Herzens greifen, und reife Früchte des Lebens bringen, wenn wir es nicht von Dornen reinigen. Diese Dornen sind die Begierden nach Reichtum. Die Hand aber, die diese Dornen entreißt, ist die Armut im Geist. So lange ein Herz voll irdischer Begierden ist, kann die Liebe Gottes nicht in dieses Herz eingehen. "Die Frömmigkeit bringt in der Tat reichen Gewinn, wenn man nur genügsam ist." spricht der Apostel (1. Timotheus 6,6). Wenig genügt der Notdurft, nichts aber genügt der Habsucht. Daher auch behilft ein schlichter, frommer, aber dürftiger Mensch sich mit Wenigem, die Habgier aber wird nie satt.
2. Die Reichen dieser Welt sind gewöhnlich solche, denen es an allem fehlt. Weder haben sie Glauben, Hoffnung noch Liebe. Weder Sanftmut, Geduld noch Barmherzigkeit. Weder Trost, Freude noch Ruhe. Und dennoch denken sie, dass sie reich sind. Zu einem solchen Reichen spricht der Herr: "Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt." (Offenbarung 3,17) Sehr arm ist, wer Gottes Gnade nicht in seinem Herzen besitzt. Aber unendlich reich ist, wer den Frieden Gottes besitzt. Der Gerechte seufzt in seinem Überfluss, denn er fürchtet die Rechenschaft. Der Sünder aber ist blind, und giert nach Dingen, die ihm Verderben bringen.
3. Ach, mein Erlöser, in wie grellem Widerspruch steht mein Leben mit dem deinigen. Reich warst du, und bist arm geworden. Alles hattest du, und an allem fehlte es dir. Ich aber giere reich zu werden, und will an nichts Mangel leiden. Niemand wurde je ärmer geboren, niemand lebte, niemand starb ärmer denn du. Ich dagegen schäme mich arm zu sein, und preise glückselig die Reichen. Wie darf ich deinen Gläubigen mich beizählen, da ich als glückselig jene betrachte, über die du ein furchtbares Wehe aussprachst, und für elend diejenigen halte, die du selig nennst. Tobit 4,21: "Hab also keine Angst, mein Sohn, weil wir verarmt sind. Du hast ein großes Vermögen, wenn du nur Gott fürchtest, alle Sünden meidest und das tust, was ihm gefällt."
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 07.05.2026 22:08von Blasius • 4.680 Beiträge

Von der Gleichförmigkeit mit dem göttlichen Willen
Herr, mein Gott, aus allen Trieben
Sucht mein Herz dich Tag und Nacht.
Dich nur will getreu es lieben,
Der du es für dich gemacht.
Was verlangst du, Herr? Befiehl!
Denn dein Wille ist mein Ziel.
1. Wie unaussprechlich ist die heilige Freude eines Herzens, das seine Glückseligkeit in ihrem Urquell, in Gott allein sucht, und mit seinem heiligsten, ewig anzubetenden Willen sich vereinigt. Wahrlich, wer mit dem Willen seines Gottes wahrhaft und vollkommen vereint ist, der hat den seligen Frieden gefunden. Er ist frei von ängstlichen Sorgen und Unruhen, und ängstigt sich nicht wegen der Zukunft. Sein Vertrauen ruht unerschütterlich auf Gott. Er ist nur besorgt, seinen heiligsten Willen getreu zu vollbringen. Denn er weiß, dass Gott mit zarter Liebe die Seelen liebt, die ihn lieben, und über sie wie über seine Augäpfel wacht.
2. Selig und abermals selig die Seele, die in allen Ereignissen ihrer Pilgerschaft mit dem göttlichen Willen übereinstimmt. Ihr Friede ist unerschütterlich, ob sie gesund oder krank, im Licht oder in der Finsternis, in Freude oder in Schmerzen, in Trost oder in Drangsalen, in Frieden oder in Kämpfen und Verfolgungen, in voller Kraft oder auf dem Totenbett ist, denn sie trägt das Paradies in ihrem Herzen. Und wie wütend auch die Stürme toben und die Wogen sich erheben, sie schläft friedlich mit Jesus im Schifflein. Was auch könnte ihr Inneres beunruhigen? Ihr Herz hängt an nichts Erschaffenem, nichts ist ihr die Welt, denn ganz hat sie ihren Willen in den liebevollen Willen ihres Schöpfers ergossen.
3. Wann, ach wann werden wir in diesen Hafen der wahren Glückseligkeit gelangen? O mein Gott und alles, löse mein Herz von allen Geschöpfen, erleuchte mich durch dein innerliches Licht, und leite mich durch deine gütige und unendlich weise Vorsehung, dass ich deinen heiligsten Willen in allen Dingen erkenne, und ohne Menschenfurcht, ohne Schonung gegen mich selbst in aller Treue vollbringe. O fege alle fremden Gedanken und Begierden aus diesem Herzen, was du für dich erschaffen hast, und lass mich dir gänzlich angehören. Denn dir allein will ich leben, dich allein will ich lieben, und dein im Leben und im Tod sein. "Mein Geliebter ist mein und ich bin sein, der unter Lilien weidet, bis der Tag anbricht und die Schatten sich neigen." (Hohelied 2,16-17)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 10.05.2026 08:02von Blasius • 4.680 Beiträge

Hingabe an Gott
Dir, mein Gott, nur will ich leben,
Der du mich mir selbst gegeben,
Und von früher Kindheit an
Mich beschützt auf meiner Bahn.
1. Überlass dich Gottes liebevoller Führung mit unbedingtem Vertrauen, denn gewiss ist es, dass nichts in dieser Welt geschieht ohne seine bestimmte Anordnung oder seine besondere Zulassung. Alles aber ordnet seine Vorsehung so, dass es, wofern anders nicht wir selbst Hindernisse legen, zu seiner Verherrlichung und zu unserer Heiligung führt. Unendlich besser denn wir selbst weiß er, was uns frommt. Genau kennt er unsere Natur, unsere Neigungen, unsere Bedürfnisse, unsere Schwäche. Und nach dieser Erkenntnis leitet er auch alles zu unserem Besten, wofern wir nur ihn schalten lassen. Oft sogar führt er durch Mittel zum Heil, die nach unserer menschlichen Kurzsichtigkeit zum Untergang zu führen scheinen. Zeugen dessen sind der ägyptische Joseph, Daniel in der Löwengrube, und zahllose andere.
2. Jedem einzelnen Menschen hat Gottes Weisheit seinen besonderen und persönlichen Weg vorgezeichnet, auf dem sie ihn zum Himmel führen will. Dieser Weg besteht aus einer Verkettung vielfältiger Ereignisse, Verhältnisse, Einflößungen und Gnaden, die niemand unterbricht, ohne die Ordnung der Vorsehung zu stören, die allein diesen Weg kennt, und auch allein darauf zum Ziel führen kann. So ergeben wir uns denn gänzlich in seine göttliche Güte, denn wie könnte er je eine Seele verlassen, die seinen Vaterhänden mit unbedingtem Vertrauen sich hingibt.
3. Wie oft auch haben wir selbst im Verlauf unseres Lebens dies auf die deutlichste Weise erfahren. Wie wundersam waren oft die Führungen der göttlichen Vorsehung bei uns. Wie viele Züge einer besonderen Barmherzigkeit, wie viele Wunder einer ganz besonderen Fügung geschahen für uns und an uns. Wie also wäre es noch möglich, an dieser barmherzigen Vorsehung zu zweifeln, nach allem, was du, unser Gott, für uns getan hast. Und wie viele deiner Erbarmungen, die noch wunderbarer sind, sind uns bis zur Stunde noch verborgen, bei deren Anblick wir jenseits erst deiner Barmherzigkeit lobsingen werden. Dir also, mein Gott, übergebe ich mich. Schalte mit mir nach deinem göttlichen Wohlgefallen. Psalm 27,1: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil: wen soll ich fürchten? Der Herr ist der Beschützer meines Lebens: vor wem soll ich zittern?"
https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/
Bild: https://www.sarto.de/von-der-hingabe-seiner-selbst-an-gott
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