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#6

RE: 28. Dezember Fest UNSCHULDIGE KINDER Mt 2, 13-18

in Das Wort ist Fleisch geworden 29.12.2015 13:39
von Blasius • 1.473 Beiträge

Trauertag oder "Festtag"



Ergänzung zum:



28. Dezember - Fest der Unschuldigen Kinder

Das dritte Fest innerhalb der Weihnachtsoktav ist das der hll. Unschuldigen Kindlein, die zu Bethlehem auf Befehl des Herodes (40 - 4 v. Chr.) getötet wurden. Von den Römern war er zum König ernannt worden, und sie hatten ihm geholfen, 37 v. Chr. Jerusalem zu erobern, so daß er in seine Hauptstadt einziehen konnte.

Von der Geschichtsschreibung wird dieser Herodes „der Große“ genannt, weil er ein vergleichsweise großes Territorium lange Zeit regierte und ein großer Bauherr war. Auch die Aufstockung des Jerusalmer Tempels sowie die weitläufige Erweiterung von dessen Vorhof wurde unter der Regierung des Herodes begonnen (vgl. 16.8.). Doch unternahm dieser Herrscher idumäisch-nabatäischer Herkunft all dies wohl nur, um die Gunst seiner jüdischen Untertanen zu gewinnen. Ebenso zeigte Herodes sich nämlich als freigiebiger Bauherr auch in nicht-jüdischen Städten, womit er gewiß gleichfalls auf das Wohlmeinen der dortigen Bevölkerung aus gewesen sein dürfte.

Doch hinter der Fassade des baufreudigen Königs verbarg sich nur unzureichend der niederträchtige, blutrünstige Tyrann, der selbst die eigenen Kinder nicht verschonte, wenn er um seinen Thron fürchtete. Von seiner Eifersucht ließ er sich dazu hinreißen, diejenige unter seinen zehn Ehefrauen zu töten, die ihm am liebsten war. Um die Untertanen zur Trauer anläßlich seines Todes zu veranlassen, befahl er, daß zahlreiche von ihm grundlos eingesperrte, vornehme Juden hingerichtet werden sollten. Herodes war also alles andere als ein Herrscher, dem der Beiname „der Große“ gebührt. Da dieser Herodes von Vorfahren abstammte, die Kultdiener des Götzen Apollo zu Askalon gewesen sein sollen, wird er auch Herodes Ascalonita genannt, um ihn von anderen Herrschern gleichen Namens zu unterscheiden.

Von Herodes Ascolonita, dem Schlächter der hll. Unschuldigen Kindlein, sind zu unterscheiden sein Sohn Herodes Antipas (4 v. Chr. - 39 n. Chr. Fürst in Galiläa und dem ostjordanischen Peräa), der Johannes den Täufer enthaupten ließ (s. 29.8.), und sein Enkel Herodes Agrippa I. (37 - 41 Fürst im Nordosten Palästinas, 41 - 44 n. Chr. König in Palästina), der den Apostel Jakobus d.Ä. (25.7.) hinrichten sowie den Apostel Petrus (18.1., 22.2., 29.6., 1.8.) in Ketten legen ließ.

Von den Römern wurde Herodes Ascalonita zum König der Juden ernannt. Mit Hilfe ihres Militärs setzte er seinen Anspruch auf die Herrschaft durch und behielt sie über dreißig Jahre lang. Gegen Ende seiner Regierungszeit aber kamen weise Sterndeuter nach Jerusalem, um nach einem neugeborenen König der Juden zu fragen. Den Herodes, der bereits so viel Blut vergossen hatte, um seine Regentschaft abzusichern, muß dies erschüttert haben. Er wußte ja, daß ihm kein Kind zu dieser Zeit geboren worden war. Es konnte sich also nur um einen rechtmäßigen Herrscher handeln. Da der von von den Propheten angekündigte König aus der Wurzel Jesse hervorgehend in Bethlehem zur Welt kommen sollte, schickte Herodes die Weisen dorthin. Sie sollten Nachforschungen anstellen und ihn benachrichtigen. Auf Grund einer im Traum offenbarten Weisung kehrten diese jedoch auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück, nachdem sie den Heiland angebetet und Ihm ihre Geschenke dagebracht hatten.

Herodes Ascalonita sah sich hintergangen, als die Weisen nicht wie er es gefordert hatte, zu ihm zurückgekehrten. So ordnete er an, alle Knaben Bethlehems bis zum Alter von zwei Jahren umzubringen. Damit ahmte er das Morden des Pharao nach, der versucht hatte, das Gottesvolk auszurotten, indem er befahl, alle Knaben nach der Geburt zu töten. Doch St. Moses überlebte jenes Morden und führte das Volk schließlich aus der Gefangenschaft in Ägypten zum Gelobten Land.

Herodes Ascalonita meinte ganz sicher zu sein, daß der neugeborene König, nach dem die Weisen gefragt hatten, nicht weiter leben und ihm den Thron streitig machen könne, wenn er alle männlichen Kinder Bethlehems bis zum Alter von zwei Jahren töten ließ. Doch der Engel des Herrn hatte dem Nährvater Joseph zuvor schon im Traum die Weisung erteilt, mit der Muttergottes und dem Christkind nach Ägypten zu fliehen. So entkam der Heiland dem grausamen Morden. Die hl. Familie (vgl. 12.1.) blieb in Ägypten bis Herodes Ascalonita gestorben war. Dann verließ sie gemäß einer erneuten Weisung des Engels Ägypten, um sich in Nazareth niederzulassen.

Die hll. Unschuldigen Kinder zu Bethlehem aber wurden gewissermaßen als erste zu Martyrern Christi. Wenn sie auch damals nicht begreifen konnten, warum sie getötet wurden, so vergossen sie doch ihr Blut für Christus wie es ungezählte nach der Himmelfahrt des Herrn ebenfalls getan haben, allen voran der hl. Stephanus (26.12., 3.8.).

Im Mittelalter wurde aus dem 28. Dezember ein Narrenfest, bei dem die Kinder die oberen Plätze einnahmen und die Erwachsenen die unteren. Später wurde dieses Spiel auf den Tag des hl. Nikolaus (6.12.) verlegt. Eine besondere Segnung am 28. Dezember aber wird bis heute nach der hl. Messe den Kindern zuteil.

http://admin.pius.info/tagesheiliger/368...huldigen-kinder

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#7

RE: 28. Dezember Fest UNSCHULDIGE KINDER Mt 2, 13-18

in Das Wort ist Fleisch geworden 29.12.2015 17:00
von Blasius • 1.473 Beiträge

Kindersoldaten: “Die Märtyrer von heute”

‘Weltweit gibt es derzeit geschätzte 250.000 Kindersoldaten’

Rast auf der Flucht nach Ägypten


Zum Weihnachtsfest gehören Geschichten von Gewalt und Vertreibung, bereits die Bibel verbindet diese beiden Dimensionen und mit dem Fest der unschuldigen Kinder hat es auch Eingang in die Liturgie gefunden. Zu diesen unschuldigen Kindern müsse man heute Kindersoldaten zählen, das hatte Papst Franziskus bei seiner Weihnachtsbotschaft zum Segen Urbi et Orbi betont, weltweit gibt es derzeit geschätzte 250.000 Kindersoldaten, immer mehr von ihnen auch Mädchen.

Dieses Phänomen nehme derzeit noch einmal stark zu. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan Marco Rotelli, Generalsekretär des internationalen Hilfswerks Intersos. “Es ist ein globales Phänomen:
Afrika, Naher Osten, Asien, Zentralamerika. Und es sind nicht nur die mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffneten Jungs, sondern auch die Mädchen, ihre Schwestern, die sexuell missbraucht werden oder andere Dienste leisten müssen, bei der Versorgung und in der Küche etwa.” Seine Hilfsorganisation arbeite auf zwei Ebenen, so Rutelli. Zum einen müsse man präventiv tätig sein und die Kinder vor Soldaten und Milizen schützen, die sie spontan mitnehmen könnten. Das geschehe vor allem durch Bildungszentren und Ausbildung. Dann aber müsse man sich auch um die Kinder kümmern, die entweder gefangen genommen wurden oder fliehen konnten, hier sei eine Wiedereingliederung sehr schwer, weil die Traumata der Kinder sehr tief sässen.

“Es gibt den Versuch, die UN-Resolution 1612, die sich um diese Fragen kümmert, besser umzusetzen”, berichtet Rutelli. “Diese Resolution wird in fast alle Aktivitäten einbezogen, vor allem die humanitären, aber auch in die Entwicklungsprojekte. Auf rechtlichem Gebiet geht es darum, dass die Schuldigen vor internationalen Gerichten oder im eigenen Land verurteilt werden müssen.”

Bei all den Dramen sei es gut, dass es auch positive Geschichten zu berichten gäbe, so Rutelli. Solche gäbe es etwa im Senegal, in Dakar. Hier habe man es geschafft, Jugendliche aus Mali langsam und Schritt für Schritt wieder in die Gesellschaft einzugliedern. “Etwas Ähnliches ist im Kongo geschehen. Dort ist eine Gruppe von Mädchen von der Miliz “Lord’s Resistance Army” vertrieben worden, wahrscheinlich weil sie zu krank waren. Hier ist es gelungen, die Mädchen sogar wieder in ihre Dörfer, in ihre Familien zu bringen. Am Anfang waren sie völlig stigmatisiert, auch ihre Familien hatten Angst vor ihnen. Heute aber können wir feiern, dass diese Mädchen zurück in ihren Gemeinschaften sind. Leider ist das nicht das Schicksal von Zehntausenden anderer Kinder.”

rv 29.12.2015 ord

Quelle
Intersos: Hilfswerk

http://katholisch-informiert.ch/2015/12/...te/#more-120830

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#8

RE: 28. Dezember: Fest der Unschuldigen Kinder Mt 2, 13-18

in Das Wort ist Fleisch geworden 28.12.2016 00:06
von Aquila • 4.209 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Heute, am 28. Dezember, feiert die Heilige Mutter Kirche das




Fest der hll. Unschuldigen Kinder.



Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus:
-

Mt 2,13
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum
ein Engel des Herrn und sagte:
Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.
Mt 2,14
Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.
Mt 2,15
Dort blieb er bis zum Tod des Herodes.
Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Mt 2,16
Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig
und er ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte.
Mt 2,17
Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist:
Mt 2,18
Ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen:
Rahel weinte um ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn sie waren dahin.

-


Aus einer Predigt des hl. Augustinus:
-
"Heute begehen wir, geliebteste Brüder, den Eingang zum Leben von jenen Kindern,
die gemäß dem Berichte des Evangeliums
von dem so grausamen König Herodes gemordet worden sind.
Und darum mag die Erde im höchsten Jubel frohlocken, die als fruchtbare Mutter der himmlischen Streiter und so großer Berühmtheiten auftritt.
Es ist doch wahr, der gottlose Feind konnte den glücklichen Kindern niemals durch Zärtlichkeiten so großen Nutzen schaffen,
als er durch den Hass verschafft hat.
Denn, wie uns das so heilige Fest des heutigen Tages zeigt, hat so viel, als die Bosheit gegen die glückseligen Kleinen sich übergroß gezeigt hat, die Huld an Segen in sie hineinfließen lassen.".

-

Heute wird vielfach von glaubens und kirchenfeindlichen Kreisen versucht, diesen herodianischen Kindermord als "Erfindung" abzutun....
um im gleichen Atemzug dem modernen "humanen" herodianischenKindermord
an ungeborenen beseelten, und gar bereits auch an geborenen beseelten Kindern "totzuschweigen".


Zum Fest der Unschuldigen Kinder in der heutigen Zeit,
ein sehr trefflicher Kommentar
von Pater Eugen Mederlet:
-

Die Kinder in Bethlehem sind auf Geheiß von König Herodes stellvertretend für Jesus gestorben,
weil der seiner nicht habhaft werden konnte.
Kardinal Meisner hat 2011 in seiner Predigt zum
Fest der Unschuldigen Kinder auf
die Tötung unschuldiger Kinder,
die heutzutage bei uns per Abtreibung

gang und gäbe ist, hingewiesen und damit einen
- vorhersehbaren-
Sturm der Entrüstung hervorgerufen.
Während unsere Atheisten & Neuheiden sich sei altersher darum bemühen, den Kindermord in Bethlehem mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln ins Reich der Legende oder Mythologie zu entsorgen,
breiten sie über die Zahlen der Kinder,
die in unserer Zeit daran gehindert werden, zu leben,
verbissen einen Teppich des Schweigens aus.

In den Ländern allerdings,
wo die Kultur des Todes schon weitgehend etabliert ist, wurde die Tötung auch geborener, aber schwerkranker oder behinderter Kinder bereits offiziell "legalisiert" ( siehe Belgien, wo Kinder zwischen dem 1. (!) und 18. Lebensjahr, Dank ihrer Einsichtsfähigkeit darüber entscheiden dürfen und sollen, ob sie vom Leben zum Tode befördert werden wollen)


-

Aus dem Schott-Messbuch 1962:
-

28. Dezember

Fest der Unschuldigen Kinder

Martyrer
Stationskirche: St. Paul
2. Kl. – Farbe rot

Dieses dritte Begleitfest von Weihnachten ist im Abendland schon im 5. Jahrhundert bezeugt.
Wir ziehen im Geiste nach St. Paul vor die Mauern Roms hinaus,
wo Reliquien der heiligen Unschuldigen Kinder verehrt werden.
Selbst unmündige Kinder legen für die Ankunft und für das Erlöserwirken Christi Zeugnis ab;
freudig anerkennen und bekräftigen wir dies Zeugnis (Intr.).
Mit den aus reinster Gnade den Schlingen des Bösen entrissenen Kindern fühlt die ganze Kirche und fühlen wir glaubend und dankend die Wahrheit der gnadenvollen ersten Ankunft Christi (Grad., Allel.), die durch den Kindermord in der ganzen Umgegend von Bethlehem bekannt wird (Evang.). Mit den sich im Sterben für Christus opfernden Unschuldigen Kindern entziehen auch wir uns in ernstem Opferwillen den Schlingen der Welt, Satans und des Fleisches (Offert.).
Christus wird bei seiner Ankunft in der hl. Wandlung und in der hl. Kommunion auch an uns die Kraft seiner erlösenden Gnade bekunden.

-

Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ec28/index.html
-


zuletzt bearbeitet 28.12.2016 00:13 | nach oben springen

#9

RE: 28. Dezember: Fest der Unschuldigen Kinder Mt 2, 13-18

in Das Wort ist Fleisch geworden 28.12.2016 20:49
von Aquila • 4.209 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Ergänzend zu vorigen Beitrag:

Die Vorantreiber des modernen herodianischen Kondermordes in Form der
"humanistisch" getünchten mörderischen Abtreibungsmaschinerie
wollen verbissen für eine
"reibungslose" Fortsetzung dieses verabscheuungswürdige Verbrechens ( Katechismus) sorgen; durch Behandlung von Abtreibungsgegner als "Staatsfeinde".... wie hier:

http://www.katholisches.info/2016/12/28/...ines-blutbades/


Dieselben " Humanisten" sind es denn aber auch, die im selben Atemzuge weinerlich für einen ihrer Gesinnung genehmen "Frieden" werben.....
einen "Frieden" also über Millionen Leichen von ungeborenen beseelten Kindern.....
die teuflischen Folgen dieses menschlichen Hybris-Irrsinnes sehen wir Tag für Tag....

Im Nachwort zum Buch "Das Leben der heiligen Luitgard von Wittichen"
schreibt Dr. med Gottfried Herztka:
-
„Man darf in den Werkplan und in die Werkstatt Gottes, welche der MUTTERSCHOSS ist, grundsätzlich nicht eingreifen.
Das war den Leuten früher selbstverständlich.
Der Fluch unserer Tage, das Gegenteil zu lehren, ist eine Herausforderung an den Himmel und wird zur gegebenen Zeit die richtige Antwort erhalten.

Ich bin überzeugt ,
dass spätere Generationen über diese Dinge nicht anders urteilen werden
als über die Juden- und Krankenmorde der Hitlerzeit
“.

-

Die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis
Unantastbarkeit des menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis

wird heute auf teuflische Art und Weise "relativiert"....dazu eine Abhandlung von Prof. Würmeling:
Unantastbarkeit des menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis (6)

-

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